4. August 2012, 16:33 Uhr

Auferstanden aus der Elbe

Mit dem Hochwasser 2002 sind in Sachsen unzählige Schicksale verbunden. Auch das beliebteste Ausflugslokal Dresdens wurde fast vollständig zerstört. Doch die Betreiber ließen sich nicht entmutigen.

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Das Video im Wortlaut: Dresden und die Elbe. Die Menschen in der sächsischen Landeshauptstadt haben gelernt mit dem Fluß zu leben. Mehr...

Doch mit dem, was vor genau 10 Jahren passierte, hätte niemand gerechnet. Das Elbehochwasser ging als Jahrhundertflut in die Geschichtsbücher ein. Betroffen war damals auch der Fährgarten Johannstadt, ein beliebtes Ausflugslokal direkt an der Elbe. Kathrin Linke erinnert sich noch gut an jene Tage im August 2002, als die Flut kam. Mit diesen Wassermassen rechnete niemand, offensichtlich nicht einmal die Behörden. O-Ton: Kathrin Linke, Fährgarten Johannstadt Dresden „Man hat uns nur gesagt steigende Tendenz. Man hat nie vorausgesagt, dass es so hoch kommt. Wenn wir dort angerufen haben und gefragt haben, wie sieht es aus, wie viel Wasser kommt noch, hat man uns immer nur gesagt, steigende Tendenz.“ Alles versank damals in den Fluten, sogar die Gebäude wurden vom Wasser mitgerissen. Am Ende blieb nur ein riesiges Trümmerfeld übrig, die Betreiber standen vor dem Nichts. O-Ton: Kathrin Linke, Fährgarten Johannstadt Dresden „Null wäre schön gewesen. Bei Null hat man irgendwo eine Voraussicht. Aber das ist schlimmer wie Null gewesen weil du musstest das ja erst mal beräumen, du musstest ja erst mal die Altlasten wegmachen.“ 750.000 Euro Schaden, der Fährgarten stand vor dem Aus. Doch die Betreiber gaben nicht auf, bekamen Geld von der Versicherung, zudem flossen viele Spenden, die Dresdner wollten ihr Ausflugslokal an der Elbe behalten. Inzwischen sind die Gebäude hier ein mobiles System, bei drohendem Hochwasser müssen die Container verschwinden. Die Angst bleibt. O-Ton: Kathrin Linke, Fährgarten Johannstadt Dresden „Man kann anrufen. Man bekommt gesagt, es kommt ungefähr so und so hoch. Man kann es ungefähr einschätzen. Aber wenn die Elbe steigt, man sieht das Wasser. Das sind Gefühle, die von 2002 wieder hoch kommen und das kann man nicht beschreiben. Weil, wenn man das einmal erlebt hat, sieht man die Bilder immer wieder.“ Seit der Jahrhundertflut ist viel passiert in Sachsen, so wurde der Hochwasserschutz weiter verbessert. Die Menschen haben aber auch gelernt, dass man trotzdem nur bedingt gegen die Launen der Natur gewappnet ist. Schließen

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