Foodwatch verleiht Hipp den "Goldenen Windbeutel"

19. Juni 2012, 17:47 Uhr

Wer den "Goldenen Windbeutel" gewinnt, nimmt ihn nicht gern entgegen: Der Schmähpreis soll Werbelügen offen legen und magelhafte Produkte brandmarken. Manchmal mit großem Erfolg.

Der Nahrungsmittelhersteller Hipp hat den Vorwurf einer Werbelüge im Zusammenhang mit gezuckerten Kindertees zurückgewiesen. mehr...



O-Ton: Isabelle Feix Mitarbeiterin, Pressestelle Hipp

„Die Zusammensetzung unserer Produkte ist auf allen Produkten klar und deutlich angegeben und für Verbraucher ersichtlich und insofern liegt es uns auch fern, den Verbraucher da in irgendeiner Art und Weise zu täuschen“.

Gleich mehrere Tees der Firma Hipp waren von der Verbraucherorganisation Foodwatch mit dem Negativpreis „Goldener Windbeutel“ für dreiste Werbelügen ausgezeichnet worden. Gemeinsam mit den Verbrauchern soll so Druck auf die Lebensmittelindustrie ausgeübt werden, damit diese ihre „irreführenden Werbepraktiken“ aufgibt.

O-Ton: Oliver Huizinga, Foodwatch

„Wir möchten gerne mit der Geschäftsführung darüber sprechen, weshalb dieses Produkt nach wie vor verkauft wird. Weshalb, entgegen aller Ernährungsempfehlungen, für Kleinkinder ein Zuckergranulat-Tee empfohlen wird, für Kleinkinder ab dem 12. Monat."

Bereits Ende Mai hatte Hipp angekündigt, die Tees bis zum Jahresende aus dem Sortiment zu nehmen. Das Unternehmen hatte bestritten, dass ein Zusammenhang mit der Foodwatch-Aktion bestehe. Im vergangenen Jahr ging der „Preis“ an die Firma Ferrero für ihre „Milch-Schnitte“. Schließen