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72.000 Euro für eine Primzahl

Zwei Mathematiker haben unabhängig von einander zwei neue Rekord-Primzahlen entdeckt. Beide Zahlen haben mehr als 10 Millionen Dezimalstellen Auch wenn es kurios klingt: Welche der Zahlen größer ist, wissen die Mathematiker noch nicht. Einem der Entdecker winkt ein sattes Preisgeld.

Die Computer der Forscher Tom Duell in Burlington (USA) und Rob Giltrap in Wellington (Neuseeland) hatten am 23. August beziehungsweise 6. September die neuen Primzahlen errechnet. Die beiden Mathematiker arbeiten für das US-amerikanische Unternehmen Sun Microsystems. Nach Angabe der Deutschen Mathematiker- ereinigung (DMV) ist jedoch noch unklar, welche von den beiden Zahlen die größte ist. Gegenproben würden noch laufen. Ein endgültiges Ergebnis werde Anfang nächster Woche erwartet.

Bis feststeht, welche der beiden Zahlen größer ist, können beide Forscher noch auf den renommierten Preis der Electronic Frontier Foundation hoffen. Die Stiftung hatte rund 72.000 Euro für den Fund der ersten Primzahl mit mehr als zehn Millionen Stellen ausgelobt.

Primzahlen sind nur durch sich selbst oder 1 teilbar. Zuletzt wurde am 4. September 2006 die bis dahin größte Primzahl gefunden. Damals hatte ein Team der amerikanischen University of Central Missouri herausgefunden, dass die Zahl (2 hoch 32.582.657)-1 eine Primzahl ist. Es handelt sich um eine Zahl, die aus 9.808.358 Ziffern besteht und ausgedruckt mehr als 2000 Din-A4-Seiten füllt. Primzahlen spielen unter anderem eine bedeutende Rolle beim Verschlüsseln vertraulicher Daten.

DPA/DPA

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