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7. Mai 2010, 16:28 Uhr

Mann fährt tote Feundin quer durch Deutschland

Bizarrer Kriminalfall: Ein Mann hat in Iserlohn seine Freundin getötet, um das Opfer dann ins 460 Kilometer entfernte Süßen zu fahren. Die Ermittler mussten nicht lange nach dem Motiv für die Tat suchen.

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Leichtes Spiel für die Polizei: Der Täter stellte sich kurz nach der Tat© Jörg Koch/DDP

Erst tötete er seine Partnerin, dann fuhr er mit der Leiche durch halb Deutschland: In der Nacht zum Donnerstag hat ein 34 Jahre alter Mann im sauerländischen Iserlohn seine zwei Jahre jüngere Freundin umgebracht, weil sie sich von ihm trennen wollte. Dann fuhr er die Leiche in einem Kleinwagen ins rund 460 Kilometer entfernte baden-württembergische Süßen und legte sie nahe der Wohnung ihrer Schwester ab. Später stellte er sich bei einem Rechtsanwalt in Geislingen. Die Polizei nahm den Mann dort fest.

Die Staatsanwaltschaft Hagen gab am Freitag in Iserlohn Einzelheiten zum Motiv bekannt. Das Paar hatte Mitte vergangenen Jahres in Iserlohn eine gemeinsame Wohnung gemietet. Sowohl der Täter wie auch die 32-Jährige hatten zuvor ihre Ehepartner verlassen. Nun aber wollte nach Erkenntnissen der Ermittler das Opfer zurück zu Mann und Kindern. Aus diesem Grund soll der 34-Jährige die Frau mit einem Halstuch oder Schal erdrosselt haben.

Der Täter arbeitet nach Auskunft der Ermittler in einem Friseur-Salon in Dortmund. Warum er das Opfer nach Süddeutschland brachte, sei noch unklar. Die Staatsanwaltschaft Ulm erließ Haftbefehl wegen Mordes. Der Mann sitzt derzeit in der JVA in Untersuchungshaft. Anklage gegen den Mann werde vor dem Hagener Landgericht erhoben, sagte ein Polizeisprecher.

DPA
 
 
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