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Forscher machen versunkene Stadt sichtbar

Ganz in der Nähe der berühmten Tempelanlage Angkor Wat lag einst die Stadt Mahendraparvata. Doch wo genau blieb lange ein Rätsel - bis sich ein internationales Forscherteam in die Lüfte erhob.

  Von der Existenz der Stadt nördlich der Tempelanlage Angkor Wat (hier im Bild) wussten Wissenschaftler bereits seit Jahren. Bei Bodenexpeditionen konnten bislang aber nur punktuell Erkenntnisse über die Struktur gewonnen werden.

Von der Existenz der Stadt nördlich der Tempelanlage Angkor Wat (hier im Bild) wussten Wissenschaftler bereits seit Jahren. Bei Bodenexpeditionen konnten bislang aber nur punktuell Erkenntnisse über die Struktur gewonnen werden.

Manchmal braucht der Durchbruch einen Perspektivwechsel: Jahrelang durchstreiften Forscher die Region um die Tempelanlage Angkor Wat, suchten jene mythische Stadt, von der aus das Angkor-Imperium 802 vor Christus seinen Siegeszug startete. Doch der Dschungel behielt sein Geheimnis für sich - bis sich die Wissenschaftler in die Lüfte erhoben.

Wie die australische Tageszeitung "Sydney Morning Herald" am Samstag berichtete, ist es einem Team internationaler Archäologen jetzt gelungen, die Stadt Mahendraparvata im Detail sichtbar zu machen. Sieben Tage lang sei ein mit spezieller Lasertechnologie ausgestatteter Helikopter über einem Berg in der Region Siem Reap gekreist und habe durch den Dschungel hindurch die Ruinen der Stadt ausfindig gemacht.

Dichtes Verkehrsnetz entdeckt

Die Archäologen fanden Beweise dafür, dass 36 bereits auf dem Berg entdeckte Ruinen durch ein dichtes Infrastrukturnetz miteinander verbunden waren. "Durch die neuen Daten wissen wir sicher, dass es in der Stadt Straßen, Kanäle und Dämme gab", sagte Expeditionsleiter Jean-Baptiste Chevance, Archäologe aus London, der Zeitung. Dem Bericht zufolge ist aber noch unklar, wie groß die Stadt war. Bisher sei nur ein begrenztes Gebiet betrachtet worden, von dem nun allerdings eine Art Stadtplan vorliege. Allerdings sollen sich im dichten Dschungel noch immer mehrere, kaum zerstörte Tempel verbergen.

Durch die Lidar-Lasertechnologie ist es für Kameras möglich, durch ein Sichthindernis wie z.B. dichte Vegetaton 'hindurchzublicken' - ganz ähnlich wie beim Radar. Im Gegensatz dazu werden statt Funkwellen aber Laserpulse ausgesandt und das von einem Objekt zurückgestreute Licht zur Messung der Entfernung benutzt.

jwi (mit AFP)

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