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Newsticker zur US-Wahl zum Nachlesen

Kaum wiedergewählt, wollen alle was von Mr. President: Die UN bitten um eine Syrien-Lösung, die Puertoricaner wollen zu den USA gehören. Lesen Sie die Ereignisse im stern.de-Ticker nach.

+++ 17.32 Uhr: Puerto Rico stimmt für Anschluss an USA +++

Die Bürger von Puerto Rico haben dafür gestimmt, dass ihre Inselgruppe als 51. Bundesstaat vollständig den USA angehören soll. In einem am Dienstag abgehaltenen, nicht bindenden Referendum votierte die Mehrheit der mehr als zwei Millionen Wahlberechtigten für den vollständigen Anschluss an die USA. Die Inselgruppe in der Karibik, die bis 1898 spanische Kolonie war, ist bislang mit den USA assoziiert.

In drei vorherigen Referenden - 1967, 1993 und 1998 - hatten sich die Puertoricaner für die Beibehaltung des bisherigen Status ausgesprochen. Die Bewohner von Puerto Rico haben seit 1917 die US-Staatsbürgerschaft und dienen in den US-Streitkräften, sind in den USA aber nicht wahlberechtigt oder steuerpflichtig.

+++ 17.03 Uhr: Berlin bedauert Beibehaltung der Todesstrafe in Kalifornien +++

Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung hat die Beibehaltung der Todesstrafe in Kalifornien bedauert. Bei einer Volksabstimmung hatte dort am Dienstag die Mehrheit für die Möglichkeit weiterer Hinrichtungen gestimmt. "Kalifornien hat damit die Chance verpasst, ein Zeichen für mehr Menschlichkeit zu setzen, so wie es 17 US-Bundesstaaten zuvor bereits getan haben", betonte Markus Löning.

Er forderte US-Präsident Barack Obama auf, sich für die Abschaffung der Todesstrafe in allen US-Staaten einzusetzen und das Gefangenenlager in Guantánamo zu schließen. Mit knapper Mehrheit wurde am Dienstag der Volksentscheid "Proposition 34" zur Abschaffung der Todesstrafe abgelehnt.

+++ 16.33 Uhr: An den Börsen versiegt der Jubel +++

Die Freude über die klare Bestätigung Obamas verpuffte schnell an den US-Börsen. Vor dem Hintergrund neuer Sorgen um das verschuldete Griechenland und Aussagen von EZB-Chef-Mario Draghi, wonach die Euro-Krise nun auch die deutsche Wirtschaft zu belasten beginnt, war die Wiederwahl schnell vergessen.

+++ 15.41 Uhr: Der Papst bittet um Gottes Hilfe +++

Jetzt muss auch noch Gott eingespannt werden: Papst Benedikt XVI. hat US-Präsident Barack Obama zur Wiederwahl gratuliert. Er bete um Gottes Hilfe, Obama in seiner höchsten Verantwortung den USA und der internationalen Gemeinschaft gegenüber beizustehen, so Benedikt. Die Ideale der Freiheit und Gerechtigkeit, die die Gründerväter der Vereinigten Staaten geleitet hätten, sollten weiterhin den Weg der Nation erhellen.

Zu den Erwartungen des Heiligen Stuhls sagte Vatikan-Sprecher Federico Lombardi, Obama solle sich vor allem für den Respekt fundamentaler menschlicher und spiritueller Werte einsetzen und eine "Kultur des Lebens und der religiösen Freiheit" fördern. Wenn es um Themen wie Abtreibungen oder die Homo-Ehe geht, sind der Vatikan und der liberale Christ Obama oft gegensätzlicher Meinung.

+++ 14.30 Uhr: Die Taliban melden sich +++

Es gibt Menschen, die können einem den schönsten Tag so richtig vermasseln. Dazu dürfte die Meldung der radikalislamischen Taliban gehören, die sich nach Obamas Wahlsieg äußerten. "Obama muss jetzt wissen, dass sie den Krieg in Afghanistan verloren haben", erklärte Taliban-Sprecher Sabijullah Mudschahid auf der Webseite der Gruppe. "Deshalb müssen sie ohne weitere Lügen und Verzögerungen unser heiliges Land verlassen und sich statt dessen auf ihr eigens Land konzentrieren." Mudschahid warf den USA zudem vor, Kriegsverbrechen begangen zu haben. Die US-Regierung müsse "aufhören, sich wie ein Weltpolizist aufzuführen", fügte er hinzu. Statt dessen sollten die Vereinigten Staaten die Probleme der eigenen Bevölkerung lösen und dafür sorgen, "dass die Welt die Amerikaner nicht noch mehr hasst". Nett, dass sich die Taliban über das US-Image sorgen ...

+++ 14.15 Uhr: Westerwelle guckt im Steakhouse +++

Außenminister Guido Westerwelle hat die Wiederwahl von US-Präsident Barack Obama an ungewöhnlicher Stelle verfolgt - in einem Steakhaus in New York. Der ehemalige FDP-Vorsitzende verbrachte einen Großteil des Wahlabends im "Docks" an der Ecke von Third Avenue und 40. Straße, das außer für Steaks auch für Hummer und Austern bekannt ist. Wie in vielen anderen Restaurants waren an diesem Abend auch dort die Fernseher ausnahmsweise nicht auf Sport, sondern auf Wahl geschaltet.

Außerdem liegt das "Docks" gleich um die Ecke des New Yorker ARD-Studios. So musste Westerwelle kurz vor Mitternacht Ortszeit praktisch nur den Aufzug nehmen, um sich im ARD-"Morgenmagazin" als erstes deutsches Regierungsmitglied zu Obamas Wiederwahl zu äußern. Der Minister hält sich zu einem Besuch bei den Vereinten Nationen (UN) in New York auf.

+++ 14:15 Uhr: Die Bittsteller klopfen an +++

Erst gratulierte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon höflich zur Wiederwahl, dann erinnerte er Obama an die vielen aktuellen Herausforderungen der Weltgemeinschaft. So müssten das Blutvergießen in Syrien gestoppt und der Nahost- Friedensprozess wiederbelebt werden, teilte Ban mit. Auch müssten ein nachhaltiges Wachstum gefördert und die Herausforderungen des Klimawandels bewältigt werden. Er zähle dabei auf das aktive Engagement der USA, betonte der UN-Generalsekretär.

In das Konzert der Bittsteller stimmte auch Pakistans Präsident Asif Ali Zardari ein, der nicht weniger als "Frieden, Sicherheit, Stabilität und Wohlstand" von Obama erwartet.

Der Dalai Lama stellte die Tibet-Frage in den Raum. Er wünscht sich, dass der alte und neue Präsident, eine sowohl für Tibet als auch für China akzeptable Lösung unterstützt.

+++ 13.18 Uhr: SPD formuliert ihre Erwartungen an Obama +++

Damit Barack Obama gar nicht erst in Feierstimmung kommt, hat auch die SPD-Spitze ihre Anforderungen an den 45. Präsidenten der USA gestellt. "Wir sind uns sicher, dass die Vereinigten Staaten von Amerika unter Ihrer Führung weiterhin ein verlässlicher und sehr enger Partner bei der Bewältigung der großen Herausforderungen bleiben", schrieben SPD-Chef Sigmar Gabriel und Kanzlerkandidat Peer Steinbrück an den Wahlsieger. Nicht zuletzt die Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise hätten erneut deutlich gemacht, welche Bedeutung die intensive und freundschaftliche transatlantische Zusammenarbeit habe. Aber ein bisschen Raum für warme Worte blieb: "Für die vor Ihnen liegende Amtszeit und Herausforderungen wünschen wir Ihnen Glück, Geschick, weiterhin viel Tatkraft und vor allem Gesundheit", schrieben die beiden Sozialdemokraten.

+++ 13:16 Uhr: US-Wahl verhilft auch Twitter zum Sieg +++

Neben Barack Obama steht ein weiterer Sieger des Wahlabends in den USA fest: der Kurznachrichtendienst Twitter. Der Demokrat nutzte die Webseite dazu, sich noch vor seinem Auftritt in Chicago zum Sieger über seinen Widersacher Mitt Romney zu erklären. "Das habt ihr ermöglicht. Danke", schrieb Obama in einem kurzen Beitrag, als sich in immer mehr Einzelstaaten ein Sieg für ihn abzeichnete. Nach einer weiteren Dankesbotschaft veröffentlichte Obama ein Foto, auf dem er seine Frau Michelle umarmt. Diese Nachricht mit den Worten "Vier weitere Jahre" wurde von anderen Twitter-Nutzern so oft weiterverbreitet wie keine andere in der Geschichte des sozialen Netzes. Bis Mittwoch gab es auf Obamas Account @BarackObama mehr als eine halbe Million solcher sogenannter Retweets.

+++ 13:06 Birma freut sich auf Obama +++

Es dürfte einer seiner ersten Auslandsreisen als frisch wiedergewählter US-Präsident werden: Wie ein birmanischer Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur AFP sagte, wird Obama am 19. November in Rangun erwartet. Dort werde er Präsident Thein Sein und Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi treffen. Das Weiße Haus hat eine Reise nach Birma bisher allerdings nicht bestätigt.

Die USA hatten nach der politischen Öffnung Birmas Ende September eine Aufhebung ihrer Handelssanktionen gegen Birma angekündigt. Mitte Juli lockerte Washington bereits bestimmte Finanzsanktionen.

+++ 12:59: Deutsche Industrie erwartet viel von Obama +++

Die Sanierung des Staatshaushalts ist nach Ansicht der deutschen Industrie die wichtigste Aufgabe des wiedergewählten US-Präsidenten Barack Obama. "Vorrangig ist es, den Staatshaushalt in Ordnung zu bringen und auf mittlere und lange Sicht so zu konsolidieren, dass Verwerfungen auf dem amerikanischen und den internationalen Märkten vermieden werden", sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Peter Keitel, in Berlin. Dabei komme nicht allein dem Präsidenten, sondern auch dem Kongress eine große Verantwortung zu. Dort muss Obama weiterhin mit geteilten Mehrheiten klarkommen.

"Der klare Ausgang der US-Wahlen ist ein Segen mit Blick auf die angeschlagene Weltkonjunktur", sagte Anton Börner vom Außenhandelsverband BGA. Nun sei ein schnelles Umschalten aus dem Wahlkampfmodus nötig. "Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise ist nur durch ein eng abgestimmtes und entschlossenes Handeln aller betroffener Staaten in den Griff zu bekommen."

+++12:18: Post aus Indien +++

Obama zu seiner Wiederwahl gratuliert und ihn aufgefordert, im Kampf um Frieden und Stabilität in der Welt nicht nachzulassen. "Ihr Mandat gibt Ihnen eine historische Möglichkeit, weiterhin sowohl für das Wohl des amerikanischen Volkes als auch für weltweiten Frieden und Fortschritt zu arbeiten", schrieb Singh.

Afghanistans Staatsoberhaupt würde sich über bessere bilaterale Beziehungen freuen, ließ er in Kabul mitteilen.

+++12:11 Uhr: Kongress steuert auf identische Spaltung zu +++

Das US-Repräsentantenhaus wird voraussichtlich fest in der Hand der Republikaner bleiben und weiter auf Konfliktkurs zum demokratischen Präsidenten Barack Obama gehen. Hochrechnungen zufolge dürfte die Sitzverteilung nach der Wahl ähnlich ausfallen wie bisher: Derzeit gibt es 240 Republikaner und 190 Demokraten in der Kammer. Der republikanische Präsident des Repräsentantenhauses, John Boehner, kündigte bei einer Wahlparty an, seine Partei werde auch künftig erbitterten Widerstand gegen Vorstöße der Demokraten für Steuererhöhungen für Wohlhabende leisten.

+++ 12:06 Obama-Oma überglücklich +++

Mit besonderer Begeisterung ist der Wahlsieg von US-Präsident Barack Obama in einem kleinen kenianischen Dorf aufgenommen worden: In Kogelo im Westen des Landes nahm Obamas überglückliche Großmutter Sarah die Glückwünsche von Besuchern entgegen. "Er trat zum zweiten Mal an, und er hat gewonnen", das mache die Wahl so bedeutsam, sagte die vom nächtlichen Wahlmarathon ermattete 90-Jährige. "Der Grund für seinen Sieg ist, Gott hat ihn gegeben." Außerdem verstehe es ihr Enkel, "alle Menschen zu lieben", anstatt zu spalten.

+++ 12:04 : Obama lädt Obama ein +++

Die kleine japanische Hafenstadt Obama bittet ihren berühmten Namensvetter zum Besuch. Obamas Bürgermeister Koji Matsuzaki werde dem alten und neuen Bewohner des Weißen Hauses einen Glückwunsch- und Einladungsbrief senden, sagte ein Sprecher der Stadtverwaltung. Darin werde er zum Ausdruck bringen, "dass er sich wünscht, dass der Präsident die Welt führt und bei seinem nächsten Besuch in Japan nach Obama kommt". Der US-Präsident selbst machte die Namens-Verwandtschaft mit dem Ort bekannt, dessen Name auf Japanisch "kleiner Strand" bedeutet.

+++ 11:46 Uhr: Arabische Liga hofft auf mehr Einsatz in Nahost +++

Die Arabische Liga hofft auf ein verstärktes Engagement von Barack Obama im Nahen Osten. Der Sprecher der Organisation, Nabil Al-Arabi, gratulierte zur Wiederwahl und betonte, die Geschichte habe gezeigt, dass Präsidenten in der zweiten Amtszeit eher in der Lage seien, schwierige Aufgaben zu erfüllen. Frieden und Sicherheit im arabischen Raum seien auch im Interesse der Menschen in den Vereinigten Staaten.

Auch aus Japan, Australien und Italien und Ägypten erreichten den neuen alten US-Präsidenten Glückwünsche und Anregungen.

Er freue sich darauf, weiter mit Obama zusammenzuarbeiten, sagte Japans Ministerpräsident Yoshihiko Noda. "Die japanisch-amerikanische Allianz hat angesichts der schwierigen Sicherheitslage in Ostasien an Bedeutung gewonnen", sagte Regierungssprecher Osamu Fujimura. Er spielte damit auf den Streit mit China um einige unbewohnte Inseln im Ostchinesischen Meer an.

Die australische Labor-Premierministerin Julia Gillard sagte, beide Länder seien durch gemeinsame Kultur und Werte verbunden und hätten die gleichen Ansichten zur Friedens- und Sicherheitspolitik.

Italiens Staatschef Giorgio Napolitano hob in einer Glückwunschbotschaft adie Bedeutung der "solidesten Freundschaft zwischen unseren Ländern" hervor.

Ägyptens Präsident Mohammed Mursi hofft nach Angaben staatlicher Medien auf engere Beziehungen zwischen Washington und Kairo.

+++ 11:22 Uhr: Frauen stimmten eher für Obama als für Romney +++

Obama verdankt seine Wiederwahl in großen Teilen den amerikanischen Wählerinnen. Nach einer Reuters/Ipsos-Umfrage entschieden sich 55 Prozent der Wählerinnen für den Amtsinhaber, für seinen Herausforderer Mitt Romney dagegen nur 43 Prozent. Damit konnte Obama im Vergleich zur Präsidentenwahl 2008 seinen Vorsprung fast halten. Er lag bei den Stimmen der Frauen 13 Prozentpunkte vor Herausforderer John McCain, jetzt liegt er 12 Punkte vor Romney.

Ein Schlüssel für den Erfolg bei den Wählerinnen waren Obamas Vorstellungen in der Sozial- und Gesellschaftspolitik. Die restriktiven Pläne Romneys etwa zur Abtreibung oder zur Homo-Ehe schreckten viele Frauen ab, wie die die Umfrage ergab. Offenbar hat es sich auch gelohnt, dass Obama gleiche Bezahlung am Arbeitsplatz und die Gesundheitsversorgung zu Schwerpunkten seines Wahlkampfes gemacht hatte.

+++ 11:06 Harry's Bar hat's schon wieder gewusst +++

Die Amerikaner in Paris hatten wieder einmal den richtigen Riecher: Die Gäste der legendären Harry's New York Bar sahen schon seit Tagen US-Präsident Barack Obama klar vorne. Die traditionelle "Strohwahl" in der Bar - eine Abstimmung nur zum Spaß unter den Gästen - erwies sich auch diesmal wieder als ein höchst zuverlässiges Stimmungsbarometer: Am Ende entfielen 305 Stimmen auf Obama und 182 auf seinen Herausforderer Mitt Romney. In Harry's New York Bar wird seit 88 Jahren zur US-Wahl abgestimmt und bisher lagen die Gäste nur zweimal daneben. Die legendäre Bar, in der schon Ernest Hemingway und F. Scott Fitzgerald ein- und ausgingen, hält an den strengen Regeln fest, die seit dem ersten "Straw Vote" 1924 gelten: Wer abstimmen will, muss seinen US-Ausweis vorzeigen - so wird ausgeschlossen, dass Gäste zweimal wählen.

+++ 10:40 Uhr Türkei will "Modellpartnerschaft" fortsetzen +++

Der türkische Staatspräsident Abdullah Gül hat Obamas Wiederwahl gutgeheißen und die enge Zusammenarbeit mit Washington bekräftigt. Ankara sei entschlossen, die "Modellpartnerschaft" mit den USA fortzusetzen, zitierten türkische Medien aus einem Brief Güls an Obama. Der US-Präsident hatte bei einem Besuch in Ankara 2009 erklärt, die Zusammenarbeit seines Landes mit der Türkei sei ein Modell für Kooperation und Dialog mit der islamischen Welt.

+++ 10:21: Russland und China gratulieren +++

Auch die Staatsoberhäupter von China und Russland haben Obama zur Wiederwahl gratuliert. Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao schrieb in einer Botschaft, die Beziehungen zwischen China und den USA hätten in Obamas Amtszeit "positive Fortschritte" gemacht. Der russische Präsident Wladimir Putin zeigte sich ebenfalls erfreut. Er hoffe, dass sich die Beziehungen zwischen Russland und den USA positiv entwickelten, sagte ein Sprecher des Staatsoberhauptes.

+++ 10:17 Uhr: Hollande "wichtiger Moment für die ganze Welt" +++

Frankreichs Präsident François Hollande hat die Wiederwahl von Barack Obama als "wichtigen Moment nicht nur für die USA, sondern für die ganze Welt" bezeichnet. Die Wahl sei "eine klare Entscheidung für ein offenes, solidarisches, voll und ganz international engagiertes Amerika", schrieb Hollande nach Angaben des Élyséepalastes in Paris an Obama. Er setze auf eine Stärkung der Partnerschaft zwischen beiden Ländern. Gemeinsame Ziele seien mehr Wirtschaftswachstum, die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und Konfliktlösung vor allem im Nahen Osten.

+++ 9.38 Uhr: Deutsche Oppositionspolitiker begrüßen Obamas Wiederwahl +++

Der Vorsitzende der Deutsch-Amerikanischen Parlamentariergruppe im Bundestag, Hans-Ulrich Klose (SPD), hat die Wiederwahl Barack Obamas begrüßt. Es sei ein schöner Morgen, auch wenn sich die Entscheidung etwas hingezogen habe, sagte er im "Deutschlandfunk". Die politische Konstellation in den USA bleibe im Prinzip, wie sie in den ersten vier Amtsjahren Obamas war. "Es wird sehr darauf ankommen, ob es diesmal gelingt, die Blockade insbesondere auf Seiten der Republikaner aufzubrechen", sagte Klose.

Zuvor hatte bereits Grünen-Chef Cem Özdemir die Wiederwahl begrüßt. "Wir haben einen Partner in den USA, der die gleiche Sprache spricht wie wir", sagte Özdemir im ARD-"Morgenmagazin". Die Wiederwahl sei eine gute Nachricht, weil Obama in den Fragen zur Gesundheitsversicherung, dem Klimaschutz und der Außenpolitik "europäisch" sei.

+++ 9.29 Uhr: DAX startet nach Wiederwahl Obamas freundlich +++

Der deutsche Aktienmarkt ist am Mittwoch nach der Wiederwahl von US-Präsident Obama mit Gewinnen in den Handel gestartet. In den ersten Minuten stieg der Leitindex Dax um 0,64 Prozent auf 7424 Punkte. Der MDax rückte um 0,16 Prozent auf 11 674 Punkte vor und der TecDax legte um 0,80 Prozent auf 819 Punkte zu. Die Entscheidung zugunsten Obamas und damit auch für den Notenbankchef Ben Bernanke und seine expansive Geldpolitik werde von den Börsen positiv aufgenommen, sagten Händler. Händler Markus Huber vom Broker ETX Capital sprach unterm Strich von einer typischen Erleichterungsreaktion auf die Wahlentscheidung.

+++ 09:20 Uhr: Merkel lädt Obama nach Deutschland ein +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Barack Obama zu seiner Wiederwahl gratuliert und weiter enge Zusammenarbeit angeboten. Bereits die erste Amtszeit Obamas sei von einer engen und freundschaftlichen Kooperation geprägt gewesen, schrieb Merkel am Mittwoch in ihrem Glückwunschschreiben. "Ich freue mich darauf, dies fortsetzen zu können", so Merkel und lud Obama zu einem baldigen Deutschland-Besuch ein. "Es wäre mir eine Freude, Sie bald wieder als meinen Gast in Deutschland begrüßen zu können."

Sie schätze die zahlreichen Begegnungen und Gespräche über alle Fragen zur Weiterentwicklung der deutsch-amerikanischen Beziehung und über die Bewältigung der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, schrieb Merkel. Zudem hob die Kanzlerin das gemeinsame Vorgehen in Afghanistan und gegen das iranische Atomprogramm hervor.

+++ 9.14 Uhr: Britischer Premier Cameron gratuliert +++

Nun kommen die Glückwunschtelegramme Schlag auf Schlag. Der britische Premierminister David Cameron hat am Mittwochmorgen Barack Obama zu seiner Wiederwahl als US-Präsident gratuliert. "Ich glaube, er ist ein sehr erfolgreicher US-Präsident. Ich habe in den letzten vier Jahren gern mit ihm zusammengearbeitet", sagte Cameron während einer Nahost-Reise. "Und ich freue mich, auch die kommenden vier Jahre mit ihm zu arbeiten. Es gibt viel, was wir tun müssen: Die weltweite Wirtschaft ankurbeln, und ich möchte ein Handelsabkommen zwischen der EU und den USA sehen." Zudem wolle er mit Obama über die Krise in Syrien reden, sagte Cameron.

+++ 9.12 Uhr: Florida setzt Auszählung von Wählerstimmen aus +++

Wegen des sich abzeichnenden äußerst knappen Ergebnisses hat der US-Bundesstaat Florida die Auszählung der Stimmen zur Präsidentschaftswahl zunächst gestoppt. Nach Auszählung von 98 Prozent der Stimmen erreichte Präsident Barack Obama in dem südöstlichen Staat nach offiziellen Angaben aus der Nacht zu Mittwoch 49,85 Prozent, auf seinen republikanischen Herausforderer Mitt Romney entfielen demnach 49,29 Prozent. Auf die Wiederwahl Obamas hat das Ergebnis keinen Einfluss mehr.

Florida ist der letzte Staat, aus dem das Ergebnis nun noch aussteht. Im Wahlmännergremium, das Obama nach der Wahl noch zum Staatschef küren muss, hat Florida 29 Stimmen zu vergeben. Da Obama allerdings bereits 303 der 538 Wahlmänner auf sich vereinen konnte, ist ihm der Sieg nicht mehr zu nehmen. Romney kommt bislang auf 206 Wahlmännerstimmen. Für den Gesamtsieg genügen 270 der Stimmen.

+++ 9.02 Uhr: NATO-Generalsekretär gratuliert +++

NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat US-Präsident Barack Obama zum Wahlsieg gratuliert. Die Verbindung zwischen Europa und Nordamerika bleibe so stark und wichtig für Frieden und Sicherheit wie immer zuvor, teilte Rasmussen am Mittwoch in Brüssel mit. "Präsident Obama hat außerordentliche Führungskraft bei der Aufrechterhaltung dieser wichtigen Verbindung gezeigt." Er freue sich auf eine weitere enge Zusammenarbeit, damit die NATO in einer sich schnell verändernden Welt ein effektives Bündnis bleibe "gegen neue Bedrohungen, mit neuen Fähigkeiten und einem noch stärkeren Netzwerk von Partnern in der ganzen Welt", erklärte Rasmussen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, was zwischen 8 und 9 Uhr passiert ist.

+++ 8.56 Uhr: Kein zweiter First Dog +++

Der wiedergewählte US-Präsident Barack Obama hat in der Siegesrede seine Töchter enttäuschen müssen. "Ich bin so stolz auf Euch. Aber ich sage Euch jetzt: Ein Hund ist wohl genug", sagte Obama im Kongresszentrum von Chicago. Obama spielte darauf an, dass er seinen Töchtern Sasha und Malia nach seiner ersten Wahl 2008 einen Hund geschenkt hatte. Der Portugiesische Wasserhund mit Namen "Bo" lebt seitdem mit im Weißen Haus. Mit dem Kürzel "Bo" zeichnet Obama auch seine Beiträge beim Kurznachrichtendienst Twitter.

+++ 8.52 Uhr: EU-Parlamentspräsident gratuliert Obama +++

Der Präsident des EU-Parlaments, der deutsche Sozialdemokrat Martin Schulz, hat US-Präsident Barack Obama zur Wiederwahl gratuliert. "Die EU und die USA sind die engsten Verbündeten der Welt - unsere Partnerschaft basiert auf zahlreichen gemeinsamen Werten und geteilten Interessen", erklärte Schulz in Brüssel. Das EU-Parlament wolle daher eng mit Obama und dem US-Kongress zusammenarbeiten. Dazu gehöre auch, Hindernisse für transatlantischen Handel und Investitionen abzubauen.

+++ 8.43 Uhr: Gauck versichert Obama Freundschaft +++

Bundespräsident Joachim Gauck hat dem wiedergewählten US-Präsidenten Barack Obama der engen Freundschaft Deutschlands versichert. "Als Partner gleicher Werte und Überzeugungen tragen wir gemeinsam Verantwortung in unserer einen Welt, auch über die Grenzen unserer Länder hinaus", erklärte Gauck in einem Glückwunschschreiben an Obama. "Nie werde ich vergessen, dass die Vereinigten Staaten von Amerika uns Deutschen unverbrüchlich zur Seite standen, wann immer es um die Freiheit und Einheit unseres Landes ging."

+++ 8.40 Uhr: Hautfarbe als Wahlfaktor +++

Die Weißen haben 72 Prozent der Wähler ausgemacht - und sie haben zu 59 Prozent für Romney gestimmt, für Obama nur 39 Prozent - fünf Punkte weniger als vor vier Jahren. Interessanterweise hat Obama zwar bei den Frauen gewonnen, betrachtet man jedoch die weißen Frauen separat, ergibt sich ein Verhältnis von 42 zu 56 gegen Obama. Bei den Latinos - Männer wie Frauen - stimmten hingegen 71 Prozent für Obama, nur 27 Prozent für den Herausforderer.

+++ 8.39 Uhr: Obama chancenlos auf dem Land +++

US-Präsident Barack Obama hat bei seiner Wiederwahl zwar die urbanen Wählergruppen ansprechen können, war außerhalb der Städte aber ohne Chance. Nach einer Untersuchung des Senders CNN votierten in ländlichen Gebieten nur 39 Prozent für Obama, aber 59 Prozent für seinen Herausforderer Mitt Romney. In den Vorstädten war das Verhältnis deutlich ausgeglichener, aber mit 48 zu 50 immer noch zu Ungunsten Obamas.

+++ 8.36 Uhr: Warten auf Florida +++

Der wiedergewählte US-Präsident Barack Obama wird die Zahl von 365 Wahlmännerstimmen aus dem Jahr seiner ersten Wahl 2008 nicht mehr erreichen können. Obama lag am Mittwochmorgen bei 303 Wählerstimmen, wie die US-Fernsehsender berichteten. Es fehlte nur noch der Staat Florida mit 29 Stimmen, wo weiter ausgezählt wurde. Dort lag Obama mit äußerst knappem Vorsprung leicht vorn.

Damit könnte Obama auf maximal 332 Wahlmännerstimmen kommen. Für den Sieg waren 270 der insgesamt 538 Wahlmännerstimmen nötig. Obama hatte im Vergleich zu 2008 die Staaten Indiana und North Carolina an seinen republikanischen Kontrahenten Mitt Romney abgegeben.

+++ 8.17 Uhr: Obama-Tweet bricht Bieber-Rekord +++

"Vier weitere Jahre" - Barack Obamas Twitter-Botschaft zur Bestätigung seiner Wiederwahl hat einen Rekord aufgestellt. Innerhalb einer halben Stunde nach dem Tweet gegen 23.16 Uhr (05.16 Uhr MEZ) wurde die Kurznachricht etwa 300.000 Mal weitergeleitet, wie die in den USA populäre Internetseite Buzzfeed am Mittwoch berichtete, die auf Meldungen aus dem Bereich der Sozialen Medien spezialisiert ist. Der Retweet, wie es unter Twitter-Nutzern heißt, verdrängte eine Botschaft von Teenie-Popstar Justin Bieber von der Spitze. Neben dem Wahlkampfslogan "Vier weitere Jahre" ("Four more years") zeigt der Tweet @BarackObama ein Foto, auf dem Obama seine Frau Michelle umarmt.

+++ 8.06 Uhr: Obama beschwört Einheit der Amerikaner +++

Zum Schluss seiner Siegesrede beschwörte Obama die Einheit der Amerikaner und den amerikanischen Traum: "Egal, woran Du glaubst, wo Du herkommst, ob Du weiß oder schwarz bist, Latino oder Indianer, schwul oder hetero: Du kannst es hier schaffen." Auch die politischen Ausrichtung sei zweitrangig: "Wir sind keine blauen (demokratischen) und roten (republikanischen) Staaten, wir sind die Vereinigten Staaten von Amerika. Danke Amerika, Gott schütze die Vereinigten Staaten."

+++ 8.00 Uhr: Obama glaubt an Chancengleichheit für jedermann +++

"Keiner, der für dieses Land kämpft, soll jemals um einen Arbeitsplatz kämpfen müssen", dies wolle er sicherstellen, versprach Obama. Aber auch der politische Alltag sei manchmal ein Kampf. "Demokratie in einem Land mit über 300 Millionen Menschen kann laut und chaotisch sein", sagte Obama. Er gab zu bedenken, dass Menschen in vielen Ländern ihr Leben riskierten, wenn sie ihre Meinung äußern. Sein Land solle Kindern Zugang zu den besten Schulen und Lehrern geben. Und jedem Kind die Chance, den Beruf zu wählen, den es möchte - "und sei es, Präsident zu werden".

Lesen Sie auf der nächsten Seite, was zwischen 7 und 8 Uhr passiert ist.

+++ 7.58 Uhr: Obama sieht US-Wirtschaft im Aufschwung +++

In seiner Siegesrede hob Obama auch die Erfolge seiner ersten Amtszeit hervor. "Unsere Wirtschaft hat sich erholt. Das Jahrzehnt des Krieges ist vorbei", rief er. "Ich habe euch gehört. Ihr habt mich zu einem besseren Präsidenten gemacht." Er gehe gestärkt und noch motivierter als bisher in seine zweite Amtszeit. "Heute habt ihr Action gewählt, nicht Politik nach altem Schema." Obama versprach, sich mit den Parteiführern von Republikanern und Demokraten zusammenzusetzen, um dringende Probleme wie Steuersenkungen, Schuldenbegrenzung und das Einwanderungsgesetz voranzubringen.

+++ 7.54 Uhr: Obama bietet Romney Zusammenarbeit an +++

US-Präsident Barack Obama hat seinem unterlegenen Kontrahenten Mitt Romney eine Zusammenarbeit zum Wohle der Vereinigten Staaten angeboten. Er wolle mit dem Republikaner zusammenarbeiten, "um das Land voranzubringen", sagte Obama in der Nacht zum Mittwoch vor jubelnden Anhängern in Chicago.

+++ 7.53 Uhr: Obama dankt Unterstützern +++

Obama dankte seinen Unterstützern, die ihm im Wahlkampf begleitet haben. "Ihr seid das beste Kampagnenteam, das es je gegeben hat. Das Beste!", sagte der wiedergewählte Präsident. "Ihr seid eine Familie. Ihr tragt die Erinnerung mit Euch an die Geschichte, die wir zusammen gemacht haben." Ohne diese Unterstützer wäre der Erfolg nicht möglich gewesen: "Ihr seid es gewesen, die mich emporgehoben haben." Und: "Ob ich Eure Stimme verdient habe oder nicht, ich habe Euch zugehört. Ich habe von Euch gelernt. Und Ihr habt mich zu einem besseren Präsidenten gemacht."

+++ 7.52 Uhr: Liebeserklärung an Michelle Obama +++

Mit einer Liebeserklärung wandte sich der wiedergewählte Präsident in seiner Siegesrede an seine Ehefrau: "Michelle, ich habe Dich niemals mehr geliebt", sagte er vor seinen jubelnden Anhängern. Er sei stolz, dass auch der Rest der Nation ihr als First Lady so zugewandt sei. Auch seine Töchter Sasha und Malia hob Obama hervor: Sie seien junge, intelligente und wunderschöne junge Frauen.

+++ 7.36 Uhr: Obama hält Triumphrede +++

Am frühen Mittwochmorgen ist US-Präsident Barack Obama in seinem Wahlhauptquartier in Chicago vor eine frenetisch jubelnde Menge getreten. "Wir wissen in unseren Herzen, das Beste für die Vereinigten Staaten von Amerika steht uns noch bevor", so Obama. "Ich möchte jedem US-Bürger danken, der an den Wahlen teilgenommen hat", sagte der wiedergewählte Präsident. Seinem unterlegenen Kontrahenten Mitt Romney gratulierte er zu dem hart umkämpften Wahlkampf.

+++ 7.28 Uhr: Cameron und Barroso gratulieren Obama +++

Die ersten Glückwünsche aus Europa treffen ein: "Herzliche Glückwunsche an meinen Freund Barack Obama", twittert der britische Premierminister David Cameron. "Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit." EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso twittert mit ähnlicher Wortwahl: "Herzlichen Glückwunsch, ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit und auf noch engere Beziehungen."

+++ 7.17 Uhr: Obama gewinnt bei Asiaten, verliert junge Wähler +++

US-Präsident Barack Obama hat bei seiner Wiederwahl bei Amerikanern asiatischer Abstammung deutlich gewonnen, dafür aber bei den jüngsten Wählern klar verloren. Nach einer von der "Washington Post" veröffentlichten Wählerbefragung stimmten am Dienstag 74 Prozent der Wähler mit asiatischen Wurzeln für Obama. Vor vier Jahren waren es nur 62 Prozent. Dafür verlor der Präsident sechs Prozentpunkte bei den Wählern unter 30, von denen noch 60 Prozent für ihn stimmten.

+++ 7.16 Uhr: Steinmeier fordert engere Beziehungen mit USA +++

SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier hat nach der Wiederwahl von US-Präsident Barack Obama Europa aufgefordert, mehr für die transatlantischen Beziehungen zu tun. "Wir sitzen immer so etwas in der beleidigten und Schmoll-Ecke und warten darauf, dass die Amerikaner transatlantische Zusammenarbeit neu definieren", sagte Steinmeier im "Morgenmagazin" der ARD. "Wir haben ein Interesse daran, dass die Europäer wichtig bleiben, deshalb müssen wir auch mehr investieren in diese Zusammenarbeit über den Atlantik hinweg."

Lesen Sie auf der nächsten Seite, was zwischen 7 und 6 Uhr passiert ist.

+++ 6.57 Uhr: Romney räumt Niederlage ein +++

Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hat seine Niederlage im Kampf ums Weiße Haus nach Zögern eingeräumt. "Ich habe soeben Präsident Obama angerufen, um ihm zu seinem Sieg zu gratulieren", sagte ein gefasster Romney in der Nacht zum Mittwoch vor Anhängern in seinem Wahlkampfhauptquartier in Boston. "Das ist eine Zeit großer Herausforderungen für Amerika, und ich bete, dass der Präsident Erfolg haben wird, unsere Nation zu führen." "Ich habe mir so sehr gewünscht, eure Hoffnungen zu erfüllen, das Land in eine andere Richtung zu führen", sagte der Unterlegene. Zugleich bedankte sich Romney bei seinen Mitstreitern und seiner Frau Ann: "Sie wäre eine wundervolle First Lady gewesen."

Wie mehrere US-Fernsehsender berichteten, lag Obama auch ohne den von den Republikanern angezweifelten Sieg in Ohio klar vorn. Romney könne selbst bei Erfolgen in Florida und Ohio nicht mehr den Gesamtsieg holen. Bereits zuvor hatten die großen Sender Obama zum Sieger erklärt, allerdings auf Grundlage des Erfolgs in Ohio.

+++ 6.40 Uhr: Obama siegt auch im Swing State Virginia +++

US-Präsident Obama hat laut übereinstimmender Prognosen mehrerer TV-Stationen auch den Swing State Virginia für sich gewinnen können. Wie CNN meldet, kommt der Demokrat bei 89 Prozent der ausgezählten Stimmen auf 50 Prozent (1.740.089 Stimmen), sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney konnte ein Prozent weniger für sich verbuchen (1.689.458 Stimmen). Auf Virginia entfallen 13 Wahlmännerstimmen. Die Umfragen vor der Wahl waren in keinem anderen Staat so knapp gewesen wie in Virginia. Der Präsident kann jetzt auf mindestens 303 Wahlmännerstimmen zählen, für eine Wiederwahl hätten 270 ausgereicht.

+++ 6.24 Uhr: Romney will Niederlage weiter nicht eingestehen +++

Mitt Romney klammert sich an einen letzten Strohhalm - und lässt sich weiterhin Zeit, seine Niederlage öffentlich einzugestehen. Auch eine Stunde nach Verkündung der Wiederwahl Obamas war er noch nicht vor die Fernsehkameras getreten. Laut einem Bericht des Fernsehsenders NBC wollte er den wichtigen Swing State nicht verloren geben. Die meisten US-Medien hatten den Staat aufgrund von Hochrechnungen an Obama gegeben und darauf aufbauend die Wiederwahl des Amtsinhabers festgestellt.

+++ 6.20 Uhr: Machtverhältnisse im US-Kongress bleiben unverändert +++

Der Präsident bleibt derselbe - und auch im US-Kongress ändert sich nach der Wahl nicht viel: Während die Republikaner ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus bei der Kongresswahl am Dienstag verteidigen konnten, behielten die Demokraten die Oberhand im Senat, wie US-Fernsehsender berichteten. Mit dem Wahlausgang dürfte nach Einschätzung von Experten der politische Stillstand in Washington bei wichtigen Themen weiter fortbestehen.

+++ 6.17 Uhr: Promis gratulieren Obamas per Twitter +++

Jubel in Hollywood: Nach der Wiederwahl von US-Präsident Barack Obama haben sich zahlreiche Stars per Twitter begeistert zu Wort gemeldet. "Ich bin so froh! Das ist eine der besten Nächte meines Lebens! Tränen laufen über mein Gesicht!", twitterte Pop-Star Cher (66). "Alles in Butter!", jubelte Sängerin Katy Perry (28). Sie hatte sich im Wahlkampf mit Auftritten für Obama stark gemacht. Sängerin La Toya Jackson (56) gratulierte Obama zu seinem Wahlsieg. "Vier weitere Jahre! Der beste Mann hat gewonnen!", tat sie ihren Twitter-Anhängern kund. "Twilight"-Schauspielerin Nikki Reed (24) freute sich auf Twitter: "Amerika! Wir haben es geschafft! Obama!".

+++ 6.16 Uhr: Bezirk mit höchstem Schwarzen-Anteil fest in Obamas Hand +++

US-Präsident Barack Obama hat bei seiner Wiederwahl im Bezirk mit dem höchsten Schwarzen-Anteil der USA fast 90 Prozent der Stimmen bekommen. Im Jefferson County im armen Südstaat Mississippi wählten am Dienstag 88,8 Prozent der Wähler Obama, nur 10,9 Prozent seinen Herausforderer Mitt Romney. 84,7 Prozent der gut 7600 Einwohner des Landkreises sind nach dem statistischen Amt der USA afrikanischer Herkunft.

+++ 6.01 Uhr: Ärmste US-Bezirke wählen Obama +++

Die beiden ärmsten Bezirke der USA haben bei der US-Präsidentenwahl klar für Amtsinhaber Barack Obama gestimmt. In Ziebach County in South Dakota, dem Kreis der USA mit der höchsten Armutsrate, wählten 58 Prozent den Demokraten. Das waren fünf Prozentpunkte weniger als vor vier Jahren. Im nicht weit entfernten Buffalo County stimmten 74 Prozent für Obama, 26 Prozent für seinen Herausforderer Mitt Romney - fast das gleiche Ergebnis wie vier Jahre zuvor.

In Ziebach County lebt etwa die Hälfte der gut 2800 Einwohner unterhalb der Armutsgrenze. In Buffalo County beträgt das Durchschnittseinkommen der knapp 2000 Einwohner nur 11.400 Dollar (8900 Euro). USA-weit sind es etwas mehr als 27 300 Dollar.

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+++ 5.51 Uhr: Romney erkennt Niederlage noch nicht an +++

Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney erkennt die Wahlniederlage nach einem US-Fernsehbericht noch nicht an. Er habe den Staat Ohio noch nicht verloren gegeben, meldete der Sender NBC in der Nacht zum Mittwoch. Üblicherweise gestehen die Verlierer bei US-Wahlen ihre Niederlage innerhalb kurzer Zeit ein. 2008 hatte der Republikaner John McCain dies etwa nach einer halben Stunde getan.

+++ 5.30 Uhr: Obama-Party in Chicago +++

Es ist die perfekte Inszenierung. Kurz nachdem MSNBC ihn zum Wahlsieger erklärt hatte, twitterte Barack Obama die kurze Zeile: "Four more years", versehen mit einem Foto, auf dem seine Frau Michelle ihn umarmt. So sind sie, die Obamas. Am McCormick Platz in Chicago wird seither gejubelt. Rund zehntausend Anhänger des Amtsinhabers feiern den Demokraten. Sie hatten zuvor Stunden dort ausgeharrt und jeden ihm zugeschlagenen Staat gefeiert. Viele der Teilnehmer der Siegesfeier waren im Wahlkampf als Freiwillige für Obama von Tür zu Tür gezogen oder hatten große Wahlkampfspenden geleistet. Der Ort der Siegesfeier war deutlich kleiner als noch vor vier Jahren, damals feierte Obama seinen Sieg mit rund 250.000 Anhängern im Chicagoer Grant Park.

+++ 5.23 Uhr: TV-Sender: Obama gewinnt Wahl +++

Die Nacht war kürzer als gedacht. Der 44. Präsident der USA, der Demokrat Barack Obama, hat die Wahl gewonnen und wird im Amt bleiben. Das haben alle wichtigen US-Sender prognostiziert. Damit schlägt Obama den republikanischen Herausforderer Mitt Romney. Sofort nach der ersten Meldung durch den Sender MSNBC brach bei der zentrale Wahlparty der Demokraten in Chicago Jubel aus.

+++ 5.00 Uhr: Obama nun deutlich vor Romney +++

In den USA bestimmen die Bürger Wahlmänner, die wiederum den Präsidenten wählen. Die Kandidaten brauchen 270 - und nach Auszählung einiger Westküstenstaaten konnte Obama bereits 238 hinter sich versammeln. Doch noch stehen die Zahlen aus den beiden wichtigsten Staaten Ohio und Florida aus. Beide Male liegt Obama vor Romney, allerdings sehr knapp. Wer Präsident der Vereinigten Staaten werden will, muss beide Staaten gewinnen.

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+++ 4.50 Uhr: Twitter meldet Diskussionsrekord +++

Die Wahlen in den USA sind das bisher meistdiskutierte politische Ereignis im Internetdienst Twitter: Der Betreiber zählte am Dienstag mehr als 20 Millionen Äußerungen zum Rennen zwischen Präsident Barack Obama und seinem Herausforderer Mitt Romney sowie den weiteren Abstimmungen. Kurz vor Schließung der Wahllokale twitterte Amtsinhaber Barack Obama einen letzten Wahlkampfaufruf: "Lasst uns das jetzt gewinnen!" - von seinen Anhängern wurde das mehr als 4000 Mal als "Favorit" markiert und rund 19. 000 Mal weiterverbreitet. Deutlich weniger Resonanz fand sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney mit einem Foto bei seiner Stimmabgabe und der Feststellung: "Das war's, stellt sicher, dass ihr heute wählt."

Für den stern twittern die beiden USA-Korrespondenten Giuseppe Di Grazia von Obamas Wahlparty in Chicago und Martin Knobbe von Romneys Wahlparty in Boston.

+++ 4.10 Uhr: Kennedys zurück auf der politischen Bühne +++

Nach den US-Wahlen zieht wieder ein Mitglied des Kennedy-Clans in das US-Parlament. Joseph Kennedy III., Großneffe des früheren US-Präsidenten John F. Kennedy, holte in einem Wahlbezirk in Massachusetts einen Sitz für das Repräsentantenhaus, wie die Internetzeitung "politico.com" berichtet. Zuletzt hatte Patrick, ein Sohn des verstorbenen Senators Edward Kennedy, sein Mandat im Repräsentantenhaus Ende 2010 niedergelegt. Zum ersten Mal seit 64 Jahren hatte damit vorübergehend kein Mitglied des Kennedy-Clans ein politisches Amt in Washington bekleidet.

+++ 4.02 Uhr: Romney holt Utah +++

Laut CNN hat Mitt Romney in Utah gewonnen. Er hat auch immer insgesamt immer noch die Nase vorn. Aber bislang konnte er keinen Swing State gewinnen. Für Romney wird es schwierig.

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+++ 3.38 Uhr: TV-Sender melden Etappensiege Obamas +++

Obama hat nach Prognosen verschiedener Fernsehsender wichtige Etappensiege errungen. Nach Berechnungen von Fox News setzte er sich am Dienstag im Bundesstaat Wisconsin durch. Dort war der Ausgang äußerst ungewiss. MSNBC und CNN prognostizieren zudem einen Triumph des Präsidenten in Pennsylvania. In diesen Staaten galten Siege Obamas als wahrscheinlich, aber nicht sicher. Mitt Romney hatte vor allem auf einen Erfolg in Pennsylvania gehofft und dort zahlreiche seiner Wahlkampfauftritte abgehalten. Aus den potenziell wahlentscheidenden "Swing States" Ohio, Florida und Virginia, die keinem Lager eindeutig zugerechnet werden können, liegen jedoch weiterhin keine eindeutigen Trends vor, obwohl dort die Wahllokale seit Stunden geschlossen sind.

+++ 3.12 Uhr: Obama und Romney gleichauf in Florida +++

Wieder ist es knapp in Florida. Laut CNN liegen die beiden Kontrahenten nach Auszählung von 76 Prozent der Stimmen mit jeweils 50 Prozent gleichauf. Gewinnt Obama Florida, wird es für Romney sehr schwierig.

+++ 3.08 Uhr: Republikanische Mehrheit im Abgeordnetenhaus +++

Sollte Obama es schaffen, wieder Präsident zu werden, wird er es auf jeden Fall mindestens mit einem republikanisch dominierten Abgeordnetenhaus zu tun bekommen. Laut CNN werden die Republikaner in der Lage sein, ihre Mehrheit in der Kammer des Kongresses zu halten. Offen ist noch, ob die Demokraten auch ihre Mehrheit im Senat halten können.

+++ 3.04 Uhr: Obama holt sich Michigan +++

CNN hat wieder eine Reihe von Prognosen veröffentlicht. Demnach hat Romney Kansas, Louisiana, Nebraska, North Dakota, South Dakota, Texas, Wyoming und Mississippi gewonnen. Er liegt mit 152 zu 123 Wahlmännerstimmen vor Obama. Dafür hat Obama den wichtigen Staat Michigan gewonnen, der zumindest zeitweise als unsicher für ihn galt. Auch New York und New Jersey gehen an Obama.

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+++ 2.44 Uhr: Romney holt sich Alabama +++

Mitt Romney gewinnt laut CNN auch noch die neun Wahlmännerstimmen Alabamas.

+++ 2.41 Uhr: Kopf-an-Kopf-Rennen in Florida +++

Bei der Präsidentschaftswahl haben die Wahllokale in 16 weiteren Bundesstaaten geschlossen, darunter im Schlüsselstaat Florida. In Florida liefern sich Barack Obama und Mitt Romney ein äußerst knappes Rennen. Auf Nachwahlbefragungen basierende Schätzungen des Nachrichtensenders CNN sahen Obama bei 50 Prozent, Romney bei 49 Prozent.

+++ 2.32 Uhr: Romney holt sich Arkansas und Tennesse +++

Mitt Romney gewinnt laut CNN in Arkansas, Tennessee und Georgia. Damit hat er beim Gesamtstand wieder die Nase vorn. Aber entscheidend sind Florida und Ohio.

+++ 2.00 Uhr: Obama übernimmt Führung +++

Laut CNN-Hochrechnungen gewinnt Obama in den Bundesstaaten Connecticut, Delaware, Maryland, dem Distrikt von Columbia, seinem Heimatstaat Illinois, in Maine, Maryland, Massachusetts und Rhode Island. Romney gewinnt demnach in Oklahoma und South Carolina. Damit hätte Obama 64 Wahlmännerstimmen und Romney 40.

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+++1.39 Uhr: Romney zieht davon+++

Nachdem die ersten Wahllokale geschlossen haben, kommen nun auch die ersten Hochrechnungen. Laut CNN hat Barack Obama bislang nur den Bundesstaat Vermont gewonnen, Mitt Romney dagegen bekommt alle Wahlmänner in Kentucky, West Virginia, Indiana und South Carolina. Damit würde der Herausforderer mit 3 zu 33 vorne liegen. So weit, so wenig überraschend. In den wichtigen und mitentscheidenden Swing States Virginia und North Carolina sieht der Fernsehsender derzeit beide Kandidaten gleichauf. Und: in den wohl wichtigsten Staaten Ohio und Florida hat derzeit Obama die Nase vorn.

+++1.30 Uhr: Obama am Revers+++

Obwohl der Hype von 2008 verschwunden ist, findet Barack Obamas Politik auf den Wahlpartys in Berlin viel Zuspruch. Auf den drei Partys in Berlin-Mitte im Bertelsmann-Gebäude, in der Repräsentanz der Deutschen Telekom und im E-Werk ist der Button mit dem Konterfei Obamas das liebste Accessoire. Zahlreiche der geladenen Gäste tragen ihn stolz an der Abendgarderobe. Die Hostess, die bei Bertelsmann die Gäste empfängt, berichtet, dass sie den Korb mit den Obama-Ansteckern bereits mehrfach nachfüllen musste. Und das Pendant von Mitt Romney? "Einige nehmen beide Buttons mit, um sich diplomatisch zu zeigen." Bislang habe sie nur eine Frau gesehen, die sich wirklich für den Herausforderer ausgesprochen hat. "Die sagte, sie sei immer für die Minderheiten."

+++00.52 Uhr: Laut Romney-Team gewinnt Obama in Ohio+++

Ohio ist einer der drei wichtigsten Battleground-States, also ein Bundesstaat, der über den nächsten Präsidenten entscheidet. Wer das nächste Staatsoberhaupt werden will, muss hier gewinnen. Diverse Medien zitieren Mitarbeiter aus dem Romney-Lager, denen zufolge Barack Obama Ohio gewinnen wird.

Die "New York Times" zeigt in einer interaktiven Grafik, welcher Kandidat welchen Bundesstaat gewinnen muss, um US-Präsident zu werden.

+++00.14 Uhr: Die ersten Ergebnisse trudeln ein+++

Die ersten Wahllokale schließen: In einigen Wahlkreisen in Indiana und Kentucky geht die Wahl zu Ende. Wie erwartet wird wohl Mitt Romney das Rennen in Kentucky machen, ersten Hochrechnungen zufolge liegt er bei 69 Prozent der Stimmen, in Indiana 65 Prozent. Bislang aber ist nur ein sehr kleiner Teil der Stimmen ausgezählt. Und in den alles entscheidenden Swing States wird noch gewählt.

+++00.13 Uhr: Väter und Kirchgänger wählen Romney+++

Die ersten Wahllokale schließen und der Nachrichtensender CNN kommt bereits mit ersten Statistiken heraus. Und bestätigt einige Klischees über den Herausforderer Mitt Romney: Dessen Wähler sind weiß, männlich und gläubig. Laut des Senders, wählen 54 Prozent der Väter, 62 Prozent der regelmäßigen Kirchgänger, 38 Prozent der Städter, 86 Prozent der Tea-Party, 45 Prozent der Mütter, sieben Prozent der Demokraten den Republikaner.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, was zwischen 23 und 0 Uhr passiert ist.

+++23.43 Uhr: Romney hat Siegesrede schon fertig+++

AFP-Journalist Michael Mathes twittert, dass Romney in seinem Wahlkampfflugzeug Journalisten selbstbewusst gesagt hat, dass er "soeben seine Siegesrede fertiggeschrieben" habe. Sie sei etwa 1118 Worte lang. Mal abwarten, ob er die wirklich braucht. Gratuliert hat er Obama bereits auch schon - zu dessen Wahlkampf. "Dieser Präsident hat eine wirklich starke Kampagne gefahren. Ich glaube, dass er ein guter Mensch ist, und wünsche ihm und seiner Familie alles Gute. Er ist ein guter Vater und war ein gutes Vorbild eines guten Vaters. Aber es ist Zeit für eine neue Richtung", sagt Romney bei einem Halt in einem Wahlkampfbüro in der Nähe von Pittsburgh.

+++23.25 Uhr: Empire State Building zeigt Wahlergebnisse+++

Noch immer sind zahlreiche New Yorker Haushalte ohne Strom. Aber auch diese Bewohner müssen nicht auf die Wahlergebnisse verzichten - zumindest, wenn sie in Sichtweite des Empire State Buildings leben. Denn auf die Fassade des Gebäudes werden die Hochrechnungen und Ergebnisse für jeden sichtbar projiziert. Unter anderem mit dafür verantwortlich: der Nachrichtensender CNN

Lesen Sie auf der nächsten Seite, was zwischen 22 und 23 Uhr passiert ist.

+++ 22.23 Uhr: Wahlmaschinen wählen falsch +++

Wozu selbst wählen, wenn die Maschine es übernehmen kann? In Pennsylvania wurde laut dem Nachrichtensender NBC News eine Wahlmaschine aus dem Verkehr gezogen, nachdem sie mit Videobeweis dabei ertappt wurde, wie sie Stimmen für Obama in Stimmen für Romney umwandelte. Es meldeten sich auch Republikaner, deren Stimmen für Romney in Stimmen für Obama umgewandelt wurden. Das Video wurde zuerst vom Nutzer "centralpavoter" auf Youtube gepostet. Es zeigt den Finger eines Wählers, der wiederholt das Feld mit Obamas Namen anwählt, doch die Maschine markiert das Feld mit Romneys Namen. Unter dem Video beschreibt der Mann - Softwareentwickler von Beruf - das Erlebnis: "Meine Frau und ich sind heute morgen vor der Arbeit wählen gegangen. Wir fanden vier ältere Damen vor, die den Laden schmissen und drei Wahlmaschinen, die jedem Wissenschaftskongress Ehre machen würden. [...]" Die Republikaner bereits letzte Woche einen Beschwerdebrief an die Wahlbehörde verfasst. Ein Sprecher des Innenministeriums von Pennsylvania erklärte, die fehlerhafte Maschine sei "rekalibriert" worden und würde wieder eingesetzt.

+++ 22:15 Uhr: US-Botschafter drückt Obama die Daumen +++

Der US-Botschafter in Berlin hofft auf einen erneuten Wahlsieg des amtierenden Präsidenten Barack Obama. "Mein Herz ist für Obama, keine Frage", sagte Philip Murphy auf einer Wahlparty.

Wie die Präsidentschaftswahl ausgehe, sei jedoch völlig unklar. "Es ist sehr, sehr knapp - Kopf an Kopf." Der Botschafter werde "die ganze Nacht wach sein." Er rechne mit dem Endergebnis gegen 5 Uhr (MEZ). "Dann muss ich eine Dusche nehmen."

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+++ 20:03 Uhr: Obama ruft bei Wahlhelfern an und sagt: Danke +++

Mit Überraschungsanrufen bei Wahlhelfern hat sich Barack Obama für deren Engagement bedankt. "Hier ist Barack Obama. Sie wissen schon, der Präsident", sagte der 51-Jährige, als er aus einem Wahlkampfbüro der Demokraten in Chicago eine Kampagnen-Helferin im Bundesstaat Wisconsin anrief. "Hi, ist da Annie?", sagte er bei einem weiteren Anruf. "Hier ist Barack Obama." Nach dem Telefonat bemerkte der US-Präsident: "Die Frau war sehr nett, obwohl sie zuerst nicht wusste, wer ich bin." Eine andere Frau, Jyl Molle, war am anderen Ende der Leitung offenbar sehr verdutzt über den Anruf. Nachdem sich Obama namentlich meldete, sagte er: "Hier ist Ihr Präsident. Sie arbeiten so hart, da wollte ich mich bedanken. Nein, ich bin es. Ich rufe einige unserer besten Wahlhelfer in Madison an." Danach holte die Frau offenbar jemand anderes an die Strippe, denn Obama sagte erneut Hallo. "Ihr da draußen packt es einfach", fügte er hinzu. "Ich bin stolz auf euch."

Lesen Sie auf der nächsten Seite, was zwischen 18 und 20 Uhr passiert ist.

+++ 19:33 Uhr: Aktienhändler in Kauflaune +++

Am Tag der US-Präsidentenwahl haben sich zahlreiche Anleger an den New Yorker Börsen zum Einkauf entschlossen und die Kurse nach oben getrieben. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg bis zum Nachmittag um 1,2 Prozent auf 13.269 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 erhöhte sich um 0,9 Prozent auf 1430 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte um 0,6 Prozent auf 3016 Stellen zu. Auch die europäischen Börsen waren im Bann der US-Wahl. In Frankfurt ging der Dax 0,7 Prozent höher mit 7377 Punkten aus dem Handel. Ein Machtwechsel im Weißen Haus könnte vor allem für die Gesundheitsbranche, den Energiesektor und die Finanzwelt neue Bedingungen schaffen. Doch im Mittelpunkt die Anleger steht, dass es einen klaren Ausgang und keine Hängepartie gibt. "Das Rennen ist sehr, sehr knapp", sagte Peter Cardillo von Rockwell Global Partners. "Wenn es - wie schon einmal - erst von Gerichten entschieden wird, dann gibt es noch mehr Ungewissheit und Verunsicherung." Damit steige die Bedrohung durch die "Fiskalklippe", weil sich die Washingtoner Politik erst mit Verzögerung um eine Etat-Einigung kümmern könne.

Mit dem Begriff "fiscal cliff" sind Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen im Volumen von 600 Milliarden Dollar gemeint, die ohne einen Haushaltskonsens zwischen Präsident und Kongress automatisch in Kraft treten und die Konjunkturerholung abwürgen könnten. Amerika ist mit mehr als 16 Billionen Dollar verschuldet.

+++ 19:10 Uhr: Heidi Klum hat in den USA gewählt +++

Das deutsche Model Heidi Klum hat sich entschieden: "Ich habe zum zweiten Mal in Amerika gewählt", sagte sie in der "Ellen DeGeneres" Fernsehshow. Gerade rechtzeitig zu den Wahlen vor vier Jahren hatte sie ihre Staatsbürgerschaft und damit auch das Wahlrecht erhalten. Das aus Bergisch Gladbach stammende Model lebt seit vielen Jahren in Kalifornien.

+++ 19:00 Uhr: Romney, Biden und Ryan landen in Ohio +++

Politikergedränge am Flughafen von Cleveland in Ohio: Nur Minuten nach dem Flugzeug des Obama-Herausforderers Mitt Romney landet die Maschine des Vizepräsidenten Joe Biden. Romney bleibt an Bord, bis der Demokrat aufgebrochen ist - dann landet auch noch der republikanische Bewerber für den Vizeposten, Paul Ryan. Ohio ist der wohl wichtigste Bundesstaat für den Ausgang der Wahl in diesem Jahr.

+++ 18:30 Uhr: Obama ruft schwarze US-Bürger zur Wahl auf +++

Während eines Anrufs bei einem Hip-Hop-Radiosender in Florida ruft Obama die schwarzen Amerikaner auf, ihre Stimme abzugeben. Wählen gehen sei wichtig, um "unsere Gemeinschaft nach vorne zu bringen", sagt er.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, was zwischen 16 und 18 Uhr passiert ist.

+++ 17:28: Obama entspannt, Romney kämpft weiter +++

Ausschlafen, dann ein paar Interviews für US-Sender und ein paar Basketballkörbe werfen: So sieht das Programm des amtierenden US-Präsidenten für den Wahldienstag aus. Ganz anders sein Rivale: Mitt Romney jettet noch zu Auftritten nach Ohio und Pennsylvania - zwei Staaten, die als wahlentscheidend galten.

+++ 17:03 Obama gratuliert Romney zu "beherztem Wahlkampf" +++

Barack Obama hat seinem Herausforderer Mitt Romney bei einem Besuch in einem Wahlkampfbüro zu einem "beherzten Wahlkampf" gratuliert. "Ich weiß, dass seine Anhänger genauso engagiert und genauso enthusiatisch sind und heute genauso hart arbeiten." Der Präsident ruft Anhänger an und bedankt sich für ihre freiwillige Arbeit für seine Wiederwahl.

Obama rief die Menschen in allen politischen Lagern auf, von ihrem "wertvollen" Wahlrecht Gebrauch zu machen. "Ich freue mich auf die Ergebnisse, und ich erwarte, dass wir eine gute Nacht haben werden. Aber regal, was passiert, ich möchte einfach sagen, wie sehr ich jeden schätze, der mich unterstützt hat, jeden, der so hart für mich gearbeitet hat."

+++ 16:50 Uhr: Obamas Oma betet für ihren Enkel +++

Im fernen Kenia hat Präsident Obama wohl einen seiner liebsten Fans: Seine 90-jährige Großmutter Sarah Obama, die im Dorf Kogelo im Westen des afrikanischen Landes um himmlischen Beistand für ihren berühmten Enkel bittet. "Ich bete für ihn, dafür, dass ihm Gott zur Seite steht", sagte die alte Dame. Sie ist die dritte Frau von Obamas Großvater väterlicherseits. Auch ohne Blutsverwandtschaft sprach der Amtsinhaber stets liebevoll von seiner "Mama Sarah", die in der Grenzregion zu Uganda wohnt.

+++ 16:39: Paul Ryan bringt seinen Kindern das Wählen bei +++

Der Kandidat der Republikaner für das Amt des US-Vizepräsidenten, Paul Ryan, ist mit seinen Kindern zur Wahl erschienen. Der 42-Jährige zeigte zweien seiner drei Sprösslinge, wie die Stimmabgabe genau funktioniert. Ryan wählte am Dienstagmorgen zusammen mit seiner Frau Janna in Janesville im Bundesstaat Wisconsin.

+++ 16:13 Uhr: New Jersey: Wählen für Fortgeschrittene +++

In Hoboken, wo "Sandy" besonders stark wütete, stellt das Kreuzchen für den Präsidenten die Wähler vor größere Herausforderungen: Die Tür des Lokals öffnet sich erst mit 40 Minuten Verspätung. "Bitte entschuldigen Sie den Zustand des Wahllokals", sagt ein Helfer zu der murrenden Menge. "Es stand vor zwei Tagen noch 60 Zentimeter unter Wasser."

Investmentbanker John Magolis, der Romney wählen will, findet eine defekte elektronische Wahlmaschine vor. Da er sich nicht noch mal in die Schlange stellen will, beschließt der 46-Jährige, später wederzukommen - vielleicht genug Zeit, um seine Meinung zu ändern: "Steuerpolitisch stehe ich zu hundert Prozent hinter Romney", sagt Margolis. "Aber ich bin beeindruckt von Obamas Reaktion auf den Sturm."

  New Yorker warten im Morgenlicht vor einem Wahllokal

New Yorker warten im Morgenlicht vor einem Wahllokal

Lesen Sie auf der nächsten Seite, was bis 15 Uhr passiert ist.

+++ 15:31 Uhr: Romney gibt seine Stimme ab +++

Mitt Romney hat gewählt. Gemeinsam mit seiner Frau Ann ging der 65-Jährige in seinem Heimatort Belmont in einem Wahllokal im US-Bundesstaat Massachusetts an die Wahlurne. Er habe ein "sehr, sehr gutes" Gefühl, was einen möglichen Sieg über Amtsinhaber Barack Obama von den Demokraten angehe. Obama hatte wie viele Millionen andere US-Bürger bereits im Vorfeld seine Stimme abgegeben. Der Amtsinhaber wählte am 25. Oktober in seiner Heimatstadt Chicago.

+++ 14:52 Provisorisches Wahllokal +++

Im New Yorker Bezirk Staten Island geben Wähler ihre Stimme in unbeheizten Zelten ab, wie die New York Times auf Ihrer Internetseite berichtet. Helfer beleuchten die Wahlzettel mit Taschenlampen. Staten Island wurde vom Wirbelsturm Sandy besonders hart getroffen. 19 Menschen kamen ums Leben.

m New Yorker Bezirk Queens wurde ebenfalls ein ungeheiztes Zelt als improvisiertes Wahllokal benutzt. Nach Problemen mit den Generatoren fing die Abstimmung mit einer halben Stunde Verzögerung an. "Wir wollten die ersten sein", sagte am frühen Morgen eine 34-jährige Frau, die seit dem Sturm bei Verwandten wohnt. "Wenn erst mal die Sonne aufgeht, bricht hier der Wahnsinn aus." In einem Wahllokal in Manhattan waren die Stimmzettel zunächst nicht auffindbar

+++ 13:58 Lange Schlangen vor vielen Wahllokalen +++

Lange Schlagen haben sich zum Wahlbeginn vor mehreren Wahlokalen gebildet. Der Sender CNN zeigte Bilder aus Miami mit einer Menschenansammlung, die quer über eine Straße bis zum nächsten Häuserblock reichte. Auch in Hoboken im US-Bundesstaat New Jersey warten die Wähler vor den Lokalen. Diese Gegend war von Wirbelsturm "Sandy" stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Menschen, die wegen der Sturm- und Flutschäden ihr Haus verlassen mussten, dürfen auf Anweisung von Gouverneur Chris Christie per E-Mail oder Fax wählen.

+++ 13:46 US-Vizepräsident gibt Stimme ab +++

Früh am Morgen in den USA hat US-Vizepräsident Joe Biden seine Stimme abgegeben. Er ging in Delaware, das an der Ostküste der Vereinigten Staaten liegt, wählen. Der vergleichsweise kleine Bundesstaat dürfte sicher an Obama gehen, liefert aber nur drei Wahlmännerstimmen.

+++ 13:28: Schamanen für Obama! +++

Geht es nach peruanischen Schamanen, steht der Sieg für Obama bereits fest. Auf einem Hügel nahe der Hauptstadt Lima praktizierten die Heiler mit Hilfe von Blüten, Koka-Blättern und einem bewusstseinserweiternden Trank ein Wahrsage-Ritual. Sie bestreuten Fotos des demokratischen Amtsinhabers und seines republikanischen Rivalen Mitt Romney mit Blütenblättern und bliesen Tabakrauch darauf, zudem kauten sie Koka-Blätter und tranken Ayahuasca, ein psychoaktives Gebräu. Dabei habe sich gezeigt, dass Obama in der Gunst der Apus, Hügelgöttern der indigenen Mythologie, oben stehe.

+++ 13:07: In Singapur entscheidet der Burger +++

Cheeseburger oder Fleischklops? In Singapur laden die Kellner des Schnellrestaurants "Billy Bombers" zur Fastfood-Wahl ein. Mitt Romney wird kulinarisch von zwei mit Tomatensauce übergossenen Fleischklopsen an gegrillten Maiskolben dargestellt, Barack Obama von einem garnierten Cheeseburger und dicken Pommes.

+++ 12:30 Uhr: Mini-Vorsprung für Obama +++

Nach Dixville Notch haben Wähler auch im im Örtchen Hart's Location -ebenfalls in New Hamsphire- ihre Stimmen abgegeben. Gut 100 Kilometer südlich in Hart's Location verbuchte der Amtsinhaber seinen ersten kleinen Erfolg: Er kam auf 23 Stimmen, Romney auf neun. Zwei Wähler stimmten für einen dritten Kandidaten, der landesweit im Rennen um das Weiße Haus keine Rolle spielt.

+++12:22: Wahlstart in neun Bundesstaaten +++

In mehreren US-Bundestaaten dürfen Amerikaner bereits ihre Stimme abgeben. Wahllokale öffneten am Morgen gegen 6.00 Uhr Ortszeit in den zwischen Amtsinhaber Barack Obama und seinem Herausforderer Mitt Romney hart umkämpften Staaten New Hampshire und Virginia sowie in New York, New Jersey, Connecticut, Indiana, Kentucky, Maine und Vermont.

+++ 12:08: Kryptisch: Die letzten Kandidaten-Tweeds +++

Sowohl Amtsinhaber Barack Obama als auch Herausforderer Mitt Romney halten sich in ihren letzten Mitteilungen beim Kurznachrichtendienst Twitter mit politischen Inhalten zurück: "Lasst uns wählen gehen! Lasst uns weiter voran kommen," schreibt der Präsident schlicht vor sieben Stunden. "Wir wissen, dass wir dieses Land zurückholen können, aber wir brauchen Eure Hilfe", twittert Romney fast sieben Stunden später. Ob ihm der Social-Media-Vorsprung hilft?

+++ 11:10 Uhr: Obama und Romney lassen Wahlkampf ausrocken +++

Musik weckt Emotionen - und zu Songs von Rockröhre Bruce Springsteen wie "Born in the USA" oder "The River" dürfte mancher Amerikaner die erste Liebe erlebt oder seinen Kummer therapiert haben. So durfte Springsteen auch Barack Obamas letzte Wahlkampfauftritte in Wisconsin, Ohio und Iowa rocken und samt Gitarre und Mundharmonika mit dem Präsidenten die große Bühne teilen. Ob seine Songs wie "Land of Hope of Dreams" letzte Unentschlossene überzeugen?

Für den Herausforderer sang der in den USA ebenfalls sehr populäre Kid Rock. Auf seinem neuen Album "Born Free" lässt der Rocker Country-Elemente hören - die traditionelle Musikrichtung ist vor allem bei vielen Anhängern der Republikaner beliebt.

+++ 09.55 Uhr: Anwälte überwachen Wahlen +++

Bloß nicht wieder ein Wahldebakel: Vielen Demokraten und Republikanern liegt noch die Präsidentschaftswahl vor zwölf Jahren in den Knochen, als am Ende der Oberste Gerichtshof über den Ausgang entschied und George W. Bush statt Al Gore zum Wahlsieger erklärte. Damals hatten fehlerhafte Wahlautomaten zu einer Neuauszählung der Stimmzettel in Florida geführt. Damit diesmal alles glatt läuft, haben die Politiker beider Lager Heerscharen von Anwälten mobilisiert, um den Ablauf der Wahl am Dienstag zu überwachen. In diesem Jahr könnte vor allem in drei Bundesstaaten eine Hängepartie drohen - Florida, New Jersey und Ohio.

+++ 06:09 Uhr: Obama und Herausforderer Romney gleichauf +++

Kurz nach Mitternacht Ortszeit (06.00 Uhr MEZ) hat im Dorf Dixville Notch im nordöstlichen US-Bundesstaat New Hampshire am Dienstag die US-Präsidentschaftswahl begonnen. Amtsinhaber Barack Obama und sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney erhielten bei dem Urnengang kurz nach Mitternacht Ortszeit je fünf Stimmen. Damit gab es bei der Stimmabgabe zur Präsidentschaftswahl in dem Ort erstmals in der Geschichte ein Patt, was als weiterer Indikator für das extrem knappe Rennen bei der diesjährigen Wahl gewertet werden könnte.

jar/jwi/nik/guess/lin/DPA/Reuters/AFP/DPA/Reuters

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Zu hohe Inkassogebühren, rechtens?
Hallo, ich habe am 20 März 15 einen Vertrag über 12 Monate mit einem Fitness-Studio abgeschlossen. Die Kosten (9,98 € 14-Tägig, 39,99€ Verwaltung einmalig, 19,99 Trainer und Servicepauschale Jährlich) sollten per Einzugsermächtigung abgebucht werden. Kürzlich bekam ich überraschend einen Brief von einem Inkassobüro mit der Zahlungsaufforderung für die gesamten 12 Monate inkl. der Verwaltung und Servicepauschale + Auslagen des Gläubigers (63,38€), Zinsen (1,42€), Geschäftsgebühr (45€), Auskunftskosten (5€) , Auslagenpauschale (9€) Hauptforderung 320,28€ Offene Forderung 444,08€ Nach dem ich mich bei der Firma erkundet habe, sagten sie mir, dass Zahlung zurückgegangen ist da mein Konto nicht gedeckt sei. Fakt war das sie einen Zahhlendreher in der Kontonummer hatten obwohl im meinem Durchschlag die Richtige Kontonummer angegeben wurde. Aber im Original hat jemand aus einer 3 eine 8 geändert. Nach Überprüfung konnte ich Feststellen das es diese Kontonummer gar nicht gibt und das diese vom System gar nicht angenommen wird. Spätestens da hätte man mich doch hinweisen oder fragen können was mit dem Konto sei. Es kam nie ein zu einem Zahhlungsrückgang, noch zu einer Zahlungserinnerung Mahnung seitens des Fitnessstudios. Die AGB´s habe ich nie zu Gesicht nie bekommen und auch nicht gelesen - diese stehen (nach meiner Recherche) im Internet aber auch nicht definiert wie man in Zahlungsverzug kommt. Leider habe ich unterschrieben das sie mir bekannt sind. Dies steht ganz kleingedruckt im Durchschlag. Ich habe der Firma vorgeschlagen die offenen Beiträge bis jetzt zu bezahlen und für die Zukunft eine neue Einzugsermächtigung zu erteilen, was sie aber abgelehnt haben und mir gesagt haben ich soll dies mit dem Inkassobüro klären. Der Fitnessvertrag ist somit gesperrt seit einem Monat. Da ich aber mit den Gebühren, Mahnspesen von dem Inkassobüro nicht einverstanden bin weiß ich nicht ob ich diese bezahlen muss. Ich habe dem Inkassobüro auch vorgeschlagen die offenen Beiträge zu begleichen und diese dann wie vertraglich vereinbart abgebucht werden. Sie haben mir angeboten diese in einem Jahr zu einem monatlichen Beitrag von 35€ abzuzahlen. Dies währen Mehrkosten von 100€, ist das rechtens? Bitte Antworten sie mir in einer Sprache die ich auch versteh - mit langen Gesetzestexten kann ich leider nicht umgehen Und was Sie denken was ich tun soll was rechtens ist. Vielen Dank im Voraus

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