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Israel will vorerst keine neue Waffenruhe

Eben hat Israel die Waffenrufe noch beendet, da die Hamas auch während der einseitigen Feuerpause Raketen abschoss. Jetzt kündigt die Hamas eine Waffenruhe an. Der stern-Newsticker.

  Israel hat die einseitige Verlängerung der Waffenruhe zurückgezogen. Ihre Panzer beschießen wieder die Innenstadt von Gaza

Israel hat die einseitige Verlängerung der Waffenruhe zurückgezogen. Ihre Panzer beschießen wieder die Innenstadt von Gaza

+++ 18.42 Uhr: Ban fordert Verlängerung der Waffenruhe +++

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat eine Verlängerung der Waffenruhe im Nahost-Konflikt gefordert. Israelis und Palästinenser müssten die Feuerpause verlängern, die seit dem Morgen "weitestgehend" eingehalten werde, erklärte Ban am Sonntag in New York. Beide Seiten brauchten eine "Pause von der Gewalt, der so viele zum Opfer gefallen sind, die so viele Leben zerstört und so viel verwüstet hat". Alle Kräfte, die Einfluss auf die Kriegsparteien haben, müssten auf einen Waffenstillstand dringen.

+++ 15.21 Uhr: Israel will vorerst keine neue Waffenruhe +++

Israel will vorerst keine neue 24-stündige Waffenruhe ausrufen. Die radikal-islamische Hamas verletze die von ihr am Sonntag angekündigte Feuerpause selbst, sagte Regierungschef Benjamin Netanjahu in einem Interview des US-Senders CNN. "Wir werden alles notwendige tun, um unser Volk zu schützen."

Die im Gazastreifen herrschende Hamas hatte angekündigt, eine 24-stündige humanitäre Waffenruhe einhalten zu wollen. Von 13.00 Uhr an wollten die verschiedenen palästinensischen Fraktionen ihre Angriffe stoppen, sagte Hamas-Sprecher Sami Abu Suhri am Sonntag in Gaza. Netanjahu zufolge gab es auch danach Attacken auf Israel.

+++ 15.06 Uhr: Netanjahu macht Hamas Vorwürfe +++

Israels Premier Benjamin Netanjahu wirft der Hamas in einem Interview mit dem US-Nachrichtensender CNN vor, "die eigene Waffenruhe gebrochen" zu haben. Aus diesem Grund, sei Israel nicht an einer neuen 24-stüdingen Kampfpause interessiert.

+++ 14.03 Uhr: Bisher keine Reaktion Israels +++

Israel hat bisher nicht auf die Verkündung einer 24-stündigen Feuerpause, die seit 13 Uhr MESZ gelten soll, reagiert. Am Samstag hatte die Regierung eine zwölfstündige Waffenruhe zunächst einseitig um vier Stunden, dann um weitere 24 Stunden verlängert. Allerdings hatte die Armee angesichts unablässiger Angriffe seit der Waffenruhe vom Samstag ihre Offensive in Gaza wieder aufgenommen. Ob die derzeit ausgerufene Kampfpause eingehalten wird, ist noch unklar.

+++ 13.45 Uhr: Mehr als 1060 Todesopfer +++

Die Gesamtzahl der Toten im Gazastreifen stieg ist nach offiziellen Angaben auf derzeit 1060 gestiegen, mehr als 6000 Menschen wurden verletzt. Auf israelischer Seite kamen seit dem 8. Juli 43 Soldaten und drei Zivilisten um.

+++ 12.23 Uhr: Hamas zu weiterer Feuerpause bereit +++

Die Hamas erklärt sich nach eigenen Angaben zu einer neuen 24-stündigen Waffenruhe bereit. Diese soll inzwischen in Kraft getreten sein. Hamas-Sprecher Sami Abu Suhri gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters: "Als Reaktion auf eine Intervention der Vereinten Nationen und in Anbetracht der Lage unserer Bevölkerung sowie aus Anlass des Endes Fastenmonats sind alle Fraktionen des Widerstands übereingekommen, eine 24-stündige Feuerpause zu unterstützen."

+++ 12.20 Uhr: Ägypten zerstört Tunnel +++

Ägypten hat an der Grenze zwischen dem Gazastreifen und der Sinai-Halbinsel 13 weitere Tunnel zerstört. Damit seien bislang insgesamt 1639 Tunnel zugeschüttet worden, teilt die Armee mit. Israel wirft den Palästinensern vor, die unterirdischen Anlagen nicht nur zum Schmuggel von Lebensmitteln und Treibstoff, sondern auch zum Transport von Waffen in das abgeriegelte Küstengebiet zu verwenden. Ägypten wiederum wirft der palästinensischen Hamas-Bewegung, die den Gazastreifen kontrolliert, vor, in Angriffe auf der Sinai-Halbinsel verwickelt zu sein.

+++ 11.05 Uhr: China schickt Vermittler +++

China kündigt an, am Montag einen Sondergesandten für den Gaza-Konflikt in den Nahen Osten zu schicken. Er soll vor Ort zwischen Israel und der Hamas vermitteln.

+++ 9.58 Uhr: Deutlich mehr antisemitische Übergriffe in Großbritannien +++

Die Zahl antisemitisch motivierter Übergriffe in Großbritannien nimmt einem Zeitungsbericht zufolge seit Beginn des Gaza-Kriegs deutlich zu. Etwa 100 Vorfälle seien einer Hilfsorganisation im Juli gemeldet worden, mehr als doppelt so viel wie sonst, berichtet die "Sunday Times". Unter anderem sei im nordenglischen Gateshead ein Rabbi angegriffen worden. In Belfast seien die Fenster einer Synagoge mit Backsteinen eingeworfen worden. Die Zeitung beruft sich auf Angaben des Community Security Trust (CST), der 1994 gegründet wurde, um Juden in Großbritannien zu schützen.

+++ 9.14 Uhr: Israel nimmt Angriffe wieder auf +++

Israels erklärt die Waffenrufe für beendet. Das Militär wird die Kampfhandlungen im Gazastreifen wieder aufnehmen, teilt ein Armeesprecher mit. Grund dafür seien die Raketenangriffe der Hamas während der von Israel einseitig verlängerten Feuerpause.

+++ 7.52 Uhr: Israelischer Soldat an Grenze zum Gazastreifen getötet +++

Ein israelischer Soldat wird an der Grenze zum Gazastreifen durch eine Granate getötet. Wie die Armee mitteilt, sei er in der Nacht zu Samstag von einem ein aus dem Palästinensergebiet abgefeuerten Geschoss getroffen worden. Damit steigt die Gesamtzahl der Opfer in den Reihen des israelischen Militärs seit Beginn der Offensive vor knapp drei Wochen auf 43. Zudem wurden in dieser Zeit drei Zivilisten in Israel getötet.

+++ 7.05 Uhr: Palästinenser schießen trotz Feuerpause Raketen +++

Ungeachtet einer humanitären Feuerpause feuern militante Palästinenser weiter Raketen auf israelische Grenzorte ab. Drei Geschosse seien im Bereich des Grenzübergangs Eres und von Kibbuz Nir Os eingeschlagen, wie die Armee mitteilt.

Israels Sicherheitskabinett hatte am Samstagabend der Verlängerung einer Waffenruhe bis 23 Uhr am heutigen Sonntagabend zugestimmt. Die im Gazastreifen herrschende Hamas will jedoch bislang ohne Abzug der israelischen Truppen keine Feuerpause akzeptieren. Die Zahl der Toten im Gazastreifen beläuft sich auf rund 1050; etwa 6000 Menschen wurden verletzt.

+++ 4.05 Uhr: 70 Festnahmen bei Protesten gegen Israel in Paris +++

Bei einer von den Behörden verbotenen Protestkundgebung gegen die israelische Militäroffensive im Gazastreifen in Paris werden 70 Menschen festgenommen. Auch zwölf Polizisten werden bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen mit den Demonstranten leicht verletzt, wie das französische Innenministerium mitteilt. Die Polizisten seien mit Steinen angegriffen worden und hätten im Gegenzug Tränengas abgefeuert, um die Menge auseinanderzutreiben. Bei den Festgenommenen wurden demnach "gefährliche Waffen" beschlagnahmt, unter anderem "Schlagstöcke und Schlagringe". Trotz des Demonstrationsverbots hätten sich rund 4000 Menschen auf dem zentralen Place de la République versammelt. Die Organisatoren der propalästinensischen Kundgebung sprachen von 10.000 Teilnehmern.

+++ 0.20 Uhr: Hamas lehnt Verlängerung von Waffenruhe erneut ab +++

Die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas lehnt die von Israel bis Sonntagabend verlängerte Waffenruhe für den Gazastreifen ab. "Eine humanitäre Waffenruhe ist ungültig ohne den Abzug israelischer Panzer aus dem Gazastreifen und ohne dass Anwohner in ihre Häuser zurückkehren können", erklärt Hamas-Sprecher Fawsi Barhum. Auch müssten Rettungswagen ungehindert durch die zerstörten Straßenzüge des Küstengebiets fahren können, um Leichen abzutransportieren.

Israels Sicherheitskabinett hatte unmittelbar zuvor einer Verlängerung der humanitären Waffenruhe für den Gazastreifen um weitere 24 Stunden bis Sonntagabend zugestimmt.

jen/DPA/Reuters/AFP/DPA/Reuters
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