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Neue Theorie: Warum der Monsterhai Megalodon ausgestorben ist

Er war einer der größten Meeresräuber, der je auf unserem Planeten lebte: Bis zu 20 Meter lang wurde ein Megalodon, der große Verwandte des Weißen Hais. Seine Beute waren kleine Wale. Doch als diese verschwanden, geriet der Urzeit-Gigant in Schwierigkeiten.

Megalodon

Eine künstlerische Darstellung zeigt Megalodon bei der Jagd

Die Urangst, die viele Menschen vor Haien haben, ist größtenteils unbegründet: Obwohl Haiangriffe immer wieder vorkommen, sind die Chancen, einem der Meeresräuber beim nächsten Badeurlaub zum Opfer zu fallen, verschwindend gering. Doch wenn Megalodon heute noch die Weltmeere bevölkern würde, wäre das Machtgefüge ein anderes. Mit einem Kiefer von bis zu drei Metern und einer geschätzten Länge von bis zu 20 Metern war Megalodon ein Hai, der Wale jagte. Doch wie einige Wissenschaftler nun glauben, waren eben jene Wale - oder besser: das Verschwinden einiger Arten - der Faktor, der dem Urzeit-Riesen vor 2,6 Millionen Jahren zum Verhängnis wurde.

Eine detaillierte Analyse, durchgeführt anhand von Fossilien, hat Forschern nun offenbart, welche Säugetiere vor sieben Millionen Jahren auf Megalodons Speisekarte standen. Biss-Spuren an den fossilen Überresten zeigen, dass besonders eine Reihe von heute ausgestorbenen Zwergwalen (u.a. Piscobalaena) , den riesigen Appetit des Urzeit-Räubers stillten.

Warum starb Megalodons Nahrung aus?

Alberto Collareta von der Universität Pisa und Hauptautor der neuen Studie sagte dem Wissenschaftsmagazin "New Scientist": "Das Verschwinden des letzten Hais mit riesigen Zähnen könnte mit dem Rückgang mehrerer kleiner, bis mittelgroßer Bartenwalen zusammenhängen, die von den heutigen, riesigen Bartenwalen verdrängt wurden." Der Blauwal beispielsweise ist das größte Tier, das jemals auf unserem Planeten lebte. Ausgewachsene Exemplare wären mit einer Länge von bis zu 33 Metern wohl auch für Megalodon zu groß gewesen.


Doch warum starben die kleineren Baartenwale, die in Küstennähe lebten und Megalodons Hauptspeise waren, aus? Wissenschaftler vermuten, dass Klimaveränderung der Grund war. Demnach führte eine Abkühlung des Weltklimas dazu, dass viel Wasser an den Polkappen eingeschlossen wurde und somit der Meeresspiegel sank. Dadurch veränderten sich die Lebensbedingungen für kleinere Bartenwale, die in Küstennähe lebten. Riesige Walarten wie Blau- oder Finnwale, die hingegen im offenen Meer leben, profitierten von den klimatischen Veränderungen.

"Es könnte sein, dass er sich von Walkadavern ernährte"

Zudem liegen die Nahrungsquellen großer Bartenwaale häufig in kälteren Meeresregionen, während Megalodon wohl eher wärmere, küstennahe Jagdgründe bevorzugte. Doch bedarf es laut Forschern noch weiterer Studien, um herauszufinden, auf welche Beutetiere es Megalodon wirklich abgesehen hatte. Es gebe auch Hinweise, dass sich der Urzeit-Hai gelegentlich von größeren Meeressäugern ernährte. Unklar ist derzeit, ob diese noch lebten, als sie zur Beute wurden, ober ob Megalodon möglicherweise auch Aas verspeiste. Dana Ehret vom Alabama Museum of Natural History sagte gegenüber "New Scientist", "es könnte sein, dass er sich auch von Walkadavern ernährte, wie Weiße Haie es auch heute tun."

Eine Studie aus dem vergangene Jahr deutet zudem darauf hin, dass auch zusätzlicher Wettbewerb um durch Weiße Haie und Orcas dazu geführt haben könnten, dass Megalodon nicht bis in die heutige Zeit überlebte.

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Als Kind vom Filmklassiker "Der Weiße Hai" fasziniert - doch zunächst verängstigt, entdeckte Fotograf Michael Mueller Schritt für Schritt seine Leidenschaft für diese Tiere. "Ich habe in jungen Jahren vor der Küste San Franciscos gesurft, wo viele Weiße Haie leben und oft neben den Surfern Robben angreifen", sagt er. Vor rund 10 Jahren habe er sich entscheiden, ohne Käfig mit ihnen zu tauchen. 


amt

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