Tödliche Waldbrände nach Hitzewelle

9. Juli 2007, 08:43 Uhr

Verheerende Waldbrände haben den Westen der USA fest im Griff: In neun Bundesstaaten lodern mehr als 55 Großfeuer. Allein in Utah wütet ein Feuer auf einer Fläche von 115.000 Hektar. Ein Mann starb bereits in den Flammen.

Zeitweise musste der Highway 395 in der Sierra Nevada gesperrt werden©

Tausende Feuerwehrleute haben am Wochenende im Westen der USA gegen zahlreiche Wald- und Buschfeuer angekämpft. Von Idaho, nahe der kanadischen Grenze, bis in den Süden Kaliforniens standen zehntausende Hektar Land in Flammen.

Im US-Staat South Dakota kam ein Mann ums Leben, als sein Haus von einem schnell um sich greifenden Waldbrand eingeschlossen wurde. Wie die Zeitung "Rapid City Journal" berichtete, war der Hausbesitzer nicht dem Evakuierungsaufruf der Feuerwehr gefolgt.

Das größte Feuer in der Geschichte Utahs

Das ausgedehnteste von insgesamt 55 Großfeuern in neun westlichen Staaten war in Utah bis Sonntagabend (Ortszeit) auf eine Fläche von über 115.000 Hektar gewachsen.

Bei großer Hitze fraßen sich die Flammen schnell durch das ausgedörrte Grasland. Es sei das größte Feuer in der Geschichte Utahs, sagten die Behörden dem Lokalsender KSL-TV. Zeitweise musste die Feuerwehr eine Autobahn sperren, der sich die Flammen gefährlich genähert hatten.

Evakuierungen in vielen Bezirken

Am Ostrand der kalifornischen Sierra Nevada sind mehr als 500 Feuerwehrleute im Einsatz. In dem beliebten Wandergebiet wurden zahlreiche Wege gesperrt. Die Polizei verhängte ein Fahrverbot auf der einzigen Schnellstraße, dem von Touristen viel befahrenen Highway 395.

Im US-Staat Washington mussten 250 Menschen vor einem schnell um sich greifenden Waldbrand aus ihren Häusern fliehen. In vielen anderen Bezirken wurden Evakuierungen angeordnet.

Anhaltende Hitzewelle

Nach Angaben der Nationalen Feuerbehörde in Boise, Idaho, wurden die meisten Feuer durch Blitzschläge ausgelöst. Nach einer anhaltenden Hitzewelle sind weite Teile des amerikanischen Westens ausgedörrt, und die Vegetation ist leicht entzündbar.

"Alles ist so trocken, dass schon ein kleiner Funke im Buschwerk den Bewuchs in Brand setzt", sagte Nancy Upham von der kalifornischen Forstbehörde der "Los Angeles Times". Vor zwei Wochen hatte ein Waldbrand am malerischen Lake Tahoe, Kalifornien, mehr als 250 Häuser zerstört.

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KOMMENTARE (1 von 1)
 
H.P. (09.07.2007, 13:05 Uhr)
Alles muss ständig neu ins Gleichgewicht gebracht werden
Alles muss ständig neu ins Gleichgewicht gebracht werden, wir können nicht machen was wir wollen, die Natur ist nicht grausam, der Mensch versteht die Natur und sich selbst nicht mehr, deshalb all die Naturkatastrophen und Turbolenzen in der Welt, die immer heftiger werden, Milliarden von Menschen werden diese gewaltigen Ereignisse nicht überleben.
http://www.naturkatastrophen.com/
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