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28. Januar 2010, 07:58 Uhr

Schneetreiben verursacht Chaos auf den Straßen

Nach der Eiseskälte kam der Schnee - und mit ihm das Verkehrschaos: Auf vielen Straßen in Deutschland krachte es, besonders im Osten der Republik. Der schwerste Unfall geschah auf der A 9 bei Jena, wo fünf Lastwagen ineinander rasten.

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Schneetreiben in Stralsund: Die Räumdienste sind im Dauereinsatz© Stefan Sauer/DPA

Starke Schneefälle haben am Donnerstag den Verkehr in weiten Teilen Deutschlands behindert. Betroffen war vor allem der Osten. Besonders Lastwagen hatten mit den Witterungsverhältnissen zu kämpfen, viele gerieten auf schneeglatten Straßen ins Rutschen und verursachten zahlreiche Unfälle. Streu- und Räumfahrzeuge kamen nur schwer voran.

Auf der Autobahn 9 in der Nähe von Jena legte ein Massenunfall mit fünf Lkw den Verkehr stundenlang lahm, wie die Polizei mitteilte. Die Lastwagen waren auf glatter Straße ineinander gefahren und hatten sich verkeilt. Sie lagen zum Teil quer über alle drei Fahrspuren und blockierten die Autobahn Richtung Berlin. Ein Lkw-Fahrer kam dabei ums Leben. Nur zehn Kilometer weiter starb ein Mann bei einem weiteren schweren Unfall. Daran waren drei Lkw und zwei Autos beteiligt.

A1 bei Hagen dicht

Bei Schneeverwehungen in der Uckermark blieb ein Lastwagen auf der Bundesstraße zwischen Strasburg und Pasewalk stecken. Am Morgen war die Straße noch immer gesperrt. Auch auf der Autobahn A1 bei Hagen im Ruhrgebiet ging in der Nacht über Stunden nichts mehr. Wie die Polizei mitteilte, war ein Lastwagen am späten Mittwochabend ins Schleudern geraten und umgekippt, weil er auf glatter Fahrbahn zu schnell unterwegs gewesen war. Ein weiterer Lkw konnte nicht mehr bremsen und stieß mit dem quer zur Fahrbahn liegenden Lastwagen zusammen. Die Autobahn blieb rund um die Unfallstelle bis in die frühen Morgenstunden voll gesperrt.

Schneeverwehungen in Sachsen

Auch in Sachsen kam es in Folge von Schneeverwehungen auf den Autobahnen zu mehreren Unfällen. laut Polizei blieb es aber zumeist bei Blechschäden. An mehreren Abschnitten stellten sich Lastwagen quer. Bei Dresden krachte auf der Überfahrt von der A 17 auf die A 4 Richtung Chemnitz ein Lastwagen in den Pfeiler einer Schilder-Brücke. Die über die Fahrbahn reichende Anlage wurde so schwer beschädigt, dass sie nun abgerissen werden muss. Der Abschnitt muss voll gesperrt werden.

Der Winterdienst war teilweise mit Schneefräsen im Einsatz. Insbesondere auf der Strecke zwischen Dresden und Leipzig bestehe erhebliche Verwehungsgefahr, hieß es. Wegen des seitlich blasenden Windes könne es selbst bei geringem Schneefall immer wieder zu Verwehungen kommen.

Im Landkreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein wurde der Busverkehr komplett eingestellt, weil in der Nacht Regen auf den kalten Straßen zu Eis gefror. Bei Flensburg rutschten mehrere Autos von der Fahrbahn. Im Kreis Schleswig-Flensburg schlitterte ein 23-Jähriger in einen entgegenkommenden Wagen. Drei Personen wurden teils schwer verletzt.

Oberleitung in Hamburg abgerissen

In Hamburg riss eine Oberleitung für Fernzüge der Bahn, die durch das kalte Wetter in Mitleidenschaft gezogen worden war, bei der Rangierfahrt eines unbesetzten Fernzuges. Die Strecke zwischen dem Hauptbahnhof und dem Bahnhof Dammtor war stundenlang gesperrt, es kam zu zahlreichen Verspätungen. Wie viele Züge ausfielen und wie viele Passagiere warten mussten, war zunächst unklar. Die Strecke ist relativ stark befahren - unter anderem die ICE-Verbindung Hamburg-München und Verbindungen von Hamburg Richtung Nordsee waren betroffen.

Am Frankfurter Flughafen fielen wegen der Schneefälle etwa 80 Flüge aus. Wie eine Fraport-Sprecherin mitteilte, war eine Landebahn vorübergehend gesperrt. Die Verspätungen am größten deutschen Airport hielten sich im Rahmen, sagte die Sprecherin weiter. Sie rechne mit einer Normalisierung des Flugverkehrs im Tagesverlauf.

DPA/APN
 
 
KOMMENTARE (6 von 6)
 
Amin42 (28.01.2010, 15:56 Uhr)
@Mike 1234
mmmhhh...natürlich, Sie sind ja auch dabeigewesen. Ich geb Ihnen recht, wenn - wie oft beobachtet- wegen drei Schneeflocken einer allein mit 60 und Sommerreifen über die Bahn kriecht. Nur, was ich meinte war vor ca. zwei Wochen: morgens um halb sieben, heftigstes Schneegestöber, kaum Sicht, Temperaturen um 0. Ich fuhr übrigens in einer Kolonne, und die fuhr ca. 60, mehr war kaum drin. So, und wenn in dieser Situation ein 40 Tonner mit 100 über die nicht geräumte Überholspur dröhnt, schlingernderweise, dann gehört son einem Kamikazefahrer eigentlich der Führerschein entzogen. Was wenn der mal bremsen muss, oder er seine Fuhre auf abgefahrenen LKW REifen nicht mehr in den Griff bekommt. Schauen Sie mal genau hin, und staunen Sie über den zustand rumänischer Zugmaschinen mit esthnischen Aufliegern der Billigspeditionen, oder bulgarischen Zugmaschinen mit kasachischen Aufliegern. Der Witterung und den strassenverhältnissen angepasstes Fahren gilt nicht NUR für PKW. Übrigens, ein gefährlicher irrglaube, mit Winterreifen können man bei Schnee und Eis fahren wie im Sommer, kürzlich mal die Anzahl Autos an Bäumen gezählt? Die MIT Winterreifen? Ich muss das leider beruflich und weiß wovon ich rede.....
DarkSpir (28.01.2010, 13:22 Uhr)
Sommerreifen
Ich hab hier neber meinem Büro einen steileren Hang mit Ampel am oberen Ende. Jeden Morgen hör ich hier die sommerbereiften Autos den Hang hochschliddern. Mit brüllendem Motor, denn wenn die Reifen keine Kraft mehr auf die Straße bringen, muss man (natürlich) mehr Kraft auf die Reifen geben, damit man überhaupt noch vorwärts kommt. Aber wer im Winter Sommerreifen fährt, hat auch in Physik gepennt...
Mike1234 (28.01.2010, 13:07 Uhr)
@Armin42
Nein! Hauptrisiko Flachlandtiroler die ihr Auto bei Schnee nicht einschätzen können! Selbst bei Schnee kann man auf einer so geraden Strecke wie Autobahn locker 100 fahren mit genügend Abstand. Da passiert überhaupt nix. Aber wer mit 60 über die Autobahn schleichen muss braucht sich nicht wundern von nem LKW gerammt zu werden!
b747f (28.01.2010, 12:50 Uhr)
Der Winter, der ein Winter ist!
Warum sind noch soAutofahrer mit Sommerrreifen unterwegs? - Sie und viele andere glaubten den Orakeln der Klimaforscher, dass der Winter 2009/ 2010 ausfällt... Achja Klimaforscher: Wo sind sie eigentlich? Die haben sich bestimmt hinter dem warmen Ofen verkrochen...
Amin42 (28.01.2010, 10:06 Uhr)
Hauptrisiko LKW
Leier beobachtet man in diesem Winter immer und immer wieder folgende Sitautionen auf den Autobahnen: PKW fahren auf der rechten geräumten Spur mit 60-70km/h. UNd und von wem werden die mit 90-100 km/h überholt? Richtig, von 40-Tonnern, die auf der ungeräumten Überholspur rasen und drängeln. Sicher, keiner der Fahrer tut dies wohl freiweillig oder gerne, der Druck der Disponenten in den Speditionen ist immens. Trotzdem muss hier dringend Abhilfe geschaffen werden.......
Henning100 (28.01.2010, 10:02 Uhr)
Ihr seid zu sehr verwoehnt ! ! !
Seit nunmehr genau 30 Jahren hat es keinen richtigen Winter mehr bei Euch gegeben, und jetzt, wo es mal richtig schneit, seid Ihr am Jammern.
Mann, geht mal nach Nord-Amerika, am Besten in die canadische Provinz Quebec.
Da lernt Ihr estens richtiges Vehalten bei Schnee und Eis, und zweitens spuert Ihr mal so richtige Kaelte: manchmal so bis minus 35 Grad.......................................
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