Startseite

Viel Wirbel um heiße Luft

Klimavertrag, Kyoto-Protokoll, CO2-Gutschriften: Auf die Politiker der 18. UN-Klimakonferenz, die in Katars Hauptstadt Doha begonnen hat, wartet jede Menge Arbeit. Über diese Themen wird verhandelt.

  Flammen schlagen aus einem Gasbohrloch in Katar – der Golfstaat gilt als Klimasünder und ist dennoch Gastgeber des UN-Klimagipfels.

Flammen schlagen aus einem Gasbohrloch in Katar – der Golfstaat gilt als Klimasünder und ist dennoch Gastgeber des UN-Klimagipfels.

Es geht um die Zukunft der Erde: In Katars Hauptstadt Doha hat am Montag die 18. UN-Klimakonferenz begonnen, Vertreter aus 193 Staaten nehmen an dem zweiwöchigen Treffen teil. Dabei hat es schon einen Hauch Ironie, einen UN-Klimagipfel in dem Golfstaat Katar zu veranstalten: Spritfressende Geländewägen fahren auf Schnellstraßen durch die Wüstenlandschaft, leistungsstarke Klimaanlagen brummen rund um die Uhr auf den Dächern von Wohnungen und Einkaufszentren. Rund 40 Tonnen Kohlendioxid pustet jeder Bewohner von Katar in die Atmosphäre – das ist der höchste Ausstoß weltweit. Und ausgerechnet in Doha, der Hauptstadt Katars, ringen die Politiker um Fortschritte beim Klimaschutz. Worum geht es beim UN-Klimagipfel genau?

Die Politiker müssen gleich an mehreren Baustellen Hand anlegen: So läuft zum Beispiel das Kyoto-Protokoll, das bislang einzige verbindliche Klimaschutzabkommen Ende des Jahres aus. In Doha soll über ein zweites Protokoll - eine Art Kyoto 2 – entschieden werden. Bislang haben sich allerdings nur wenige Staaten dazu bekannt: Die EU zählt dazu, Australien und unter anderem die Schweiz. Das Problem: Damit sind nur 15 Prozent der weltweiten Emissionen erfasst.

Fernes Ziel: ein weltweiter Klimavertrag

Umweltschützer fordern deshalb schon jetzt einen globalen Klimavertrag, der auch die Klimaziele der USA, Chinas und Indiens erfasst. Ein derartiger Vertrag soll bis zum Jahr 2015 entstehen und rund fünf Jahre später in Kraft treten. Die Politiker in Doha müssten einen Fahrplan für den Vertrag ausarbeiten, damit das Werk rechtzeitig verabschiedet werden kann. Klimaschützer geben sich damit allerdings nicht zufrieden: "Die Industrie- und Entwicklungsländer müssen schon jetzt mehr tun", fordert Martin Kaiser, Klimachef von Greenpeace Deutschland.

Ein möglicher Schlüssel wären laut Kaiser Finanzzusagen für Entwicklungsländer: Ärmere Staaten sollen weiterhin Geld für den Klimaschutz erhalten. Ab 2020 wären das jährlich rund 100 Milliarden Dollar. In Doha entscheiden die Politiker über konkrete Finanzzusagen ab 2013 und neue Geldquellen. Denkbar wäre eine Abgabe auf Flüge und den Schiffsverkehr – beides gilt aber als heftig umstritten und schwer durchsetzbar.

Gutscheine gegen Geld

Großes Konfliktpotenzial birgt auch das Erbe des ersten Kyoto-Protokolls: Darin hatten sich die beteiligten Industriestaaten zu CO2-Reduktionen verpflichtet und dafür Verschmutzungsrechte erhalten. Osteuropäische Länder – allen voran Russland – haben ihr CO2-Kontingent wegen des Wirtschaftseinbruchs aber nicht voll ausgeschöpft. Ihre überschüssigen Emissionen wollen sie behalten und künftig als Gutschriften an andere Länder verkaufen. Nach Angaben von Greenpeace handelt es sich dabei um Verschmutzungsrechte für mehr als zehn Gigatonnen CO2 – die EU und Entwicklungsländer stellen sich gegen die Pläne Russlands.

Fest steht: Für die Politiker in Doha gibt es einiges zu tun. Allein das Beispiel des Golfstaates Katar zeigt, wie weit der Weg noch ist.

ikr/mlr/DPA/AFP/DPA

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Zu hohe Inkassogebühren, rechtens?
Hallo, ich habe am 20 März 15 einen Vertrag über 12 Monate mit einem Fitness-Studio abgeschlossen. Die Kosten (9,98 € 14-Tägig, 39,99€ Verwaltung einmalig, 19,99 Trainer und Servicepauschale Jährlich) sollten per Einzugsermächtigung abgebucht werden. Kürzlich bekam ich überraschend einen Brief von einem Inkassobüro mit der Zahlungsaufforderung für die gesamten 12 Monate inkl. der Verwaltung und Servicepauschale + Auslagen des Gläubigers (63,38€), Zinsen (1,42€), Geschäftsgebühr (45€), Auskunftskosten (5€) , Auslagenpauschale (9€) Hauptforderung 320,28€ Offene Forderung 444,08€ Nach dem ich mich bei der Firma erkundet habe, sagten sie mir, dass Zahlung zurückgegangen ist da mein Konto nicht gedeckt sei. Fakt war das sie einen Zahhlendreher in der Kontonummer hatten obwohl im meinem Durchschlag die Richtige Kontonummer angegeben wurde. Aber im Original hat jemand aus einer 3 eine 8 geändert. Nach Überprüfung konnte ich Feststellen das es diese Kontonummer gar nicht gibt und das diese vom System gar nicht angenommen wird. Spätestens da hätte man mich doch hinweisen oder fragen können was mit dem Konto sei. Es kam nie ein zu einem Zahhlungsrückgang, noch zu einer Zahlungserinnerung Mahnung seitens des Fitnessstudios. Die AGB´s habe ich nie zu Gesicht nie bekommen und auch nicht gelesen - diese stehen (nach meiner Recherche) im Internet aber auch nicht definiert wie man in Zahlungsverzug kommt. Leider habe ich unterschrieben das sie mir bekannt sind. Dies steht ganz kleingedruckt im Durchschlag. Ich habe der Firma vorgeschlagen die offenen Beiträge bis jetzt zu bezahlen und für die Zukunft eine neue Einzugsermächtigung zu erteilen, was sie aber abgelehnt haben und mir gesagt haben ich soll dies mit dem Inkassobüro klären. Der Fitnessvertrag ist somit gesperrt seit einem Monat. Da ich aber mit den Gebühren, Mahnspesen von dem Inkassobüro nicht einverstanden bin weiß ich nicht ob ich diese bezahlen muss. Ich habe dem Inkassobüro auch vorgeschlagen die offenen Beiträge zu begleichen und diese dann wie vertraglich vereinbart abgebucht werden. Sie haben mir angeboten diese in einem Jahr zu einem monatlichen Beitrag von 35€ abzuzahlen. Dies währen Mehrkosten von 100€, ist das rechtens? Bitte Antworten sie mir in einer Sprache die ich auch versteh - mit langen Gesetzestexten kann ich leider nicht umgehen Und was Sie denken was ich tun soll was rechtens ist. Vielen Dank im Voraus

Partner-Tools