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Saudi-Arabien bricht diplomatische Beziehungen zum Iran ab

Nach den Protesten gegen die Hinrichtung des schiitischen Geistlichen Scheich Nimr Baker al-Nimr hat Saudi-Arabien die diplomatischen Beziehungen zum Iran abgebrochen. Alle iranischen Diplomaten müssen binnen 48 Stunden das Land verlassen.

In mehreren Ländern protestierten Menschen gegen die Hinrichtung des Geistlichen Nimr al-Nimr

Nach der Hinrichtung des Geistlichen Nimr al-Nimr kam es in Teheran zu heftigen Protesten

Der Konflikt zwischen Saudi-Arabien und dem Iran spitzt sich immer weiter zu: Nach den Protesten gegen die Hinrichtung des schiitischen Geistlichen Scheich Nimr Baker al-Nimr hat die Regierung in Riad die diplomatischen Beziehungen zum Iran abgebrochen. Das verkündete Außenminister Adel al-Dschubeir am Sonntag, nachdem Demonstranten am Samstagabend die saudiarabische Botschaft in der iranischen Hauptstadt Teheran angegriffen hatten. Alle iranischen Diplomaten müssten binnen 48 Stunden das Land verlassen, fügte der saudiarabische Außenminister hinzu.

Al-Nimr war am Samstag in Saudi-Arabien zusammen mit 46 weiteren Menschen wegen Terrorvorwürfen hingerichtet worden. Der 56-Jährige war ein entschiedener Gegner des erzkonservativen sunnitischen Königshauses in Riad. Er hatte im Arabischen Frühling im Jahr 2011 die Abspaltung der östlichen Regionen Katif und Al-Ihsaa befürwortet, in denen die meisten der rund zwei Millionen Schiiten Saudi-Arabiens leben. Im Oktober 2014 wurde al-Nimr in Saudi-Arabien wegen Aufwiegelung, Ungehorsams und Waffenbesitzes zum Tode verurteilt. 

Im schiitisch geprägten Iran fielen die Proteste gegen die Exekution des Geistlichen besonders heftig aus. Irans geistliches Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei warnte Riad am Sonntag vor der "Rache Gottes". In der Hauptstadt Teheran griff eine Menge am Samstagabend die saudiarabische Botschaft an und warf Brandsätze in das Gebäude. Der Staatsanwaltschaft zufolge wurden 40 Menschen festgenommen, die in die Botschaft eingedrungen waren. Im sunnitisch regierten Bahrain lieferten sich am Sonntag sich schiitische Gläubige  gewaltsame Auseinandersetzungen mit der Polizei, laut Augenzeugen gab es mehrere Verletzte.

car/AFP
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