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Tief bringt Schnee und Dauerfrost für ganz Deutschland

Der Winter hält am Wochenende wieder Einzug in Deutschland. Tief Emma bringt Schnee, Dauerfrost und Sturm. Für Bahnreisende dürfte der Wintereinbruch allerdings keine Freuden bereithalten.

Winter-Wetter in Deutschland: Am Wochenende gibt es Schnee

Winter-Wetter in Deutschland: Zwei Spaziergänger gehen am 14. Januar auf dem Schauinsland bei Hofsgrund (Baden-Württemberg) im Schwarzwald an verschneiten Bäumen vorbei

Nun zieht der Winter doch noch in Deutschland ein. Tief "Emma" werde in den nächsten Tagen maritime Polarluft ins Land schaufeln - das bedeutet fast überall Schneefälle, Dauerfrost und auf den Bergen Sturm, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Donnerstag vorhersagte. Fernreisende im Bahnverkehr müssen sich wegen des erwarteten Wintereinbruchs in den kommenden Tagen auf längere Fahrzeiten einstellen.

Den meisten Schnee bekommen dem DWD zufolge der Alpenrand und der Schwarzwald im Süden ab. "Allenfalls können in den Niederungen entlang des Rheins am Wochenende noch sanfte Plusgrade erreicht werden", heißt es in der Vorhersage.

Minustemperaturen auch im Flachland

Sturm ist vor allem auf den Bergen ein Thema. Bis zum Freitag seien in den Mittelgebirgen Schneeverwehungen zu erwarten, danach werde der Wind nachlassen, sagte DWD-Meteorologin Anna Wieczorek. Besonders stark soll der Sturm im Schwarzwald und in den Alpen oberhalb 1000 Metern wehen.

Schneefälle erwarten die Meteorologen am Freitag vor allem in der Mitte und im Süden, entlang von Rhein und Main gibt es Regen oder Schneeregen. Im Norden bleibt es niederschlagsfrei. Auch am Wochenende schneit es regional. Die Temperaturen liegen am Freitag tagsüber noch knapp über null Grad, am Wochenende sinken sie auch im Flachland meist unter den Gefrierpunkt. Nachts friert es ohnehin überall. 

Deutsche Bahn verhängt Tempolimit für ICE

Da sich Schnee und Eis am Unterboden von Zügen während der Fahrt ansammeln können, ordnete die Deutsche Bahn für ihre ICE-Hochgeschwindigkeitszüge ein Tempolimit an. Maximal 200 Kilometer pro Stunde dürfen sie fahren, wie das Unternehmen mitteilte. Fallen nämlich Eisbrocken auf den Schotter, fliegen Steine und Eis gegen die Fahrzeuge. Bei sehr hohen Geschwindigkeiten drohen dann Schäden an den Wagen.

Die Fahrzeiten verlängern sich durch das Tempolimit je nach Strecke um 10 bis 35 Minuten. Die längeren Fahrzeiten sollten laut Bahn noch am Donnerstag in den Auskunftssystemen der Bahn erscheinen. Betroffen sind nach Bahn-Angaben folgende Verbindungen: Hamburg-Berlin, Hannover-Berlin, Hannover-Würzburg, Mannheim-Stuttgart, Karlsruhe-Offenburg-Basel, Köln-Frankfurt, Köln-Aachen, Nürnberg-Ingolstadt-München, und Erfurt-Halle/Leipzig.

Wintersport-Wochenende dank Wetter

Auch Autofahrer müssen dem DWD zufolge wegen glatter Straßen und Schneematsch vorsichtig fahren. In der Eifel behinderte heftiger Schneefall schon am Donnerstag den Verkehr. Auf mehreren Bundesstraßen stellten sich laut Polizei Lastwagen quer und blockierten die Fahrbahn.

Während der Schnee Verkehrsteilnehmern einiges abverlangt, macht er Wintersportlern große Freude. So wird im Skigebiet im nordrhein-westfälischen Sauerland bei Winterberg das erste große Wintersport-Wochenende der Saison erwartet. Auch im Bayerischen Wald herrschen gute Wintersportbedingungen und in Sachsen bereiten sich die Wintersportorte auf schneereiche Tage vor.

ivi/DPA
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