23. August 2012, 12:40 Uhr

Die reichsten Länder im Jahr 2050

Das asiatische Jahrhundert hat schon begonnen: In 38 Jahren werden Länder in Fernost die wohlhabensten Staaten der Welt sein. Deutschland wird nicht zu den Top Ten gehören.

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Zahlreiche asiatische Länder befinden sich seit Jahren auf dem Sprung nach ganz oben in der Weltwirtschaft. Die Zahl der Milliardäre nimmt immer weiter zu. China legt Wachstumsraten hin, von denen andere Staaten nur träumen können, insbesondere die Europäer. Das Land könnte mit seinen Devisengeldreserven die Eurokrise auf einen Schlag beenden. Zu den Top 10 der reichsten Länder - gemessen am Bruttoinlandsprodukt pro Kopf - gehört das Land mit seinen gut 1,4 Milliarden Einwohnern trotzdem nicht. Überhaupt befinden sich in der aktuellen Liste der reichsten Staaten der Erde laut des Wealth Reports 2012 lediglich zwei asiatische: Singapur und Hongkong.

Dem Report zufolge, den der Vermögensverwalter Knight Frank und die Citi Private Bank vorlegten, wird sich das in den kommenden 38 Jahren ändern. 2050 wird die Liste der reichsten zehn Länder von vier asiatischen Staaten angeführt werden.
Danny Quah von der London School of Economics prognostiziert, dass zu jener Zeit der Wirtschaftschwerpunkt irgendwo zwischen Indien und China liegen werde. 1980 befand sich das globale wirtschaftliche Zentrum rein rechnerisch in der Mitte des Atlantiks.

Und Deutschland? Schon jetzt reicht es in dem Ranking nicht für einen Platz unter den ersten zehn aus. Mit rund 44.000 Euro BIP pro Kopf liegt die Bundesrepublik auf Platz 20. Im Jahr 2050 allerdings werden Staaten wie Indonesien, Brasilien, Nigeria und Ägypten vor Deutschland sein - allen Lobgesängen der Regierung in Berlin (Foto) über die Wirtschaftskraft des Landes zum Trotz.

Die Einheit BIP pro Einwohner drückt aus, was jeder Bürger eines Landes - also vom Baby bis zum Greis - rein statistisch an Gütern und Dienstleistungen geschaffen hat. Die Einheit gilt als Ausdruck der ökonomischen Leistungsfähigkeit und des Wohlstands. Allerdings kommt es zu Verzerrungen. Finanzstarke Stadtstaaten wie Hongkong und Singapur kommen schneller auf ein hohes BIP per Kopf als zum Beispiel China, weil sich das BIP auf wesentlich mehr Menschen verteilt.

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