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19. November 2008, 19:31 Uhr

Warnung vor blitzartigem Wintereinbruch

Es könnte das spektakulärste Wetterereignis seit dem Orkan Kyril werden: Laut Meteorologen lässt am Wochenende der Winter in Deutschland "so richtig die Post abgehen". Die Temperaturen stürzen in den Keller. Innerhalb kürzester Zeit sollen die Straßen von Nord nach Süd zu schneebedeckten Fahrbahnen werden.

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Sehen so am Wochenende die Straßen aus? Eine Kaltfront mit arktischer Luft zieht von Norden nach Süden über Deutschland und bringt Schnee, Sturm, Graupel und Gewitter© Reuters

Am Wochenende hält der Winter mit Blitz und Donner Einzug in Deutschland. Am Freitag soll das bisher milde Wetter umschlagen und innerhalb kürzester Zeit von Nord nach Süd die Straßen in schneebedeckte Fahrbahnen verwandeln, wie der Deutsche Wetterdienst am Mittwoch ankündigte. Die Temperaturen sollen von zweistelligen Werten auf den Gefrierpunkt stürzen. Begleitet werde der Wetter-Umsturz teilweise von Blitz, Donner und Sturm. Laut Meteorologen könnte es "das spektakulärste Wetterereignis seit dem Orkan Kyrill im Januar 2007" werden.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes geht es "mit allen meteorologischen Pauken und Trompeten" los: Der Wintereinbruch startet am Freitagmorgen an der Ostseeküste mit Schneeschauern, örtlich kann es auch Graupel, Blitz und Donner geben, und der Wind kann sich bis zu einzelnen schweren Sturmböen steigern. Bis zum Mittag soll die Kaltfront den Nordrand der Mittelgebirge erreichen, wo dann am Nachmittag "so richtig die Post" abgeht, wie es der Deutsche Wetterdienst formuliert. Innerhalb einer Stunde können aus Regen und nassen Straßen plötzlich Schneesturm und schneebedeckte Fahrbahnen werden. Autofahrer sollten im Mittelgebirgsraum ab Mittag ihren Wagen möglichst stehen lassen, warnen die Meteorologen. Bis zum Abend kann in einigen Mittelgebirgslagen bis zu 15 Zentimeter Schnee fallen.

Am Freitagabend soll es dann auch in Süddeutschland losgehen: Am Alpennordrand kann bis zum Samstagmorgen ein halber Meter Schnee fallen. Da der Wind weiterhin teilweise stürmisch sein werde, müsse in den Bergen mit starken Schneeverwehungen gerechnet werden. Einige höher gelegene Straßen könnten am Samstag unbefahrbar sein.

Am Samstag und Sonntag soll es unbeständig und winterlich bleiben. Immer wieder soll es Schneeschauer und örtlich auch kurze Wintergewitter geben. An den Nordrändern der Mittelgebirge und der Alpen kann es noch kräftig und länger schneien, etwas freundlicher soll es in einem Streifen von Schleswig-Holstein südostwärts werden. Dank eines "Norwegenföns" soll die Luft dort trockener sein. Auch südlich der Mittelgebirge, etwa im Rhein-Main-Gebiet, soll es weniger Schneeschauer geben, so dass sich dort wohl keine Schneedecke bildet.

Die Temperaturen sollen auch tagsüber nur noch im Westen und Norden auf einige Grad über den Gefrierpunkt steigen. Nachts gibt es überall Frost, teilweise fallen die Temperaturen unter fünf Grad minus. Auch in der Schweiz erwarten die Meteorologen ab Freitag einen massiven Wintereinbruch. Bis Montag können dort auch im Flachland bis zu 30 Zentimeter Schnee liegen.

AP/DPA
 
 
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