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Merkel verteidigt griechische Anti-Merkel-Demos

Hitler-Vergleiche und Hassparolen: Angela Merkel waren bei ihrem Besuch in Athen wütende Proteste entgegengeschlagen. Doch die Bundeskanzlerin nimmt die Demonstranten in Schutz.

  "Man kann demonstrieren. Und ich kann damit fertig werden": Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Landesparteitag der niedersächsischen CDU in Celle.

"Man kann demonstrieren. Und ich kann damit fertig werden": Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Landesparteitag der niedersächsischen CDU in Celle.

Bundeskanzlerin Angela Merkel beweist ein gesundes Demokratieverständnis: Die CDU-Chefin hat die Demonstrationen in Athen gegen ihren Besuch ausdrücklich verteidigt. "Ehrlich gesagt: Ich war erleichtert", sagte sie am Samstag auf dem Parteitag der niedersächsischen CDU in Celle. Sie finde es schön, "dass ich nach Hause fahren konnte, die Leute konnten protestieren, und alle die, die keine Gewalt angewandt haben, sind hinterher nicht ins Gefängnis gekommen".

Gerade die Einhaltung dieser Grundrechte unterscheide die EU-Staaten von vielen anderen Teilen der Welt, sagte Merkel. "Man kann demonstrieren. Und ich kann damit fertig werden." Ihr sei das Demonstrationsrecht sehr wichtig, weil sie selbst 34 Jahre in einem Land gelebt habe, in dem man nicht demonstrieren durfte. "Jeder soll seine Meinung sagen, und dann wird darüber geredet. Das ist Demokratie."

Merkel war am Dienstag erstmals seit Ausbruch der Griechenland-Krise nach Athen gereist. Zehntausende Menschen protestierten gegen den Kurzbesuch. Die von Tausenden Polizisten weiträumig abgeschirmte Kanzlerin wurde auf Plakaten beschimpft und mit Nazi-Vergleichen verunglimpft. Die Demonstranten sehen in Merkel die seit Ausbruch der Krise 2010 auf strikte Haushaltsdisziplin pocht, die Hauptschuldige für den wirtschaftlichen Niedergang ihres Landes.

mad/Reuters/Reuters

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