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Hunderte Unfälle auf norddeutschen Straßen

Schnee, Glätte und bittere Kälte: Der Winter hat Norddeutschland erreicht. Auf den Straßen kam es zu zahlreichen Unfällen. Wegen vereister Oberleitungen saßen Bahnpassagiere über Nacht in Niedersachsen fest.

Ein Streufahrzeug am Sonntag auf der A28 in Niedersachsen

Dichtes Schneetreiben: Ein Streufahrzeug am Sonntag auf der A28 in Niedersachsen

Der Nordosten Deutschlands bibbert: Dort hat sibirische Kaltluft die Temperaturen auf zweistellige Minuswerte sinken lassen. Am Sonntag wurden in Rostock minus zehn Grad gemessen. Doch gefühlt sei es im Norden und Osten und auf den Bergen wegen des schneidenden Ostwinds noch viel kälter gewesen, sagte Meteorologe Christoph Hartmann vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. In Mecklenburg-Vorpommern habe die gefühlte Temperatur am Vormittag bei minus 29 Grad gelegen.

Zur selben Zeit war es im Südwesten fast 20 Grad milder, in Karlsruhe wurden acht Grad plus gemessen. Die bitterkalte Luft traf am Sonntag über der Mitte Deutschlands auf milde, feuchte Luft aus Südwesten. 


Hunderte Bahnpassagiere saßen fest

Wegen Blitzeis blieb am späten Sonntagnachmittag ein IC zwischen Norddeich und Emden liegen. Wie ein Bahnsprecher sagte, mussten die Fahrgäste die Nacht zu Montag im beheizten Zug verbringen oder wechselten in die nahe gelegene Halle einer Fährgesellschaft. Sie wurden von Helfern der Bahn und des Roten Kreuzes mit Getränken und Mahlzeiten versorgt. Am Morgen konnte der Zug seine Fahrt nach Köln fortsetzen.

Zahlreiche Unfälle im Norden

Spiegelglatte Straßen wurden vielen Niedersachsen und Bremern zum Verhängnis. In beiden Bundesländern kam es am Sonntag zu mehr als 300 Unfällen. Allein die Polizeidirektion Oldenburg meldete am Montag in einer ersten Bilanz 183 Unfälle. Bei 16 davon wurden Menschen verletzt. "Es hätte noch schlimmer kommen können", sagte ein Sprecher. Weil der Wintereinbruch auf einen Sonntag fiel, waren deutlich weniger Menschen mit dem Auto unterwegs als an Werktagen.

Nach der Kälte kommt der Schnee

In den nächsten Tagen werde die große Kälte im Nordosten nachlassen, und es sei mit Schneefällen zu rechnen. "Auf den Mittelgebirgen kann sich im Laufe der Woche eine ordentliche Schneedecke von 20 bis 40 Zentimetern bilden", sagte Meteorologe Hartmann.

Grund für die unterschiedlichen Temperaturen ist die Lage zweier Druckgebilde: Hoch "Christine" östlich von Deutschland leitet kontinentale Kaltluft ins Land, vom Atlantik im Westen ziehen immer neue Niederschläge nach Deutschland, werden aber über der Mitte von "Christine" abgeblockt. "Die Warmluft rennt gegen die Kaltluft an", sagte Hartmann. Dem Hoch werde aber nun die Puste ausgehen, und es werde sich an diesem Montag in den Nordwesten Russlands zurückziehen.

kis/DPA
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