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Welche Konsequenzen hätte die Abschaffung des Zinses? (Wilfried, Erbach)

Katastrophe oder Paradies? Selten hat eine Frage die Leser so gespalten. Die überwiegende Mehrheit jedoch glaubt, dass die Abschaffung des Zinses das Ende von arm und reich bedeuten würde.

Stephan, Stuttgart

Wenn es keine Zinsen mehr geben würde, so würde auch kein Geld mehr verliehen werden - aussser an Freunde und Verwandte, an die man derzeit auch schon ohne Zinsen Geld verleiht. Dies ist darin begründet, dass die Zinsen sich aus mehreren Bestandteilen zusammensetzen: - An der Inflation orientiert, damit man vom Wert her das verliehene Geld zurückbekommt. - Am Risiko orientiert - wenn ich nicht zu 100% sicher sein kann, dass ich das Geld auch wie vereinbart zurückerhalte (Firmen können pleite gehen, Privatpersonen kein Geld mehr haben und auch Staaten können Zahlungen verweigern) - so muss der Geldgeber eine Gegenleistung (quasi Versicherung) gegen den möglichen Verlust erhalten. Da ich bei gleichem Zinssatz nur dem das Geld geben würde, bei dem ich sicher oder zumindest sicherer bin, das Geld auch zurückzuerhalten, ist klar, warum der andere höhere Zinsen bieten muss. Zuletzt gibt keiner gerne Geld für einige Zeit aus der Hand, da nicht sicher ist, ob das Geld nicht doch benötigt wird. Da beim Behalten des Geldes dieses immer zur Verfügung steht wird ohne Zins kaum jemand Geld verleihen. Der Zins beinhaltet also auch noch die Position des Verzichtens auf das Geld. Wenn es also keine Zinsen mehr geben würde, so würde Geld nur noch als 'milde Gabe' verliehen. Da die Zinsen sich aus den oben genannten Gründen am Markt von selber bilden - wer am wenigsten Zinsen für sein Geld möchte, dessen Geld nehme ich - ist es wohl eher unrealistisch, dass die Zinsen verschwinden werden. Es ist wie mit einer Sache - die verleihe ich auch nur gegen eine Gegenleistung (außer an Freunde und Verwandte), wenn mir die Sache etwas wert ist und ich diese nicht loswerden möchte.

Kirchner,Berlin

Eine gerechtere Welt, denn dann könnten faule Schweine nicht mehr risikolos auf Kosten der Allgemeinheit leben.

Manuela Hafner-Ecke

Die Banken könnten um einiges weniger Gewinne machen. Das würde wiederum bedeuten, dass auch hier wieder viele Arbeitsplätze in Gefahr wären, usw.

Ingrid Manthey, Viernheim

Der Zwang zu Wirtschaftswachstum würde entfallen. Da die Zinsen zusätzlich erwirtschaftet werden müssen, um sie den Kapitalgebern gutzuschreiben. Es würde eine Schonung von Ressourcen und Umwelt eintreten. In jedem Euro stecken ca. 40 % Zinsen, die jeder Konsument bezahlt. Alle müssten weniger arbeiten, könnten mit einem Drittel weniger auskommen. Wir hätten mehr Zeit für das Leben mit Familie. Auswirkungen von Reichtumsvermehrung und Verschuldung würden ausgeglichener sein. Dies ist nur ein Abriss und kann hier nicht ausführlicher beschrieben werden. Informationen darüber findet man im Buch Das Geldsyndrom von Helmut Creutz.

martin augsburg

friede auf erden.........schrecklicher gedanke

Max Knuchel, Sugiez, Schweiz

Die Konsequenz einer Abschaffung des Zinses wäre ein Zusammenbruch der heutigen kapitalistischen Wirtschaftsform.

daniel, frankfurt

Es wäre der Ruin unseres gesellschaftlichen Systems ! Banken verdienen Geld damit, indem sie Zinsen verlangen, wenn sie Geld verleihen, und zahlen Zinsen, wenn man es Ihnen "leiht" ... ohne Zinsen, würden Banken nichts mehr verdienen, und dem entsprechend auch nichts mehr verleihen ... (ich würde mein Geld auch nicht mehr zur Bank bringen, wenn ich dafür nichts mehr bekomme ... "ich bin doch nicht blöd" - wie es in der Werbung doch so schön heißt) Logische Konsequenz aus diesem Kreislauf ... die Banken verdienen nichts mehr ... und machen früher oder später Pleite ... das wiederum sorgt dafür, das aus Hartz IV ... Hartz V und Hartz VI wird, weil wir uns nochmehr Arbeitslose nicht mehr leisten können ... usw. und so fort. Unsere Gesellschaft müsste zwangsläufig ganz von vorne anfangen ... (überleg) welch ein Segen !!! ... SOFORT WEG MIT DEN ZINSEN !!! ... schafft alles ab, was mit Geld zu tun hat ... und fangt mit den Banken an !!!

anabell, Augsburg

Während das Geldvermögen jedes Jahr in inzwischen schwindelerregende Höhen steigt, verringert sich die Summe der Einkommen aus geleisteter unselbstständiger Arbeit seit Jahren. Gleichzeitig steigen die Defizite von Staat, Gemeinden etc. bedrohlich, ein Großteil davon rührt vom Schuldendienst, also von Zinsen und Zinseszinsen, die auflaufen. Wer hat, bekommt: Aus 1 Million EUR werden bei jährlich 6% Zins nach 12 Jahren mehr als 2 Millionen EUR. Das bedeutet eine Rendite von 7000 EUR pro Monat - ein stattliches Einkommen, ohne das Kapital angreifen zu müssen. Diese krassen Effekte wären summa summarum ohne Zins und Zinseszins nicht denkbar. Dass unsere Gemeinwesen nach 60 Jahren Frieden in diesem Land eigentlich vor dem Bankrott stehen, begründet sich im Kern auf die Umverteilung durch Zins und Zinseszins. Ohne Zins würde sicher nicht das Paradies ausbrechen, ohne Zins würde es beispielsweise das vielbeschworene Wirtschaftswachstum nicht geben (Werte schaffen mit Hilfe von geliehenem Kapital). Jedoch einige wahrscheinliche Effekte: - die Attraktivität produktiver (menschlicher) Arbeit würde aufgewertet - die regionalen Geldströme würden verstärkt, da nachhaltige, tauschähnliche Micro-Wirtschaftsräume entstehen könnten. Diese Überlegungen werden mikroökonomisch sogar erfolgreich erprobt, makroökonomisch ist eine baldige Einführung eher unrealistisch.

Felix Böttger, Düsseldorf

Den Zins kann man nicht einfach "abschaffen". Ohne Zinsen würde nämlich keiner mehr sein Geld bei der Bank anlegen, also verleihen. Der Zins ist, wie es der Ökonom John Maynard Keynes formuliert hat, eine Belohnung für die Nichthortung des Geldes. Ohne diesen Anreiz würden wir unser Geld im Tresor aufbewahren oder auf Girokonten parken, um den Vorteil der sofortigen Verfügbarkeit des Geldes (Liquidität) zu genießen. Der Zins dient also als "Umlaufsicherung" des Geldes - er sorgt dafür, dass es nicht zu deflationären Erscheinungen kommt, also zu einer Verminderung der Geldmenge aufgrund von Hortungen, wie dies in Japan jahrelang der Fall war. Der Zins gibt darüber hinaus Allokationssignale, indem er Knappheiten durch die Anzeige hoher Renditen signalisiert. Hohe Zinsen sind ein Aufruf zu investieren und damit Knappheiten zu beseitigen. Den Zins kann man also nicht abschaffen, da er eine wichtige Funktion innerhalb der Wirtschaft erfüllt – wohl könnte man aber das Zinsniveau senken, wenn man das geldpolitische Instrumentarium der Zentralbanken um eine "Antihortungsgebühr" erweitern würde: Statt durch Zinsen die Nichthortung von Geld zu belohnen, könnte man den umgekehrten Weg gehen und die Hortung des Geldes bestrafen, indem man auf die Haltung von Bar- und Giralgeld eine Gebühr erhebt – bei sinkenden Zinsen funktioniert nämlich die Umlaufsicherung durch den Zins nicht mehr besonders gut, weil der Anreiz, das Geld zu niedrigen Zinsen zu verleihen, weniger hoch ist als die Annehmlichkeit, das Geld liquide zu halten. Die Zinsen dürfen also nie zu niedrig sein, da es sonst zu deflationären Tendenzen kommt,. Würde aber die Haltung von Liquidität besteuert, wie dies bereits Keynes angeregt hatte, könnte das Zinssniveau signifikant sinken, da eine solche "Anti-Hortungsgebühr" (im Fachjargon auch Umlaufsicherungsg! ebühr genannt) dafür sorgen würde, dass auch bei niedrigen Zinsen ein Anreiz besteht, sein Geld zu verleihen, weil die Haltung von Bar- und Giralgeld aufgrund dieser Gebühr Kosten verursachen würde. Eine solche Umlaufsicherungsgebühr und damit eine Senkung des Zinssniveaus hätte erhebliche Vorteile, u.a. niedrigere Kapitalkosten für die Unternehmen und eine niedrigere Schuldenbelastung für den Staat, dessen Ausgaben inzwischen zu einem guten Teil für Zinszahlungen draufgehen.

Mel Bourne, Heidelberg

Für mich keine, denn seit dem €, Soli, Sprit, Strom, und Schröder bin ich sowie pleite.

Reiner Wein

Dann hätte mein Taschenrechner eine Taste zuviel!

gerhard theis, otzberg

die ausfuehrliche antwort findet man in dem buch "Die Natuerliche Wirtschaftsordnung" von SILVIO GESELL unter http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/gesell/nwo/

Klaus Popp Düsseldorf

Ein senken des Zinsniveaus gegen den Wert Null würde den Bürgern Kosten von täglich 900 Millionen Euro ersparen. Das ist eine so gewaltige Dimension der Umverteilung von unten nach oben, dass sich selbst Ökonomen davon keine Vorstellung machen können. Der Zins mit seinem exponentiellen Wachstum ist der Motor der Verarmung all jener, die nicht von ihrem Vermögen leben können. Moses, Mohammed, Luther, Keynes und vielen anderen klugen Köpfen ist dies bewusst gewesen. Es lohnt sich, dieses Wissen wieder nutzbar zu machen. Viele spannende Informationen hierzu finden sie unter www.INWO.de

Frank

diese modelle gabs bereits im mittelalter und haben bestens funktioniert - für die armen - und das war zu wenig für die reichen

Peter Mueller, Berlin

Keine wesentlichen. Es gäbe weniger Kredite, da sich niemand einen Vorteil davon verspräche, jemandem Geld zu geben. Die Bank wäre wohl ein Ort, wo man sein Geld - gegen eine Gebühr - vor Diebstahl schützt. Ohne Kredite könnte man wohl erst investieren, wenn man genug gespart hätte. Aber, das wird nicht funktionieren. Sobald jemand Geld hat und jemand anders Geld braucht, vielleicht dringend braucht, wird es zwischen beiden eine vereinbarung geben, wie das Geld für eine bestimmte Zeit die Seiten wechselt.

Uwe Trettin, Möhnesee

Geld wäre nach Belieben vermehrbar. Wenn ein Kredit nichts kostete, könnte man Kredite in beliebiger Höhe aufnehemen. Man könnte sogar endlos alte Kredite durch neue ablösen. Letztlich wäre das das selbe, wie Geld drucken. Das Geld würde seinen Wert und damit seine Funktion verlieren.

Ricardo, Stendal

Die Abschaffung des Zinses währe der Anfang ein humanen Wirtschaft. Zumindest wenn man an Wunder glaubt.

Matthias Falkenberg, Wildau

Die Abschaffung des Preises, der für die Ausleihung von Geld zu zahlen ist (=Zins), lässt die Frage nach dem Huhn oder dem Ei aufkommen. Wer würde zuerst einen Rückzieher machen, Anleger oder Banken? Gehen wir von dem ersten Fall aus: Viele Anleger sähen wenig Notwendigkeit darin, ihr Geld bei einem Kreditinstitut einzulagern oder in Anleihen respektive Aktien (verstehen wir eine Dividende und Gewinne einer Kurssteigerung fälschlicherweise für dieses Beispiel als Zins) zu investieren. Somit wären diese Möglichkeiten der Eigen- und Fremdkapitalaufnahme sowohl für Banken als auch Unternehmen bedeutend eingeschränkt. Die Banken wiederum hätten Probleme ihr Kreditgeschäft zu finanzieren, sodass Unternehmen auch von dieser Seite nicht mit Geldzufluss rechnen könnten. Nun tragen sich Unternehmen jedoch kaum komplett selbst. In erster Instanz ginge vermutlich die Neugründung drastisch zurück. Zudem bräche der private Konsum ein, v.a. bei langlebigen Gütern mit Investitionscharakter (z.B. Haus, Auto, etc.). Demzufolge entwickelte sich eine Abwärtsspirale. Selbst, wenn ein Staat wie nach Keynes helfend eingreifen wollen würde, so ginge es kaum. Während Einnahmen aus Zinsabschlagsteuer und Kapitalertragssteuer komplett entfielen, würden u.a. auch Umsatzsteuereinnahmen geringer ausfallen. Die Möglichkeit Geld zu leihen bestünde zunächst nur eingeschränkt. Einer ungewohnten kollektiven Rationalität folgend könnte es im privaten und gewerblichen Bereich und auch auf Staatenebene zur Bildung von Interessensgruppen/Bündnissen kommen, die Ausleihungen auch ohne Zinszahlung zum Ziel haben. Schlechte oder angenommen schlechte Schuldner blieben dabei jedoch auf der Strecke. Denn gerade sie sind es, die heute beispielsweise im Falle von Anleihen einen relativ höheren Bonitätsaufschlag und damit höheren Zins zahlen müssen, um ihre Attraktivität zu steigern. Ohne dieses Instrument könnte sie kein Kapital aufnehmen und auch die Teilnahme an besagten "Bündnissen" fiele schwer. Um diese sehr kurze und eingeengte Sichtweise abzuschließen, sei meines Erachtens eine wirtschaftliche Katastrophe und eine stärkere materielle Polarisierung der Gesellschaft durch die umfassende Abschaffung des Zinses bedingt.

Gabi, Coburg

jeder der Geld verdienen möchte müsste dafür auch arbeiten

Maier, Frankfurt

Die Welt wuerde erbluehen, wenn die Armen nicht mehr die Reichen reicher machen muessen! Es koennten souveraene Staaten entstehen, Pressefreiheit waere moeglich, Schulen die Kinder nicht nur verbloeden und Gesundheit waere nicht nur ein Werbegag fuer Medizin. Alles in allem koennte verhindert werden, dass eine Handvoll armer Irrer glaubt sie waeren die Eigentuemer der Erde...

Felix Gärtner, Stuttgart

Ohne Zinsen hätte niemand mehr eine Motivation, sein Geld zu verleihen. Gespartes würde wieder unters Kissen wandern und nicht mehr auf die Bank. Die Folge wäre ein krasses Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage nach Krediten.

Sabine, Mainz

Genau kann ich es nicht sagen, bin ja schliesslich kein Wirtschaftsexperte. Diese Menschen sollten es wissen oder ableiten können. Es würde sich meiner Meinung nach so einiges ändern. Das Geldanlagegeschäft, daß sich auf Zinsen aufbaut wäre platt. Banken würden nichts mehr daran verdienen, Häuslebauern ihre sauer erarbeiteten Euros mit Riesenzinsen aus der Tasche zu ziehen. Eigentlich würden sich alle Wirtschaftszweige, die sich mit Zinsen finanzieren, sterben: Leasing von Gegenständen, Finanzierungsformen, Bausparverträge, Kreditwesen usw. Des einen Leid (keine Zinsen auf dem Sparbuch bei Sparen mehr oder keine Zinseinnahmen aus Krediten bei den Banken) wäre jedoch des anderen Freud (kostenlose Kredite für Häuslebauer oder keine Zinszahlungen an Geldanleger). Kann mal einer ausrechnen, was das so ausmacht, im Jahr, oder so?

Johannes, Weilburg

Alle Banken würden pleite gehen. Die wichtigste Einnahme-Quelle der Banken würde wegfallen und die Banken würden aufhören Kredite zu vergeben, da kein Unternehmen für umsonst arbeitet. Eine weitere Folge wäre eine gewaltige Inflation. Die Bundesbank steuert mit Hilfe des Zinses die Geldmenge und damit auch die Inflation. Ohne Zinsen gäbe es keine Inflationsbekämpfung. Letzten Endes würde der Kapitalismus komplett zusammenbrechen, denn die sogenannte "Zinsknechtschaft" ist der Motor, den unser Geld- und Warenkreislauf antreibt und beschleunigt.

Daniel, Stuttgart

Schön wärs.... das wäre endlich ein Schritt in die richtige Richtung. Weg von der Zwei-Klassen-Gesellschaft und hin zum breiten Mittelstand. Wozu bekommen Leute mit Geld noch mehr Geld ... nur weil sie Geld haben? Und diejenigen, welche sich etwas leihen müssen ... die zahlen. Ist es fair dafür belohnt zu werden Geld zu haben? Ist es fair dafür 'bestraft' zu werden, kein Geld zu haben? Es ist vielleicht Marktwirtschaftlich korrekt ... aber ist es fair und 'sozial'?

Fred Heine, Stuttgart

Die Abschaffung des Zinses wäre fatal. Denn ab diesem Moment wäre es nahezu unmöglich, an Geld für Investitionen zu kommen. Das wissen auch Kulturen mit einem klaren Zinsverbot (z.B. Islam): wer einmal erlebt hat, was ein Häuslebauer in Ägypten für Vereinbarungen treffen muss, damit er an sein Baudarlehen kommt, wird über unsere doch recht einfachen Verfahren mit Zins froh sein.

Anselm Rapp, München

Geld "arbeitet" nicht. Wer im Überfluss lebt, kassiert gewaltige Summen an Habenzinsen und -zinseszinsen, welche diejenigen aufbringen müssen, die von der Hand in den Mund leben - durch Darlehens- oder in den Preisen versteckte Sollzinsen. Die Abschaffung des Zinses hätte die Abschaffung leistungslosen Einkommens zur Folge und damit eine immense Entlastung der arbeitenden Bevölkerung. Lieber heute als morgen!

Axel , Fürstenfeldbruck

Es könnte sich niemand mehr ein Haus oder eine Wohnung bauen, da es für die Banken nicht mehr rentabel wäre Kredite zu vergeben. Es gibt ja dann keine Zinsdifferenz mehr, also woher das Geld für Anschaffungen wie Neubauten, Konsumgüter etc. bekommen. Kein Zins bedeutet wohl dann auch keinerlei Konjunktur mehr.

Mickey, Döbeln

Der Anfang einer gerechteren Gesellschaft. Reichtum vermehrt sich nicht mehr automatisch. Aber warum sollte eine Bank noch Geld verleihen. Die sparen wir dann am besten auch gleich mit ein. Deren Angestellte übernehmen die Funktion der wenigen Beamten, die dann noch gebraucht würden. Die bezahlen wir dann von den eingesparten Bankgebühren und sparen auch noch Steuern. Welch schöne neue Welt. Die verschuldeten Länder der Welt könnten wieder Hoffnung hegen. Auch unsere deutschen Billionen Staatsverschuldung, brauchte niemand mehr zum Freitod treiben. Erste Versuche nach dem 2. Weltkrieg in die Richtung gab es schon, aber woran die wohl scheiterten ? Wer würde lang genug leben, da ernsthaft drüber nach zu denken ?

Hans Banker, Stadsparkasse

Beim Abschaffen der Zinsen hätten viele Leute die mit dieser Heuchelei Geld verdienen keine Arbeit mehr. WARUM MUSS DER ZINS SO HOCH SEIN? WARUM NICHT GLEICHE WERTE BEIM GELDLEIHEN und SPARZINSEN???

Ragnar, Helsinki

Wenn man den Zins ohne weiteres verbieten würde, bliebe der Großteil des Geldes im Tresor/Sparstrumpf der Besitzer liegen. Keiner würde mehr hergeben, als er für die eigenen Bedürfnisse bräuchte. Das Geld würde im Wirtschaftskreislauf fehlen, ein Warenaustausch so gut wie unmöglich werden. Da wir alle auf den Handel mit anderen angewiesen sind(Wer stellt schon alles selbst her?) wird es zu Hunger, Armut und großem Leid kommen. Natürlich wird es den Zins unter der Hand immer noch geben. Nur der Risikoaufschlag wird ihn wie zu Zeiten des kirchlichen Zinsverbots auf Werte von 30% bis 50% steigen lassen. Auf jeden Fall wird die Wirtschaft komplett zusammen brechen und die Bevölkerung in Elend gestürzt. Es gibt natürlich eine andere Möglichkeit, den Zins abzuschaffen. Man erhebt eine Gebühr auf das Geld. Etwa 5% im Jahr. Wer dann sein Geld hortet, hat z.B. bei 1 Mio € ganze 50000€ am Ende des Jahres eingebüst. Wer allerdings sein Geld ausgibt, hat diese Gebühr nicht zu tragen. Eine solche Gebühr würde die schnelle Weitergabe des Tauschmittels garantieren und so die Wirtschaft und den Wohlstand fördern. Denn je mehr Geschäfte gemacht werden, um so besser geht es den Menschen. Ausserdem wird der durch den Zins verursachten Umverteilungsprozess von Unten nach Oben beendet. Heute besitzen die Oberen 3% fast die Hälfte des gesamten Vermögens und kassieren dafür massig Zinsen. Alle anderen dürfen sie bezahlen. Laut Berechnungen von Helmut Creutz stecken in den heutigen Preisen ca 30% -40% Zinskosten(weil die Unternehmen ja verschuldet sind, oder Produktionsgüter von verschuldeten Unternehmen kaufen), die sofort an die Leute wandern, die sowieso schon genug haben. Der Gedanke den Zins abzuschaffen, ist also ein recht guter Anfang.

Achim Frankenbach, Taunusstein

Geld würde nicht mehr gehortet werden um zu arbeiten (bzw. andere für sich arbeiten zu lassen - ich habe nämlich eld noch nie arbeiten gesehen) sondern würde wieder vermehrt in die Märkte fliesen. Viele Firmen müssten keine Zinsen mehr zahlen und könnten Ihre Waren billiger anbieten, die Steuern könnten gesenkt werden, da der Staat nicht mehr gezwungen ist seinen arbeitenten Bürgern das Geld für den Zins der ernormen Stasstschulden abzupressen. Die Entwicklungsländer würden aus Ihrem Elend herauskommen und die Reichen müssten sich was einfallen lassen, wenn Sie ohne eigene Produktivität Ihren Reichzum mehren Wollten. Sie hätten jetzt nur noch die Möglichkeit eigene Firmen und Unternehmen zu gründen oder in bereits bestehende zu inverstieren, was die Volkswirtschaft beleben würde oder selbst arbeiten zu gehen statt ihr Geld (bzw. uns) für sich arbeiten zu lassen

Matthias Jordan, Zwickau

Geld wird nicht mehr verliehen, sondern gehortet. Die Folge ist Deflation. Gleiches passiert, wenn der Zins bei gesättigtem Markt gen 0 strebt. (siehe die aktuelle Situation: Durch das vorhandene Überangebot an Geld müßte der Zins eigentlich in Richtung 0% fallen. Da Geld jedoch im Gegensatz zu Waren und Arbeitskraft keinem Angebotsdruck unterliegt, wird es einfach gehortet, in heutiger Zeit vor allem an den Spekulationsmärkten.) Die einzige Lösung für das Dilemma, wäre eine Umlaufsicherungsgebühr auf liqides Geld.

Almut Weinzettel, 33378 Rheda-Wiedenbrück

1. Wir wären endlich das raffinierteste Sklavenhaltungssystem das der Mensch erschaffen hat los! 2. Explosiver Wirtschaftsaufschwung, da billiges Geld zum Investieren da wäre. 3. Selbstveständlich würden auch dadurch Arbeitsplätze geschaffen, da sich die Investion in Arbeitsplätze heute nur lohnt, wenn sie mindestens die Zinseinnahmen bei der Bank einbringen müssen, sonst lohnt sich die Investition nicht.(Merke=Investoren sind gut, Spekulanten sind schlecht für eine Volkswirtschaft) 3. Mit einer Umlaufsicherung versehen, entfällt die Inflation. 4.Schulden können abgezahlt werden (Staat, Unternehmen, Haushalte) 5.Umweltinvestionen würden sich lohnen, was auch Arbeitsplätze schaffen würde."Wirtschaftwachstum" um jeden Preis entfällt, Geld vermehrt sich nur auf Grund der "Nachfrage". 6.Die einzelnen Bürger könnten sich mehr (z.B. Wohneigentum) leisten, da sie keine (wenig) Zinsen aufbringen müssten. 7. Jeder könnte nur noch so reich werden, wie er es aus seiner "eigenen" Arbeitskraft schafft. Und das ist auch gut so.(Demokratisch!) 8. Das Zinsgeldsystm ist ein System mit Verfallsdatum. Da der Zinseszinseffekt die Vermögen (und damit die Schulden)exponentiell ansteigen lässt, muss das System zerbrechen, da irgendwann die Schuldenlast nicht mehr aufgebracht werden kann. Das erleben wir zuzeit: Es wird immer schwerer, die Zinslast zu tragen, deshalb muss überall gespart werden.(Nur bei den Reichen nicht!) Würde der Staat aber die Schulden nicht machen, würde das System sofort zusammenbrechen. Das Problem ist also kein politisches (globalisiertes), sondern ein mathematisches! 9.Wenn die Menschheit überleben will, MUSS sie die Wurzel allen Übels rausziehen: DAS ZINSGELDSYSTEM !Wirtschafts- und Geldpolitisch sind wir Analphabeten! MfG Almut Weinzettel PS. www.systemfehler.de

Hans-Jürgen Bigalke,Berlin

Die größten wirtschaftlichen Probleme würden dadurch beseitigt;Arbeit wäre wieder bezahlbar.Warum?Das Sozialptodukt wird zwischen Kapital und Arbeit aufgeteilt.Da die Kapitalkosten immer zuerst befriedigt werden und Summenmäßig immer mehr zunehmen,bleibt für den Faktor Arbeit immer weniger übrig.Daher kommt es zu den momentanen Lohnkürzungen.Anders ausgedrückt;Wenn das Wirtschaftswachstum ca.O.5% beträgt dann kann das kapital nicht 5 oder 6% verlangen.Somit entzieht das Finanzkapital Geld aus der Realwirtschaft,was zur Akkumulation von Vermögen führt.Eine breite Diskussion über die monetären Vorstellungen von Silvio Gesell,würde auf jeden Fall die gegenwärtige müde Diskussion beleben.Der "Stern" sollte dieses Thema in einem ausführlichen Artikel nachgehen.H.-J.Bigalke

Tobias Schütze, Erfurt

Auf den ersten Blick scheint eine Abschaffung des Zinses moralisch und volkswirtschaftlich was tolles zu sein, denn nun kann ein Geldkapitalbesitzer kein leistungsloses Einkommen zulasten des Schuldners mehr erzielen. Außerdem würden die Gesamtschulden und -vermögen in einer Volkswirtschaft nicht mehr exponenziell wachsen. Aber Zinsverbote hat es in der Geschichte schon mehrfach gegeben - hauptsächlich mit 2 Ergebnissen: Erstens wird das Verbot immer wieder umgangen und aufgrund der Illegalität ein wirklicher Wucherzins verlangt. Zum zweiten besteht die Gefahr des Zusammenbruchs des Geldkreislaufs (Deflation), weil eingenommenes aber nicht konsumiertes ("übriges") Geld zurückgehalten wird. Warum auch verleihen (mit Risiko des Verlusts), wenn es keinen Zins gibt? Das Zurückhalten ist nahezu risikolos. Daran hat sich auch im Zeitalter des bargeldlosen Zahlungs-verkehrs nichts wesentlich geändert. Um diese Probleme zu vermeiden, müßte das Geld schon einem "inneren Antrieb", eine Art Verfallsdatum, erhalten, damit es sich auch bei Zinssätzen um Null noch zum Verleih anbietet und der Geldkreislauf damit geschlossen bleibt.

Sülzle Reinhold, Gochsheim

Das würde für uns alle eine gerechte Verteilung des Geldes bedeuten. Weniger Armut, Abhängigkeit. Das wäre ein Weg zur Freiheit. Weg von der Versklavung durch die Superreichen, die fürs nichtstun Geld bekommen; somit auf Kosten der produktiven Menschen leben.

Karl Burkard Tauberbischofsheim

Die Frage muß wohl eher lauten: Was passiert, wenn wir den Zins nicht abschaffen? Die Antwort kann nur lauten: Exponentielles Wachstum bis zum unvermeidlichen Kollaps. Das ist ganz simple Mathematik. Anschauliche Rechenmodelle und Grafiken gibt es zu Hauf bei Helmut Creutz "das Geldsyndrom", Bernd Senf "die blinden Flecken der Ökonomie", u.v.a. Bleibt nur die Frage nach der politischen Verwirklichungschance. Also, an die Arbeit,bevor es zu spät ist!

Hanns Peter Müller , Waldbröl

Der Handel mit Geld ist nicht mehr rentabel. Die Banken verlieren an Bedeutung bzw. verschwinden ganz. Die Volkswirtschaft würde nicht mehr funktionieren, da die Kreditversorgung als ein Motor der Wirtschaft nicht mehr stattfinden würde. Der Anleger wird sein Geld verstärkt in sichere Anlagen wie Immobilien oder Gold investieren.

Artmann, Andreas Münster

Eine stumpfe Abschaffung des Zinses wäre mir eine zu plumpe Lösung. Der Zins erfüllt eine Regulatorfunktion, die wenn er abgeschafft würde, fehlt. Viel besser wäre es den Zins auch den marktwirtschaftlichen Erfordernissen anzupassen und eine Rahmenbedingung zu schaffen, die es Ihm (dem Zins) erlaubt bei einem Überangebot an Geld zu sinken, gar gegen null zu tendieren oder in den negativen Bereich abzutauchen. Damit wären Geldbesitzer, die Ihre Kaufkraft dem Marktvorenthalten, nicht mehr bevorteilt, sondern müssten bei Kaufkraftzurückhaltung einen Preis in Form des Negativen Zinses zahlen.

Faultier Leipzsch

es gäbe nur nocch ZeroBonds, und riesige (Dis-) Agios sowie sonstige Zinsersatzleistungen. Wäre ich dann Banker, würde ich auch Salami, Frischeier ( artgerecht gehaltene Hüner ), Brot und sonstige Dinge nehmen, die ich brauch oder verramschen kann. Hätt ich genug davon, würde ich Urlaub machen, von Februar bis Dezember! Wenn dann alle Politiker verhungert wären, würde ich wieder die Ärmel hochkrempeln. ( Alternativ könnte man natürlich die Landwirtschaft abschaffen - dann graben die Leut Wurzeln aus dem Boden ... )

Gilke, Ralf 74544 Michelbach/Bilz

Ohne Zins würde Geld seine Überlegenheit gegenüber Waren verlieren, die mit der Zeit verderben oder unmodern werden. Geld wäre dann, wie im Sinne seines Erfinders ein echtes Tauschmittel. Ohne Zins würde es mehr Unternehmen sowie Investitionen geben, da der Unternehmer über die Kostendeckung hinaus nicht auch noch den Schuldzins seines Investitionskredits erwirtschaften muss. Ohne Zins würden Handelsgüter billiger werden, weil der in den Preisen versteckte Zins wegfiele. Ohne Zins hätten 80% einen höheren Lebensstandart, verrechnet man nämlich seine Guthabenszinsen mit dem versteckten Zinsanteil seiner Konsumausgaben so muss man schon einen gehörigen Zinsertrag haben um auf der Gewinnerseite zu stehen. Nur die vermögensten 10% nehmen mehr Zinsen ein als sie ausgeben, womit sich der Wahrheitsgehalt der Aussage bestätigt, dass man ab einer bestimmten Vermögenssumme automatisch immer reicher wird. Das Zins oder besser Zinseszins belastete Geldsystem ist ein Ungerechtes System, denn Leistungslose Zinseinnahmen auf der Seite der Wohlhabenden müssen durch Arbeitleistung erwirtschaftet werden. Damit der Zinseszins den Reichtum exponentiell vermehren kann muss Arbeit immer billiger werden, den das bedienen der Schuldzinsen hat oberste Priorität, was sich bei jeder Neuverschuldung des Bundeshaushaltes bestätigt.

Waldemar L. , Leipzig

Das ich versuchen würde als höchstverschuldeter Bürger dieser Welt das Zeitliche zu segnen

Susanne Reinke, Hamburg

Endlich mal soziale Gerechtigkeit. Die Reichen würden ihren Reichtum nicht mehr wie bisher, durch den bloßen Besitz des Geldes mehren können. Nachhaltiges Wirtschaften würde dadurch ermöglicht werden. Denn der Zins ist eine Fessel, mit der der Kapitalismus seine Kinder bindet, bevor er sie frißt.

Michael, München

Wir würden eine Blütezeit wie im Mittelalter(so um 1100-1300)erleben. Zu dieser Zeit gab es eine Art negativen Zins(Münzen wurden regelmäßig verrufen), was zur Folge hatte, daß es keine exponentielle Aufhäufung von Schulden(und gleichzeitig auch Guthaben) gab. Damals mußte ein Handwerker täglich weniger Stunden für seinen Lebensunterhalt arbeiten als heute. Aus diesem Grund ist der Zins auch in einigen Religionen(Christentum, Islam, Judentum) verboten.

Inam Shamshad, Bayern/Ansbach

Dazu betrachtet man einfach die Länder die nach der Sharia wirtschaften. Hier werden Gewinnbeteiligungen verlangt. Oder die Bank "erwirbt" gegen die Kreditsumme ein Grundstück das der Kreditnehmer in raten wieder zurückerwirbt. Nebenbei steigt die Hortung, Konsum, Kapitalflucht an.

Joern Horstmann, Waiblingen

Ich würde es für einen riesen Schritt halten, wenn die Zinsen auf die Bankmagen und Risikoprämien reduziert würden. Man bedenke, das bei den Staatsschulden (www.steuerzahler.de) die Zinszahlungen in diesem Jahr rund 78 Mrd. Euro betragen. Die Neuverschuldung ist ähnlich hoch, Zufall? Sicher nicht. Würden wir die Schulden abbezahlen und nicht mehr in Anspruch nehmen(aus heutiger Sicht utopisch!), dann hätten wir (also der Staat) ein genauso großes Problem. Jeder Cent, der nicht als Neuverschuldung aufgenommen wird, fehlt im Geld-Umlauf. Wie soll der Staat seinen Ausgaben nachkommen? Die Staatsschulden sind ja nur das bekanntere Problem, welches die Zinsen mit sich bringen, denn die Wirtschaft ist mit gut 4.300 Mrd. Euro verschuldet und die Zinsen da drauf zahlen wir über die Waren, welche wir täglich kaufen. Würde mich freuen, wenn sie sich mit dem Thema mehr beschäftigen würden. Am Rande möchte ich noch betonen, dass die Zinsempfänger dieser Summen, nicht ! einen Finger bewegen müssen. Gruß Horstmann www.00Zins.de

Jürgen Neugebauer , Parey

Es würde der wunderbare Effekt eintreten,dass niemand mehr mit Geld geldmachen könnte,sondern für seine Geldvermehrung eine nutzbare Leistung für andere bringen müsste.Die "Edelasozialen" müssten wohl dann irgendwann auch einmal arbeiten. Allerdings : Ein Schelm oder ein Fantast,wer das für möglich hält.

Lars König, Essen

Die Abschaffung der Guthaben-Zinsen, sowie der Kredit-Zinsen würde die Bevorteilung des Geldadels und der Geldinstitute beseitigen. Dieser Personenkreis könnte sein Vermögen nicht mehr ohne weiteres vermehren und die restlichen Habenichtse knebeln. Natürlich müßten dann auch Renditen, bzw. Aktien abgeschafft werden. Der wahrscheinlich einzige Weg die Menschheit wieder auf den richtigen Pfad zurück zu führen.

Gabriela Ladusch, Hannover

Die weltweite Abschaffung wäre DIE Lösung für viele arme Menschen auf der Welt. Das weltweite Zinssystem ist ein Schneeballprinzip, dass nach 2- 3 Generationen immer wieder zum Gesselschaftscrash führt.

Franz Petzold, Halbe (bei Berlin)

Menschen würden anfangen ihr Geld unter dem Kopfkissen zu stapeln anstelle es zur Bank zu tragen von wo es an Unternehmer ausgeliehen werden würde. Ein Nullzins wäre allerdings für die Unternehmen super, die dann auch sicher mehr Menschen in Arbeit und Brot stellen könnten. Nur werden die Banken weniger Kredite verteilen können, da sich das meiste Geld ja unterm Kopfkissen befindet. Um der Geldhorterei entgegenzutreten und den Unternehmen gleichzeitig billigere Kredite zu verschaffen, müsste man dem Geld eine Umlaufsicherung verpassen, wie sie zum Beispiel der Ökonom Silvio Gesell beschrieben hat. Wäre super wenn der Stern mal was drüber schreiben würde, um mehr Menschen zu solch einer tollen Idee zu begeistern. Zwecks Literatur und Kontakten geht doch mal zu www.inwo.de

Josef Hüwe, 14165 Berlin

Die Vorstellung von einer Abschaffung des Zinses finde ich total unrealistisch. Es hat Zinsverbote gegeben. Sie haben nicht zu einer Abschaffung geführt. Bedenkenswert sind Vorschläge, die Zinsen (Realkapital- und Geldkapitalzinsen) marktwirtschaftlich herunterzukonkurrieren auf einen möglichst niedrigen Wert, der vorübergehend auch bei null liegen könnte, ausgenommen Risikoprämien und Bankbearbeitungsgebühren für Kredite. Die positiven Folgen wären zahlreich: Zum Beispiel Rückgang der aufgrund von Zins und Zinseszins langfristig progressiven Ungleichheit der Vermögensverteilung, stark vermindertes Wachstum der Geldvermögen, das bisher wegen der Zinsansprüche gesamtwirtschaftlich zu immer mehr Verschuldungen und immer größeren Zinslasten führt - auf Kosten der Arbeitseinkommen, Minderung der Kapitalkosten in den Preisen, Aufwertung des Produktionsfaktors Arbeit gegenüber dem Kapital.

Konrad, Bielefeld

Nun ja, was meint "Abschaffung"? Verbot? Wie im Islam, Judentum und Christentum? Die einzige Konsequenz wären versteckte Zinsen, etwa in Form von "Gebühren". Außerdem ist Zins ein wichtiges Allokationsmittel, d.h., er zeigt Knappheiten an und gibt den Anreiz, sie zu beseitigen. Oder meint "Abschaffung": "Reduzierung auf 0"? Das ist etwas anderes. In unserer Wirtschaft kann der Zins zwar auf 0 fallen (er tut es gerade), aber er darf es nicht (Palmström lässt grüßen): Bei zu geringen Zinsen wird das Geld vom Markt zurückgehalten, es entsteht Geldknappheit, also Deflation, vor der jede Zentralbank mehr Angst hat als vor dem Leibhaftigen. Bliebe hingegen das Geld auch bei Nullzins noch im Umlauf (etwa durch eine Umlaufgebühr, die gehamsterte Geldbestände schrumpfen lässt), dann wären die Konsequenzen enorm: Der Wachstumszwang der Wirtschaft verschwände, damit die Ausbeutung von Mensch und Natur; die Selbstalimentierung großer Geldvermögen endete, damit die Umverteilung von unten nach oben; Wirtschaftsschwankungen unterblieben; die Arbeitslosigkeit sänke (oder, wie manche meinen, verschwände sogar); . . .

Olaf Gerling, Göttingen

Zins und Inflation erfüllen heute eine Geldumlaufsicherung. Bei sinkenden Zinsen (unter 3%!) wirkt diese Umlaufsicherung zunehmend schlechter und der Anteil der Geldhortung steigt was wir als Deflation merken. Eine Geldnutzungsgebühr (wie beim Freigeld vorgeschlagen) ist eine andere Form der Geldumlaufsicherung und erlaubt ein Absinken der Zinsen auch auf 0%. Dadurch kann sich der Zins dem Wachstum der Wirtschaft anpassen (was heute ungekehrt ist!), und es entfällt unser Wachstumszwang und die Umverteilung durch den Zins (heute ca. 350Mrd Euro Bankzinsertrage/Jahr in Deutschland) Das nenne ich eine (R)Evolution!

Kornelia Halach, Ludwigsburg

Zuerst sollte man sich mal klarmachen, wovon man redet: der Zins ist ja nicht ein Ding aus einem Guss, sondern besteht aus mehreren sehr verschiedenen Teilen, neben dem "Realzins" nämlich u.a. auch Bankgebühren (sehr gut dargestellt, incl. wer welchen Teil vom Gesamtzins bekommt, unter http://www.zinskritik.de/creutz1.html). Diese Teile kann man nicht über denselben Kamm scheren, zumindest nicht, wenn man möchte, dass nachher was sinnvolles rauskommt. Ich möchte zu dem Teil etwas sagen, den der Geldanleger bekommt: im Grunde ist das die Belohnung dafür, dass er sein Geld nicht zuhause unterm Kopfkissen lagert, sondern es zur Bank bringt, damit die es an Leute verleiht, die es brauchen (in erster Linie Unternehmer). Das ist sehr wichtig, denn ohne das sind keine größeren Investitionen möglich und die Wirtschaft geht den Bach runter. Wenn man nun ganz platt einfach den Zins abschafft, kriegt man eben dieses Problem, dass keiner mehr sein Geld verleiht. Wozu auch, es bringt ja nix ein, und dazu noch das Risiko, ob man's dann auch noch zurückbekommt? Also so geht's nicht. Leider hat der Zins aber so immens schädliche Auswirkungen wie Umverteilung des Geldes von den ganzen Nicht-Reichen (incl. dem Staat!) zu den Reichen, Arbeitslosigkeit, Wachstumszwang, etc. (WIE der Zins das macht ist ganz einfach verständlich nachzulesen auf www.killerzins.de oder umfassender auf www.inwo.de), dass man ihn ganz dringend abschaffen müsste. Denn das alles sind Dinge, die haben sich inzwischen so zugespitzt, dass die Politik gar keinen erfolgversprechenden Ausweg mehr findet. Aber es gibt eine Lösung, die den Zins "abschafft", und trotzdem das Geld in Umlauf hält. Dazu aber weiter unten. Erstmal müssen die Menschen ERKENNEN, dass es überhaupt ein Problem gibt mit dem Zins. Und das ist nicht einfach, denn ... ... der Zins verrichtet sein Werk zu allem Übel auch noch so unscheinbar, dass die Mehrheit der Menschen nicht im Traum auf die Idee käme, er könnte solche massiven Folgen haben. Darum hier ein kleines "Gschmäckle", damit auch die Leser was davon haben, die nicht schon vorher wussten, warum sich diese Frage überhaupt stellt: Beispiel Umverteilung von Arm zu Reich: Erstmal was jeder weiß: der der Geld übrig hat, kann's verleihen, kriegt dafür Zinsen und so NOCH MEHR Geld. Wer Geld leiht, hat in der Regel ZU WENIG (ich lasse Steuertricks u.ä. jetzt hier mal außen vor), und ZAHLT AUCH NOCH DRAUF, weil er die Zinsen aufbringen muss. Und das ist nicht von Pappe, wie jeder weiß, der schon mal Schulden hatte. Die dritte Welt hat so inzwischen ein MEHRFACHES dessen an uns zurückbezahlt, was sie sich geliehen hat. Wer wundert sich da noch, dass sie nicht aus ihrer Misere rauskommt?? Was fast niemand weiß: Zinsen zahlen nicht nur die Schuldner, sondern wir ALLE, jeden Tag beim Einkaufen, über die versteckten Zinsen in den Produktpreisen (ca. 40%!), auch in der Telefonrechnung usw.! Denn die Zinsen, die die Unternehmen für ihre Investitionskredite zahlen müssen, sind Kosten und werden natürlich in die Produkt- und Dienstleistungspreise einkalkuliert. In den Mieten stecken sogar ca. 70%! Zinsen! Jeder, der nicht mindestens soviel Zinsen rausbekommt, wie er zahlt, gehört zu den Verlierern des Systems! Als Größenordnung: 5000 Euro Zinsen hauen Sie pro Jahr für nix auf den Kopf, wenn Sie einigermaßen sparsam leben! Kriegen Sie auch soviel zurück?? Auch der Staat zahlt Zinsen, der Schuldenberg ist täglich im Gespräch. Leider wird nie erwähnt, bei WEM der Staat diese Schulden hat. Beim Ausland? Bei den eigenen Bürgern? Wer hat schon mal was von Bundeswertpapieren gehört oder sogar welche "gekauft"? Wohin fließen also letzten Endes auch diese Zinsen? An reiche Privatpersonen! Nicht zu Ihnen, auch wenn Sie Wertpapiere haben, denn Sie als nicht wirklich reicher Wertpapierbesitzer können Ihre Zinsen ja nicht behalten, sondern müssen sie für den täglichen Bedarf wieder ausgeben. Hängen bleiben sie also immer nur bei den wirklich Reichen, und die verleihen dieses Geld natürlich wieder, auf dass es noch mehr werde, was sollen sie auch sonst damit tun? Nun ist es nicht mal so, dass der Staat plötzlich beschließen könnte, keine Schulden mehr zu machen. Weil das Geld im Umlauf bleiben muss, damit die Wirtschaft nicht zusammenbricht, MUSS alles Geld, das zum Ausleihen angeboten wird, auch von jemand geliehen werden, sonst wäre es ja nicht mehr im Umlauf. Und je weniger die Unternehmen und Privatleute bereit sind, Kredite aufzunehmen (= Geld zu leihen) oder es nicht mehr können, weil sie die Zinsen nicht bezahlen könnten, desto mehr MUSS der Staat dieses tun. Ob ER die Zinsen bezahlen kann, wer fragt schon danach? Und an Tilgung ist ja schon lange nicht mehr zu denken, weil bereits zu viel von den Zinszahlungen aufgefressen wird. Wenn der Staat dann auch noch Kredite aufnehmen muss, um überhaupt nur die Zinsen bezahlen zu können (viele Entwicklungsländer haben genau dieses Problem) besteht dann noch irgendeine Aussicht, jemals aus diesem Teufelskreis ohne großen Crash rauszukommen??? Wo steht Deutschland in dieser Hinsicht? Wo! die USA? Was passiert, wenn's bei denen oder uns kracht? Wie kommt man also raus aus dem Dilemma? Es gibt ganz logisch 3 Möglichkeiten: 1.) Alles lassen, wie es ist. Leider führt das über kurz oder mittel zum Crash. Die ersten Bomben fallen jetzt schon bei den sozial Schwachen. 2.) Der Zins muss weg, weil er den ganzen Schaden anrichtet. Das geht aber so nicht, weil sonst der Geldumlauf aufhört und dadurch wiederum die Wirtschaft zusammenbricht. 3.) Zins lassen, aber was anderes Kompensierendes machen. Das ist schwer, weil der Zins durch sein exponentielles Wachstum (Zinseszins noch aus der Schule bekannt?) ständig neue, noch schärfere Korrekturmaßnahmen erfordern würde, die sich bald nicht mehr durchsetzen lassen würden, weil die Betroffenen, die Gewinner des jetztigen Systems auch die meiste Macht haben. Selbst die SPD hat sich - nach der Wahl konfrontiert mit der Realität - der Macht des Geldes gebeugt und zu seinem Diener machen lassen. Und schlußendlich war es noch nie eine GUTE Lösung, die Ursache eines Problems bestehen zu lassen und nur zu versuchen, die Auswirkungen zu verhindern. 3 mal nein, nix geht? Doch halt, bei Punkt 2 kann man was machen, man müsste ja nur eine zusätzliche Maßnahme einführen, die das Geld wieder umtreibt. Und die hat schon ein schlauer Kopf vor ca. 100 Jahren erfunden, Silvio Gesell, und das Beste: sie hat schon mehrfach bewiesen, dass sie funktioniert. Die Idee: man erhebt eine Gebühr auf Geld, das nicht im Umlauf ist, sozusagen ein Minus-Zins, denn diesmal kriegen die Geldbesitzer nichts für's Verleihen, sondern sie müssen was zahlen, wenn sie es NICHT verleihen. Es ist natürlich immer noch besser, das Geld ausleihen und später das Gleiche zurückkriegen als es zu behalten und zuzusehen, wie es immer weiter zusammenschrumpft. Kreditnehmer müssten natürlich trotzdem eine kleine Risikoprämie an die Bank zahlen, aber das wäre kein Vergleich zu jetzt. So würden Investitionen möglich, an die heute nicht zu denken ist, weil sie "zu wenig" Rendite abwerfen, und das Geld würde bei denen bleiben, die es erarbeiten statt zu denen zu fli! eßen, die sowieso schon genug haben. Geld anlegen bringt dann natürlich auch für uns kleine Lichter keine Zinsen mehr - Hilfe, was wird dann aus meiner Rente???? - aber angesichts dessen, dass wir dann auch die ganzen Zinsen in den Produktpreisen nicht mehr zahlen müssen, brauchen wir viel weniger zum Leben und können ganz locker mehr zur Seite legen. Und dass wir dabei wesentlich besser fahren, haben wir oben gesehen.

Alex, Leipzig

Hm ... wenn es keinen Zins gäbe, abgesehen von der recht sicheren Aufbewahrungsmöglichkeit auf der Bank, hätte keiner wirklich Anlass Geld zur Bank zu bringen. Kapital könnte dann niemals in ausreichender Menge akkumuliert werden, um es neu investieren zu können. Ein Großteil der Investitionen würde also nicht stattfinden und das wirtschaftliche Geschehen würde sich stark verlangsamen. Tatsächlich trugen Banken so stark zum wirtschaftlichen Wachstum seit einigen hundert Jahren bei. Sie halten den Finanzkreislauf in Schwung. Außerdem ist der Bankkunde durch den Zins am Bankumsatz und letztlich an allem neuerwirtschafteten mit beteiligt. Sehr solidarisch ... *g*.

Hm ... wenn es keinen Zins gäbe, abgesehen von der recht sicheren Aufbewahrungsmöglichkeit auf der Bank, hätte keiner wirklich Anlass Geld zur Bank zu bringen. Kapital könnte dann niemals in ausreichender Menge akkumuliert werden, um es neu investieren zu können. Ein Großteil der Investitionen würde also nicht stattfinden und das wirtschaftliche Geschehen würde sich stark verlangsamen. Tatsächlich trugen Banken so stark zum wirtschaftlichen Wachstum seit einigen hundert Jahren bei. Sie halten den Finanzkreislauf in Schwung. Außerdem ist der Bankkunde durch den Zins am Bankumsatz und letztlich an allem neuerwirtschafteten mit beteiligt. Sehr solidarisch ... *g*.

Daniel Schmidt, München

Der Zins – als wichtigstes, idealerweise einziges (im Monetaristischen Sinne) Steuerinstrument zur Kontrolle der Geldmenge (und somit für Inflation und Deflation) – ist einer marktwirtschaftlichen Ordnung nicht wegzudenken. Neben seiner Steuerfunktion für den Geldumlauf und die Geldmenge (über die Refinanzierungssätze der Geschäftsbanken bei der Zentralbank) ist er ein wichtiges Anreizelement für die Wirtschaftssubjekte. Anhand des Zinses werden Entscheidungen getroffen über private und kommerzielle Investitionen (entweder Sparen oder Sachgüter, bzw. Produktionsmittel). Wie soll diese Steuerungsfunktion ohne Zinsen geregelt werden? Auch wenn alternativ-esoterisch angehauchte "Ökonomen" (z.B. Freiwirtschaft) in der Abschaffung des Zinses das Allheilmittel für (fast) alle Probleme des Kapitalismus sehen, ist diese These mehr als zweifelhaft, da neben der Steuerungsfunktion auch ein wichtiges Anreizsystem (i.S.v. Renditen) verloren geht. Beispiel A: Kapitalanlagen werden plötzlich nicht mehr verzinst. Als Folge flüchten Anleger in Realwerte, z.B. Immobilien, Gold, Kunst, etc. die sich auf Grund der steigenden Nachfrage erwartungsgemäß verteuern würden. Die volkswirtschaftlichen und sozialen Konsequenzen einer derartigen Verteuerung von Immobilien (insbesondere Wohnraum in Ballungsräumen – denn nur bei vorhandener Nachfrage können ja Renditen erzielt werden) wage ich nicht abzuschätzen Beispiel B: Geld anzulegen lohnt sich nicht, also wird es ausgegeben. Dieser Effekt wirkt sich mittelfristig sicher positiv auf die Inlandsnachfrage und den Konsum aus. Die Frage ist nur, wie lange das geht? Ist irgendwann die Nachfrage nach Konsumgütern des nicht-täglichen Bedarfs gestillt und jeder Ort der Welt bereist tritt eine Sättigung der Märkte ein… und dann kommt auch hier der Kollaps, Pleiten, Arbeitslosigkeit… Beispiel C: Geld wird in Firmen, Produktionsmittel und Rohstoffe/Betriebsstoffe investiert. Da Geld auch praktisch (=ohne Zins) umsonst geliehen werden kann, steht diese Möglichkeit allen offen. Die steigende Nachfrage treibt – ganz nach den Regeln des freien Marktes – Preise in die Höhe, dies führt zu einer Inflation und Abwertung des Geldes und dann in der Konsequenz zu den gleichen Wellenbewegungen, die unsere Wirtschaftssysteme heute schon in regelmäßigen Abständen beuteln… Sollte eine "zinslose Wirtschaft" tatsächlich funktionieren, dann nicht nach freien, marktwirtschaftlichen Regeln. Um alle Konsequenzen der Zinslosigkeit abzufangen (die relativen Vorteile für Geldschuldner oder den Staat mal außen vor gelassen) müssen die Kräfte das Marktes außer Kraft gesetzt werden und eine neue Art von Planwirtschaft muss geschaffen werden – damit auch ohne Zinsen eine Geld- und Güterversorgung der Wirtschaft sicher gestellt werden kann!

Sabine Reiger, Fritzlar

Den Zins sollte man nicht grundsätzlich abschaffen. Man sollte ihm aber die Möglichkeit geben, gegen Null zu tendieren. Das ist im Moment nicht möglich, da sich das Geld bei zu geringem Zins vom Markt zurückzieht. Es wird dann in Spekulationen und anderen zins- und gewinnbringenden Anlagen gesteckt. Fehlt dafür in der Wirtschaft, in den öffentlichen Kassen und in Deinem Geldbeutel. Geld ist eine öffentliche Einrichtung, die jedem zur Verfügung stehen sollte. Dass Geld zu Privatbesitz mutieren kann und dann die Herausgabe nur gegen Zins erpresst werden kann ist ein grober Fehler im System. Mit der Abschaffung des Zinses ändert sich an diesem Fehler nichts.

Christoph Freydorf, Ettlingen

Ein altes und wichtiges Thema: Dazu empfehle ich Seiten wie www.inwo.de zu besuchen, die diese Thematik sehr verständlich erläutern.

Lepu, Nürnberg

Kommt auf die Art der Abschaffung an. Würden Zinsen verboten (sprich abgeschafft) und sonst würde sich nichts ändern, würde eine Deflation einsetzten, das Vertrauen in das geldwesen würde schwinden und die Wirtschaft würde zusammenbrechen. Würden die Zinsen nicht abgeschafft, das Geldwesen aber so reformiert, daß Zinsen auf oder unter 0% sinken können (der Zins wäre nicht abgeschafft, nur die Zinshöhe wäre 0% oder negativ) wäre die Umverteilung von unten nach oben gestoppt, bzw. Umgekehrt. (Dh. die reichen würden etwas ärmer, die Mittellosen würden etwas besser darstehen)

Dr.Frank Espenhayn, Chemnitz

Wenn man es dieses mal gleich richtig machen wöllte, sollte man das Geld, welches aus dem Wirtschaftskreislauf gezogen wird "um zu arbeiten", mit einer Rückhaltegebühr ("negativer Zins") belastet werden. Dann würden sich weitere Reförm`chen erübrigen, die nur daraufhinzielen den Folgen des Zinseszinseffektes noch ein paar Jahre davonzulaufen, sprich dem Staatsbankrott. Allerdings würde das den Zinsgewinnlern garnicht schmecken und sie werden die natürliche Wirtschaftsordnung von Silvio Gesell weiterhin ignorieren und diskreditieren bis sich die sozialen Spannungen soweit verstärken, dass dann extreme Stömungen sich des hausgemachten Zins-Problems annehmen; Weimar läßt grüßen, denn auch damals waren inkompetente korrupte Wirtschaftsfunktionäre und Politiker der Sozialdemokratie die Steigbügelhalter des braunen Reiches. Aber wer sich hier informieren will, ist auf der site von INWO (Initiative der Natürlichen Wirtschaftsordnung) gut beraten.

Anja Kirsch, Saarbrücken

Das wäre eine Revolution, die die Menschen weltweit von Armut und Sorge befreien könnte und ihnen ermöglichen könnte, wirklich zu leben und sich entfalten zu können und nicht nur ständig ums Überleben kämpfen zu müssen. Besonders für kranke Menschen ist die Existenznot zu all ihrem Elend vorprogrammiert, auch in einem relativ reichen Land wie der BRD.

Jakob von Wagner, Berlin

Eine einzige: Geld ausleihen würde noch teurer werden. Warum? Weil sich der Zins nicht abschaffen lässt, allenfalls verbieten. Da es aber weiterhin Leute geben wird, die Geld leihen bzw. verleihen wollen, wird das Zinsennehmen in die Illegalität gedrängt, d.h. es ist mit einem größeren Risiko behaftet und wird seinen Preis ansteigen lassen, nämlich den Zins. Das wiederum wird die Investitionen drücken usw. usf.

Marko Barth, Kaiserslautern

Es bestünde die berechtigte Sorge, dass die Welt ein bißchen friedlicher werden könnte...

Ingo Hermann, 31691 Helpsen

Wer will den abschaffen? Er ist als Indikator für Angebot und Nachfrage doch gut. Allerdings sollte er auf ein maximal Nullniveau gesenkt werden, also für den langfristigen Verleih höchtens den Werterhalt ermöglichen und kein steigendes leistungsloses Einkommen finanzieren. Beim einfachen Besitz von Geld fehlt bei gesättigten Märkten der Angebotsdruck, der die Weitergabe ermöglicht. Dieses würde ein Negativzins (rostendes Geld) gewährleisten, während ein dauerhaft ausschliesslich positiver Nominalzins exponentielles Wachstum bzw. eine immer schneller wirkende Umverteilung von der Arbeit zum Besitz bewirkt. Erst ein echter Angebotsdruck ohne Umverteilungsmechanismus würde den (Wachstums-)Druck nehmen und Inflation und Deflation vermeiden. Im übrigen ist das Zinssystem sowieso juristisch höchst fragwürdig, weil Kettenbriefe, Schneeball- bzw. Pyramidensysteme verboten sind, eine Zinswirtschaft aber auch nur die am stärksten begünstigt, die frühzeitig "eingestiegen" sind, während der übrige Rest das bezahlen darf. Ich sehe als einzigen Unterschied den Verlustfaktor auf Seiten der Geldverleiher, der durch steigende Risiken entsteht. Dieses (Herrschafts-)System dient also nicht mal mehr den Reichen. Die Zitrone ist irgendwann ausgelutscht, oder die Grenzleistungsfähigkeit des Kapitals erreicht, wie es Keynes nannte.

Roland Spinola, Fulda

Das wäre ein grosser Segen für die Menschheit - für Arme und Reiche, für Zinsempfänger (wenige Prozent aller Menschen) wie für Zinszahler (alle anderen)gleichermassen: 1. Das Vorstellung vom Geld, das angeblich arbeitet, würde endlich als falsches Bild entlarvt - oder haben Sie Geld schon mal schwitzen gesehen? Wir würden erkennen, dass es immer Menschen sind, die den Mehrwert erarbeiten, den Zinsempfänger beanspruchen. 2. Wir würden endlich vom Wachstumszwang befreit, den die Erde nicht mehr lange aushält. Dieser Wachstumszwang ergibt sich ja sehr direkt aus dem exponentiellen Charakter des Zinseszins - die Zinserträge wachsen wie der Krebs, ein sich ständig beschleunigender Prozess! 3. Preise (die ja, was wenigen bewußt ist, zu durchschnittlich 30% bis 40% aus Zinskosten bestehen) würden drastisch sinken - das käme allen Menschen zugute. Um das zu erreichen brauchen wir allerdings Instrumente, die das Geld am Fliessen halten - eine wesentliche Funktion, die der Zins unterstützt. Aber dafür gibt es viele Möglichkeiten - das ist schon sehr gut erforscht. Machbar ist das Alles - aber duchsetzbar? Das darf bezweifelt werden, denn die, die die Macht hätten, solche tiefgreifenden Änderungen der Weltwirtschaft durchzusetzen, sind zugleich diejenigen, die, wenn auch nur kurzfristig, vom Zinseszins profitieren. Da bleibt nur, John F. Kennedy zu zitieren: "Wenn eine Gesellschaft den vielen, die arm sind, nicht helfen kann, kann sie auch die wenigen nicht retten, die reich sind". Wäre das nicht eine schöne Aufgabe für unseren neuen Bundespräsidenten? Er hat die Fachkenntnisse und die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit! Roland.Spinola@hid.de Fulda, 30. 8. 2004

Christian Rittershofer, Frankfurt

Der Zwang, stetig Wirtschaftswachstum zu erzeugen resultiert u.a. aus den auf Kapital erhobenen Zinsen. Wir alle wissen ob der natürlichen Grenzen des Wachstums (Umweltzerstörung, Ausbeutung Dritte-Welt-Staaten etc.) können dies aber nicht verhindern, da wir stetig Wertschöpfung für Zinsforderungen schaffen müssen. Viele kluge Köpfe beschäftigen sich mit der Entwicklung weiterer völlig überflüssiger Produkte wie z.B. z.B. Einwegrasier mit mittlerweile vier oder mehr Klingen um noch den letzten Schnipsel an Wettberbsvorteil zu ergattern. Diese studierten Leute könnten sich ohne Wachstumsdruck genausogut mit den den real existiertenden Problemem unserer Zeit beschäftigen. Anders gesagt, "Mehrwert" ist kein zeitgemäßer Wert mehr. Wenn wir das nicht erkennen werden sich die globalen aber auch regionalen Probleme weiter verschärfen. Klar, eine Abschaffung der Zinsen würde das Verleihen von Kapital unattraktiv machen. Daraus muss aber nicht unbedingt ein Rücksch! ritt bedeuten, wenn sich durch die freigesetzte "Energie" dafür verwendent ein neues Wertesystem entwickeln sollte. Wie dies aussehen könnte, kann man im Moment nicht sagen, fest steht daoch aber, dass das bestehende materialistische Wertesystem zu Ungerechtigkeit und Umweltzerstörung geführt hat.

Manfred Pusch, 51399 Burscheid, Kuckenberg 20

Das ist doch mal die erste vernünftige Idee zum Thema Wirtschaft, die im Stern zu finden ist. Die Konsequenzen wären jene blühenden Landschaften, von denen unsere Politiker schon sein Äonen träumen. Alle Waren würden um den Zinsanteil billiger werden. Das sind in der Regel um die 30%, können bei Mieten z.B. aber auch bis 70% billiger werden. Egal welches Produkt: vom Rohstoffproduzenten über den Hersteller, den Groß- und Einzelhandel, sowie die Spediteure die daran beteilligt sind- jeder Unternehmer arbeitet mit Krediten und die Zinsen sind natürlich in den Preisen der Produkte enthalten!! Um den Geldumlauf zu sichern sollte man ausserdem noch so eine Art Verfallsdatum für ausgegebenes Geld einführen. In der Brakteatenzeit (1150 bis 1450) wurde das Geld einmal jährlich verrufen. Dann mußte man seine Brakteaten,die damalige Währung, dünne, geprägte Goldplättchen eintauschen. Für 4 alte bekam man 3 neue. Man zahlte also 25% Steuern. Da niemand Lust auf Steuern zahlen hatte, gab man sein Geld natürlich rechtzeitig aus. Die Folge war, daß Steuern in erster Linie von den Reichen und den Superreichen gezahlt wurden, jenen Leuten also, die heutzutage überhaupt keine Steuern zahlen. 300 Jahre blühende Wirtschaft und maximaler Wohlstand waren die Konsequenzen dieser natürlichen Wirtschaftsordnung. Das dieses System funktioniert stellte sich auch in einem österreichischen Ort namens Wörgl heraus. In Zeiten größter Not hat der Bürgermeister jenes Ortes das Wirtschaftssystem, das heutzutage unter dem Namen "Fairconomy" bekannt ist, eingeführt und der Ort wurde binnen kürzester Zeit eine Oase des Wohlstandes. Nach 13 Monaten und als auch andere Gemeinden diese Fairconomy einführen wollten, wurde das Experiment aufgrund einer Klage der österreichischen Nationalbank verboten. Fazit: Die Fairconomy würde Wohlstand und Sorgenfreiheit für alle bedeuten. Allerdings ist die Bildung von Millionen und Milliardenvermögen kaum noch möglich. Es gibt in Deutschland 756.000 Millionäre und Milliardäre. Abgesehen von denen hätten alle anderen nur Vorteile von der Fairconomy.

Roessner , Frank Meeder

Die Abschaffung des Zinses wäre ein Segen für die Menschheit , weil er ja schon heute zu 30 - 40 % in jedem Verkaufspreis enthalten ist . Das Zinsniveau würde mittelfristig gegen Null tendieren ( Vermittlungsgebühren der Banken wird es weiter geben !) und die Wirtschaft würde endlich von der Bürde des Wachstums auf vernünftige Weise befreit . Befreien oder Totaler Geldcrash sind die Alternativen , die die Zinseszinsfunktion ( eine Exponentialfunktion !!! ) vorgibt .

Günter Koch, 91058 Erlangen

Das Grundübel ist nicht der Zins. Der schwerwiegendste Fehler, den die Ökonomen begehen ist, daß sie die Begriffe rund ums Geld falsch definieren. Daraus schließt man, daß ein Staat Steuern einziehen müsse um seinen Haushalt finanzieren zu können. Wie es ohne Steuern geht, lesen Sie bitte www.patentrezept.de

Dag Weinmann, Bärenhofstr. 25 70771 L-Echterdingen

Bei Abschaffung des Zinses wären größere Probleme wie Arbeitslosigkeit, hohe Überschuldung, Naturkatastrophen, Insolvenzen gelöst. Durch das exponentielle Wachsen der Schulden zum Einen und des Geldvermögens zum Anderen spaltet sich die Schere zwischen Armut und Reich immer mehr. Immer höhere Schuldenberge des Staates, 2.-E mehr pro Sekunde, führen zwangsläufig in den Crash. Dagegen werden die Reichen immer reicher und auf der Gegenseite die Armen durch Zinsschulden immer ärmer. Unternehmen, die Schulden zahlen und pro Jahr noch einen Zinssatz darauf, müssen Stellen abbauen, Leute entlassen, Preise hochsetzen (ca 30% in jedem Artikel und in jeder Dienstleistung sind heute Zinsen auf Kredite) um ihre Zinsschulden begleichen zu können. Dadurch das 90% aller Unternehmen davon betroffen sind, auf ihre Kredite hohe Zinsen zurückzuzahlen, müssen, damit die Wirtschaft trotzdem läuft, immer mehr Ressourcen entdeckt werden. Dadurch entstehen zum Einen Kriege und zum Anderen Naturkatastrophen, da die Erde die Ressourcen nicht unbegrenzt hat. Deutschland muss allein auf seine Schulden (ca 1,3 Billion Euro) jedes Jahr 300 Milliarden Euro Zinsen aufbringen - das ist ein Drittel des Bruttosozialprodukts. D.H. wenn wir das Jahr durch drei teilen, kommen 4 Monate heraus. Wir arbeiten also 4 Monate nur dafür, um die Zinsschulden des Staates zu decken. Glauben Sie ,wenn das die Bevölkerung wüßte, ob sie immer noch so den braven Bürger spielen würde.

Claus Ellinger, Stuttgart

Zu diesem Thema empfehle ich folgendes: Offener Brief von Christian Anders an Herrn Bundeskanzler SCHRÖDER Lieber Herr Schröder, wann bitte erwachen Sie endlich aus Ihrem volkswirtschaftlichen Winterschlaf und geben dem von mir in meinem Buch DER RUBEL MUSS ROLLEN vorgeschlagenen neuen Währungssystem Z.U.G. eine Chance? Z.U.G. bedeutet Zinsfreies Umlaufgesichertes Geld. WEG MIT DEM ZINS und das Geld muss im Wert abnehmen (6% im Jahr) und wird somit in den Umlauf GEZWUNGEN. Geld ist da, Produktionsmittel sind da, Arbeitsplätze (wenn auch leer) sind da, NUR DER GELDUMLAUF ist ins Stocken geraten, und zwar wegen der ZINSEN, die Sie, Herr Schröder (bzw. wir) zahlen müssen, 150 MILLIONEN EURO ZINSEN PRO TAG! Der Zins ist der Krebs einer jeden Wirtschaftsform. Herr Schröder, sind sie Christ? Nun, dann will ich Ihnen mal die IDIOTIE DES ZINSES vor Augen halten. Wenn Ihr Erlöser Jesus Christus im Jahre 0 auch nur EINEN PFENNIG mit 5% Zins investiert hätte, dann könnte er sich – Zins und Zinseszins zusammengerechnet – heute über eine Zeit von 2000 Jahren 50 Milliarden Goldkugeln, jede vom Gewicht der Erde, kau! fen. Sehen Sie den IRRSINN des exponentiell wachsenden Zinses, Herr Schröder? VERSTEHEN Sie überhaupt etwas von Geld und wie es funktioniert? Wenn dem so wäre, dann müssten Sie sich nicht einen ganzen Stall von Experten auf unsere Kosten anschaffen, die auch nichts von Geld verstehen.. Wie kommt es eigentlich, Herr Schröder, dass jemand wie Frau Kladden (eine Tochter der Quandt - Familie) jeden Morgen beim Aufwachen ohne auch nur einen Finger zu krümmen ca. 325.000 Euro reicher geworden ist, während andere sich den Arsch abrackern, nichts zu essen haben und ihre Miete kaum bezahlen können? Sie wollen eine Nullrunde für Rentner etc., Herr Schröder? Dann fangen Sie doch bitte einmal mit sich selbst an, lieber Herr Schröder. Verzichten SIE und alle anderen Politiker aller Parteien doch NUR EINEN MONAT LANG auf Ihre Gehälter und Diäten. Verhungern werden Sie schon nicht dabei, und schnell wären viele Millionen Euro in der Kasse. Doch ich habe noch einen anderen, schmerzloseren ! Vorschlag für Sie, lieber Herr Schröder. Alles, was Sie tun mü! ssen, is t : Weiterlesen und VERSTEHEN. Sie, Herr Bundeskanzler, lassen sich von sechs oder sieben Wirtschaftsprofessoren zum Thema Wachstum beraten. Doch sind diese hochbezahlten "Experten" anscheinend ihr Geld nicht wert, denn alles, was Sie, Herr Bundeskanzler Schröder, den Arbeitslosen nach der Beratung anschließend im Fernsehen zu bieten haben, sind markige Sprüche und ein ganz besonders treuherziger Augenaufschlag. Sagen Sie mal, Herr Schröder, wer steckt der lieben Frau Kladden jeden Morgen 325.000 arbeitsfrei erworbene Euro zu? Woher kommt dieses Geld eigentlich? Ich sag`s Ihnen. Es kommt von RENDITE UND ZINS! Der hart arbeitende Bundesbürger macht dies möglich. ER ist so dumm, Frau Kladden jeden Tag um 325.000 Euro reicher zu machen, noch bevor sie nach dem Aufstehen ins Bad muss. Wann, lieber Herr Schröder, verbieten Sie eigentlich ihren sogenannten Finanzexperten wie Eichel und Schmidt und vor allem ihrem "Superminister" Clement von WACHSTUM zu sprechen? Ständiges Wachstum in der Wirtschaft zu fordern i! st so dumm, als würde ich von Ihnen, Herr Bundeskanzler, verlangen, dass sie etwas mehr essen, damit sie etwas größer werden. Sie sind ausgewachsen, da kommt kein Zentimeter mehr hinzu. Und doch gibt es ein ständiges Wachstum in der Natur, Herr Schröder, und das ist DER KREBS. Der wächst ungehemmt wie die Zinsen in meinem Jesus-Beispiel. Herr Schröder, warum brauchen wir Wachstum? Sie wissen es wahrscheinlich nicht einmal selbst. Ihre "Berater" wollen Ihnen weismachen, dass wir Wachstum brauchen um mehr Arbeitsplätze zu schaffen. ABER DAS IST EINE LÜGE!!! Wissen Sie, wozu wir mehr Wachstum brauchen, Herr Bundeskanzler? UM DIE ZINSEN ZU BEZAHLEN. UM DIE ZINSEN UND ZINSESZINSEN ZU BEZAHLEN! Um die Gier der Banken zu befriedigen, brauchen wir Wachstum und NICHT etwa, um neue Arbeitsplätze zu beschaffen. Ich sage, dass wir NULL WACHSTUM benötigen! Wir brauchen ÜBERHAUPT kein Wachstum. Sie wachsen doch auch nicht mehr Herr Schröder, ODER? Also dann! Hören Sie doch auf die Wachst! umslüge zu verbreiten! DER ZINS ist die Wurzel allen Übels! Es! ist weg en des Zinses, dass die Wirtschaft wachsen muss! SIE MUSS DEN ZINS BEDIENEN! Das ist pervers und krank. Ständiges Wachstum zu verlangen ist KRIMINELL, Herr Schröder! DER ZINS ist die alleinige Ursache des Wachstums. Ich sage es noch einmal: Wir kommen sehr gut mit NULL WACHSTUM aus! Der verdammte, dumme bzw. völlig idiotische Wachstumszwang würde völlig entfallen und eine gesunde Volkswirtschaft mit Null Wachstum ermöglichen, wenn es genügend GELD OHNE ZINSEN gäbe. Ist Ihnen eigentlich bewusst, dass in der Geschichte der Menschheit vor jedem Wirtschaftskollaps ein WÄHRUNGSKOLAPS stattfand? Das war vor Hitler so und wird auch bald wieder geschehen, wenn nicht ein Z.U.G.-Wunder geschieht, also das von mir vorgeschlagene Zinsfreie Umlaufgesicherte Währungssystem eingeführt wird. Der Untergang Roms z.B. war die direkte Folge einer durch Gold- und Silbermangel, aber auch durch Zins-Akkumulation ausgelösten Konjunkturkatastrophe. Das lehrt man unseren lieben Schulkindern natürlich nicht. Die will so mancher Geschichtslehrer glauben machen, die Römer hätten sich durch die Verwendung von Blei für Geschirr und Wasserrohre bis zur Verblödung vergiftet. Diese schleichende Verblödung findet heute auch wieder statt, aber nicht durch Blei, sondern mit Hilfe der Medien, von denen viele, wie ich noch beweisen werde, bezahlt werden, um uns, besonders was unsere Euro-Währung anbelangt, fehl zu informieren. Lieber Herr Schröder, Sie wollen Experten? Dann sollten sie sich lieber jene Studenten der HARVARD-Universität engagieren, denen vor Jahren die Aufgabe gestellt wurde, herauszufinden, welche Zeiträume in der Geschichte der Menschheit wohl zu den glücklichsten gezählt werden können. Mit Unterstützung namhafter Historiker und der Welt größter Hochschulbibliothek (8 Millionen Bände) kamen diese Studenten zu der eindeutigen Aussage, dass die 300-jährige Hochkonjunktur der Brakteatenzeit die glücklichste Zeit in der Geschichte der Menschheit gewesen ist. WAS, werden Sie, Herr Bundeskanzler fragen. Was ist denn das nun schon wieder? BRAKTEATEN? Nun, dann werde ich es Ihnen erklären. Von 1150–1450 stand dem Markt in Deutschland wie durch ein Wunder immer genügend Geld zur Verfügung. Dem Mittelstand, also dem Handwerk mit dem goldenen Boden, ging es so gut, dass der Adel in Briefen die Handwerker ermahnte, sie mögen feiertags doch bitte nicht so teure Seidenwänste tragen, weil man s! ie ja sonst gar nicht mehr vom feinen Adel unterscheiden konnte. Es war, nicht verwunderlich, ein Mann der Kirche (alle Religionen verurteilen den Zins als Werk des Teufels, was heute allerdings unter anderem dazu führt, dass DIE KIRCHEN die reichste Macht auf Erden sind...........), nämlich Erzbischof Wichmann, der die geniale Idee hatte, sogenannte BRAKTEATEN drucken zu lassen. Das sind dünne Silberblechmünzen, die nur einseitig geprägt waren und – NUN AUFGEPASST, HERR BUNDESKANZLER zweimal im Jahr umgetauscht, also "verrufen" wurden!!! Dies machte es den reichen, gierigen Pfeffersäcken unmöglich, ihr Geld in Erwartung höherer Zinsen oder niedrigerer Preise zu horten. Taten sie es dennoch, dann verloren sie ihr ganzes Barvermögen. ALLE mussten zweimal im Jahr das für ungültig erklärte Geld zum bischöflichen Münzamt tragen, um es gegen neue, gültige Münzen einzutauschen. Man legte somit den Leuten Steuern auf, denn für 4 alte gab es 3 neue Münzen. Man nannte die eingezogen! e Differenz von 25% Schlagschatz. Steuerhinterziehung war hier! unmögli ch. In dieser 300 Jahre währenden Brakteaten - Zeit konnte Geld nur durch ehrliche Arbeit verdient werden und nicht, wie es heute der Fall ist, für die "Geldelite" durch Horten und Spekulation. Heut verdient man mit Geld Geld. Ich sage, das ist pervers, kriminell und menschenverachtend. Wir brauchen ein MENSCHLICHES Währungssystem! Der EURO ist ein UNMENSCHLICHES Währungssystem! Wir brauchen ein Währungssystem, das ZINSFREI ist und dessen Geld im Wert abnimmt und so in den Umlauf gezwungen wird. Sie fragen, wie es da mit dem Sparen aussieht? Sparen darf man, aber eben zinsfrei auf der Bank, welche ebenfalls inklusive Bearbeitungsgebühr von 1,5% ZINSFREIE KREDITE (natürlich gegen Sicherheit) vergibt. Die Brakteaten von damals könnten ein Wiederholungsmodell für die heutige Zeit werden. In dieser Blütezeit des Hochmittelalters entstanden in Mitteleuropa prächtige Städte und Kathedralen. Sie übertrafen alles bisher Dagewesene an Größe und Schönheit. Man gehe nur nach Dinkelsbüh! l oder Rothenburg ob der Tauber. Gut bezahlte Handwerker erbauten diese Kunstwerke. Wie gut es dem Mittelstand während der Brakteatenzeit ging, beschreibt Karl Walker in seinem lesenswerten Buch "Das Geld in der Geschichte". Ich zitiere: "Die unter solchen Umständen unmögliche Schatzbildung wurde ständig umgewandelt in eine pulsierende Nachfrage nach Erzeugnissen des Gewerbefleißes". Doch bald schon verwandelte sich der Segen des Geldes in einen Fluch. Man ersetzte das Brakteatengeld durch den sogenannten "Dickpfennig", also HORTBARES Geld, welches nun nicht mehr im Wert abnahm, nicht mehr "verrufen" werden konnte und somit konjunkturgefährdend gehamstert oder zu horrenden Zinsen wieder in den Geldkreislauf gebracht wurde. Wer war dafür verantwortlich? Nun, DIE GIER war es, DIE GELDGIER der Fugger und Welser zum Beispiel, die es nicht ertragen konnten, dass es allen gut ging. Sie wollten den Unterschied zwischen Arm und Reich. Die neue Währung garantierte ihnen dies. Die Fugger z.B. konnten von König und Kaiser Wucherzinsen von über 60% erzwingen. Dies führte zu sofort einsetzendem Geldmangel, Reduktion der Nachfrage und Verzweiflung der Händler. Sinkende Preise führten zu Bankrotten der Handwerksmeister und Entlassung ihrer Gesellen und Lehrlinge. Weitere Folgen dieser "Geldreform": Hunger, Rebellion und Krieg. Nun musste man ja einen Sündenbock für das! Ganze finden. HEXEN kamen da gerade recht. Also verbrannte man "Hexen" und beging allerlei andere, von der Kirche sanktionierte Scheußlichkeiten. DAS sollten unsere Geschichtslehrer mal in den Schulen lehren, dann hätten sie der Menschheit einen größeren Dienst erwiesen als alle Mond- und Marsflieger zusammen. Heutzutage lebt man nach dem Prinzip "Ware gegen Ware" oder "Ware gegen Arbeit", wie Tauschfanatiker es vorschlagen. Ich sage "Ware für Geld und Geld für Arbeit". Wenn ich aber von Geld spreche, dann meine ich gleichmäßig umlaufendes Geld: DAS führt zu Vollbeschäftigung und allgemeinem Wohlstand. Und dies wiederum ist der Garant für Bürger- und Völkerfrieden. Lieber Herr Schröder, ich behaupte sogar, dass ihre Wirtschaftswissenschaftler und "Kanzlerberater" von diesen Zusammenhängen wissen, sie aber ihren eigenen Studenten verschweigen, weil sie sonst schnell ihren Job los wären. Arbeit, Wohlstand und Gerechtigkeit für alle wird nur geschaffen durch ungestört und gle! ichmäßig umlaufendes Geld. Ist das etwa akzeptabel für Sie, He! rr Schrö der, wenn 10% der Bevölkerung die Hälfte aller Geldvermögen an sich gerafft haben und 90% der Bevölkerung sich die andere Hälfte des Geldvermögens teilen müssen, und zwar so, dass vielen gerade mal das nackte Überleben bleibt? Wer genug Geld hat, braucht sich keines zu leihen, er VERLEIHT dieses Geld heute gegen Zinsen. 90% der Bevölkerung zahlen die Zinsen für 10% der "Geld-Elite". Warum lehrt man an Schulen und Universitäten nicht DIESE Schattenseiten der "sozialen" Markwirtschaft? Die Zinsen machen alles kaputt. Ein Kühlschrank, der z. B. 400 Euro kostet, kostet dann einschließlich Zinsen 560 Euro. Die Zinskosten sind im PREIS versteckt, denn der Kühlschrankproduzent muss ja auch Zinsen bezahlen, wenn er sich das Geld für die Kühlschrankproduktion bei der Bank besorgt. Selbst wenn nicht, selbst wenn er eigenes Geldvermögen verwendet, MUSS er den Zins aufschlagen. Das merkt der Käufer aber nicht. Fakt ist: Bei jedem Einkauf sowie bei jeder Inanspruchnahme von Dienstleistun! gen zahlen wir im Preis versteckte Zinsen. Und der Kreditgeber lacht sich ins Fäustchen. Die breite Bevölkerung nimmt diese Ausbeutung durch den Zins klaglos hin, denn keiner macht sie ja darauf aufmerksam. Besonders hoch sind die Zinsen bei den Mieten. Da liegt der Zinskostenanteil, Neubauten betreffend, bei 80%. Dazu kommen noch weitere Ausbeutungen von Seiten des Staates, weil der Staat sich wiederum bei den Nutznießern der Zinswirtschaft hoffnungslos verschuldet hat und etwa 150 Millionen Euro Zinsen pro Tag blecht. Im Jahre 2001 waren es etwa 45 Milliarden Euro, die der Staat bzw. der Steuerzahler den Zinsdiktatoren zahlte. Sogar bei Zahlungsunfähigkeit zahlt der Staat die Zinsen immer zuerst. Der Staat mag noch so bankrott sein, die Zinsen werden immer pünktlich gezahlt. Da freuen sich die Verfasser der "Protokolle". Fakt ist: Die mickrigen Zinsen, die sich z.B. auf den Sparkonten der Leute ansammeln, sind nichts im Vergleich mit den Zinsen, die in den Wohnungsmieten,! Waren und Dienstleistungen und in den Steuern enthalten sind ! und vom Deutschen Steuerdepp verlangt und auch bezahlt werden. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer. Die Zinsausbeutung wächst also nicht linear, sondern exponentiell: 1,2,4,8,16,32,64,128 etc. Wohin dies führt, sieht man an dem Jesus-Pfennig Beispiel. Herr Schröder, ich bitte sie, wenn Sie wollen, FLEHE ICH SIE SOGAR AN: Lesen Sie mein Buch DER RUBEL MUSS ROLLEN, ISBN 3-8330-0050-3. KOPPELN SIE DIE VORHANDENE GELDMENGE AN EINE UMLAUFSICHERUNG, DIE DAS GELD DER ZINSERPRESSENDEN HORTBARKEIT UND ANDEREN ZWECKENTFREMDUNGEN BZW. SPEKULATIONEN ENTZIEHT, SO DASS ES UNGESTÖRT VON HAND ZU HAND GEHEN KANN! Was tun unsere, von uns in Amt und Würden gewählten "Vertreter"? Sie glauben lieber den Experten der Wirtschaftsinstitute und fordern MEHR WACHSTUM. Ich sage, das ist der reinste Wahnsinn. NEUNZIG MILLIONEN EURO PRO JAHR zahlen wir Steuerzahler für die Herren "Kanzlerberater". Das können Sie von mir billiger haben, Herr Bundeskanzler. Zahlen Sie 20 Euro, kaufen Sie sich mein ! Buch und folgen Sie den darin enthaltenen Vorschlägen. Führen Sie die Z.U.G.. Währung ein, also Zinsfreies Umlaufgesichertes Geld. Wenn sie, Herr Bundeskanzler Schröder, Ihre Maßhaltetabelle nicht immer nur an die Beschäftigten richten würden, sondern an die BLUTSAUGER der Nation, die BANKEN bzw. die Bankhierarchien, die den Staat im Zinswürgegriff halten, gerade so wie damals die Fugger den jeweils regierenden Kaiser, wenn sie also diese Leute mahnen würden, dann hätten Sie den Deutschen einen großen Dienst erwiesen und wären dann allerdings Ihren Job los, Herr Schröder, oder? Lieber Herr Schröder, Ihr ehemaliger Finanzminister Oskar Lafontaine wusste SOFORT, wovon ich sprach, als ich ihn in einer Podiumsdiskussion auf das von mir vorgeschlagene Zinsfreie Umlaufgesicherte Währungssystem ansprach. Er sagt: "Ja, das hat der Silvio Gesell vorgeschlagen. Hortung soll durch Geldentwertung bestraft werden." Da war ich ganz erstaunt, dass unsere Politiker bereits von der Lösung des Problems wissen, sich aber offensichtlich nicht trauen, es anzuwenden, denn als ich ihn fragte, warum wir denn heute das Zinsfreie Umlaufgesicherte Währungssystem nicht einführen könnten, da meinte Herr Lafontaine: "Auf die Schnelle ist das nicht machbar!". Ja, Herr Lafontaine, auf die Schnelle geht heute gar nichts mehr. Ihr lieben Politiker habt ja über 50 Jahre gebraucht, um den Wagen "Bundesrepublik Deutschland" in den Dreck zu fahren, da braucht es schon seine Zeit, ihn wieder aus dem Dreck zu ziehen. Nun sind wir also bei Silvio Gesell. Ich erwähne ihn auch deshalb, weil! ja so manche einwenden könnten: "Wir haben heute das 21. Jahrhundert. Was zwischen 1150 und 1450 funktionierte, muss nicht unbedingt auch heute gelten. Gut, dann drehen wird die Zeitmaschine also um etwa 450 Jahre weiter und sogar, wie wir noch sehen werden, bis ins 20. Jahrhundert. AUCH DA bewies sich das Zinsfreie Umlaufgesicherte Währungssystem als äußerst erfolgreich, bis es von den gierigen Banken gestoppt wurde. Silvio Gesell, von dem Herr Lafontaine sofort wusste, als ich ihn darauf ansprach, war ein argentinischer Kaufmann, der 1887, dem Auf und Ab der Konjunkturen ausgeliefert, die Ursachen von Wirtschaftsflauten und Arbeitslosigkeit erforschte und zu folgendem Ergebnis kam: Eine an Gold gebundene Währung hat verhängnisvolle Auswirkungen. Später hat sich seine Voraussage bewahrheitet. Der sinkende Zins verlagert die Kaufkraft von den Zinsbeziehern zu den Arbeitsleistenden. Dies wiederum ermöglicht sogar eine Reduzierung der Arbeitszeit bei gleichbleibendem materiellen Wohlstand. Sinkende oder Null Zinsen vermindern das automatische Überwachstum des Geldvermögens, die Verschuldung und auch die kapitalintensiven Investitionen, welche meist mit Einsparungen von Arbeitskräften einhergehen. Sinkender oder Null Zins, verbunden mit einer Umlaufgebühr des Geldes, würde die zunehmenden sozialen Spannungen zwischen Arm und Reich vermindern und schließlich führt sinkender oder Null Zins, verbunden mir einer Umlaufgebühr des Geldes, zu einem RÜCKGAANG des Wachstumszwanges und zu einer erhöhten Wirksamkeit von Ökosteuern und ökologischen Kreislaufwirtschaften. Silvio Gesell erkannte also, dass ein Zinsfreies Umlaufgesichertes Währungssystem zu weniger Arbeit pro Tag und dennoch gutem Lebensunterhalt führt. Die Menschen sind gar nicht so gierig nach Geld wie gerade die! gierigen Bankherren es glauben,. Der Mensch will arbeiten, aber auch Freizeit haben. Ist das zuviel verlangt? Lieber Herr Schröder, gerade Sie als SPDler sollten Silvio Gesell Gehör schenken, denn bereits in der Weimarer Republik warnten die Freiwirtschaftsanhänger Gesells vor den beiden großen Gefahren Nationalsozialismus und Kommunismus, fanden aber keinen Rückhalt bei der SPD. Die SPD verschlief damals den rettenden Ausweg der Zinsfreien Umlaufgesicherten Währung und wies Gesells Vorschlag zurück. Herr Schröder, Sie wollen das ganze Ausmaß des Versagens und der Mitschuld der SPD–Führung am Zusammenbruch der Weimarer Republik und am Hochkommen der Nazidiktatur verstehen? Dann lesen sie doch bitte das Buch des Gesell-Verfechters, Freiwirtes und Zeitzeugen Johannes Schumann "Gegen Den Strom". Herr Schröder, wollen sie ein VIERTES Reich verhindern? Dann lesen sie auch mein Buch DER RUBEL MUSS ROLLEN und ändern Sie unser bestehendes zinsbeladenes Währungssystem in ein Z.U.G.! , also ein Zinsfreies Umlaufgesichertes Währungssystem!! Lieber Herr Schröder, Massenarbeitslosigkeit kann man nicht mit Sprüchen bekämpfen, sondern nur mit Zinsfreiem Umlaufgesichertem Geld, welches sich ZINSLOS bei der Beschaffung von Arbeitsplätzen zur Verfügung stellt. Bei dem von mir vorgeschlagenem Z.UG werfen Sparkonten zwar keine Zinsen mehr ab, dafür bleiben sie jedoch von Inflationsverlusten verschont und sind damit wertbeständig. Das zinsfreie Sparen lohnt sich sehr wohl bei dem Z.U.G. System, denn den entgangenen Sparzinsen stehen die hundertfach größeren Einsparungen bei Mieten, Waren und Steuern gegenüber! Lieber Herr Bundeskanzler Schröder! Nicht zum ersten Mal wird der SPD-Führung ein neues Zinsfreies Umlaufgesichertes Währungssystem vorgeschlagen. Der SPD-Reichstagsabgeordnete Erich Mäder schlug, unterstützt von zehntausend Thüringer SPD-Genossen, der damaligen SPD-Führung ein Zinsfreies Umlaufgesichertes Währungssystem vor. Die damalige SPD-Führung antwortete durch Prof. Dr. Nölting (M.d.R.) auf den Vorschlag, Zi! nsfreies Umlaufgesichertes Geld einzuführen: "Die Geldkrisen sind im Wesentlichen interne Vorgänge im Bereich des Kapitals, häuslicher Hader der Bourgeoisie, ein sich in einer höheren Region vollziehendes und sich selbst aufhebendes Kampfspiel." Diese dümmliche Einschätzung ebnete das Feld für einen Hitler, kostete im zweiten Weltkrieg über 50 Millionen Menschen das Leben, während Herr Professor Dr. Nölting komfortabel in der Emigration überlebte. Nach 1945 stieg der "kluge Professor" sogar zum Wirtschaftsminister auf und fuhr fort, die Anhänger Silvio Gesells und der Zinsfreien Umlaufgesicherten Währung zu bekämpfen. Schämen sollten Sie sich, sogar im Grab noch dafür, Herr Professor!! Ich sag es gerade heraus: Die SPD hatte einen großen Anteil am Erfolg der Nazis, wie auch Johannes Schumann in seinem Buch "Gegen den Strom" bestätigt. Der Zusammenbruch der Weimarer Republik und das Hochkommen der Nazidiktatur ist von daher gesehen zum großen Teil der SPD anzulasten. Silvio Gesell selbst hat diesen Zusammenbruch vorausgesehen, indem er bereits 1918 (!) voraussagte: (Silvio Gesell schrieb 1918 an eine Berliner Zeitung): "Trotz des heiligen Versprechens der Völker, den Krieg für alle Zeiten zu ächten, trotz der Rufe de! r Millionen: "Nie wieder Krieg!", entgegen all den Hoffnungen auf eine schöne Zukunft, muss ich sagen: WENN DAS HEUTIGE GELDSYSTEM, DIE ZINSWIRTSCHAFT, BEIBEHALTEN WIRD, SO WAGE ICH ES, HEUTE (1918!) ZU BEHAUPTEN, DASS ES KEINE 25 JAHRE DAUERN WIRD, BIS WIR VOR EINEM NEUEN, NOCH FURCHTBAREREN KRIEG STEHEN!" Lieber Herr Schröder, die Überlegenheit des Geldes gegenüber den Waren und Dienstleistungen ist eine Eigenschaft, die sich in periodisch wiederkehrenden Schüben WIEDER verheerend auswirken wird, wenn Sie nicht das von mir vorgeschlagene Z.U.G. Währungssystem einführen! Das heutige Geld hat die satanische Eigenschaft, ganz nach Belieben unter der Matratze oder im Tresor gehortet oder spekulativ zweckentfremdet und außer Landes gebracht zu werden. Sie, Herr Schröder, sind dann – Entschuldigung – naiv, wirklich zu glauben, dass reumütige Schwarzkonten - Sünder ihr Geld wieder brav bei Ihnen abliefern! Da kann ich wirklich nur lachen. Lieber Herr Bundeskanzler Schröder, kennen sie Herrn Unterguggenhofer? Nein? Sollten sie aber. Machen sie es wie er, denn so wie heute die Bundesrepublik Deutschland pleite und eigentlich insolvent ist, so war damals die kleine österreichische Gemeinde Wörgl pleite. Wörgl war bei der Innsbrucker Sparkasse hoch verschuldet. Die aufgelaufenen Zinsen allein beliefen sich auf 50.000 Schilling. Arbeitslose, wohin das Auge blickte. Weite Teile Österreichs und Deutschlands teilten dieses Schicksal. Viele Familienväter nahmen sich das Leben. Doch Michael Unterguggenberger nahm sich nicht das Leben. Er hatte Silvio Gesell gelesen und fasste nun den Entschluss, Gesells Theorie in die Tat umzusetzen. Gesell sagt, dass ständig umlaufendes Geld Arbeit schafft, eingesperrtes Geld dagegen Arbeitslosigkeit. Es herrschte Rezession in Österreich, der Geldkreislauf verlangsamte sich zusehends. Das Hinauszögern von Einkäufen war für die Konsumenten mit sinkenden Preisen verbunden. Dies aber ist nur anscheinend ein Vorteil. Man ließ den Metzger auf seiner Wurst und den Gärtner auf seiner Gurke sitzen. Herr Bundeskanzler, unser heutiges umlaufpflichtiges Geld kann durch ängstliche Kaufzurückhaltung nämlich ganz schnell in einen Fluch umschlagen. Dies war dem! Michael Unterguggenberger, dem Bürgermeister von Wörgl, klar. Er fällte eine Entscheidung mit atemberaubender Konsequenz. Er berief ein Treffen ein (nun aufgepasst Herr Schröder!!). Die örtlichen Geschäftsleute, Handwerker und Bauern, kurzum die ganze Gemeinde, kam und lauschte dem Bürgermeister. Der schlug vor, den Wohlfahrtsausschuss der Gemeinde zu beauftragen, eine Nothilfe "Wörgl" ins Leben zu rufen. Herr Bundeskanzler? Rufen Sie die Nothilfe BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND ins Leben. Doch weiter: Der Bürgermeister Unterguggenberger ordnete den Druck sogenannter "Arbeitsbestätigungen" an, welche aber in Wirklichkeit reine Zahlungsmittel, also richtiges "Geld" waren. Ich meine damit Arbeitsbestätigungen, folgendermaßen gestückelt: 2000 gelbe Arbeitsbestätigungen zu je 1 Schilling, 2000 blaue zu je 5 Schilling und 2000 rote zu je 10 Schilling, also nominal 32.000 Schilling. Damit, also mit nur 32.000 Schilling, führte der Bürgermeister die 4216 Einwohner von Wörgl aus der Kr! ise heraus. Das sind 7,59 Schilling pro Person, damit rettete ! der Bürg ermeister seine Stadt. Sobald die Nationalbank in Wien davon Wind bekam, verwies sie unter Strafandrohung auf ihr Monopol. Wer allerdings hier glaubt, dass die Nationalbank wirklich national, also staatlich ist, der möge mein Buch DER RUBEL MUSS ROLLEN lesen, dann wird er sehen, dass keine dieser Banken wirklich staatlich ist, sondern ganz gewöhnliche Aktiengesellschaften, die von Privatbankiers kontrolliert werden – so wie eben fast alle Notenbanken der Welt, die amerikanische Notenbank "Federeal Reserve System" eingeschlossen. Doch zurück zu Wörgl. Zunächst konnte der Bürgermeister die um ihre Zinsgewinne besorgten Wiener Bankiers noch beruhigen und sich den für die Stadt wichtigen Arbeiten zuwenden. Die Bevölkerung erhielt das neue Geld im Gemeindeamt, eingelöst wurden die Scheine wie bisher in den Geschäften oder bei der örtlichen Sparkasse. Die Lokalzeitung "Wörgler Nachrichten" übernahm die Erklärung dieses neuen zinsfreien, mit Ablaufdatum versehenen Geldes, darum als! o umlaufgesichert. Wer sich das lästige Bekleben des Geldes mit entwertenden Marken sparen wollte, konnte ja das Geld so schnell wie möglich ausgeben oder zinsfrei auf der Bank sparen. So, Herr Schröder, könnte ein Zinsfreier Umlaufgesicherter Geldschein aussehen bzw. so SIEHT er aus, und zwar heute und in Kanada. Das kanadische Beispiel kann ich hier aus Zeitgründen nicht erläutern. Wie das HEUTE funktioniert, ist nachzulesen in meinem Buch DER RUBEL MUSS ROLLEN. ausgeben oder zinsfrei auf der Bank sparen. So, Herr Schröder, sah bzw. sieht ein Zinsfreie, Umlaufgesicherter Geldschein aus; früher in Wörgl und heute in Kanada. Das kanadische Beispiel kann ich hier aus Zeitgründen nicht erläutern. Wie das HEUTE funktioniert, ist nachzulesen in meinem Buch DER RUBEL MUSS ROLLEN. Sind Sie mal ehrlich, Herr Bundeskanzler, selbst dieser Geldschein sieht besser aus als die amateurhaft entworfene Mickymaus-Monopoly Währung "Euro" genannt, oder? Das Umlaufgesicherte Geld unterschied und unterscheidet sich vom gewöhnlichen Geld darin, dass es der verderblichen Ware gleichgestellt wird. Es verlor also langsam an Wert, im Falle von Wörgl 1% im Monat. (Ich sage 0,5 % Wertverlust im Monat würden heute genügen). Behielt man das Geld länger als einen Monat ungenutzt, dann musste eine Wertmarke auf eins der zwölf aufgedruckten Monatsfelder geklebt werden. Tat man das nicht, fand man keinen Abnehmer für sein Geld. Ein Blick auf den Schein genügte. Die Gemeinde Wörgl kaufte dann selbst die ersten Wörgler Arbeitswertscheine im Nominalwert von 1000 Schilling, bezahlte also dafür mit ganz normalen österreichischen Schilling und bezahlte damit die Löhne der Arbeiter, welche jetzt die Stadterneuerung in Angriff nahmen. "Die Wörgler Nachrichten" sorgten schnell dafür, dass das neue Geld überall in der Stadt verstanden und auch angenommen wurde. Man bezahlte damit rückständige Steuern und die Gemeinde konnte so weitere Aufträge an H! andwerksbetriebe vergeben. Nach drei Tagen waren bereits 5100 Schilling Steuergelder eingeflossen, obwohl nur 1000 Schilling des neuen Geldes ausgegeben wurden. Der immer noch nicht durchblickende Buchhalter des Bürgermeisters rief alarmiert aus: "Da müssen bereits Geldfälscher am Werk sein!!" Unterguggenberger lachte nur schallend und erklärte das Phänomen seinem Buchalter und den anderen Mitarbeitern. All dies hatte zu tun mit der Menge des Geldes und der UMLAUFGESCHWINDIGKEIT, denn beide muss man miteinander multiplizieren. Die 1000 Schilling wechselten innerhalb weniger Tage fünf Mal den Besitzer, was also einer Wirtschaftskraft von 5x 1000 Schilling entsprach. Darum konnten auch 5000 Schilling Steuerschulden beglichen werden, was die 1000 Schilling Arbeitswertscheine so wertvoll wie 5000 Original-Schilling sein ließ, die ja im gleichen Zeitraum nur einmal kaufend in Aktion traten!! Kann man sich da vorstellen, wie die Alarmsirenen der zinsgierigen Wiener Banker klingel! ten? Herr Bundeskanzler? Unser jetziges Geld ist SCHWER! VIEL ! ZU SCHWE RFÄLLIG! Es muss leichter werden und schneller umlaufen. Beginnen Sie zu verstehen? Doch weiter. Weil das neue Geld störungsfrei und kontinuierlich umlief, war es der kleinen Gemeinde Wörgl möglich, mit der im Vergleich lächerlich kleinen Summe von 32.000 Schilling im Laufe von dreizehn Monaten jede Menge Aufträge an die heimische Wirtschaft zu vergeben. Dies führte zu einer sensationellen Senkung der Arbeitslosigkeit. Eine Skischanze wurde gebaut, mehrere Straßen wurden asphaltiert, eine Betonbrücke wurde gebaut, das Gemeinde- und Schulhaus wurde neu kanalisiert, eine Notstandsküche wurde eingerichtet, ein Park am Bahnhof wurde umgestaltet, die Straßenbeleuchtung von Wörgl wurde modernisiert und noch vieles mehr, und all dies mit dem neuen Umlaufgesicherten Geld. Journalisten, Gewerkschaftler, Unternehmer, Professoren und Minister aus aller Welt kamen nach Wörgl, um das "Wörgl - Wunder" zu bestaunen. Da fassten 178 österreichische Gemeinden den Entschluss, dem Beispiel von ! Wörgl zu folgen und ebenfalls Umlaufgesichertes Zinsfreies Geld als neues Währungssystem einzuführen. LIEBER HERR SCHRÖDER? IHR KOLLEGE, DER DAMALIGE BUNDESKANZLER VON ÖSTERREICH, verbot schließlich mit Polizeigewalt die weitere Benutzung des neuen Zinsfreien Umlaufgesicherten Geldes. Hätte er dies nicht getan, wäre dies eine Sternstunde in der Geschichte der Menschheit gewesen! Stattdessen gab es bald wieder Arbeitslosigkeit und Not, und schließlich Nazideutschland, Terror, Judenmord und Krieg. All dies wäre durch die Beibehaltung und Verbreitung des neuen Zinsfreien Umlaufgesicherten Währungssystems verhindert worden. Lieber Herr Schröder, ich sage ja nicht, dass man es heute genauso wie damals in Wörgl machen soll. Doch DAS PRINZIP muss beibehalten werden. So, mein lieber Herr Bundeskanzler Schröder. Jetzt habe ich Ihnen mal mein Herz ausgeschüttet und hoffe, dass meine Worte an sie nicht ungehört verhallen. Sind Sie zu mir nicht so engstirnig und kleindenkerisch wie es damals ihr österreichischer Kollege mit Herrn Unterguggenhofer war. Lesen Sie bitte mein Buch DER RUBEL MUSS ROLLEN und dann HANDELN SIE!!!! Setzen Sie die Einführung des von mir vorgeschlagenen Z.U.G. durch, DAS NEUE ZINSSFREIE UMLAUFGESICHERTE WÄHRUNGSSYSTEM. Wenn Sie das nicht tun, werden wir bald auf eine neue (von Leuten jenseits Ihres Einflussbereichs liegenden) Währungskrise mit anschließendem Dritten Weltkrieg zusteuern. P.S. Sie fragen sich vielleicht, lieber Herr Schröder, warum DIE PRESSE nicht schon längst über ein solches Währungssystem berichtet hätte, wenn es angeblich so großartig funktioniert? Die Antwort ist folgende: Noch riskieren es (mit ganz wenigen Ausnahmen) weder regionale noch überregionale Zeitungen, ihr gewaltiges Anzeigengeschäft mit den Banken und Konzernen durch eine fundierte Zinskritik zu gefährden. Da kriechen die Herren Chefredakteure den Banken und Konzernen tief hinten rein, dass sie ganz braune Köpfe bekommen. Diesen Tribut zahlt unsere "unabhängige" Presse aus wirtschaftlichen Gründen, denn so dumm sind unsere Journalisten natürlich nicht, dass sie nicht schon von einem Zinsfreien Umlaufgesicherten Währungssystem gehört hätten. Aber wer weiß, vielleicht bricht dieser Brief den Bann und Deutschland kann wieder hoffen. Ich empfehle zu lesen: DER RUBEL MUSS ROLLEN von LANOO (Christian Anders) Straube Verlag ISBN: 3-8330-0050-3 Alle Bücher von SILVIO GESELL WER HAT ANGST VOR SILVIO GESELL? Von HERMANN BENJES ISBN: 3-00-000204-9 P. P.S. Lieber Leser dieses Briefes. Der Euro ist ein FLUCH, der auf uns allen lastet. Das wussten wohl auch die wenigen, die in Wirklichkeit daran verdienen. Die Europäische Kommission wusste, dass der Euro von der Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt würde. Denn die Bevölkerung hat man ja gar nicht gefragt, ob sie diese Währung überhaupt will. Also engagierte man AUF KOSTEN DES STEUERZAHLERS 160 Professoren und Journalisten und legte sie vertraglich darauf fest, die Bevölkerung für den Euro zu begeistern. Der Steuerzahler zahlte also hier für seine eigene Verarschung oder, freundlicher gesagt, das Volk finanzierte seine eigene Verdummung. Plötzlich berichteten auffällig viele Zeitungen und Fernsehredaktionen über diese "Sachverständigen". Eurokritische Artikel wurden dagegen fast nie gedruckt bzw. gesendet. Bald überschlugen sich die Medien in einem wahren Jubeltaumel über den Euro. Die Darmstädter Zeitung vergewaltigte geistig ihre Leserschaft, indem sie ein Jahr lang schrieb: "Noc! h 271 Tage bis zur Einführung des Euro, noch 270 Tage bis zur Einführung des Euro, noch 269 Tage..." usw. Warum man Professoren für diesen VON UNS BEZAHLTEN Schwindel engagiert hat? Weil Professoren in Deutschland eben das größte Ansehen und Vertrauen haben. Der immer noch obrigkeitsbeeindruckte Deutsche erschaudert geradezu vor Ehrfurcht, wenn er im Fernsehen einen Professor Soundso sieht oder von ihm liest. DER MUSS ja recht haben. Wenn HEINO bei den Deutschen dieses Fachvertrauen erzeugen würde, dann würden die Medien ohne zu zögern auch den guten Heino als Experten präsentieren. Aber ein seine Beamtenpension aufbessernder Professor wird es schon richten. Wollte das nur noch loswerden. Nichts für ungut Herr Bundeskanzler, aber Sie müssen ja auch von diesem Professoren-Schwindel gewusst haben, oder? Oder haben Sie ihn gar veranlasst? Übrigens: Die Zeitschrift FOCUS kann jedes hier in P. P.S. geschriebene Wort bestätigen. Ihr Christian Anders Dringende Bitte an alle Leser dieses Briefes! Bitte helfen Sie die Wahrheit zu verbreiten und mailen oder faxen Sie Herrn Schröder, dass hier ein offener Brief von Christian Anders ist, den er doch im Interesse des Wohles ALLER BÜRGER seines Landes dringend lesen und durchdenken sollte. fax: 01888/272-2555

Erwin Scherer, Rohrbach/Nahe

Die Scheu vor Kreditnehmen würde schwinden (Invstitionserleichterung für Kreditnehmer); Inflation würde gegen Null gehen;es würde mehr Geld für Investitionen zur Verfügung stehen und damit mehr Geld schneller im Geldkreislauf zirkulieren was wirtschaftsfördernd wäre;wäre langfristig für alle Beteiligte nur von Vorteil; ich hoffe, das kommt schnellstens

tom, sachsen

mehr geld im umlauf, keine bodenlose verschuldung von ärmeren staaten, kurz gesagt: mal ausprobieren! p.s.: versicherungen und altersvorsorge dürfte interessant werden

Jonas Philipp, Berlin

Den Zins per Gesetz abzuschaffen ist nicht möglich, denn Umgehungsmöglichkeiten wird es immer geben. Sehr wohl kann es aber eine marktgerechte Senkung geben. Geld hat als herausragende Eigenschaft die "Liquidität", also die Tauschbarkeit. Man kann praktisch alles für Geld bekommen. Diese Tauschbarkeit wird aber nicht von den Geldbesitzern produziert, sondern von allen anderen, die das Geld annehmen - der Gesellschaft. Diese trägt auch die Kosten der Geldzurückhaltung (Lagerverluste, Arbeitslosigkeit, etc.) Wenn man den Liquiditätsvorteil des Geldes durch eine geringe Gebühr auf Geldhaltung neutralisiert, würde jeder sofort Anlage- und Ausgabemöglichkeiten für sein Geld suchen - notfalls auch ohne Zins zu verlangen. Was würde passieren? Geld wäre nicht mehr knapp. Wer ein gute Idee hat, wird sich vor Kapitalgebern nicht retten können. Arbeitskraft wäre wieder der knappe Faktor, denn es gibt genug zu tun - im Moment "fehlt" nur das Geld. Selbst wenn eine neue Geschäftsidee keinen Gewinn einbringt, sondern lediglich kostendeckend arbeitet, wird sie finanziell unterstützt werden. Schließlich ist das besser, als die Liquiditätsgebühr zahlen zu müssen. Auch Kindergärten, Waldaufforstung und Wärmedämmung werden auf einmal zu sinnvollen Anlagemöglichkeiten, ganz ohne staatliche Subventionen. Außerdem würde sich der Umgang mit dem Geld ändern: statt das alles beherrschende, sich selbst vermehrende Perfekte, wäre es auf einmal lediglich eine Sache wie jede andere. Und so selbstverständlich wie man einem Freund einen Regenschirm leiht, könnte man Geld verleihen. Ohne Blick auf das Mehr, auf Sicherheiten und Renditechancen...

Dipl.-Ing. Ronald Friebel, Leipzig

Die Abschaffung des Zinses hätte für den überwiegenden Teil der Menschheit ausschließlich positive Auswirkungen. Nur die Geldbesitzer könnten nicht mehr Einkommen ohne Arbeit erzielen. Geld würde dorthin fließen, wo es gebraucht wird und nicht, wo es die meiste Rendite abwirft. Wahrscheinlich würde sich der technische Fortschritt, der ja durchaus auch vom Zinsdruck angetrieben wird, verlangsamen. Aber das wird kaum jemanden stören, schon jetzt ist der Innovationszyklus z.B. bei Handys oder Computern so rasant, dass der Normalverbraucher schon kaum noch mitkommt. Die Vorteile einer Zinsabschaffung sind so immens, dass man es einfach mal versuchen sollte. Sicher würde das zu radikalen Strukturveränderungen führen, aber die stehen uns sowieso bevor, wenn nicht bald etwas grundlegendes passiert.

Helmuth Ohlhoff, 79346 Endingen

Sie hätte zur Folge, dass Jeder für die Inanspruchnahme von Leistungen - öffentlicher oder privater Art - eine Gegenleistung in Form von Arbeit erbringen müsste. Das Schmarotzen durch die Selbstvermehrung von Kapital qua Zins und Zinseszins hätte ein Ende. Die Welt wäre ein wenig gerechter geworden.

Michael Hönnig, Hamburg

Die Abschaffung des Zinses insgesamt macht meiner Meinung nach keinen Sinn. Doch ich erachte einen positiven Zins nicht als grundsätzlich selbstverständlich! Dass der Zins immer positiv ist, ist nämlich nur in unserem Geldsystem der Fall. In der Wirtschaftskrise sinkt die Inflation enorm, wir haben sogar teilweise schon deflationäre Tendenzen. Der Wertverlust von Geld ist damit marginal, in der Deflation würde Geld sogar an Wert zunehmen! Wo ist dann also der Anreiz, das Geld zu verleihen? Richtig, es gibt keinen! Damit werden große Geldvermögen in der Hoffnung auf bessere Investitionsmöglichkeiten liquide gehalten. Was logischerweise dazu führt dass das Geld an allen Ecken und Kanten fehlt. Denn kurzfristige Einlagen kann keine Bank langfristig verleihen, Investitionen brauchen aber langfristige Kredite. Sehen wir uns mal an, woraus Zins besteht: Da wären die Vermittlungs- und Verwaltungskosten, der Inflationsausgleich und der Risiko-Anteil sowie der Realzins, der in der Geschichte niemals unter ca. 2% gefallen ist, dem sogenannten "Urzins". Darunter verweigert sich das Kapital logischerweise einfach und wartet auf bessere Zeiten. Sogar in Japan war und ist dies der Fall, denn deflationsbereinigt (negative Inflation abgezogen) ergibt sich auch dort noch ein positiver Realzins. Sehen wir uns nun die einzelnen Teile des Zinses an: Die Vermittlungs- und Verwaltungsgebühren entsprechen der Arbeitsleistung. Sie sind also wirklich zwingend vorhanden, denn wer arbeitet, soll auch entlohnt werden. Über diesen Teil des Zinses können wir also gar nicht diskutieren. Der Risiko-Anteil gleich sich makroökonomisch gesehen aus, indem einige Schuldner zahlungsunfähig werden, andere dafür den Kredit inkl. der Zinsen mit eben diesem Risiko-Anteil zurückzahlen. Der Risiko-Anteil gleicht somit nur die Verluste aus, er ist also je nach Risiko der Anlageform als Allokationsfaktor wichtig. Seine Abschaffung ist daher meiner Meinung nach nicht diskutabel. Inflationsausgleich scheint mir auch ein wichtiger Aspekt zu sein. Hier sehe ich also auch nicht, dass wir darüber überhaupt sinnvoll diskutieren könnten. Doch was passiert, wenn die Inflation verschwindend gering ist? Was passiert gar in der Deflation? Wenn man sein Geld risikolos "zuhause" liegen lassen kann, und es dabei nicht an Wert verliert sogar sogar mehr wert wird, warum sollte es dann jemand mit Risiko verleihen? Klar, er kann Glück haben, und das Darlehen wird zurückgezahlt, dann sogar mit dem Risiko-Anteil. Aber warum das Risiko überhaupt eingehen? Und damit sind wir beim Realzins. Der ist nämlich der Anreiz der Geld-Habenden, ihr Geld an die Geld-Brauchenden zu verleihen. Und zwar in unseren Geldsystem, abgesehen von einzelnen ethischen oder moralischen Gründen, der einzige Anreiz! War ist aber bei Geld anders als bei den meisten anderen Gütern? Fast alle anderen Güter kosten, wenn sie gehalten werden, statt sie zu verkaufen, zudem nehmen sie sogar an Wert ab! Die Ernte verrottet, Maschinen veralten und rosten, Kleidung wird unmodern, Arbeitskraft gar verliert ihren Wert komplett, wenn sie nicht genutzt wird. Bei ungünstiger Marktlage ist also ein Verkauf mit Verlust immer noch besser als diese Güter zu halten. Bei Geld ist das anders! Wir müssten also dafür sorgen, dass bei entsprechender Marktlage, genaugenommen bei Marktsättigung, auch der (Real-) Zins gegen Null strebt. Inflationsausgleich ist in der Situation sowieso schon Null, weil es bei Marktsättigung keine Inflation mehr gibt. Der Risiko-Anteil gleich sich aus, ist also makroökonomisch kein Problem. Die Vermittlungs- und Verwaltungsgebühren sind Arbeitslohn, der auch wieder verkonsumiert wird, makroökonomisch gesehen also auch kein Problem. Aber warum ist der Realzins bei Marktsättigung ein Problem? Sehen wir uns doch erstmal die Vermögensverteilung im Bezug auf die Zinseinkünfte an. In Deutschland haben ca. 12% der Einwohner mehr Zinseinkünfte als Zinsausgaben. Ca. 10% sogar so hohe Zinseinkünfte, dass sie diese gar nicht mehr verkonsumieren. Die anderen haben folgedessen mehr Zinsausgaben als Zinseinnahmen. Dies vor allem über Steuern und Preise, in denen die Zinsen, die Staat und Unternehmen zahlen müssen, selbstverständlich einkalkuliert sind. Weltweit gesehen sind die Zahlenverhältnisse außerdem noch viel extremer. Kritisch sind nun diese 10%, deren Vermögen so groß sind, dass sie ihre Zinseinnahmen nur wieder neu verleihen können, weil sie diese gar nicht selbst benötigen. Die Neiddebatte hat hier allerdings keinen Platz! Es geht um volkswirtschaftliche Fakten, wie sie von anerkannten Wirtschaftswissenschaftlern, wie J. M. Keynes, schon lange erkannt wurden. Denn woher kommt die Zinszahlung überhaupt? Jeder möge mal selbt darüber nachdenken, z.B. auf ein kleines Modell mit einem Arbeitnehmer, einen Unternehmer, einem ?Investor?, dem Markt und dem Staat bezogen. Schnell wird klar, dass der Zins, den der Investor nicht selbst wieder verkonsumiert, dem Kreislauf erstmal fehlt, bis er ? wieder gegen neuen Zins ? erneut verliehen wird. Nicht verkonsumierte Zinsen, und das sind wie wir oben gezeigt haben immer Teile des Realzinses, zwingen also den Markt zur erneuten Kreditaufnahme! Doch bei Nullwachstum fehlt die dazu passende Kreditnachfrage. Das Schwarzer-Peter-Spiel beginnt: Die Unternehmer entlassen oder kürzen die Löhne, damit fehlt dem Markt das Geld, es wird weniger ausgegeben, also auch den Unternehmern weniger abgekauft. Gleichzeitig steigen die Sozialausgaben des Staates, der diese daher kürzen muss, was aber noch weniger Konsum bedeutet, und damit noch weniger Einnahmen der Unternehmer. Gleichzeitig werden die Arbeitnehmer, ob der immer höheren Steuern bei fallenden Gehälstern und des Arbeitslosigkeitsrisikos, weniger leistungsfähig. Ein Teufelskreislauf, der zu Insolvenzen führt, wenn nicht gar zu Unruhen oder Kriegen, in denen auch die Investoren ihre Vermögen zumindest teilweise verlieren werden. Was aber verschont bleibt, ist der Realzins an sich. Denn wird er nicht gezahlt, ist es für die Investoren mikroökonomisch gesehen sinnvoller, das Geld liquide zu halten. Mittlerweile sollte jedem Leser klar sein, dass der Realzins bei Nullwachstum auch Null zustreben muss. Und bei Negativwachstum sogar makroökonomisch negativ werden müsste, was aber aufgrund der Struktur von Geld mikroökonomisch gesehen nicht der Fall ist. Wir haben auch oben gesehen, was Geld von andern Gütern am Markt unterscheided. Doch wie bekommen wir es hin, dass auch Geld dem Angebotsdruck unterliegt? Geld muss rosten! Was wir brauchen, ist eine Benutzungsgebühr für Geld. Die meisten mögen glauben, das sei doch der (Real-)Zins, aber das ist nur auf den ersten Blick so. Der Zins geht an denjenigen der das Geld verleiht, und damit auch an Menschen, die bereits soviel davon haben, dass sie diese Einnahmen nur gegen neue Darlehen wieder in den Markt geben. Eine Benutzungsgebühr für Geld aber, ginge an die Gemeinschaft, käme also allen zugute. Außerdem reicht wegen der Mindestreserven der Banken eine Gebühr auf Bargeld. Da die Banken dann natürlich die Deckung für kurzfristige Anlagen halten müssen und dafür die Gebühren bezahlen müssen, was auch Verwaltungsaufwand ist, würde indirekt auch auf kurzfristige Anlagen eine Gebühr erhoben werden. Je längerfristig die Anlage, desto geringer würde diese ausfallen. Geld unterläge damit einem Angebotsdruck. Gleiches versuchen wir seit 30 Jahren, nach dem Ende des sogenannten ?Wirtschaftswunders?, durch künstliche Inflation über Staatsverschuldung. Doch im Gegensatz zu einer Gebühr auf Geld, die sehr direkt festgelegt werden kann, ist Inflation nur sehr indirekt und steuerbar. Auch trifft Inflation immer alle in Geld gemessenen Werte, also nicht nur Bargeld und Geldguthaben, sondern auch Löhne, Preise und Geldschulden. Während also unser jetztiges Zinsgeldsystem ein sich selbst verstärkender Rückkopplungseffekt ist, der also quasi amokläuft, wäre ein Gebührengeldsystem ein sich selbst bremsender Rückkopplungseffekt, der also zu einer stabilen Wirtschaft führt. Wer nun wegen neuer Gebühren aufschreckt, der möge mal bedenken, dass diese Gebühr nur etwa 5% bis 6% pro Jahr betragen müsste, um unsere Probleme in den Griff zu bekommen. Und das nur auf Bargeld und kurzfristige Anlagen (z.B. Girogelder). Wieviel davon hat jeder Mensch im Schnitt? Sagen wir mal 100 Euro Bargeld und 500 Euro auf dem Girokonto. Macht, 6% von 600 Euro, also ganze 36 Euro pro Jahr. Im Gegenzug würden die Preise um den Anteil fallen, der vom heutigen Realzins von den Gläubigern verkonsumiert wird, was geschätzt etwa 5% sein dürften. Wenn also pro Person ca. 1000 Euro im Monat verkonsumiert werden, dann sind das 50 Euro Ersparnis pro Monat oder 600 Euro im Jahr! Dagegen sind die o.g. 36 Euro vernachlässigbar. Sicher, Vermögenswachstum durch Zins wird es dann nicht mehr geben, außer zu Zeiten von Wirtschaftswachstum. Wir müssen uns aber auch klar machen, dass für jeden Euro Realzins jemand anders arbeiten muss, ohne selbst etwas davon zu haben! Und die allermeisten Menschen in Deutschland sind zwar viele Jahre auf der Seite der Zinseinnehmer, aber auch viele Jahre, z.B. nach dem Kauf einer Immobilie, Zinszahler. Nur die eingangs genannten ca. 12% nehmen dauerhaft mehr Zinsen ein als sie zahlen. Doch unter Berücksichtigung der drohenden Wirtschaftskatastrophe haben auch genau diese am meisten zu verlieren. Womit ein Gebührengeldsystem unterm Strich für jeden von Vorteil ist wäre.

Ben Zehent, Saarlouis

Der Welt ginge es besser und die Banken wären pleite.

Deepak Kalathoor

Ganz einfach, die Kreditinstitute, die auch vom Zins leben, würden kein Geld mehr verleihen, da es ihnen ja gar nichts bringt; demzufolge würden die Banken alle dichtmachen und niemand könnte sich Geld leihen oder anlgegen. Wer sich also ein Haus oder ein Auto kaufen möchte, müsste den ganzen Zaster Bar auf der Hand haben... nur mal so als geringste Folge....

Daniel, München

Geld kann nicht mehr nur so auf die Bank gebracht werden - es verliert an Wert. Also muß es gewinnbringend investiert werden - und bleibt somit im Umlauf. Geld, das im Umlauf ist erfüllt den Zweck zu dem es geschaffen wurde - Tauschmittel.... Mehr Infos u.a. unter http://www.inwo.de

Michael Musil, Montabaur

Einige Wenige würden ganz schön dumm aus der Wäsche schauen. Ihr Konzept der Weltregierung wüde dadurch in Frage gestellt und sie müssten ganz schnell eine weitere Bilderberger-Konferenz einberufen, über die man selbverständlich in den Medien nichts erfahren würde.

Wolfgang Ramming, Frankfurt

Auch wenn man den Zins gar nicht abschaffen kann (er würde sich spätestens auf einem Kredit-Schwarzmarkt wieder bilden) würde eine Senkung des Zinsniveaus mittels einer Geldreform die Spaltung in Reiche, die leistungslos immer reicher werden und Arme, die sich um Billigjobs prügeln, gestoppt, da das exponentielle Wachstum der Geldvermögen und -schulden (!) und die daraus resultierende Umverteilung anhielte. Kredite würden billiger, heute unrentable nachhaltige Investitionen würden sich wieder lohnen (nicht "rentieren") da die Messlatte niedriger gelegt würde. Möglich würde dies durch einer Steuer auf Bargeld. Inflation würde gestoppt. Nachhaltige Wirtschaft würde realistisch. Die Welt wäre ein gutes Stück besser.

Dieter Lünen

Das würde den Wachstum der Geldvermögen und Schulden Stoppen und so Vollbeschäftigung finanzierbar machen. Es ermöglicht geringere Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich, verringert die Schuldenlast der öffentlichen Haushalte und ermöglicht so Steuersenkungen. die Ausweitung staatlicher Unterstützung in den Bereichen Bildung, Kultur und Soziales könnte gesteigert werde. Viele zusätzliche ökologische, soziale und kulturelle Projekte währen endlich auch wirtschaftlich attraktiv. So könnte man einen größeren Spielraum zur Sicherung der Sozialsysteme schaffen. Die Kapitalbelastung insbesondere mittelständischer Unternehmen währe gesichert so schafft man den Spielraum für Investitionen, Beschäftigung und Lehrstellen. Selbst die Kapitalbelastung beim Bau könnte gesengt werden und würde so die Mieter und Eigentümer gleichermaßen entlasten. Ein Zinsfreies Geld hätte nur vorteile, es würde voll ausreichen das dass Zinsniveau mit dem Wirtschaftswachstum gegen Null Prozent sinken! Deflationäre und inflationäre Tendenzen müssen dabei vermieden werden. Dies ist nur möglich, wenn auch bei Zinssätzen um Null Prozent ausreichend Geld verliehen wird. Das kann man nur mit einer Gebühr auf Geldhortung sicher stellen. So wie es die INWO schon seit langen fordert.. INWO.de

Hans-Peter Mertens, 48268 Greven

Dies hättte enorme ungeahnte positive Auswirkungen u.a. auf Wirtschaft und Arbeitslosigkeit. Zinsen bedeuten immer Kosten. Schon eine Halbierung der Zinssätze würde die Volkswirtschaft um 185 Milliarden Euro entlasten, eine Größe, mit der wir die gesamten Krankenversicherungskosten eineinhalbmal bezahlen könnten oder die Minerlölimporte gleich fünfmal!

Markus Fiedler, Heilbad Heiligenstadt

Der positve Effekt bei einer Abschaffung des Zinses wäre, dass die großen Geldvermögen der bedarfgedeckten Haushalte nicht mehr exponentiell wachsen würden. Auch hätte die ständige zinsbedingte Umverteilung von Arm zu Reich und von der Arbeit zum Besitz endlich ein Ende. Ist es aber ein naives Zinsverbot, das die Abschaffung bewirkt, würde wahrscheinlich nicht nur ein schwarzer Geldmarkt entstehen, sondern die Wirtschaft würde in einen Taumel von Deflation und Inflation geraten. Ist es aber eine Umlaufsicherung nach Silvio Gesell, die den Zins nicht abschafft, aber deutlich senken kann, so könnten Inflation und Deflation nicht nur endlich zu Gespenstern der Vergangenheit werden, sondern es würden auch endlich Grundlagen geschaffen, um nachhaltiges Wirtschaften Wirklichkeit werden zu lassen.

Dr. Dieter Petschow, 30855 Langenhagen

Die Abschaffung der Zinsen löste das größte Unrecht auf, das diese Welt geißelt. Geld ist eine Abmachung, eine Einigung, ein Tauschmittel - wer es zurückhält, schadet der Wirtschaft und sollte dafür eine Gebühr zahlen. Bei einem Zinsanteil in den Endverbarucherpreisen von mittlerweile 40% (!) bringt der Zins neben den Sozialabgaben ein leistungsloses Einkommen von ca. 630 Milliarden €uro in Deutschland. Um diesen Betrag senkt sich die Lohnsumme. Erst nach Abschaffung des Zinsen hat das Grundgesetz der BRD Gültigkeit, vorher gilt das Gesetz des Profits. Der Zins ist für die Arbeitslosigkeit verantwortlich. Kapitalrendite und nicht bezahlbare Arbeit bedingen sich gegenseitig. Dr. med. Dieter Petschow Schöpfungsgemeinschaft Arzt für Innere Medizin Am Kielenkamp 35 D-30855 Langenhagen Tel.: *511/782003 Fax: *511/7850674 E-Mail dr.pet.prax@t-online.de Mitglied bei · Christen für gerechte Wirtschaftsordnung e.V. www.cgw.de · Kairos Europa e.V. www.kairoseuropa.de · attac-Deutschland www.attac.org

K. Tittel Rudolstadt

Durch die "Abschaffung" des Zinses würde sich der Geldumlauf beschleunigen und die Wirtschaft sich erholen. Die Welt würde gerechter. Es würde einen Anreiz geben, Geld durch Arbeit zu verdienen weil das Geschwätz unter dem Motto "Mein Geld arbeitet" aufhören würde. Geld arbeitet nicht oder hat schon mal jemand Geld arbeiten sehen? Man sollte auch bedenken, daß, wenn Menschen Geld ohne Arbeit erhalten (Zins) auf der anderen Seite Menschen etwas leisten müssen ohne eine Gegenleistung zu erhalten. Dies ist eine stark vereinfachte Aussage. Die generelle Richtigkeit solcher Aussagen läßt sich aber mit dem gesunden Menschenverstand überprüfen und falls weiteres Faktenwissen nötig ist, dann finden Sie dieses unter www.inwo.de.

Jörg Rosemann, Bautzen

Die Abschaffung von Zinsen, dass würde einige Probleme lösen. Der Grund, Geld zu sammeln und zu horten würde wegfallen, das Geld würde nicht aus dem Wirtschaftskreislauf gezogen werden. Und es würde endlich aufhören, dass die Reichen immer Reicher und die Armen immer Ärmer werden.

A. Woitas, Berlin

Die Abschaffung des Zinses würde in Form eines Verbots entweder zu massiver Geldzurückhaltung der Geldbesitzer und damit zur Verschärfung der Wirtschaftskrise oder zu anderen Formen des Zinses wie heute beim "Islamischen" Banking führen. Ein Absinken des Zinsniveaus auf Null Prozent dagegen, das durch das Instrument einer Liquiditätsgebühr erreicht werden könnte, die auf Bargeld und Bankguthaben erhoben wird, hätte für die meisten Menschen heute kaum denkbare Vorteile: - 90 Mrd. Euro weniger Belastung bei Bund, Länder und Gemeinden (mit der Folge, daß Tafelsilber nicht mehr verramscht wird, Schulden zurückgezahlt werden können, soziale und kulturelle Leistungen wieder bezahlbar wären usw.) - Verringerung der Umverteilung von 80% Zinsverlierern zu 10% Zinsgewinnern in der Bevölkerung (und damit Schluß mit der "Automatik" des Reich wird reicher und Arm wird ärmer) - über 400 Mrd. Euro würden in Deutschland im Jahr 2005 nicht von der Arbeit zum Besitz umverteilt; schon ein Drittel dieser Summe würde reichen, um allen (!) deutschen Arbeitslosen ein Durschnittseinkommen zu finanzieren (man denke an die sinnvollen Dinge, die 4 Mio. Menschen machen könnten oder an die Arbeitszeitverkürzungen für die heute immer stärker belasteten Arbeitnehmer) - Ende des ökologisch unverantwortlichen Zwanges zu wirtschaftlichem Wachstum (Wenn der Wirtschafskuchen auf Grund positiver Zinssätze nicht zunehmend an die Besitzenden abgegeben und damit die Arbeitenden und sozial Bedürftigen nicht ständig weniger davon abbekommen würden, dann müßte auch der Kuchen nicht jedes Jahr wachsen sondern könnte auf hohem Niveau stagnieren, ohne Umverteilungskämpfe auszulösen ) Ganz abgesehen von genereller Entschleunigung, abnehmender Gefahr von Unruhen auf Grund von Verteilungskämpfen, Rentabilität heute "unrentabler" Maßnahmen, die heute an den teils utopischen Rentabilitätsforderungen der Investoren scheitern (Insbesondere regenerative Energie, Kultur, Soziales, Bildung etc.) Die Senkung des Zinsniveaus über das Instrument der Liquiditätsgebühr würde der Menschheit einen riesigen Evolutionssprung ermöglichen. Dieser Sprung wird kommen. Es ist nur eine Frage der Zeit.

Michael, Kiel

Natürlich. Da Banken mit Geld kaufen und verkaufen, versuchen sie wie alle guten Händler billig einzukaufen (niedrige Sparzinsen) und teurer zu verkaufen (hohe Kreditzinsen). Natürlich könnten Banken Geldeinlagen in Unternehmen zu investieren und nach Einlagenhöhe sich prozental am Gewinn beteiligt zu sein. Sind das dann Zinsen? Und wie kommt die Bank zu den Geldeinlagen, wenn der Einleger keinen Gewinn macht sprich keine Zinsen bekommt. Die muslimischen Banken dürfenkeine Zinsen nehmen. Vielleicht wissen die eine Antwort auf die Frage.

Hannes Eichinger, Hienheim

Den Zins abschaffen kann man nur in einem planwirtschaftlichen, diktatorischen Überwachungsstaat, der unvorstellbar effektiv funktioniert. Allerdings bietet der Übergang zu einem Geldsystem, in dem der Guthaben-Zins auf einem Wert bei oder auch unter Null fallen kann, die Möglichkeit der Überwindung des Wirtschaftswachstumszwangs mit allen seinen positiven Folgen. Bei einer wirtschaftlichen Situation wie derzeit, in der die öffentliche Hand seine Neuverschuldung auf Null drücken will und für die Wirtschaft kreditfinanzierte Investitionen zunehmend unrentabel werden, können neuanzulegende (Zinsgutschrift-) Guthaben nicht mehr verzinst werden, da auf der Kreditseite willige Zinszahler fehlen. Da der Zins wirksamer Geldumlaufsmotor ist, kommt es zu Stockungen im Geldumlauf und somit zu Deflationsgefahr. Um dies zu verhindern werden weiterhin öffentliche Kredite aufgenommen und die Wirtschaft mit Steuergesetzen und Subventionspolitik geködert, Kredite aufzunehmen. Der Zinsstrom von derzeit knapp einer Milliarde Euro pro Tag (!) auf deutschem Wirtschaftsgebiet nimmt weiterhin zu und damit der Zwang zum Wirtschaftwachstum, da das Geld nur Wert besitzt, wenn es von Wirtschaftsleistung (Waren und Dienstleistungen) gedeckt ist. Kann dagegen der Zins auf Null fallen (was nur möglich ist, wenn der Geldumlaufsmotor Zins durch eine konstruktive Geldumlaufsicherung ersetzt wird) ist Wirtschaftsschrumpfung und damit ein Rückgang der Umweltzerstörung durch den Verbrauch von fossilen Energieträgern und durch Eintrag von Giftstoffen in die Ökosysteme erreichbar. Dabei kann auch noch der Wohlstand gesteigert werden, da die bereits geschaffenen Werte (Straßen, Gebäude ...) auch weiterhin und durch den technischen Fortschritt länger als bisher genutzt werden können.

Wolf-Dieter, Lübeck

der einzig richtige Weg zum Frieden.Kriege lohnen sich dann nicht mehr.

Stefan Kleinwort

Den Zins kann man nicht abschaffen. Aber ein Senken des Zinsniveaus gegen Null würde der Gesellschaft tägliche Kosten von 800 bis 900 Millionen Euro ersparen. Geld dass dann nicht mehr auf die Konten der Reichen flösse, sondern allen Bürgern gleichermaßen zugute käme. Mehr dazu siehe unter www.INWO.de

R2, Ö

Zinseszins wächst exponentiell: Bei einer langfristigen Mindestverzinsung von 6% am Kapitalmarkt würde sich ein Betrag in nicht einmal 12 Jahren verdoppeln. Da dieser Zinssatz über dem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum liegt, kann das nur bedeuten, daß der Anteil des Kapitals am Erlös der erwirtschafteten Leistungen steigt und jener der Arbeit sinkt. Mit der Zeit wird die Schere so groß, daß man "sparen" und "rationalisieren" muß, um das Kapital IMMER zuerst zu bedienen. Die Verschuldung in der BRD wächst heute etwa 3 mal schneller als das BSP. Damit sieht man, daß der Zinseszins umverteilt und zwar vom Faktor Arbeit zum Faktor Kapital. Bismarck gab 1887 dem Prof. Rhland von der UNI Freiburg den Auftrag, herauszufinden, warum Hochkulturen untergingen. FAZIT: Durch den Zinseszinseffekt wurden nach längerer Zeit die Besitzverhältnisse so verschoben, daß ein sehr kleiner Teil der Bevölkerung fast alles und der Rest fast nichts besaß. Revolutionen etc. w! aren die Folge. Warum Leute glaubt ihr, daß es ANGEBLICH überall an Geld fehlt: Rente, Löhne, .... . Die Verteilung des Geldes ist schon soweit fortgeschritten, daß eine immere breitere Masse immer weniger hat. Was würde also passieren, wenn man den Zinseszins abschafft: Die Reichen würden nicht mehr reicher werden und jene, die vom Faktor Arbeit leben, hätten mehr von den erwirtschafteten Leistungen. Die Umverteilung durch den Zinseszins ist dann gestoppt. Vom Geldbesitz allein kann man dann nicht mehr reich werden. Die Zeit der Neoliberalisten, Kapitalisten und Spekulanten würde enden...... . Bevor Deutschland den Weg der alten Hochkulturen nimmt, sollte mann sich Alternativen zum heutigen Zinses überlegen. PS: Ich bin Techniker und betrachte die mathematischen Zusammenhänge von Funktionen. Der Rest ist eine wirtschaftliche Zusatzausbildung und Hausverstand

Ralf Pilz, Creuzburg

Den Aufbruch der Menschheit in eine glänzende Zukunft. Leider ist die Menschheit aber zu dämlich das zu begreifen.

Christian, Haunstetten

Freimaurer weint, Volk lacht

Schalk von Oberbayern , Puchheim

Ich könnte von meiner bescheidenen Pension (€ 7.000) und den Mieteinnahmen allein die Liegekosten im Privathafen von Cannes für meine Yacht nicht mehr bezahlen!!! Bei einem Wegfall der Zinseinnahmen müsste ich ergo die Wohnnungsmieten drastisch erhöhen, was zur Folge hätte, das meine Mieter aller Voraussicht nach nur noch ein Mal im Jahr in den verdienten Erholungsurlaub fliegen könnten. Daraus kann man ersehen: es wäre für beide Seiten unsozial.

Schreiber-Martens, Köln

Vorneweg: Man kann Guthabenzinsen nicht abschaffen. Das Geldsystem kann aber so modifiziert werden, dass die Guthabenzinsen um Null herum pendeln, also deutlich niedriger werden als gegenwärtig, und vor allem: Dass trotzdem noch Ausleihungen stattfinden. Dies ist für jede Volkswirtschaft unverzichtbar. Ein Null-Zins-Niveau hat folgende Konsequenzen: Massive Entlastung der öffentlichen Finanzen: Politik, d.h. echte Auseinandersetzung darum, wofür öffentliche Mittel ausgegeben werden sollen, ist wieder möglich. Massive Steigerung der Kaufkraft für EndnachfragerInnen: Unternehmen können die Preise mit niedrigeren Kapitalkosten kalkulieren. Aufgrund der Konkurrenz wird dies in die Preise weitergegeben. Deutliche Arbeitszeitverkürzung: Die Steigerung der Kaufkraft ermöglicht es den Arbeitnehmern, auf Lohnausgleich vom Arbeitgeber zu verzichten. Die Energiewende wird möglich: Die geringeren Folgekosten gewinnen an Gewicht, während die Wirkung der (noch) höheren Anfangskosten wegen der entfallenden Zins- und Zinseszinskosten abgeschwächt wird. Entstehung neuer Arbeitsplätze: Generell werden mehr Unternehmungen "lohnend", denn die Rentabilitässchranke sinkt. Der Wachstumszwang entfällt: Wenn Zinsen bezahlt werden müssen, hat nach "getaner Arbeit", also nach Rückgabe des Kredits, entweder der Kreditnehmer weniger zum eigenen Verzehr oder er ist gezwungen, mehr zu produzieren. Trotz Nullzinsniveau werden nicht "unbegrenzt" Kredite vergeben: Die Forderung nach einer dinglichen Sicherheit des Kredits bzw. der "Rentabilität" der Unternehmung bleibt weiterbestehen. Der Kredit muss ja zurückbezahlt werden können, und ausserdem ist die Bankmarge weiterhin zu bezahlen. Das falsche Signal: "Sparen lohnt sich, es gibt nämlich dafür eine Gratifikation (Zins)" entfällt. Dagegen behält das Signal: "Sparen lohnt nur als Zukunftsvorsorge" seine Wirksamkeit. Oder anders ausgedrückt: Preise, die keinen Zins enthalten, ermöglichen die Allokationsfunktion des Marktes zwischen Gegenwartskonsum und Zukunftskonsum besser.

sef, wiesbaden

Ohne Anreize anderen Kapital zur Verfügung zu stellen, kann sich eine Volkswirtschaft nicht entwickeln. Es besteht für Kapitalgeber immer die Gefahr, dass das Kapital nicht zurückgezahlt werden kann - Stichwort Risikoprämie. Entweder würden klassische Zinsen durch Alternativen wie zerobonds ersetzt werden heute schon in Ländern verbreitet, in denen Zinsen aus religiösen Gründen verboten sind), oder Unternehmer müssten sich ausschließlich auf Eigenkapital verlassen - bspw. indem Kapitalgeber am Gewinn beteiligt werden. Ansonsten entfiele jeglicher Anreiz anderen Kapital zur Verfügung zu stellen.

Bernhard Hellweg, Delbrück

ich würd sofort das Arbeiten einstellen und mir das Geld zum Leben kostenlos leihen. Und zurückzahlen? dafür nehm ich mir dann nen neuen kostenlosen Kredit auf

Brutal DeLuxe

Die Abschaffung des Zinses hätte zur Folge, daß Darlehen nie mehr zurückgezahlt werden müßten. Geliehenes Geld wäre ein Geschenk. Erklärung anhand eines Beispiels: Jemand leiht sich (z.B. Hypothek auf bestehende Immobilie) 1.000.000,- Euro für einen Zeitraum von 10 Jahren. Dieser Betrag kann bedenkenlos ausgegeben werden. Bei Fälligkeit des Darlehens wird einfach erneut ein Darlehen über eine Million Euro aufgenommen, um damit die alte Schuld zu tilgen. Immer vorausgesetzt, die Beleihungsgrundlage (Immobile o.ä.) bleibt Wertstabil, kann eine Kreditverpflichtung ins Unendliche verlängert werden. D.h. sie muß nie zurückgezahlt werden, ist folglich ein Geschenk. Zinsen erhöhen die geschuldete Summe im Zeitverlauf, so daß gegen Ende der Laufzeit nicht einfach umgeschuldet werden kann. Es muß ein zusätzlicher Betrag erwirtschaftet werden, der umso größer wird, je länger der Betrag geschuldet wird.

Helmut Creutz, Aachen

Eine Abschaffung des Zinses hätte zur Folge, dass 1. der Wirtschaft das wichtigste Steuerungselement fehlen würde und 2. das "Zuckerbrot", mit dem wir heute das übrige Geld aus den Taschen in den Geldkreislauf zurück locken. Nicht die Abschaffung des Zinses steht darum zur Debatte, sondern seine "Zähmung" und Unterordnung unter die Gesetzmäßigkeiten des Marktes! Konkret: Der Zins ist so lange als "Leihpreis des Geldes" gerechtfertigt, wie Geld für Investitionen knapp ist und der Spartrieb belebt werden soll. Er müsste aber - wie die Knappheitsgewinne auf den Gütermärkten - mit der Überwindung der Knappheit und der Sättigung der Märkte marktgerecht unter die Wachstumsrate und schließlich gegen Null fallen! Und was den Geldumlauf betrifft: Der Geldverkehr ist auf die gleiche Weise aufrecht zu erhalten, wie wir das beim Straßenverkehr erfolgreich tun: Wer blockiert bekommt bekanntlich dort kein "Zuckerbrot", sondern einen Gebührenzettel!

Johann Habakuk Israel, Berlin

Vermutlich würde mehr Liquidität (Bargeld, Sichteinlagen) gehalten und es käme weniger Geld in den Umlauf, was deflationär wirken würde. Statt einer Abschaffung des Zinses sollte lieber eine Gebühr auf Geldhaltung erhoben werden, die diejenigen belohnt, die ihr Geld wieder in den Wirtschaftskreislauf bringen und diejenigen bestraft, die es dem Kreislauf entziehen.

Philipp Domschke , Dresden

Da die Regulierung des Geldmarktes weg brechen würde, wäre Geld praktisch Wertlos! Wäre sicher lustig, jeder könnte sich so viel Geld leihen wie er nur will! Da dadurch keine Mehrkosten entstehen würden. Wenn man eine Summe zurück Zahlen muss, kann man sich einfach neues Geld leihen. Ohne irgendwann Zahlungsunfähig bzw. Verschuldet zu sein! Ein Paradies auf Erden! Jeder kann sich endlich kaufen, was er sich schon immer erträumt hat! Es gäbe keine Armut, kein Hunger und keine Obdachlosen mehr....nur....wer geht denn dann noch Arbeiten……

mh, Berlin

Das wäre wohl das Ende des Kapitalismus wie wir ihn kennen. Irgendein Ökonom hat darüber mal spekuliert, habe aber vergessen, welcher.

Peter Silie, Olympus Mons

Die Banken,die armen,könnten sich keine Prunkpalaste mehr in unseren Innenstädten bauen...

R.N., Krefeld

Tendenziell würde niemand mehr Geld sparen und alles angesparte Geld und die laufenden Einkommen in den Konsum bzw. in Sachwerte fließen. Alle Leute würden ihre Geldhaltung auf ein Minimum zurückfahren. Die mangelnde Geldnachfrage ist bei der vorhandenen Geldmenge gleichbedeutend mit einem Überangebot an Geld bzw. mit einer Entwertung des Geldes. Niemand wird mehr bereit sein, Konsumgüter oder Sachwerte gegen Geld zu verkaufen. Das Geld verliert seine Funktion und es wird sich eine Natural-Tauschwirtschaft entwickeln.

Niederkruger, Bielefeld

Die Weltwirtschaft würde sich normalisieren und nach heftigen Umgewöhnungen würde eine Art Paradies auf Erden anbrechen, da der widernatürliche Wachstumswahn seine Ursache und Grundlage verloren hätte ...

johann

es würden gebühren und risikoprämien für gegebene darlehn prozentual berechnet und kassiert. also alles wie gehabt.

Armin, Bremen

Zinsen sind keine Leistung. Zinsen sind wie Pornografie für eine impotente Wirtschaft. Zinsen spiegeln den Irrsinn des Menschen : Wenn ich gebe dann möchte ich aber mehr zurückhaben. Für eine Wirtschaft ohne Zinsen ist der Mensch nicht menschlich genug.

Teamdreamer, Hamm

Die Matheschulbücher müssten neu geschrieben werden.

KRÜGER; UWE 44879 Bochum

Die Verbraucher würden völlig unkontrol- liert noch mehr Müll kaufen als jetzt!!!!

Udo Jäckel, Ennigerloh

Es würde endlich den Zusammenbruch unseres ungerechten Wirtschaftsystems herbeiführen!!

Zinshai

Die Konsequenz, dass kein Geld mehr verliehen würde, da der Zins der Preis für die zeitlich begrenzte Verfügung über fremdes Geld ist. Und wenn sich mit dem Verleih von Geld nichts mehr verdienen lässt, lässt man ihn bleiben.

Anon Böblingen

Das wäre eine Kriegserklärung für ein bestimmtes volk mit einer Bestimmten religion. Den das Leben und Religion dieser Menschen basiert auf Geld und Zinsen. Ich würde es Einführen damit sie mit ihrem schweiss ihr Geld verdienen.

Alex, Augsburg

Die Abschaffung des Zinses würde zunächst Banken zu Geldaufbewahrungsanstalten degradieren, die für diese Dienstleistung Gebühren verlangen würden. Es würde keine Kredite mehr geben, ganze Staaten wären nicht mehr in der Lage ihre Ausgaben zu decken. Der weltweite Geldfluss käme weitgehend zum erliegen. Relativ schnell würden sich andere "Gebühren-Modelle" für das Leihen von Geld etablieren.

Robert Mittelstaedt, München

Welche Konsequenzen hätte die Abschaffung der Zinsen? Wie sollte der Zins abgeschafft werden? Durch ein Verbot? So wie das nach dem Willen der christlichen Kirche in Mittelalter der Fall war? Oder heute im Islam? Welche Konsequenzen hatte das, bzw. hat die Abschaffung des Zinses durch Verbot? Ganz einfach: es wurde/wird umgangen. Ein Verbot ist sinnlos! Weshalb soll der Zins denn "abgeschafft" werden? Ist irgendwas faul damit? Iiwo, Zins ist doch was Wunderbares. Da legt man sauer verdientes Geld aufs Sparkonto und wenn man schön spart und dann noch ein bisschen wartet, dann kriegt es Junge und wird mehr. Wunderbar! Wieso abschaffen? Geld arbeitet, wie jeder aus den Anzeigen der Banken weiss: "Lassen Sie Ihr Geld bei uns arbeiten!" Und brav wie es ist, das liebe Geld, stellt es sich an die Werkbank und schuftet und arbeitet, und das alles für die guten Sparer. Das hat zwar noch niemand gesehen, wie Geld arbeitet, aber das ist ja auch nicht nötig, solange sich die Summe auf dem Sparkonto von selbst vermehrt... Also nochmal die Frage: wozu den Zins abschaffen? Wenn was faul wäre damit, dann machte das Sinn. Ich hab mir jetzt einen 10-Euro-Schein aus der Tasche geholt und betrachte ihn genauer. Wie der das wohl macht, dass er mehr wird? Irgendwie kann ich mir jetzt nicht mehr recht vorstellen, dass der sich irgendwo an eine Werkbank stellen würde. Hm, grübel. Da fällt mir ein, dass ich vor Jahren schon über ein Experiment gelesen habe, das jemand angestellt hatte. Er hatte einen männlichen 200-Markschein und einen weiblichen 100-Markschein fein säuberlich aufeinander auf ein kleines Kissen gelegt und in eine Schublade getan. Als er die Schublade nach neun Monaten wieder öffnete, lagen die Scheine noch genauso da wie vorher. Keine kleinen Markstücke dabei. Nichts. Ein anderer hatte - weil immer so viel vom Wachstum der Wirtschaft die Rede ist - einen Hundertmarkschein in einen Blumentopf gepflanzt und jeden Tag ordentlich gegossen. Nichts. Der Hundertmarschein hat nicht getrieben, keine Markstücke als Früchte hervorgebracht. Stattde! ssen ist er verfault! Wo die Banken das wohl her haben, dass Geld arbeiten würde. Oder wachsen. Seltsam... Aber so richtig ins Grübeln bin ich gekommen, als ich dann den CDU-Politiker Heiner Geißler während einer Fernsehdiskussion vor zwei Jahren oder so sagen hörte: "Kapitalismus ist staatlich sanktionierter Diebstahl!" Kann das wirklich sein? Nein, das hat der doch nicht ernst gemeint, oder? Aber andererseits hört man überall, dass die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden. Und wenn man dann - nur mal so theoretisch überlegt - den Zins abschaffte, würden dann die Reichen nicht mehr reicher und die Armen nicht mehr ärmer? Wäre das die Konsequenz? Aber den Zins abschaffen funktioniert ja nicht, hat im Mittelalter nicht funktioniert und funktioniert im Islam auch heute nicht. Was kann man also tun? Vielleicht sollte man die Vorgänge etwas genauer anschauen, in denen das Geld benutzt wird. Wie wird es benutzt? Wofür? Könnte es sein, dass wir seit Jahrhunderten Opfer einer kollektiven Wahnvorstellung geworden sind, was die Aufgabe und Funktionsweise des Geldes betri! fft? Ich finde, wir sollten diese Möglichkeit mal in Betracht ziehen. Wenigstens spasseshalber. Nur...nur...theoretisch natürlich!

Silverhair

Geld wäre nur noch reines Hilfstauschmittel, Die Kapitalmärkte,Aktienbörsen - Unternehmensgewinne würden verschwinden, und Geld als Selbstzweck würde auch verschwinden. Und vielleicht würde Ausbeutung genauso wie Arbeitslosigkeit verschwinden - aber das wäre nur eine dünne Hoffnung.

Uwe, USA

Dann wuerde keiner mehr Geld verleihen - lohnt sich ja nicht. Also kann auch niemand mehr einen Kredit aufnehmen. Folglich muss alles mit Cash bezahlt werden, Pump ist nicht mehr. Kapital koennte sich dann nur noch vermehren, wenn man etwas fuer X Euros kauft, um es dann fuer X + irgendwas wieder verkauft. Wahrscheinlich wuerden sich dann die Banken fuer die Vermittlung solcher Geschaefte bezahlen lassen (sonst wuerden sie ja alle Pleite gehen).

Rudolf Rippler, Wilhelmsfeld

Der Zins ist ein Mechanismus, durch den sich die Geldmenge von selbst vermehrt. Über ein Jahr macht das wenig, aber über Jahrzehnte machen sich die Folgen doch bemerkbar. Dem aus dem Nichts geschaffenen Geld stehen keine Werte gegenüber. Im Prinzip so, als würde man einfach Geld drucken. Aber ohne Zinsen würde niemand Geld verleihen. Das könnte dan nur eine non-Profit-Organisation tun, der Staat wohl. Und der würde es drucken müssen, um es verleihen zu können ...

Norbert Rost, Dresden

Die Abschaffung des Zinses könnte die Auflösung des Universums hervorrufen. Welche Auswirkungen die ABSCHAFFUNG des Zinses hätte ist eine philosophische Frage. Und einfach wird das sowieso nicht. Alles, was möglich ist, ist den Zinssatz auf 0% zu senken. Man stelle sich vor, daß auf alle in einer Wirtschaft investierten Gelder keinerlei Zins, also keinerlei Rendite mehr gezahlt wird. Dies würde bedeuten, daß niemand mehr etwas bekommt, nur weil er etwas HAT. Jeder würde nur noch etwas bekommen, wenn er etwas TUT. Es würde bedeuten, daß die wenigen schwerreichen Menschen auf diesem Planeten "nur noch" das besitzen, was sie besitzen, aber nicht ständig noch reicher werden. Es würde zugleich bedeuten, daß die Armen nicht ständig noch ärmer würden, denn jemand muß das, was die Reichen erhalten, ja schließlich abgeben. Und das sind derzeit 95% der Bevölkerung, die die Zinsen der Reichen über die Preise mitbezahlen. Ein Zinssatz von 0% würde zudem Investitionen in Kultur, Soziales und Bildung erst "rentabel" machen. Wenn nämlich keine Rendite, also kein Zins mehr erbracht werden muß, werden auch jene Investitionen möglich, die bislang nicht finanzierbar waren. Dazu gehören ebenso Investitionen in den Umweltschutz. Würde der Zins auf 0% fallen, so wäre es nicht mehr profitabel, die Wälder des Planeten heute zu roden, sie in Geld einzutauschen und dieses Geld "Zinsen erarbeiten" zu lassen. Die Wälder würden erst geschlagen, wenn sie tatsächlich gebraucht würden. Würde der Zins auf 0% fallen, so würden die Volkswirtschaften nicht mehr einen zwangsläufigen Verschuldungszwang unterliegen, der regelmäßige Wirtschaftskrisen, Massenarbeitslosigkeit, Elend und Währungskrisen hervorruft. Der wegfallende Wachstumszwang der Volkswirtschaften könnte dazu führen, daß der Mensch kurz vorm Aussterben noch die Kurve kriegt, denn ansonsten setzt er seinen Planet in absehbarer Zeit gegen einen Baum. Aber sonst nix weiter.

Dr. Rudolf Steiner, Mitteleuropa

Geld würde altern wie ein Lebensmittel! Es würde, je länger man es hortete, immer weniger wert. Also müsste man es möglichst bald wieder ausgeben, d.h. in Umlauf bringen. Geld ist nämlich auch Energie, und die muss fließen! Die große "Verstopfung", die wir heute erleben, gäbe es nicht! - Aber wo ist der Herakles, der den kollektiven Saustall ausmistet? Von den Regierenden ist da leider nichts zu erwarten, aber in ein paar Jahren kommt eh der große Zusammenbruch. Vielleicht wachen da endlich einige auf! Ein Tip: Legt Euer Geld nicht bei den Banken an, sondern gebt es zinsfrei den Biobauern. Eine bessere Altersvorsorge gibt's nicht!

Oldy Canada

Der Zins kann nicht "abgeschafft" werden und darum ist diese Frage sinnlos. Die Weltreligionen versuchten alle, den Zins abzuschaffen und es gelang keiner. Der Zins kann überwunden werden, aber dazu muss das Geldwesen verändert werden. Es muss dem Geldbesitzer unmöglich gemacht werden, Zins zu erpressen. Dann verschwindet der Zins von selber,

Tobias, Stuttgart

Niemand hätte Interesse daran, das Risiko des Geld-Verleihens (an Fremde) auf sich zu nehmen. Ich könnte keine Hypothek für ein Haus aufnehmen und müßte 30 Jahre sparen, bis ich mir eines kaufen könnte. Unsere Wirtschaft beruht aber (seit alters her) darauf, daß man für seine Arbeit / sein Risiko ein klein wenig mehr bekommt, als man aufgewendet hat. Und ohne Zins? Undenkbar.

Orlando, Bensheim

tja als erstes würden sich die banken verabschieden, denn die leben ja schließlich von der differenz zwischen soll- und habenzinsen, und die wirtschaft muss sich erstmal an die neue situation gewöhnen, aber ansonsten würde sich nicht viel verändern, denn das geld ist ja nach nach wie vor da... und irgendein cleverle kommt irgendwann wieder auf die idee, zinsen zu verlangen usw... halleluja

Sascha, Essen

A) Kein Zins würde bedeuten mehr Investitionen! DA: - Dadurch das mein Geld auf der Bank jeden Tag an Wert verliert (Inflation) hätte zur volge, das der "normale" Konsument weniger spart und mehr Ausgibt -> Verbraucherinvestitionen - Der "Großkapitalist" auf der anderen Seite könnte seine Kohle nicht mehr einfach verleihen, sondern müsste sich lukrative Unternehmen suchen, die er mit seinem Geld ausstattet, um am Gewinn beteiligt zu werden. B) Kein Zins würde bedeuten das der Staat morgen Insolvenz anmeldet. - Da die Ausgaben die einnahmen übersteigen müsste sich Hr. Eichel Geld (Zinslos) leihen um den Laden KURZFRISTIG (wie zur Zeit) am laufen zu halten. Da wohl niemand sein Geld herschenkt, leben wir wenig später ohne Regierung und werden von Europa aus verwaltet

Boris Koslowski, Erfurt

Gabs ja schonmal im Mittelalter: das Zinsverbot der Kirche. War in löblicher Absicht als Mittel gegen den Wucher geplant, in der Realität wurde es aber über diverse "Nebengeschäfte" als Zinsersatz übergangen, z.B. Schenkungen, Erbschaften etc. Mein Fazit: Was auch immer damit bezweckt werden mag - es klappt nicht.

fritz aus münchen

erst mal müßte das weltweit gemacht werden sonst ist es wirkungslos. die wohl wichtigste folge wäre, dass die speicherfunktion des geldes weg wäre, und "as "heute auf pump kaufen und morgen bezahlen". dann würden auf alle fälle alle banken pleite machen, die ja vom aus der differenz des zinses aus geldbesorgen (gegen zins) und geldverleihen (gegen zins) ihre vorstände üppigst und mitarbeiter alimentieren und ihre gruften bauen. und der deutsche bankvorstand könnte endlich mal einen sog.1-€-job annahmen.

andi

kapitalisten wären gezwungen doch arbeiten zu gehen anstatt ihr vermögen für sich arbeiten zu lassen! die regierung könnte endlich effektiv gegen die staatsverschuldung angehen und der wachstumszwang unserer wirtschaft würde entfallen da niemand mehr die zu zahlenden zinsen erwirtschaften muss! also lasst die zinsen auf beinahe 0 senken und führt lieber eine gebühr auf geldvermögen ein um den kapitalismus zu bezwingen! jeder der sich mit dem thema ernsthaft beschäftigen will sollte mal bei google nach freiwirtschaft suchen :-)

Buch Wolfgang, Enkenbach-Alsenborn

Es würde nicht so viel Geld "anglegt" sondern ausgegeben. Unser Wirschaftssystem wäre nicht zum ständigen Wachstum gezwungen (... um die durch Zins wachsenden Geldvermögen zu bedienen...) Kurzum: Es wäre ein Segen für die allermeisten von uns.

Patrick , Remscheid

Niemand würde mehr sparen, wieso auch wenn man nichts mehr dafür bekommt. Alle (auch der Staat) würde sich verschulden, da ja auch keine Zinsen mehr auf die Schulden kommen würden, was angenehm und verlockend wäre. Immer mehr Geld würde von der ZentralBank abgeholt werden, woduch sehr viel im Umlauf wäre, was zu starker Inflaztion führen würde. Die ja bekanntlich zur Kapitalflucht, Boom des Schwarzmarkts, und zur Preis-Lohn-Spirale führt. Die Schuldner freuen sich da sie ja nun nicht mehr viele Schulden haben, doch die Gläubiger würden auf die Barrikaden gehen. Ein beispiel: Im Januar hatte A bei B 1000€ Schulden. Wenn man dafür was bekommt, ist das viel Geld, doch zwei Monate später bekommt man dafür nicht mal ein Brot. B guckt in die Röhre, während A sich einen Ast abfreut und seine 1000€ Schulden mit einem Stück Seife abbezahlt.

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