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Forscher lesen Träume mit

Die Nacht ist lang, und Menschen träumen viel im Schlaf. Japanische Wissenschaftler können nun zumindest vorhersagen, welche Bilder Träumende kurz nach dem Einschlafen sehen.

  Träume und deren Deutung faszinieren Menschen seit Jahrtausenden. Jetzt wurden erstmals Bilder entschlüsselt, die der Schlafende im Traum sieht.

Träume und deren Deutung faszinieren Menschen seit Jahrtausenden. Jetzt wurden erstmals Bilder entschlüsselt, die der Schlafende im Traum sieht.

Japanischen Wissenschaftlern ist es gelungen, Teile menschlicher Träume zu entschlüsseln. Wie aus der am Freitag im Wissenschaftsmagazin "Science" veröffentlichten #link;htthttp://www.sciencemag.org/content/early/2013/04/03/science.1234330;Studie # hervorgeht, handelt es sich um die erstmalige Entschlüsselung nächtlicher Träume des Menschen.

Die Untersuchung war Teil eines von der Regierung geförderten Programms, das darauf abzielt, psychische Krankheiten zu verstehen oder Maschinen mit den Gedanken zu steuern.

Für die Untersuchung nutzten die Forscher im japanischen Kyoto die Technik der Magnetresonanztomographie (MRT), um herauszufinden, welche Teile des Gehirns in den ersten Augenblicken des Schlafens aktiv waren. Anschließend weckten sie den Schlafenden und fragten, welche Bilder er im Traum gesehen habe. Dieser Prozess wurde 200 Mal wiederholt.

Tiefere Schlafphasen sind aber noch immer ein Rätsel

Die Antworten wurden anschließend mit den vom MRT-Gerät produzierten Gehirn-Kartierungen abgeglichen. Somit waren die Forscher in der Lage, die in den Träumen auftauchenden Bilder zu 60 bis 70 Prozent korrekt vorherzusagen.

"Träume haben die Menschheit schon immer fasziniert, ihre Funktion und ihre Bedeutung blieben aber im Verborgenen", sagte der Forscher Yukiyasu Kamitani. Die Studie sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg, Träume besser zu verstehen. Nun wollen die Wissenschaftler versuchen, Gerüche, Farben, Gefühle sowie ganze Geschichten in den Träumen zu entschlüsseln.

Kamitani zufolge ist es aber noch ein weiter Weg bis zur Deutung eines gesamten Traums. Während in dem Experiment zunächst lediglich Bilder der ersten Schlafmomente abgefragt wurden, bleiben lebhaftere Träume tieferer Schlafphasen vorerst weiter im Unklaren.

anb/AFP/AFP

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