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27. Dezember 2010, 07:45 Uhr

Behörden rufen Schneealarm an US-Ostküste aus

Auf New Yorks Flughäfen geht nichts mehr, Überlandbusse und Bahnen stehen still und in mehreren Bundesstaaten gilt der Notstand: Die Ostküste der USA wird von einem heftigen Schneesturm heimgesucht. New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg warnte vor der Gefährlichkeit des Blizzards.

Schnee, Frost und Stürme haben weite Teile der Ostküste der USA heimgesucht. Auf New Yorks drei großen Flughäfen geht seit Sonntagabend (Ortszeit) wegen eines Schneesturms nichts mehr. Starts und Landungen an den drei Flughäfen in der Metropolregion New York seien eingestellt, sagte die Sprecherin der zuständigen Behörde nach Angaben des US-Nachrichtensenders CNN. Am Sonntag fielen auf diesen drei Airports mehr als 1400 Flüge aus. Der New Yorker Kennedy-Flughafen sollte am Montag um 5 Uhr Ortszeit (11 Uhr MEZ) wieder geöffnet werden.

Besonders in den Staaten des Nordostens gab es Warnungen vor Blizzards. North Carolina, Virginia, Maryland und New Jersey riefen wegen der Schneemassen den Notstand aus, schrieb die "New York Times". New York, Boston und Philadelphia gaben Schneealarm. Überlandbusse und Bahnen fuhren nicht. Dem Big Apple sagten Meteorologen 28 bis 41 Zentimeter Neuschnee am Sonntag und Montag vorher, in Boston sollten es sogar bis zu einem halben Meter sein. In New Brunswick im US-Staat New Jersey lagen am Sonntagabend bereits 51 Zentimeter Schnee.

New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg warnte vor der Gefährlichkeit des Schneesturms: "Unglücklicherweise liegt unsere Stadt direkt auf seinem Weg", sagte Bloomberg. Die Schneesturmwarnung gilt bis Montag 18 Uhr Ortszeit. An den großen Straßen der Stadt standen schon Stunden vor der ersten Flocke Räumfahrzeuge mit Schneeketten und Planierschild bereit.

"Wir raten zu extremer Vorsicht bei der Reise"

Der Schneesturm trifft die Amerikaner im Rückreiseverkehr der Weihnachtsferien. Zwischen New York und Washington hingen Menschen fest, weil die beliebten Überlandbusse nicht fuhren. Auch die Eisenbahn verkehrte nicht. In vielen Gebieten wurden die Kommunalmitarbeiter aus dem Weihnachtsurlaub beordert, um das Wetterchaos zu bekämpfen.

"Wir raten zu extremer Vorsicht bei der Reise", sagte der Gouverneur von Virginia, Bob McDonnell, dem Weather Channel am Samstasgabend. "Versuchen Sie, sicher nach Hause zu kommen, und wenn sie nicht reisen müssen, dann lassen Sie es besser bleiben", riet er den Bürgern. In Columbia in South Carolina gab es den ersten nennenswerten Schnee seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1887. In Atlanta im Staat Georgia lagen zwar nur 2,5 Zentimeter, es war aber die erste weiße Weihnacht seit den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts.

Die Wetterfront ist dieselbe, die vor einer Woche für Regenstürme und Schlammlawinen in Kalifornien gesorgt hatte. Dann brachte sie den Südstaaten die erste weiße Weihnacht seit einem Jahrhundert, bevor sie jetzt den Norden der Ostküste ausbremste.

mad/DPA/DAPD
 
 
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