Startseite

Nasa überwindet "Fluch des Mars"

Zahlreiche Expeditionen sind gescheitert: "Mars Reconnaissance Orbiter" ist dagegen planmäßig auf der Umlaufbahn eingeschwenkt. Das Kontrollzentrum jubelte - nun kann die Erkundung von Landeplätzen für Menschen und Robots beginnen.

Die "Mars Reconnaissance Orbiter" ist sicher in die Umlaufbahn eingeschwenkt. Die Mitarbeiter im Kontrollzentrum in Pasadena reagierten mit Jubel und Erleichterung, der TV-Sender der Nasa übertrug die Ankunft der Sonde live.

"Mars Reconnaissance Orbiter" soll auf dem Roten Planten Landeplätze für Roboter und Menschen erkunden. Darüber hinaus sucht die NASA nach Spuren von Leben sowie Erklärungen für den radikalen Klimawechsel auf dem Mars.

30 Minuten keine Funkverbindung nach dem kritischen Manöver

Zuvor hatten Projektmanager Jim Graf und sein Team eine Nerven aufreibende Phase zu überstehen. Am späten Freitagabend um 22.25 Uhr (MEZ) zündeten die Triebwerke der Sonde, um sie nach sieben Monaten Flug in eine Umlaufbahn um den Mars einschwenkt. 27 Minuten dauerte das Flugmanöver, aber nur während der ersten 21 Minuten bestand Funkkontakt zwischen dem Kontrollzentrum in Pasadena und der Sonde im All. Dann verschwand sie für rund 30 Minuten hinter der Rückseite des Nachbarplaneten, und jede Verbindung riss ab. In diesen kritischen Minuten, ohne jede Chance, von der Erde aus einzugreifen, entschied sich, ob die Sonde von der Anziehung des Mars eingefangen wird oder auf Nimmerwiedersehen weiter hinaus in unser Sonnensystem schießt. Die Nasa hatte bereits zwei von vier vorherigen Mars-Sonden verloren.

Verläuft nun alles nach Plan, dauert es noch weitere sieben Monate, bis die Erkundungssonde auf ihrer endgültigen Umlaufbahn in rund 300 Kilometern über der Mars-Oberfläche Position bezogen hat. Bei seiner Ankunft am Freitag kreist der Orbiter auf einer stark elliptischen Bahn um den Mars. Mal nähert er sich bis auf 400 Kilometer dem roten Planten an, um dann wieder 44.000 Kilometer weit hinauszuschießen. Mit Hunderten von Flugmanövern, bei denen für kurze Zeit die Triebwerke gezündet werden, bringen die Nasa-Mitarbeiter schließlich die Sonde auf eine nahezu kreisrunde Umlaufbahn.

Das hört sich alles einfach an, ist es aber nicht. Der rote Nachbar ist berüchtigt für seine Sandstürme, die nach Nasa-Angaben auch mal den ganzen Planeten verhüllen und das Sonnenlicht um 80 Prozent reduzieren können. Der unangenehme Nebeneffekt: Wird es richtig staubig, dann werden die Atmosphäre dichter und der Widerstand größer. "Dann haben wir Probleme", sagt Graf. Die vorausberechneten Flugdaten gehen nämlich nicht mehr auf und müssen korrigiert werden.

Zwei Nasa-Sonden und der europäische "Mars-Express" kreisen bereits um unseren kleineren Nachbarn. Außerdem zuckeln die beiden Rover "Spirit" und "Opportunity" über den Boden des Planeten. Die neue Nasa-Sonde soll jetzt alles in den Schatten stellen und nach den Worten von Graf mehr Daten zur Erde funken als alle anderen Mars- Expeditionen zusammengenommen. Nie zuvor hat die US-Raumfahrtbehörde beispielsweise eine so hoch auflösende Kamera zu einem Planeten in unserem Sonnensystem geschickt.

Rund 720 Millionen Dollar (600 Millionen Euro) kostet die Expedition zum Nachbarplaneten, der der Erde am ähnlichsten ist und in zwei Jahrzehnten von sechs Nasa-Astronauten besucht werden soll. Mit ihren sechs wissenschaftlichen Instrumenten soll die Sonde geeignete Landeplätze für Mensch und Roboter finden. Außerdem ist das Rätsel noch ungelöst, ob der Mars jemals bewohnbar war oder ob es unter dem Eis sogar noch Leben gibt.

Hans Dahne/DPA

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Zu hohe Inkassogebühren, rechtens?
Hallo, ich habe am 20 März 15 einen Vertrag über 12 Monate mit einem Fitness-Studio abgeschlossen. Die Kosten (9,98 € 14-Tägig, 39,99€ Verwaltung einmalig, 19,99 Trainer und Servicepauschale Jährlich) sollten per Einzugsermächtigung abgebucht werden. Kürzlich bekam ich überraschend einen Brief von einem Inkassobüro mit der Zahlungsaufforderung für die gesamten 12 Monate inkl. der Verwaltung und Servicepauschale + Auslagen des Gläubigers (63,38€), Zinsen (1,42€), Geschäftsgebühr (45€), Auskunftskosten (5€) , Auslagenpauschale (9€) Hauptforderung 320,28€ Offene Forderung 444,08€ Nach dem ich mich bei der Firma erkundet habe, sagten sie mir, dass Zahlung zurückgegangen ist da mein Konto nicht gedeckt sei. Fakt war das sie einen Zahhlendreher in der Kontonummer hatten obwohl im meinem Durchschlag die Richtige Kontonummer angegeben wurde. Aber im Original hat jemand aus einer 3 eine 8 geändert. Nach Überprüfung konnte ich Feststellen das es diese Kontonummer gar nicht gibt und das diese vom System gar nicht angenommen wird. Spätestens da hätte man mich doch hinweisen oder fragen können was mit dem Konto sei. Es kam nie ein zu einem Zahhlungsrückgang, noch zu einer Zahlungserinnerung Mahnung seitens des Fitnessstudios. Die AGB´s habe ich nie zu Gesicht nie bekommen und auch nicht gelesen - diese stehen (nach meiner Recherche) im Internet aber auch nicht definiert wie man in Zahlungsverzug kommt. Leider habe ich unterschrieben das sie mir bekannt sind. Dies steht ganz kleingedruckt im Durchschlag. Ich habe der Firma vorgeschlagen die offenen Beiträge bis jetzt zu bezahlen und für die Zukunft eine neue Einzugsermächtigung zu erteilen, was sie aber abgelehnt haben und mir gesagt haben ich soll dies mit dem Inkassobüro klären. Der Fitnessvertrag ist somit gesperrt seit einem Monat. Da ich aber mit den Gebühren, Mahnspesen von dem Inkassobüro nicht einverstanden bin weiß ich nicht ob ich diese bezahlen muss. Ich habe dem Inkassobüro auch vorgeschlagen die offenen Beiträge zu begleichen und diese dann wie vertraglich vereinbart abgebucht werden. Sie haben mir angeboten diese in einem Jahr zu einem monatlichen Beitrag von 35€ abzuzahlen. Dies währen Mehrkosten von 100€, ist das rechtens? Bitte Antworten sie mir in einer Sprache die ich auch versteh - mit langen Gesetzestexten kann ich leider nicht umgehen Und was Sie denken was ich tun soll was rechtens ist. Vielen Dank im Voraus

Partner-Tools