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So finden Sie das richtige Fitnessstudio

Weg mit dem Winterspeck: Viele zieht es jetzt ins Fitnessstudio. Aber längst nicht alle Angebote sind zu empfehlen. stern.de sagt Ihnen, worauf Sie achten sollten.

  Diese beiden Sportlerinnen sind mit der Wahl ihres Fitnessstudios offenbar zufrieden. Den richtigen Anbieter zu finden, ist aber gar nicht so einfach.

Diese beiden Sportlerinnen sind mit der Wahl ihres Fitnessstudios offenbar zufrieden. Den richtigen Anbieter zu finden, ist aber gar nicht so einfach.

Jedes Jahr schließen Sportbegeisterte und Abnehmwillige neue Verträge mit Fitnessstudios ab. Sie wollen etwas für sich und ihren Körper tun. Nicht selten kommt es dabei zu bösen Überraschungen: Vor allem, wenn es um die Laufzeiten der Verträge geht oder um die Kündigungsmodalitäten, kann es nach ein paar Monaten zu großen Enttäuschungen kommen. Manch ein Studio versucht durch unfaire Vertragskonditionen ihre Kunden so lange wie möglich zu halten - auch, wenn die dort gar nicht mehr trainieren.

stern.de sagt Ihnen, worauf Sie achten müssen, wenn Sie zwar auf böse Überraschungen, nicht aber auf gute Trainigsmöglichkeiten, faire Verträge und nette Leute verzichten wollen.

Woran erkenne ich ein gutes Fitnessstudio?

Besonders wichtig ist die Qualität des Trainings und der persönliche Wohlfühlfaktor in einem Fitnessstudio. Beides ist allerdings nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Deswegen lohnt es sich, mit verschiedenen Studios kostenlose und unverbindliche Probetrainings zu vereinbaren. Manchmal helfen auch Qualitätssiegel wie das "Prae-Fit" des TÜV Rheinland bei der erfolgreichen Suche. Der TÜV prüft unter anderem die Qualifikation des Personals, das Trainings- und Kursangebot.

Wichtig ist auch, wie das Studio von zu Hause oder vom Arbeitsplatz aus zu erreichen ist. Lange Wege können vom Training abhalten. Die Öffnungszeiten sollte zum eigenen Alltag passen.

Unbedingt zu beachten sind auch die anfallenden Gebühren für die Anmeldung, die Betreuung durch ausgebildete Trainer, der Andrang sowie die Hygiene im Studio, der Umkleide und den Sanitäranlagen. Auch das Publikum und das Gesamtangebot an Geräten, Kursen und Entspannungsmöglichkeiten sollten bei der Entscheidung für oder gegen ein Fitnessstudio eine Rolle spielen.

Was ist beim Vertrag zu beachten?

Die für den Verbraucher wichtigsten Vertragsbestandteile sind die Laufzeiten und Regelungen zur Kündigung. Die Verbraucherzentrale Bayern empfiehlt, beim Abschluss eines neuen Vertrages maximal eine Erstlaufzeit von einem Jahr zu akzeptieren. In Streitfällen halten Gerichte unter Umständen auch noch Verträge mit zwei Jahren Laufzeit für zulässig; andere Gerichte beurteilten bei Erstverträgen bereits Laufzeiten von mehr als sechs Monaten als unangemessene Benachteiligung von Kunden.

Achtung: In vielen Fitnessstudio-Verträgen sind automatische Verlängerungen vorgesehen, wenn der Kunde nicht rechtzeitig kündigt.

Müssen Kunden lange Vertragslaufzeiten akzeptieren?

Die eindeutige Antwort ist: nein. Zwar sind Studiobetreiber daran interessiert, Kunden möglichst lange zu binden und wollen es vermeiden, Ausnahmen von ihren Standardverträgen zu gewähren. Verträge können jedoch grundsätzlich frei verhandelt werden. Insofern können Kunden über die Höhe der monatlichen Gebühren genauso verhandeln wie über eine individuelle Vertragslaufzeit.

"Es sind viele Fälle bekannt, in denen die Fitnessstudio-Betreiber mit sich reden lassen und eine kürzere Laufzeit zugestehen", sagt der auf Verbraucherrecht spezialisierte Rechtsanwalt Thomas Hollweck aus Berlin. Denn der Konkurrenzdruck unter den Studios ist vor allem in Großstädten hoch, die Studios müssen teilweise um jeden Kunden kämpfen.

Wie kündige ich richtig?

Kunden sollten auf jeden Fall schriftlich kündigen. Zu beachten sind dabei die in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen vorgesehenen Kündigungsfristen.

Nach Angaben der Verbraucherzentrale Niedersachsen darf die Kündigungsfrist maximal drei Monate zum vorgesehenen Vertragsende betragen. Verbraucheranwalt Hollweck empfiehlt, die Kündigung per Einschreiben mit Rückschein zu verschicken. Mit dem Rückschein lässt sich im Streitfall eindeutig dokumentieren, wann die Kündigung beim Betreiber des Fitnessstudios eingegangen ist.

Wann können Verträge außerordentlich gekündigt werden?

Sogenannte außerordentliche Kündigungen vom Kunden sind nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Solche Gründe können laut Verbraucherzentrale Bayern etwa schwere Erkrankungen sein, die bei Vertragsschluss noch nicht bekannt waren. Oder auch ein Umzug, der eine 30 Kilometer längere Anfahrt mit sich bringt. Fristlos kann in der Regel auch bei einer Schwangerschaft gekündigt werden.

Aber nicht nur der Kunde, auch der Studiobetreiber kann in Ausnahmefällen fristlos kündigen. Etwa, wenn das Studio umzieht oder sich das Angebot durch einen Umbau deutlich verschlechtert.

AFP/AFP

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Zu hohe Inkassogebühren, rechtens?
Hallo, ich habe am 20 März 15 einen Vertrag über 12 Monate mit einem Fitness-Studio abgeschlossen. Die Kosten (9,98 € 14-Tägig, 39,99€ Verwaltung einmalig, 19,99 Trainer und Servicepauschale Jährlich) sollten per Einzugsermächtigung abgebucht werden. Kürzlich bekam ich überraschend einen Brief von einem Inkassobüro mit der Zahlungsaufforderung für die gesamten 12 Monate inkl. der Verwaltung und Servicepauschale + Auslagen des Gläubigers (63,38€), Zinsen (1,42€), Geschäftsgebühr (45€), Auskunftskosten (5€) , Auslagenpauschale (9€) Hauptforderung 320,28€ Offene Forderung 444,08€ Nach dem ich mich bei der Firma erkundet habe, sagten sie mir, dass Zahlung zurückgegangen ist da mein Konto nicht gedeckt sei. Fakt war das sie einen Zahhlendreher in der Kontonummer hatten obwohl im meinem Durchschlag die Richtige Kontonummer angegeben wurde. Aber im Original hat jemand aus einer 3 eine 8 geändert. Nach Überprüfung konnte ich Feststellen das es diese Kontonummer gar nicht gibt und das diese vom System gar nicht angenommen wird. Spätestens da hätte man mich doch hinweisen oder fragen können was mit dem Konto sei. Es kam nie ein zu einem Zahhlungsrückgang, noch zu einer Zahlungserinnerung Mahnung seitens des Fitnessstudios. Die AGB´s habe ich nie zu Gesicht nie bekommen und auch nicht gelesen - diese stehen (nach meiner Recherche) im Internet aber auch nicht definiert wie man in Zahlungsverzug kommt. Leider habe ich unterschrieben das sie mir bekannt sind. Dies steht ganz kleingedruckt im Durchschlag. Ich habe der Firma vorgeschlagen die offenen Beiträge bis jetzt zu bezahlen und für die Zukunft eine neue Einzugsermächtigung zu erteilen, was sie aber abgelehnt haben und mir gesagt haben ich soll dies mit dem Inkassobüro klären. Der Fitnessvertrag ist somit gesperrt seit einem Monat. Da ich aber mit den Gebühren, Mahnspesen von dem Inkassobüro nicht einverstanden bin weiß ich nicht ob ich diese bezahlen muss. Ich habe dem Inkassobüro auch vorgeschlagen die offenen Beiträge zu begleichen und diese dann wie vertraglich vereinbart abgebucht werden. Sie haben mir angeboten diese in einem Jahr zu einem monatlichen Beitrag von 35€ abzuzahlen. Dies währen Mehrkosten von 100€, ist das rechtens? Bitte Antworten sie mir in einer Sprache die ich auch versteh - mit langen Gesetzestexten kann ich leider nicht umgehen Und was Sie denken was ich tun soll was rechtens ist. Vielen Dank im Voraus

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