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Physik-Nobelpreis geht an zwei Teilchenforscher

Der diesjährige Nobelpreis im Bereich Physik geht an den Japaner Takaaki Kajita und Arthur B. McDonald aus Kanada. Die zwei wurden für ihre Forschungen im Bereich der Teilchenforschung ausgezeichnet.

Die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften würdigt die Forschungen von Takaaki Kajita und Arthur B. McDonald und verleiht ihnen den Physik-Nobelpreis 2015.

Die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften würdigt die Forschungen von Takaaki Kajita und Arthur B. McDonald und verleiht ihnen den Physik-Nobelpreis 2015.

Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr an den Japaner Takaaki Kajita und den Kanadier Arthur McDonald (72) für den Nachweis, dass Neutrinos eine Masse besitzen. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Dienstag in Stockholm mit. Die höchste Auszeichnung für Physiker ist mit umgerechnet etwa 850 000 Euro (8 Millionen Schwedischen Kronen) dotiert.

"Der diesjährige Preis handelt von Zustandsveränderungen von einigen der am reichlichsten vorhandenen Bewohner des Universums", sagte Göran Hansson, Generalsekretär der Akademie. Die Ergebnisse der beiden Wissenschaftler seien der Schlüssel für die Experimente gewesen, bei denen gezeigt wurde, dass Neutrinos ihre Zustände verändern können, hieß es in der Begründung. Diese Metamorphosen
wiederum seien ohne Masse nicht möglich.


Neutrinos sind elektrisch neutrale Elementarteilchen. Ihre Masse ist sehr gering. "Für über ein halbes Jahrhundert haben wir gedacht, dass Neutrinos keine Masse haben", sagte Nobeljurorin Olga Botner. "Jede Sekunde passieren Milliarden von Neutrinos unseren Körper."

Am Montag war der diesjährige Medizin-Nobelpreis an die Chinesin Youyou Tu, den gebürtigen Iren William Campbell und den Japaner Satoshi Omura gegangen. Die drei Forscher haben effektive Wirkstoffe gegen Parasiten-Infektionen wie Malaria und Flussblindheit entdeckt.

Die feierliche Überreichung der Auszeichnungen findet traditionsgemäß am 10. Dezember statt, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel.

Im vergangenen Jahr hatten die gebürtigen Japaner Isamu Akasaki, Hiroshi Amano und Shuji Nakamura den Physik-Nobelpreis für die Entwicklung blau leuchtender Dioden erhalten. Diese ermöglichen helle und energiesparende Lichtquellen.

lst/DPA

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