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Lonesome George wird einbalsamiert

Sie war steinalt und eine der letzten ihrer Art: die Riesenschildkröte "Lonesome George". Ihr Tod bewegte viele. Nun wird George in New York einbalsamiert und kommt dann in seiner Heimat ins Museum.

  Soll für die Nachwelt erhalten bleiben: In seiner Heimat wird Lonesome George in einem Museum ausgestellt.

Soll für die Nachwelt erhalten bleiben: In seiner Heimat wird Lonesome George in einem Museum ausgestellt.

Die Geschichte vom "Einsamen George" berührte viele: Die mehr als 100 Jahre alte Galápagos-Riesenschildkröte starb im Juni 2012 - nach zahlreichen erfolglosen Fortpflanzungsversuchen. Die Bemühungen der Forscher, die Unterart Chelonoidis abingdoni so vor dem Aussterben zu bewahren, scheiterten.

Nun soll Lonesome George in New York einbalsamiert werden. Der Tierkadaver sei am Montagabend ins Naturkundemuseum gebracht worden, erklärte der Nationalpark der Galápagos-Inseln. Die taxidermische Prozedur werde acht bis neun Monate dauern, danach werde Lonesome George wieder in seine Heimat transportiert. Auf den Galápagos-Inseln soll die Schildkröte in einem Museum ausgestellt werden.

George war gar nicht so allein

Lonesome George wurde 1972 auf der Insel Pinta entdeckt. Lange hatte die Riesenschildkröte als letzte ihrer Art gegolten. Ende vergangenen Jahres wurde dann bekannt, dass es mindestens 17 Schildkröten auf den zu Ecuador gehörenden Inseln gebe, die ähnliche genetische Merkmale aufweisen.

Auf den Galápagos-Inseln lebten einst 300.000 Riesenschildkröten. Die Population wurde jedoch im 18. und 19. Jahrhundert stark dezimiert, als Walfänger und Seeräuber natürliche Feinde der Schildkröten einführten und weil sie die Schildkröten zum Verzehr auf ihre Schiffe holten. Heute existieren noch zwischen 30.000 und 40.000 Schildkröten von zehn verschiedenen Arten auf den Galápagos-Inseln.

lea/AFP/AFP

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