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Staub vom Beginn des Sonnensystems

Im zweiten Versuch hatte die japanische Sonde "Hayabusa" Erfolg: Sie entnahm winzige Proben von einem Asteroiden. Die Mission ist erfüllt, die Astronomen müssen aber weiter zittern.

Als erste Weltraumsonde überhaupt hat die japanische Sonde "Hayabusa" Gesteinsproben eines Asteroiden gesammelt. Nach Angaben der Weltraumbehörde Jaxa setzte die Sonde für wenige Sekunden auf dem rund 290 Millionen Kilometer von der Erde entfernten Asteroiden Itokawa auf und entnahm winzige Bodenproben.

Kurz darauf meldete die Jaxa Probleme mit der Sonde: Offenbar hatte sie fünf Kilometer von dem Asteroiden entfernt wegen eines Gaslecks zu vibrieren begonnen. Die Sonde solle für zwei bis drei Tage in einen Sicherheitsmodus gebracht werden, um sie zu stabilisieren und den Schaden zu untersuchen.

Winzige Mengen Staub genügen

Die Sonde hatte eine Metallkugel von rund einem Zentimeter Durchmesser auf die Oberfläche des Asteroiden abgefeuert. Das Projektil lockerte beim Aufprall den Boden, so dass die Sonde die auffliegenden Teilchen mit einem Spezialgerät aufnehmen konnte. "Es ist nur eine sehr kleine Menge Material", sagte Jaxa-Sprecher Atsushi Akoh.

Es war bereits die zweite Landung der Raumsonde auf Itokawa. Bei der Landung am vergangenen Sonntag war "Hayabusa" in seine Umlaufbahn zurückgekehrt, ohne Staub zu sammeln. Damals hatte die Jaxa während des Landemanövers die Verbindung zu "Hayabusa" verloren und erst Tage später bemerkt, dass die Sonde gelandet war.

Die Anfänge des Sonnensystems

Die Wissenschaftler nehmen an, dass Asteroiden Material enthalten, das sich nach der Entstehung des Sonnensystems kaum verändert hat und deshalb Hinweise auf dessen Anfangszeit liefern könnte. Genauen Aufschluss über die Proben erhält die Bodenkontrolle aber erst im Juni 2007, wenn die Sonde zur Erde zurückkehrt. "Hayabusa" war im Mai 2003 gestartet.

AP/DPA/Reuters/AP/DPA/Reuters

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