4. April 2013, 18:04 Uhr

Kälte zwingt Zugvögel zur Pause

Auf dem Weg vom Winterquartier in die Brutgebiete im Norden mussten zahlreiche Vögel eine Zwangspause einlegen. In Mitteldeutschland kam es zu einem regelrechten Zugvogelstau.

Jetzt bewerten
7 Bewertungen

Das Video im Wortlaut: Den Frühling in Deutschland hatte sich dieses Storchenpaar vermutlich auch anders vorgestellt. Mehr...

Der außergewöhnlich kalte März überraschte die Zugvögel nach ihrer Rückkehr aus dem Winterquartier mit Eis und Schnee. Futter war da vielerorts Mangelware. Auf dem Weg in den Norden legten viele Vögel eine Zwangspause ein, unter anderem im hessischen Büttelborn. Dort konnte der Ornithologe Bernd Petri einen regelrechten Zugvogelstau feststellen. O-ton Petri ("In Nordostdeutschland lag ja lange, lange Zeit Schnee. Und die ziehenden Vögel, die nach Norden wollten, um in ihre Brutgebiete zu kommen, die Kraniche, die Gänse, dann die Kiebitze, die konnten alle nicht weiterfliegen und haben dann hier im Hessischen, vor allem im hessischen Süden, Rast gemacht und einfach auf besseres Wetter gewartet.") Andere zog es wieder zurück in wärmere Gefilde. Die Zeitverzögerung sei für die Vögel nicht unbedingt gefährlich, sagt Petri. O-ton ("Die Gefahr besteht eigentlich nur dann, wenn die Vögel in ihren Rastgebieten dauernd wieder gestört werden, entweder durch Hunde, durch Spaziergänger, durch Reiter. Dann verlieren sie viel Energie, sie finden ja wenig zu fressen. Das wäre gefährlich. Aber wirklich tun kann man ansonsten, außer dass man sie in Ruhe lässt, nicht viel. Füttern sollte man die Vögel nicht.") Laut Petri löst sich der Zugvogelstau seit dem Osterwochenende auf. Die Vögel wollten unbedingt in ihre Brutgebiete nach Norden zurück, sagt der Ornithologe. Das entscheidende Signal sei dabei das Licht. O-ton ("Die Tage werden immer länger und das ist das entscheidende Signal, dass sie jetzt zur Brut schreiten müssen.") So kommt es, dass im brandenburgischen Linum schon so manches Storchennest belegt ist und die Adebare ihre Kinderstube bereitmachen. Auch Kraniche haben sich hier zu Hunderten eingefunden. Zur Paarung oder auf einem Zwischenstopp auf dem Weg nach Norden. So manchem der anmutigen Vögel scheint die Herumreiserei aber ohnehin aus dem langen Hals zu hängen: In den letzten Jahren haben immer mehr Kraniche darauf verzichtet gen Süden zu ziehen und den Winter in Deutschland verbracht. ORT: BEI BÜTTELBORN, LINUM Schließen

Mehr Videos:

E-Mail

Haben Sie Fragen, Wünsche oder Kritik bezüglich unseres WebTV-Angebots? Dann schreiben Sie uns doch bitte eine Mail.

FAQ

Haben Sie Probleme beim Empfang unserer Videos? Unsere FAQ-Liste beantwortet die wichtigsten Fragen.



RSSVideos als RSS abonnieren
MEHR ZUM ARTIKEL
Schnee und Frost So wird das Osterwetter

Jetzt zu Ostern muss der Frühling doch endlich kommen! Pustekuchen, Hoch "Jill" verhindert das Wohlfühlwetter. Am besten kommt wohl der Westen weg - die Vorhersage.

Trübe Aussichten Winterwetter bleibt wohl bis Ostern

Von Frühling keine Spur: Der Norden und Osten bibbert bei eisiger Kälte. Selbst in Sibirien ist es wärmer. Und die Aussichten für Ostern? Nichts für schwache Nerven!

Ostern bringt Frühling Der Lenz ist da - bald zumindest

Im Moment ist es schwer vorstellbar, aber Ende nächster Woche soll das Dauer-Winter-Wetter tatsächlich dem Frühling weichen. Kein schlechter Zeitpunkt, schließlich stehen die Osterfeiertage an.

Alle Videos