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22. August 2007, 09:27 Uhr

CIA hält Ex-Chef für Versager

Fast sechs Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 gibt es harsche Kritik an der CIA-Führung. In einem internen Bericht wird dem ehemaligen Direktor des Geheimdienstes Versagen vorgeworfen.

Als "schlicht falsch" hat der ehemalige Direktor der CIA, George Tenet, die Vorwürfe zurückgewiesen© DPA

In einem internen CIA-Bericht werden dem früheren Direktor der US-Geheimdienstes, George Tenet, schwere Versäumnisse im Kampf gegen den Terrorismus im Vorfeld der Anschläge vom 11. September 2001 vorgeworfen. "Die Agentur und ihre Mitarbeiter haben ihre Verantwortlichkeiten nicht in befriedigender Art und Weise erfüllt", heißt es in dem bereits 2005 erstellten aber bislang geheimen Dokument des CIA-Generalinspekteurs General John Helgerson.

Verantwortliche zur Verantwortung ziehen

Die CIA-Führung habe nicht alle ihre Möglichkeiten bei der Bekämpfung al Kaidas angewendet und nie einen umfassenden Plan erstellt, sie zu stoppen, heißt es in einer 19-seitigen Zusammenfassung. Die CIA habe unter anderem nicht effektiv und ausreichend mit anderen Geheimdiensten zusammengearbeitet, bemängelt der Bericht. So habe Tenet nicht seine Befugnisse ausgeschöpft, um Pläne gegen einen möglichen Anschlag durch das Terrornetz al Kaida zu entwickeln. Dennoch gebe es nicht einen Hinweis dafür, dass die Anschläge in New York und Washington, bei denen fast 3.000 Menschen getötet wurden, verhindert hätten werden können.

In dem Bericht wird empfohlen, Tenet und andere Führungskräfte der CIA aus jener Zeit für ihr Versagen zur Verantwortung zu ziehen. In einer ersten Reaktion bezeichnete Tenet die Schlussfolgerung des internen Berichts als "schlicht falsch". Der damalige CIA-Direktor Porter Goss lehnte Abmahnungen ab, und auch dessen Nachfolger Michael Hayden hielt an dieser Linie fest.

"Bericht lenkt Mitarbeiter ab"

Hayden sagte, es sei nicht seine Entscheidung gewesen, den Bericht zu veröffentlichen. Nach einem von Präsident George W. Bush Anfang dieses Monats unterzeichneten Gesetz sei er dazu verpflichtet worden. "Ich dachte, die Veröffentlichung dieses Berichts würde Mitarbeiter ablenken, die an den Fronten eines globalen Konflikts ihrem Land dienen", sagte er. "Sie wird - mindestens - Zeit und Aufmerksamkeit verzehren und ein Feld wieder besuchen, das schon hinreichend beackert wurde."

Die Erkenntnisse des Berichts entsprechen im Großen und Ganzen denen einer Kommission des US-Kongresses, die ihre Ergebnisse im Sommer 2004 vorgelegt hatte. Danach hatten geheimdienstliches Versagen und politische Fehleinschätzung der Terrorgefahr die Anschläge möglich gemacht.

DPA/AP
 
 
KOMMENTARE (3 von 3)
 
Michelmann (22.08.2007, 11:56 Uhr)
Typisch
Es ist doch typisch für die derzeitige Us-Regierung die schuld offensichtlich von sich abzuwelzen udn auf läute zu schieben die schon abgetretten sind oder wegen irgendwelchen anderen Skandalen eh abtretten müssen. So hält man sich ärger vom Hals. Es ist doch in der heutigen Zeit nichts neues, das man in Politik und Wirtschaft mit Absprachen sich einen schuldigen Aussucht der die Last der Schuld trägt und die Schnauze hält und nichts ausplaudert und dafür fürstlich entlohnt wird. Und wenn der jenige dann doch auspackt war die Gier nach dem Geld der Medien zu groß. Alles ein abgekatertes Spiel... meine ich. Gibt es in diesen Kreisen noch Ehrlichkeit und einen wahren Schuldigen?
shine (22.08.2007, 11:14 Uhr)
Re: noch ein Versager
"Nach einem von Präsident George W. Bush Anfang dieses Monats unterzeichneten Gesetz sei er dazu verpflichtet worden."
Hmm, versucht da einer, von seinem eigenen Versagen abzulenken???
Raknarak (22.08.2007, 10:55 Uhr)
da kenne ich noch einen versager..........
.......george w. bush mit anhang!
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