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17. November 2011, 16:48 Uhr

Polizei hält Wall-Street-Blockierer in Schach

Es sollte die größte Protestaktion gegen die Macht der Banken werden, doch am Ende hatten sich nur einige hundert "Occupy-Demonstranten auf den Weg gemacht, um die Wall Street zu belagern. Ein Großaufgebot der Polizei verhinderte, dass die US-Börse lahm gelegt wurde.

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"Occupy"-Bewegung nahe der Wall Street: Es soll die größte Protestaktion überhaupt werden© Stan Honda/AFP

Mit einem Großaufgebot an Beamten hat die New Yorker Polizei am Donnerstag eine Blockade der Börse in der Wall Street verhindert. Hunderte Demonstranten der "Occupy Wall Street"(Besetzt die Wall Street)-Bewegung waren an die Südspitze von Manhattan gezogen, um den Protesten gegen die Macht der Banken einen neuen Impuls zu verleihen.

"Wall Street. Our Street!" skandierten die Demonstranten. "Wall-Street-Banker ruinieren unser Land", sagte ein junger Mann. Die Organisatoren hatten über soziale Netwerke wie Facebook dazu aufgerufen, die Finanzmeile zu blockieren. Am Dienstag hatte die Polizei nach rund zwei Monaten das zentrale Zeltlager der Demonstranten im Zuccotti-Park in Manhattan geräumt. Zuvor waren bereits in anderen US-Städten Camps der Protestbewegung geräumt worden.

Demonstranten scheitern mit Börsen-Blockade

Ihr Ziel, die Eröffnung der Börse zu verhindern, erreichten sie aber nicht. An einigen Stellen kam es zu Rangeleien mit Polizisten. Dutzende Menschen wurden festgenommen. "Dies ist eine tolle Gelegenheit, unsere Straßen zurückzugewinnen, besonders nach der Räumung", sagte die 27-jährige Rachel Falcone. "Wir müssen zeigen, dass wir überall sein können, dass es über eine einzelne Nachbarschaft hinausgeht, dass es sich wirklich um eine Idee handelt."

Allerdings nahmen deutlich weniger Menschen an der Demonstration teil, als von den Veranstaltern erwartet worden war. Sie hatten mit Zehntausenden gerechnet. Die seit Mitte September in New York anhaltenden, aber nun langsam versiegenden Proteste fanden zahlreiche Nachahmer in vielen Städten der USA und auch in anderen Ländern.

Die Occupy-Bewegung kritisiert die wirtschaftliche Ungleichheit in der Gesellschaft. Während die US-Banken in der Rezession Milliardenhilfen erhalten hätten und jetzt wieder riesige Gewinne erwirtschafteten, werde dem unter Arbeitslosigkeit und der Wirtschaftskrise leidenden Normalbürger nicht geholfen, kritisieren sie.

fro/kng/AFP/DPA/Reuters
 
 
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