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Facebook ist fast so befriedigend wie Sex

Heute keinen Sex gehabt? Dann tut's vielleicht auch ein Eintrag bei Facebook oder Twitter. Denn der kann im Gehirn zumindest Ähnliches bewirken, wie Forscher herausgefunden haben wollen.

  Menschen erzählen so gerne von sich selbst, da dies ein Gefühl der Belohnung bewirkt

Menschen erzählen so gerne von sich selbst, da dies ein Gefühl der Belohnung bewirkt

Ein Eintrag in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter kann laut einer US-Studie in derselben Hirnregion ein Gefühl der Belohnung auslösen wie Sex oder gutes Essen. Diese Wirkung stelle sich ein, wenn Menschen etwas Persönliches preisgeben könnten, schreiben die Forscher um Diana Tamir von der Harvard University in Cambridge in den "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften.

Die Wissenschaftler erklären den Effekt mit dem Drang, etwas von sich selbst zu erzählen. 30 bis 40 Prozent der eigenen Redezeit verwende ein Mensch dazu, anderen von seinen Erlebnissen und Empfindungen zu berichten. Die Selbstoffenbarung an sich werde dabei als Belohnung empfunden.

Größe des Effekts ist unklar

Wie hoch der Befriedigungsgrad ist, testeten die Forscher aber nicht. "Wir haben nicht bewiesen, dass Selbstoffenbarung diese Nervenregionen in gleicher Höhe berührt wie andere belohnende Aktivitäten", sagt Tamir. Einem Freund von sich zu erzählen, sei aber vermutlich befriedigender, als mit einem Fremden zu sprechen.

Bei ihren Experimenten beobachteten die Autoren, dass die Teilnehmer sogar auf Geld verzichteten, um etwas über sich selbst preisgeben zu können. Im Schnitt waren die Probanden dazu bereit, 17 Prozent weniger Geld zu verdienen - nur, um statt Fragen zu anderen Menschen oder Sachthemen solche gestellt zu bekommen, die sich um ihr eigenes Leben drehten. Ähnliche Ergebnisse hatte es bei früheren Studien schon gegeben, wenn die Alternative zu Geld die Aussicht auf Bilder von attraktiven Vertretern des anderen Geschlechts war.

lea/DPA/DPA

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