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"Alma" blickt in die Vergangenheit des Universums

Es ist eines der teuersten Astronomie-Projekte weltweit: Das Teleskop "Alma" ist am Mittwoch in den chilenischen Anden in Betrieb gegangen. Das Projekt soll Erkenntnisse über das Weltall liefern.

  "Alma" (Atacama Large Millimeter/submillimeter Array) besteht aus 66 eng nebeneinandergestellten Radioteleskopen.

"Alma" (Atacama Large Millimeter/submillimeter Array) besteht aus 66 eng nebeneinandergestellten Radioteleskopen.

Bilder von der Geburt der Sterne und der Entstehung von Galaxien: In den chilenischen Anden ist am Mittwoch das Riesenteleskop "Alma" an den Start gegangen. Das Projekt ist das derzeit größte und mit mehr als einer Milliarde Euro auch das teuerste der bodengebundenen Astronomie. "Das ist vergleichbar mit dem Übergang vom nackten Auge zum ersten Fernrohr", sagt der europäische "Alma"-Projektleiter Wolfgang Wild von der Europäischen Südsternwarte (Eso) in Garching bei München. Das Teleskop "Alma" ist ein großes, internationales Gemeinschaftsprojekt von Wissenschaftlern aus Europa, Nordamerika und Asien.

"Alma" ("Atacama Large Millimeter/submillimeter Array") besteht aus 66 Teleskopen, die eng nebeneinandergestellt in etwa die Fläche eines Fußballfeldes haben. Schon als 2011 nur 16 der Teleskope in Betrieb gingen, seien die Ergebnisse besser gewesen als alles bisher dagewesene, sagt Wild. "Alma" misst Radiowellen im Millimeterbereich und sogar darunter. Beobachten wollen Astronomen damit Gaswolken, in denen neue Sterne entstehen.

Mindestens eine interessante Erkenntnis hat "Alma" auch in der abgespeckten Version, die bislang in Betrieb war, den Wissenschaftlern schon geliefert: Die Teleskope entdeckten kleine, organische Zuckermoleküle. "Dieser Zucker ist ein Baustein für Leben", sagt Wild. "Dann kann man spekulieren: Ist Leben im Weltall weit verbreitet?"

"Das ist ein bisschen wie bei Galileo"

"Alma" steht auf dem Chajnantor-Plateau in der Atacamawüste - in mehr als 5000 Metern Höhe über dem Meeresspiegel. "Ich habe gehört, dass wir da das am zweithöchsten gelegene Gebäude weltweit haben", sagt Wild. "Nur ein Bahnhof irgendwo in Tibet soll noch höher liegen." Das Teleskop befindet sich deshalb in den chilenischen Anden, weil die Luft besonders trocken sein muss. Außerdem war für das Projekt eine große Fläche vonnöten. Einige der Teleskope können von Spezialfahrzeugen transportiert werden und lassen sich so bei Bedarf auf einer Strecke von bis zu 16 Kilometern verteilen. Und: je höher Teleskope stehen, desto besser. "So viele Orte auf der Welt kommen dafür nicht infrage", sagt Wild.

Was "Alma" der Wissenschaft bringt, ist zum Teil jetzt schon abzusehen. Allerdings wird es auch Überraschungen geben, betont er: "Das ist ein bisschen wie bei Galileo. Der hatte sicher auch nicht erwartet, Jupiter-Monde zu entdecken, und war dann überrascht." Sein chilenischer Kollege Manuel Aravena sagte: "Wir werden mit dem Superteleskop Dinge beobachten können, die wir uns heutzutage nicht einmal vorstellen können."

Mehr als 500 Menschen aus aller Welt haben am Bau von "Alma" mitgearbeitet. "Ein Dorf mitten in der Wüste." Bei dem Projekt, das am Mittwoch vor den Augen des chilenischen Präsidenten Sebastián Piñera an den Start ging, sollen künftig um die 100 Mitarbeiter den Betrieb des Observatoriums aufrechterhalten.

Europäische Südsternwarte hat große Pläne

Doch "Alma" ist nicht das Ende der Fahnenstange. Die Europäische Südsternwarte hat weitere große Pläne in der unmittelbaren Nachbarschaft: Im Jahr 2023 soll das "European Extremely Large Telescope" (Europäisches Extrem Großes Teleskop/"E-ELT") ebenfalls in der chilenischen Atacamawüste in Betrieb gehen. Im Unterschied zu "Alma" arbeitet "E-ELT" im sichtbaren und Infrarot-Bereich und soll die sogenannte heiße Materie beobachten. Bei "Alma" geht es um die Entstehung von Sternen und Planeten, "E-ELT" übernimmt dann - vereinfacht gesagt - wenn der Stern geformt und "heiß" ist. "Das ergänzt sich sehr gut", sagt Wild.

15 Mal schärfere Bilder als das Weltraumteleskop "Hubble" soll "E-ELT" liefern - bemerkenswert für ein Teleskop, das nicht wie Hubble im Weltraum fliegt, sondern auf der Erde steht. Fast bis zum Urknall wollen Astronomen damit künftig blicken können. Ein Münchner könnte damit von seiner Heimatstadt aus eine Zeitung in Lübeck lesen. Vom 3060 Meter hohen Berg Cerro Armazones soll das Teleskop mehr als 13 Milliarden Lichtjahre zurück in die Ursprünge des Weltalls schauen. Vielleicht geben die beiden Super-Teleskope dann künftig Antworten auf die Fragen: Gibt es im Universum einen wirklich erdähnlichen Planeten? Und existiert dort auch Leben?

amt/DPA/DPA

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