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Jeder zweite Bio-Apfel kommt aus dem Ausland

Die Nachfrage steigt: Sieben Milliarden Euro geben die Deutschen inzwischen für Biolebensmittel aus. Der Ökolandbau hinkt jedoch hinterher. Ein Großteil der Bioprodukte wird mittlerweile importiert.

  Die Hälfte der Äpfel aus ökologischem Anbau, die in Deutschland verkauft werden, stammt aus dem Ausland.

Die Hälfte der Äpfel aus ökologischem Anbau, die in Deutschland verkauft werden, stammt aus dem Ausland.

Der Öko-Landbau in Deutschland hinkt der steigenden Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln einer Studie zufolge immer stärker hinterher. Während sich das Handelsvolumen mit Bio-Essen seit dem Jahr 2000 verdreifacht habe, hätten sich die ökologisch bewirtschafteten Flächen in Deutschland nur verdoppelt, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" am Dienstag unter Berufung auf eine Studie der Universität Bonn. "Jeder zweite Bio-Apfel und jede zweite Bio-Möhre, die in Deutschland verkauft werden, stammen inzwischen aus dem Ausland", heißt es darin.

Demnach geben die Deutschen inzwischen gut sieben Milliarden Euro für Obst, Gemüse und andere Lebensmittel aus biologischem Anbau aus. Von dem Bio-Boom profitierten jedoch vor allem Bio-Bauern in anderen Ländern: So seien in Polen 2004 knapp 83.000 Hektar Land ökologisch bewirtschaftet worden, im Jahr 2010 schon 522.000 Hektar. Dies sei ein Plus von 531 Prozent. In Frankreich betrug der Zuwachs laut der im Auftrag der Grünen erstellten Studie 58 Prozent, in Deutschland hingegen nur 29 Prozent.

kmi/AFP/AFP

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Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo

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