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Forscher entdecken lebensfreundliche Planeten

Kepler-62e und Kepler-62f heißen die beiden "Super-Erden", die für Aufregung unter Astronomen und Weltraum-Enthusiasten sorgen. Doch ein Besuch der Exoplaneten liegt fern - 1200 Lichtjahre weit weg.

  Größenvergleich (v.r.): Ganz rechts ist die Erde abgebildet. Daneben die neu entdeckten Kepler-62f und Kepler-62e. Außen die schon früher gefundenen, ebenfalls erdähnlichen Exoplaneten Kepler-69c und Kepler-22b.

Größenvergleich (v.r.): Ganz rechts ist die Erde abgebildet. Daneben die neu entdeckten Kepler-62f und Kepler-62e. Außen die schon früher gefundenen, ebenfalls erdähnlichen Exoplaneten Kepler-69c und Kepler-22b.

Die Entdeckung könnte sich als astronomischer Meilenstein erweisen: Ein internationales Wissenschaftlerteam hat zwei neue "Super-Erden" gefunden - zwei Exoplaneten mit den Namen Kepler-62e und Kepler-62f, die etwas größer sind als die Erde und in 1200 Lichtjahren Entfernung eine Sonne im Sternbild Leier umkreisen. Ob es aber auf den Planeten wirklich Leben geben könnte, wissen die Forscher nicht zu sagen.

"Tatsächlich liegen Kepler-62e und Kepler-62f in der lebensfreundlichen, habitablen Zone ihres Heimatsterns", sagt Lisa Kaltenegger vom Heidelberger Max-Planck-Institut für Astronomie, die zu dem internationalen Forscherteam gehört. "Außerdem sind sie die kleinsten Körper, die bisher in einer derartigen Zone gefunden wurden."

Auf der Jagd nach einer zweiten Erde haben die Wissenschaftler seit Mitte der 1990er Jahre weit über 800 Planeten im Weltraum gefunden. Als "Heiliger Gral" gilt dabei die Entdeckung eines Exoplaneten, also eines Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, der ungefähr die Größe der Erde hat und auf dem es gleichzeitig flüssiges Wasser geben könnte - die Voraussetzung für Leben, wie wir es kennen. Die weitaus meisten der bisher entdeckten Exoplaneten sind allerdings viel zu groß und zu heiß, um lebensfreundliche Bedingungen zu bieten.

Mit 95-Megapixel-Kamera entdeckt

Anders verhält es sich bei Kepler-62e und Kepler-62f - sie sind laut Max-Planck-Institut die aussichtsreichsten Kandidaten, die bisher auf der Suche nach einer "zweiten Erde" gefunden wurden. Entdeckt hat sie das 2009 gestartete NASA-Weltraumteleskop "Kepler", als es seinen Blick auf den Mutterstern der beiden Planeten richtete. Denn von uns aus gesehen ziehen die Planeten regelmäßig vor dieser fernen Sonne vorbei und dimmen dabei deren Licht minimal ab.

Mit seiner 95-Megapixel-Kamera kann das Weltraumteleskop, das nach dem deutschen Astronomen Johannes Kepler benannt ist, diesen winzigen Effekt messen. Dieses Verfahren zum Aufspüren von Exoplaneten bezeichnen die Astronomen als Transitmethode. Dass Kepler-62e und Kepler-62f auf diesem Weg entdeckt wurden, unterscheidet sie von den anderen bislang bekannten Kandidaten für lebensfreundliche Planeten.

Die vier interessantesten dieser Kandidaten wurden nämlich mit einem anderen Verfahren gefunden. Dabei machen sich die Astronomen mit erdgebundenen Instrumenten die Gravitationskräfte zwischen dem Zentralstern und seinen Planeten zunutze, die den Stern leicht torkeln lassen. Dieses schwache Wackeln ist messbar - Forscher nennen dieses Verfahren die Radialgeschwindigkeitsmethode.

Planeten könnten Wasserwelten sein

Bisher seien alle interessanten Planeten in habitablen Zonen mit der Radialgeschwindigkeitsmethode nachgewiesen worden, sagt Kaltenegger. "Dieses Verfahren liefert aber naturgemäß nur eine Untergrenze für die Masse eines Planeten und keine Information über seinen Radius. Allein aufgrund der Masse ist es aber schwierig zu beurteilen, ob es sich um einen erdartigen Planeten handelt, also einen Planeten mit fester Oberfläche."

Bei Kepler-62e und Kepler-62f konnten die Astronomen hingegen den Radius bestimmen - er beträgt das 1,6- beziehungsweise 1,4-fache desjenigen unserer Erde. Was bei den neuen "Super-Erden" freilich nicht bedeutet, dass sie tatsächlich so aussehen müssen wie unsere Erde. Nach Angaben der Astronomen ist eher das Gegenteil der Fall: Planeten mit hinreichend größerem Radius als die Erde - wie Kepler-62e und Kepler-62f - wären demnach bei gleicher chemischer Zusammensetzung höchstwahrscheinlich Wasserwelten, deren Oberflächen von tiefen Ozeanen bedeckt sind.

Doch ungeachtet aller Spekulationen gilt: Einen definitiven Nachweis von Leben auf solchen "zweiten Erden" können die Astronomen mit ihren derzeitigen Instrumenten nicht erbringen. Er kann laut Max-Planck-Institut erst gelingen, wenn künftige Großteleskope eine spektroskopische Analyse von Planetenatmosphären möglich machen - und sich somit ein "chemischer Fingerabdruck" des Planeten gewinnen lässt.

amt/AFP/AFP

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