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Rauchen tötet sechs Millionen pro Jahr

Trotz Aufklärungsarbeit: Fast sechs Millionen Menschen sterben jährlich an den Folgen des Rauchens. Je ärmer das Land, desto höher die Todeszahlen.

  Tödlicher Qualm: Nach WHO-Angaben sterben jährlich fast sechs Millionen Menschen an den Folgen des Rauchens

Tödlicher Qualm: Nach WHO-Angaben sterben jährlich fast sechs Millionen Menschen an den Folgen des Rauchens

Die Zahlen sind erschreckend: Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jährlich fast sechs Millionen Menschen an den Folgen des Rauchens. Unter den vermeidbaren Todesursachen stehe das Rauchen weiterhin an erster Stelle, teilte die WHO auf einer Konferenz in Panama-Stadt mit. Sollte sich der derzeitige Trend bestätigen, so rechnet die Organisation für das Jahr 2030 mit acht Millionen Toten infolge des Rauchens. Die mit Abstand meisten Todesopfer seien in Ländern mit niedrigen oder mittleren Einkommensverhältnissen zu verzeichnen. Auch der wirtschaftliche Schaden sei immens: Die Studie "Über die globale Tabak-Epidemie 2013" beziffert ihn auf eine halbe Billion US-Dollar im Jahr.

"Wenn wir nicht zusammenstehen und Tabakwerbung verbieten, werden Jugendliche und junge Erwachsene weiterhin von einer immer aggressiver auftretenden Tabak-Industrie zum Tabakkonsum verleitet", erklärte WHO-Generaldirektorin Margaret Chan. Jedes Land trage die Verantwortung dafür, seine Bevölkerung vor den Folgen des Tabakkonsums zu schützen. Schätzungen gehen davon aus, dass im 20. Jahrhundert weltweit hundert Millionen Menschen an den Folgen des Rauchens starben.

Ausschuss im EU-Parlament stimmt für Verschärfung

Unterdessen hat die Verschärfung des EU-Tabakgesetzes eine parlamentarische Hürde genommen. Der zuständige Ausschuss im EU-Parlament hat am Mittwoch einem Maßnahmenbündel zugestimmt, das unter anderem vorsieht, Zigarettenpackungen in der Europäischen Union künftig zu mindestens 75 Prozent mit Warnhinweisen und abschreckenden Bildern zu bedecken. Vorgesehen ist auch eine strengere Regelung der derzeit bis zu 700 Zusatzstoffe in Zigaretten.

Künftig solle es eine Positiv-Liste für erlaubte Zusatzstoffe geben, erläuterte der CDU-Abgeordnete Karl-Heinz Florenz. Rund 50 besonders gefährliche Zusatzstoffe würden verboten, darunter Menthol, Fruchtgeschmack oder Schokoladenaroma.

Das gleiche gelte für "besonders attraktive Verpackungen", die vor allem junge Leute zum Rauchen verführten. Tabakkonsum verursache jährlich in der EU 700.000 frühzeitige Todesfälle, betonte Florenz. Allein in Deutschland seien es pro Jahr 110.000 Opfer. Ein Hauptanliegen sei es laut SPD-Abgeordnetem Matthias Groote, junge Leute vor dem Tabakkonsum zu warnen: "94 Prozent aller Raucher haben vor ihrem 25. Geburtstag zur ersten Zigarette gegriffen."

Tabakindustrie fürchtet um Arbeitsplätze

Beschäftigte der Tabakindustrie fürchten wegen des Kampfes der EU gegen das Rauchen um ihre Arbeitsplätze. "Die Tabakunternehmen in Deutschland bieten vielen Menschen ein berufliches Zuhause", hieß es am Dienstag in einem offenen Brief der Betriebsräte verschiedener Zigarettenproduzenten, der am Dienstag in Bayreuth veröffentlicht wurde. Die Vorschläge aus Brüssel zur Eindämmung des Rauchens gehen den Beschäftigten zu weit: "Die Gesellschaft wäre mit einer Zunahme des illegalen Handels und einem Steuerrückgang konfrontiert. Und wir bangen ganz konkret um unsere Arbeitsplätze."

Das Europaparlament muss den Vorgaben des Ausschusses Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI) noch zustimmen, voraussichtlich im Herbst diesen Jahres ist es soweit. Anschließend beginnen die Verhandlungen mit dem EU-Rat, in dem die 28 EU-Staaten vertreten sind. In Kraft treten können die neuen Vorschriften voraussichtlich im Laufe kommenden Jahres.

jwi/AFP/DPA/DPA

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