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Gesunde Ansichten

Wer oft auf den Monitor starrt, braucht ein gutes Gerät, das richtig steht.

47 Prozent aller im Büro Arbeitenden leiden an Nackenschmerzen. Auch Nervosität, Augen- und Kopfschmerzen treten häufig auf. Solche Beschwerden lassen sich aber vermindern, wenn nicht gar ganz vermeiden. Die Voraussetzung ist ein guter Monitor, der richtig auf- und eingestellt ist. Die Stiftung Warentest hat 18 Flachbildschirme mit rund 55 bis 61 Zentimeter Bilddiagonale getestet: Bis auf drei schneiden alle gut ab.

Ermüdend für die Augen ist es, wenn Spiegelungen auf dem Bildschirm sie ablenken. Lockten vor einem Jahr noch viele Anbieter mit Glanzoptik, feiern nun die matten Monitore ihr Comeback. Im Vortest vor einem Jahr gab es im Prüfpunkt Reflexionen nur dreimal eine gute Note. Im aktuellen Test schneiden hier fast alle geprüften PC-Monitore gut ab - oder sogar sehr gut. Der einzige spiegelnde und deshalb in diesem Punkt mangelhafte Bildschirm ist der Asus VG236H für 465 Euro.

Großen Monitor entlastet Augen

Ein guter Monitor zeichnet sich auch durch seine Einstellmöglichkeiten aus. Hier könnte noch manches verbessert werden. So lassen sich viele Geräte nicht in der Höhe verstellen. Das ist aber wichtig, denn Nacken- und damit verbundene Kopfschmerzen hängen oft mit zu hohen Bildschirmen zusammen. Die Empfehlung, dass die oberste Bildschirmzeile etwa in Augenhöhe sein soll, ist überholt. Stattdessen steht der Monitor ideal, wenn der Blick darauf leicht nach unten geht.

Testsieger aus Ergonomiesicht ist der Dell U2211H für 255 Euro. Er bietet neben einem guten Bild und Menü als einziger Monitor im Test ein sehr gutes Handhabungsurteil. Mit 30 Zentimetern Gesamthöhe ist er erfreulich niedrig, große Menschen können ihn 10 Zentimeter höher stellen. Zudem lässt er sich drehen und recht weit nach hinten kippen.

Wer viel am Rechner liest, sollte genügend Platz schaffen für einen großen Monitor. Der Vorteil: Es passt mehr Text drauf, man muss weniger scrollen - das entlastet die Augen. Beim Auf und Ab dagegen suchen sie jedes Mal die entsprechende Textstelle neu. Um die Augen zu entlasten, sollte der Monitor außerdem parallel zum Fenster stehen.

Monitore mit eingebautem Fernsehempfänger

Ideale Voraussetzungen für Computerspiele liefern die beiden Monitore mit dem besten Bild: Acer GD245HQbid für 350 Euro und LG W2363D für 360 Euro. Sie schaffen es, pro Sekunde 120 Bilder auf dem Bildschirm zu erzeugen. Damit laufen schnelle Bewegungen in Spielen sichtbar flüssiger und gleichmäßiger ab. Auch flimmerfreie 3D-Spiele sind mit zusätzlich gekaufter 3D-Software und -Brille möglich.

Für alle mit wenig Platz eignen sich Monitore mit eingebautem Fernsehempfänger. Der Acer M230HML für 315 Euro und der LG M2380D für 290 Euro liefern als PC-Monitor ein gutes Bild, die Qualität der Fernsehbilder ist befriedigend. Mit Fernsehern ihrer Größe können sie mithalten, nicht aber mit den besten der üblicheren, größeren Fernsehmodelle. Beide TV-Monitore empfangen sowohl analoge Kabel- als auch digitale Fernsehsignale (DVB-T). Für einen ordentlichen Sound sollten die Monitore aber an eine externe Stereoanlage angeschlossen werden.

Alle Informationen über den Test finden sie auf test.de sowie in der Ausgabe 02/2011 der Zeitschrift "test".

Stiftung Warentest

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