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Medizin-Nobelpreis geht an Forscher aus Japan und Großbritannien

Der Nobelpreis für Medizin geht in diesem Jahr an die Stammzellenforscher John B. Gurdon aus Großbritannien und Shinya Yamanaka aus Japan.

  Der Brite John B. Gurdon und der Japaner Shinya Yamanaka werden für ihre Arbeit auf dem Gebiet der Stammzellenforschung mit dem Medizin-Nobelpreis geehrt

Der Brite John B. Gurdon und der Japaner Shinya Yamanaka werden für ihre Arbeit auf dem Gebiet der Stammzellenforschung mit dem Medizin-Nobelpreis geehrt

Die Wissenschaftler John B. Gurdon aus Großbritannien und Shinya Yamanaka aus Japan würden für die Rückprogrammierung reifer Zellen in pluripotente Stammzellen mit dem Medizin-Nobelpreis geehrt, gab die Nobel-Jury des Karolinska-Instituts am Montag in Stockholm bekannt. Ihre Entdeckungen hätten das Verständnis der Entwicklung von Zellen revolutioniert.

Der 1933 geborene Biologe Gurdon hatte bereits 1962 entdeckt, dass die Spezialisierung von Zellen rückgängig gemacht werden kann - damals war sein Co-Preisträger Yamanaka noch gar nicht geboren. Dieser fand mehr als 40 Jahre später heraus, wie adulte Zellen bei Mäusen wieder zu "unreifen" Stammzellen - den so genannten induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS-Zellen) umprogrammiert werden können, wie die Jury erläuterte.

Damit hätten die beiden Forscher "unser Verständnis von der Entwicklung von Zellen und Organismen revolutioniert", erklärte die Nobel-Jury. Es seien neue Möglichkeiten geschaffen worden, Krankheiten zu erforschen sowie neue diagnostische und Therapiemethoden zu entwickeln.

Embryonale Stammzellen nicht mehr notwendig

Der große Vorteil der Forschungserkenntnisse von Gurdon und Yamanaka besteht darin, dass im Kampf gegen Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson nicht mehr auf embryonale Stammzellen zurückgegriffen werden müsste - dies ist ethisch höchst umstritten. Zudem könnte das Risiko der Abstoßung der Zellen erheblich verringert werden, weil diese aus dem Körper des Patienten gewonnen werden könnten.

Der 50-jährige Yamanaka ist ursprünglich Chirurg, wechselte dann aber in die Forschung und heute an der Universität von Kyoto. Gurdon arbeitet seit 1972 an der britischen Universität Cambridge. Im schwedischen Radio äußerte er sich "überrascht und sehr dankbar" dafür, dass ihm der Nobelpreis für eine vor so langer Zeit gemachte Arbeit zuerkannt worden sei. Zugleich würdigte er Yanamakas "phantastische Arbeit". Dieser drückte in einer ersten Reaktion in dem Sender ebenfalls seine Überraschung und Freude aus. Die beiden waren von der schwedischen Presse bereits als Favoriten gehandelt worden.

Im vergangenen Jahr hatten drei Wissenschaftler auf dem Gebiet des menschlichen Immunsystems den Preis zuerkannt bekommen. Neben dem US-Forscher Bruce Beutler und dem Franzosen Jules Hoffmann war der Kanadier Ralph Steinman geehrt worden, der allerdings kurz vor der Bekanntgabe des Preises gestorben war.

8 Millionen statt 10

Mit der Bekanntgabe des Medizin-Nobelpreises hat der diesjährige Reigen der Nobelpreise begonnen. Am Dienstag wird die Auszeichnung für herausragende Leistung in der Physik vergeben, am Mittwoch der Preis für Chemie. Am Donnerstag wird der Träger des Literaturnobelpreises bekanntgegeben, am Freitag der mit besonderer Spannung erwartete Träger des Friedensnobelpreises. Am Montag kommender Woche wird der Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften gekürt.

Aufgrund der Wirtschaftskrise ist jeder der renommierten Preise dieses Jahr nur mit acht statt mit zehn Millionen schwedischen Kronen (knapp 930.000 Euro) dotiert. Die Auszeichnungen werden am 10. Dezember in Stockholm übergeben, dem Todestag von Alfred Nobel, dem Namensgeber des Preises.

ivi/AFP/AFP

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