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Exo-Planet könnte bewohnbar sein

Auf ihrer Suche nach bewohnbaren Planeten in fremden Sonnensystemen haben Astronomen einen verheißungsvollen Kandidaten entdeckt. Der Exo-Planet könnte zu einer Ersatzerde werden.

  Wissenschaftler der Universität Göttingen und der Carnegie Institution for Science im amerikanischen Washington haben 22 Lichtjahre von der Erde entfernt einen möglicherweise bewohnbaren Planeten entdeckt

Wissenschaftler der Universität Göttingen und der Carnegie Institution for Science im amerikanischen Washington haben 22 Lichtjahre von der Erde entfernt einen möglicherweise bewohnbaren Planeten entdeckt

Um einen Stern im unscheinbaren Sternbild Maler kreist eine Super-Erde mit womöglich flüssigem Wasser und einer stabilen Atmosphäre, wie die Universität Göttingen am Donnerstag mitteilte. Damit könnte der von einem internationales Wissenschaftlerteam aufgespürte Exo-Planet ideale Voraussetzungen für das Entstehen von Leben bieten.

Über seine Entdeckung berichtet das Forscherteam unter der Leitung der britischen Universität Hertfordshire und der Uni Göttingen in der Fachzeitschrift "Astronomy and Astrophysics". Die neu entdeckte Super-Erde ist demnach einer von sechs Planeten, die den 42 Lichtjahre entfernten Stern HD 40307 am Südhimmel umkreisen. Fünf dieser Planeten bewegen sich auf sehr engen Umlaufbahnen - wegen der Nähe zum Zentralstern werden ihre Oberflächen dadurch so stark aufgeheizt, dass Wasser in flüssiger Form nicht vorkommen kann.

Anders der sechste Planet, den der Göttinger Forscher Ansgar Reiners als "das Juwel des Systems" bezeichnet: Dieser Planet benötigt den Forscher zufolge 200 Tage für einen Umlauf um seinen Zentralstern und erhält von diesem etwa so viel Strahlungsenergie wie die Erde von der Sonne. Damit sei auf dem Exo-Planeten "die Wahrscheinlichkeit von Leben stark erhöht".

Stabiles Klima möglich

"Er ist etwa sieben Mal schwerer als die Erde und kreist um einen sehr wenig aktiven Stern. Es gibt keinen Grund, weshalb der Planet kein erdähnliches Klima entwickeln kann", betonte Guillem Anglada-Escudé, einer der Studienleiter vom Institut für Astrophysik der Göttinger Uni. Als bedeutsam stufen die Forscher auch den Umstand ein, dass sich die neu entdeckte Super-Erde wie unser Heimatplanet um sich selbst drehen kann und ihrem Zentralstern vermutlich nicht immer dieselbe Seite zuwendet. Dies habe einen "Tag-Nacht-Effekt" zur Folge und könne "für die Entstehung eines stabilen Klimas wichtig sein".

Vor der Entdeckung des Wissenschaftlerteams waren lediglich drei der sechs Planeten von HD 40307 bekannt. Auf die drei weiteren und damit auch auf den wahrscheinlich erdähnlichen Planeten stießen die Wissenschaftler bei einer neuen Analyse von Daten der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile.

ivi/AFP/AFP

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