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"Heiße Bilder" machen eher Männer scharf

Nach einer neuen amerikanischen Studie machen erotische Bilder und Fotos Männern weit mehr Lust auf Sex als Frauen. Der visuelle Reiz aktiviert eine Hirnregion, die das Verlangen des Mannes auf Geschlechtsverkehr steuert.

Erotische Bilder und Videos machen nach einer neuen Studie amerikanischer Wissenschaftler Männern weit mehr Lust auf Sex als Frauen. Visuelle Reize aktivieren beim Mann eine Hirnregion, in der ein Verlangen nach sofortigem Geschlechtsverkehr erzeugt wird, haben US-Forscher jetzt nachgewiesen. Frauen zeigten sich bei der Untersuchung durch Bilder von Paaren beim Liebesspiel zwar ebenso stark erregt wie Männer. Doch setzt sich ihre Erregung nicht automatisch in sexuelle Motivation um, berichten die Forscher in der Aprilausgabe des Fachjournals «Nature Neuroscience» (Montag).

Die Lust sitzt im Hirn vorne links

Den für das Sex-Verlangen verantwortlichen "kleinen Unterschied" zwischen Männern und Frauen fanden die Forscher in der auch als Mandelkern bekannten Amygdala (Bereich im vorderen Hirnlappen), speziell der linken Amygdala, sowie dem Hypothalamus. Diese beiden Zentren sind schon von Tierstudien dafür bekannt, im Hirn die Lust auf Sex zu stimulieren. Bei Menschen wurden sie jetzt erstmals durch das Team um Stephan Hamann von der Emory Universität in Atlanta (US-Bundesstaat Georgia) durch funktionale Kernspintomographie (fMRI) bestätigt.

Stärkster Reiz: Paare beim Sex

Dabei zeigte sich auch, dass Männer wie Frauen wesentlich stärker auf Videoaufnahmen von Paaren beim Liebesspiel reagieren als auf Fotos von gut gewachsenen nackten Vertretern des jeweils anderen Geschlechts. An der Studie nahmen insgesamt 28 heterosexuelle junge Leute teil, 14 Männer und 14 Frauen. Bis auf eine Teilnehmerin berichteten die Frauen ebenso wie die Männer über ein starke Erregung beim Betrachten erotischer Bilder.

Auch die Größe macht's

Doch die fMRI-Aufnahmen vom Hirn der Teilnehmerinnen zeigte eine weitaus schwächere Reaktion in der linken Amygdala als bei den Männern in der Studie. In «Nature Neuroscience» heißt es dazu, dass der Amygdala bei Tieren und Menschen die "kritische Rolle für den Ansporn (zum Sex) zukommt, (...) der das anschließende (sexuelle) Verhalten auslöst". Eine andere Untersuchung hatte erst kürzlich gezeigt, dass die Größe der Amygdala das sexuelle Verhalten von Zwei- und Vierbeinern maßgeblich beeinflusst: Je größer der kleine Mandelkern im Hirn, desto heftiger der Sexdrang.

DPA

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