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Wildkatzen tigern auch durch deutsche Wälder

Die bedrohte Europäische Wildkatze breitet sich in deutschen Wäldern weiter aus. Das zeigt eine aktuelle Studie. Auch in der Nähe von Großstädten streifen die seltenen Tiere durchs Gehölz.

  So eine Wildkatze bekommt man eher selten zu Gesicht, diese lebt im Schaugehege des Wildkatzendorfes in Hütscheroda bei Eisenach. Die Tiere sind extrem scheu, dennoch siedeln sie sich auch in Wäldern nahe Großstädten an.

So eine Wildkatze bekommt man eher selten zu Gesicht, diese lebt im Schaugehege des Wildkatzendorfes in Hütscheroda bei Eisenach. Die Tiere sind extrem scheu, dennoch siedeln sie sich auch in Wäldern nahe Großstädten an.

Die Europäische Wildkatze ist eine Ureinwohnerin in deutschen Wäldern, sie ist aber in weiten Teilen nahezu ausgestorben. Nur auf wenige Tausend Tiere wird der Bestand in verbleibenden Rückzugsgebieten geschätzt. Nun zeigen vorläufige Ergebnisse einer ersten bundesweiten Inventur, dass sich die extrem scheue Art hierzulande weiter ausbreitet.

Dabei gibt es auch eine Überraschung: Selbst in Waldgebieten in unmittelbarer Nähe von Großstädten scheinen sich die Tiere wohlzufühlen. So zeigte die Untersuchung, dass auch im städtischen Ballungsgebiet von Bonn Wildkatzen durch das Gehölz streifen. Im Waldgebiet Kottenforst leben mindestens elf Exemplare. Bisher war nicht bekannt, dass die Tiere dort vorkommen.

Die Studie des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und des Bundesamts für Naturschutz (BfN) wurde am Montag vorgestellt. Nach BUND-Schätzungen leben derzeit etwa 5000 bis 7000 Wildkatzen in ganz Deutschland. Die größten Populationen gibt es in der Eifel, im Hunsrück, im Pfälzer Wald, im Harz und im Nationalpark Hainich in Thüringen, daneben kommen kleinere Bestände etwa auch im Hessischen Bergland und im Bayrischen Wald vor. Vor einigen Monaten waren erstmals auch Tiere im Odenwald nachgewiesen worden. Weitere endgültige Ergebnisse aus anderen Regionen liegen noch nicht vor.

Oft für verwilderte Haustiere gehalten

Die Wildkatzen leben in naturnahen Laub- oder Mischwäldern mit Totholz. Die zurückgezogen lebenden und überaus scheuen Waldbewohner werden kaum von Menschen gesichtet. Als im Bestand gefährdete Tiere dürfen sie zwar nicht bejagt werden, mitunter werden sie aber zum Opfer, weil sie für verwilderte Haustiere gehalten werden.

Dabei sind sie keine streunenden Hauskatzen, sondern von anderer genetischer Herkunft und von deutlich kräftigerem Wuchs. Die Zerstückelung von Waldgebieten hat dazu geführt, dass der Lebensraum der Wildkatzen beschnitten wurde.

Der BUND untersucht im Projekt "Wildkatzensprung" erstmals bundesweit die Verbreitung, die Verwandtschaftsverhältnisse und die Wanderung von Wildkatzen mit Hilfe der Genetik, bis 2017 soll eine umfassende Gendatenbank stehen.

Lux, Baummarder und Wildkatze besser schützen

Bei der Analyse werden sogenannte Lockstöcke eingesetzt: Holzstöcke werden mit Baldrian besprüht, von denen die Wildkatzen angelockt werden. Reiben sich die Tiere an den Stöcken, bleiben Haare hängen, die dann im Forschungsinstitut Senckenberg in Frankfurt am Main analysiert werden.

Der BUND strebt den Aufbau eines Netzes von Waldkorridoren auf einer Gesamtlänge von 20.000 Kilometern an, um das Revier von Wildkatzen zu erweitern und auch andere bedrohte Tierarten wie den Luchs oder den Baummarder besser zu schützen. "Die Wildkatze hat ihren mitteleuropäischen Verbreitungsschwerpunkt in Deutschland und wir haben damit auch eine besondere Verantwortung zu ihrem Erhalt", sagte BfN-Präsidentin Beate Jessel.

Weite Ackerflächen oder Straßen bilden für die Tiere, die bisher in regional isolierten Waldgebieten vorkommen, meist unüberwindbare Hindernisse. Ein genetischer Austausch ist für isolierte Kleinpopulationen überlebenswichtig.

Edgar Bauer/DPA/DPA

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