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11. September 2006, 07:05 Uhr

Bush trauert und schweigt

Es ist nicht der Tag der großen Reden: Ohne Ansprache hat Präsident Bush fünf Jahre nach den Anschlägen vom 11. September der Opfer gedacht. Am Ground Zero legte er einen Kranz nieder. Erst am Abend will er sich an sein Volk wenden.

George W. Bush mit Ehefrau Laura bei der Kranzniederlegung am Ground Zero© Michael Nagle

US-Präsident George W. Bush hat am Vorabend der Anschläge vom 11. September am Gelände des zerstörten World Trade Centers der zahlreichen Opfer gedacht. Der düster blickende Präsident durchschritt am Sonntagabend gemeinsam mit seiner Frau Laura das mit Flaggen dekorierte Areal in New York und legte Kränze in zwei dunkle Wasserbecken am Fundament der Zwillingstürme. Eine Ansprache gab es nicht. Der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg, sein Vorgänger Rudolph Giuliani und der Gouverneur des Bundesstaates New York, George Pataki, begleiteten den Präsidenten bei seinem Gedenkbesuch. Am Abend des Montag - dem fünften Jahrestag der Anschläge - wollte sich Bush zur besten Sendezeit im Fernsehen an seine Landsleute wenden.

Bei seiner zweitägigen Reise wollte Bush zudem alle drei Orte besuchen, an denen bei den Flugzeugattentaten rund 3000 Menschen getötet wurden. Nach einem Frühstück mit New Yorker Feuerwehrleuten wird er am Montag zunächst wieder auf Ground Zero erwartet. Dort verlesen Witwen und Witwer sowie Lebenspartner die Namen der Toten. Im Laufe des Tages wollen Bush und seine Frau die Absturzstelle eines weiteren entführten Flugzeugs in Pennsylvania und das Pentagon in Washington besuchen.

Gedenkminute um 8.46 Uhr Ortszeit

Attentäter hatten die entführten Maschinen vor fünf Jahren in die Zwillingstürme des World Trade Center in New York und das Verteidigungsministerium bei Washington gesteuert. Eine vierte Maschine war auf ein Feld bei Shanksville im Bundesstaat Pennsylvania gestürzt. Dessen Passagiere hatten vor dem Absturz offenbar versucht, die Entführer zu überwältigen. Um 08.46 Uhr Ortszeit (14.46 Uhr MESZ) werden viele Amerikaner auf Wunsch des Präsidenten eine Gedenkminute einlegen. Zu diesem Zeitpunkt rammten Terroristen mit einem Passagierflugzeug den Nordturm des World Trade Centers.

DPA/AP/Reuters
 
 
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