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7. August 2009, 17:36 Uhr

Auf den Spuren der Opfer

Georgien, Südossetien, Konflikt, Russland, Krieg, Schicksale

Mit vor Schmerz aufgerissenem Mund hält Zaza Rasmadze seinen leblosen Bruder im Arm. Es ist der 12. August 2008, etwa 11.30 Uhr am Vormittag. Eine russische Rakete hat den Bruder und dessen schwangere Frau getötet© Gleb Garanich/Reuters

7. August: Der Roki-Tunnel ist die einzige Landverbindung zwischen Russland und Südossetien. Die georgische Armee hat am Tunnelausgang einen Scout postiert. Der meldet nach georgischen Angaben um 3:41 Uhr, erste russische Militärfahrzeuge würden nach Südossetien einrollen. Am frühen Nachmittag beschießen ossetische Milizen einen georgischen Checkpoint mit 120-Millimeter-Munition, zwei Soldaten sterben. Georgiens Minister für Reintegration Temur Jakobaschwili setzt sich mit dem für Südossetien zuständigen russischen Sonderbeauftragten Juri Popow in Verbindung. Um die Lage zu entschärfen, wird ein Treffen in Zchinwali vereinbart, doch Popow kommt nicht. Sein Wagen hatte unterwegs angeblich eine Reifenpanne.

Präsident Saakaschwili berät sich in seinem Regierungssitz in Tiflis mit dem Chef des Sicherheitsrats. Sein Verteidigungsminister macht Urlaub im spanischen Promi-Seebad Marbella. Es ist bekannt, dass Saakaschwili und Russlands Premierminister Wladimir Putin sich hassen. Saakaschwili sagt: "Liliputin", Putin spricht vom "georgischen Saddam". Die Feindschaft hat viele Gründe. Saakaschwili will sein Land in die Nato führen und pflegt eine enge Freundschaft zum damaligen US-Präsidenten Bush. Dessen Regierung unterstützt Georgiens Militär sei Jahren mit Training, Waffen und Dollar-Millionen. Zu Saakaschwilis Wahlversprechen gehört: "Die territoriale Einheit Georgiens wieder herstellen."

US-Diplomaten hatten mehrfach gewarnt, er könnte es auf einen Krieg ankommen lassen. Unerklärlich ist deshalb, dass an jenem 7. August kein Vertreter der US-Regierung versucht, Saakaschwili zu erreichen. Als amerikanische Ausbilder vormittags im Stützpunkt in Tiflis eintreffen, heißt es: "Das Training fällt aus." Junge georgische Soldaten sitzen abmarschbereit auf ihren Rucksäcken, singen Volkslieder, ein Priester segnet sie mit Weihrauch.

Zivilisten suchen Zuflucht in den Kellern

Um 19:10 kündigt Saakaschwili im Fernsehen eine einseitige Waffenruhe an. Doch um 23:30 Uhr ändert er seine Entscheidung. Diesen Zeitpunkt bezeichnet Saakaschwili als Kriegsbeginn durch die Russen. Denn nun kommt angeblich vom Ausgang des Roki-Tunnels die Meldung, die russische Armee würde sich mit 150 Fahrzeugen auf Zchinwali zubewegen. Das bestreitet der Kreml entschieden.

8. August: Um Mitternacht befindet sich das Zentrum Zchinwalis unter schwerem Granat- und Artilleriefeuer. Zivilisten verstecken sich in den Kellern ihrer Wohnhäuser. Gerüchte kursieren, die Georgier würden Handgranaten in die Keller werfen, um die Menschen auf die Straße zu treiben. Laut Funkaufklärung westlicher Geheimdienste, hat Georgien 12.000 Mann an der Grenze zu Südossetien zusammengezogen. Saakaschwili behauptet, die Russen hätten Zchinvali unter Beschuss genommen. Doch das ist unwahrscheinlich. Nach Erkenntnissen der EU-Aufklärer rollen die Bodentruppen der russischen 58. Armee erst gegen elf Uhr Vormittags durch den Roki-Tunnel. Im Lauf des Tages schwillt die Karawane zu einem nicht enden wollenden Konvoi an. Weil das russische Kriegsgerät alt, rostig und marode ist, bleiben immer wieder Panzer liegen, es kommt zu Staus.

Beide Seiten kämpfen dilettantisch. So urteilen später Nato-Experten. Auf georgischer Seite sind Panzerbesatzungen im Einsatz, die bei Kriegsausbruch noch glaubten, sie würden ins Manöver ziehen. Sie haben keine Landkarten und wissen zuweilen nicht, ob sie auf ossetischem oder georgischem Gebiet herumfahren. Die Russen setzen Aufklärungsdrohnen ein, die einen solchen Lärm machen, dass sie von den eigenen Leuten für feindliche Flugzeuge gehalten und abgeschossen werden. Obwohl der Kreml mehrere zehntausend Mann mobilisiert hat (die Georgier behaupten 80.000), fehlen qualifizierte Piloten. 15 bis 20 Flugzeuge werden abgeschossen oder fallen durch Flugfehler vom Himmel, darunter ein 60 Millionen Euro teurer Tupolew TU-22M-Bomber.

Um 14:30 Uhr meldet Georgiens Generalität, Zchinwali sei unter Kontrolle. Doch der Triumph währt nicht lange. Saakaschwili hat seine Männer in ein Himmelfahrtskommando geschickt. Schon gegen Nachmittag erobern die Russen Zchinwali zurück.

9. bis 12. August: Die russische Seite spricht vom Genozid am ossetischen Volk und von 2000 Toten Zivilisten. Später wird sich herausstellen, dass es 167 waren. Doch der Kreml gibt sich mit der Rückeroberung Zchinwalis nicht zufrieden. Er will Georgiens Armee ausschalten. Russische Soldaten sind jetzt ins georgische Kernland vorgerückt, weit über 1000 halten Gori besetzt. Kampfjets bombardieren Militärstellungen bei Tiflis, die russische Schwarzmeerflotte mit dem Raketenkreuzer "Moskwa" versenkt im Hafen von Poti ein georgisches Schnellboot.

Mehr eine Flucht als ein Abzug

Am Vormittag des 9. August trifft ein hochzufriedener Wladimir Putin im nordossetischen Wladikawkas ein. Er hat seinen Besuch der Olympischen Spiele abgebrochen, um die Truppe zu inspizieren. Tags darauf kapituliert Saakaschwili. Seine Soldaten ziehen ab. Es ist mehr eine Flucht. Die eigenen Landsleute, verängstigt und enttäuscht, stehen am Straßenrand und beschimpfen sie.

Doch die Russen sind noch nicht fertig. Sie haben ihre Offensive auf Abchasien ausgeweitet, die zweite - ebenfalls Russland-freundliche - Separatistenrepublik auf georgischem Territorium. Am 12. August reist Frankreichs Präsident Sarkozy nach Moskau, um einen Waffenstillstand auszuhandeln. So lange gehen die Angriffe weiter. Als um 11:30 Uhr eine SS-26 Rakete in einem Wohnhaus in Gori einschlägt, sterben acht Zivilisten, darunter Zviadi Rasmadze und dessen schwangere Frau. Sofia Muradovi und 14 weitere werden verletzt. Insgesamt kostete der Krieg 391 Zivilisten und schätzungsweise 700 Soldaten das Leben.

Wenn die EU-Kommission nächsten Monat ihren Bericht vorlegt, wird sie darin vermutlich ein salomonisches Urteil über die Kriegsschuld fällen. Beide Seiten, so heißt es im Hauptquartier in Genf, hätten "überraschend bereitwillig" kooperiert. Auch wenn die wichtigsten Unterlagen erst spät eingingen. Die Georgier lieferten Mitte Juni, die Russen erst im Juli.

Kommissions-Chefin Heidi Tagliavili, eine renommierte Schweizer Diplomatin, die den Spitznamen "Mutter Courage" trägt, hat intern angekündigt, es könne "nicht Zweck des Berichts sein, die Stimmung unnötig anzuheizen". Und so wird sie die Rolle der Russen als Provokateure vermutlich milde bewerten, die Nachlässigkeit der USA eventuell ganz ausklammern und Saakaschwili nicht als skrupellosen Hasardeur dastehen lassen. Denn das könnte Georgien den lang ersehnten Weg in die Nato endgültig verbauen und die Lage im Land noch mehr destabilisieren.

Saakaschwili ist zweifellos der große Verlierer dieses Krieges. Die Mehrheit der Georgier fordert heute seinen Rücktritt. Dass ihr Held der Rosenrevolution von 2003, den alle nur "Mischa" nennen, den Weg der Demokratie längst verlassen hat, dass er die Opposition unterdrückt und die größten Medien kontrolliert, mögen die Menschen ihm noch verzeihen. Aber diesen Krieg nicht.

Zwei Wochen nach Georgiens Kapitulation erkannte Russland Südossetien als unabhängig an. Ebenso Abchasien. Die Weltgemeinschaft protestierte, doch faktisch sind beide Republiken für Georgien auf unabsehbare Zeit verloren. Seit Monaten stehen in der Innenstadt von Tiflis nun Zelte von Demonstranten und blockieren den Verkehr auf dem Rustaveli. Im Mai, am Tag der Unabhängigkeit, versammelten sich 60.000 Menschen im Fußballstadion zu einer Anti-Saakaschwili-Kundgebung. Zwar geben auch sie den Russen die Hauptschuld an dem Krieg, doch dass sich Saakaschwili darauf eingelassen hat, so sieht es die Mehrheit, "war selbstherrlich, überheblich und dumm".

Lesen Sie auf der nächsten Seite, warum noch immer viele Georgier in Flüchtlingslagern leben müssen

 
 
KOMMENTARE (10 von 22)
 
Robbespierre (08.08.2009, 22:32 Uhr)
@pacan
De facto hat Russland als erstes Gewalt angewendet und zwar Monate, bevor Georgien zurückschoß. In der besagten Nacht sind georgische Einheiten von russischer Artellerie beschossen worden und erwiderten den Beschuß. Rußland nahmn dies als Vorwand , einzumarschieren, nachdem es die Zahl von "2000 zivilen Opfern" erfunden hatte..
.
Wenn fast 50% der südossetischen Bevölkerung bei Georgien bleiben wollen, ist es dann legitim, diese Menschen aus ihrer Heimat zu vertreiben? Genau dies hat die russische Soldateska getan. Es war die größte organisierte Verteibung seit dem zweiten Weltkrieg.
ganzbaf (08.08.2009, 22:23 Uhr)
Also, ich glaube ja...

die Russen wollen vor allem eins: Schnaps...;-Ä
Leider haben sie keine demkratische Kultur, woher auch?
Vom Zarenreich zur Kriegs-Großmacht und weiter zur Oligarchie mit mafiösen Strukturen.
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Da passt Schröder natürlich genau hin ;-P
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Rußland braucht mehr humanistische Bildung, Aufklärung und ein Antikorruptionsprogramm.
Also das Gleiche wie Deutschland ;-X
Pacan (08.08.2009, 21:57 Uhr)
Beide sind schuld und weitere Gedanken
Es ist richtig, dass beide Seiten die Verantwortung für den Krieg tragen. Es spielt auch eine Rolle, was NATO mit Kosovo gemacht hat. Ich behaupte auch, dass die Juristen und Politologen mehr machen könnten, um den Politikern den Weg vorzuschlagen, wie man das internationale Recht wirklich gerechter machen könnte. Dadurch sollte es (theoretisch) weniger Konflikte geben.
De Facto hat der Saakaschwili als erster Gewalt angewendet und UN-Resolutionen missachtet. Kann man ihm aber vorwerfen, dass er als ein Staatschef im Grunde eine illigitime Handlung begeht, wenn er probiert, die territoriale Integrität seines Landes mit militärischen Mitteln zu sichern? So lange er kein Völkermord begeht, ist das internationale Recht auf seiner Seite. Das internationale Recht ist aber nicht auf seiner Seite, wenn er dabei UN-Resolutionen bricht. Ist es aber legitim die Völker, die nach Unabhängigkeit streben zu unterdrücken? Man sollte dem Saakaschwilli vor allem Blödsinn vorwerfen, wenn er gedacht hat, er könnte diesen Krieg gewinnen. Kann man aber Russland vorwerfen, dass es illegitim handelt, wenn es angegriffen wird und sich verteidigt?
Wie ist das internationale Recht entstanden? Durch die Absprachen der Großmächte und nicht durch eine Versammlung der Juristen. Deswegen ist das internationale Recht nicht immer und nicht unbedingt gerecht. Ich werde jetzt nicht erklären oder definieren, was Gerechtigkeit auf internationaler Ebene bedeutet oder sein soll. Wer sich dafür interessiert kann mal gerne John Rawls vs. Thomas Pogge und/oder Charles Beitz lesen.
Das größte Problem ist es, dass es einfach keinen eindeutigen und allseits gerechten Maßstab gibt, in welchen Fällen gewisse Völker sich unabhängig erklären dürfen um einen eigenen Staat zu bilden. Theoretisch hat jedes Volk das Recht auf Selbstbestimmung, praktisch will aber kein Staat sein Territorium abgeben und den Völkern innerhalb des Landes dieses Recht wirklich einräumen. Ein Volk hat ein Recht auf Unabhängigkeit, wenn an ihm z.B. Genozid begangen wird. In allen anderen Fällen entscheiden im Grunde nur die mächtigsten Staaten, ob dieses Volk unabhängig sein soll oder nicht und das hat mit einer wirklich gerechten Lösung wenig zu tun.
Hier ist eine Reihe im Grunde genommen ähnlicher Konflikte: Nordirland, Falkland Islands, Baskenland, Kosovo, Tschetschenien, Taiwan, Kurdistan usw. Doch wie werden diese Konflikte gelöst? Nach einem einheitlichen gerechten Maßstab oder durch die Macht der starken Staaten? Natürlich durch die Macht der starken Staaten, die Gerechtigkeit passt sich erst danach an. Aber theoretisch sollte man zuerst überlegen, was eine gerechte einheitliche Lösung für alle solche Fälle sein sollte und dann wäre es klar wer in solchen Fällen Recht hat und wer nicht.
XFire (08.08.2009, 21:56 Uhr)
@UR63
12 Jährige sollten nicht so lange am PC sitzen. Entweder sie belegen, das die Aussagen falsch sind oder sie lassen es. Aber so machen sie sich nur lächerlich.
XFire (08.08.2009, 21:49 Uhr)
...
Konflikt in Südossetien keine 10 000 Opfer. Im Bürgerkrieg anfang der 90er gab es 1500 Todesopfer. 10 000 sind geflohen. Die Berichterstattung der russischeen Medien ist doch genauso einseitig. Da vertraue ich dann doch eher den Westlichen.
XFire (08.08.2009, 21:41 Uhr)
@SLCentral & O.Bi
Russland ein Meister in Friedenserhaltung? Das ich nicht lache. Das russische Militär ist von seiner ethischen Einstellung doch gar nicht in der Lage sich an Friedenserhaltenden oder Friedenserzwingende Einsätzen zu beteiligen. Die foltern sich doch schon gegenseitig bis sie Finger und Beine amputieren müssen, da kann man sie nicht auf normale Zivilbevölkerung los lassen.
Und das die Russen von westlichen Medien empört sind, lag das an den Inhalt oder, dass sie aus den russischen Medien anders kannten? Prinzipel würde ich keiner Presse einer Konfilktpartei auch nur ansatzweise glauben. Übrigens können die Russen sich sehr gerne abschotten. Allerdings sollte man auch faierweise sagen, das der gesamte Russische Aufschwung auf den Export von Rohstoffen bassiert. Wenn der Westen aufhört dort einzukaufen bricht Russlands Wirtschaft komplett zusammen.
...
@O.Bi
Jemanden einen Faschisten zu nennen weil er die russische Politik ablehnt ist doch auch eher erbärmlich. Man sollte den Beitrag eigentlich von ihnen löschen, da er beleidigend und unsachlich ist. Übrigens gab es in den Gesamten
SLCentral (08.08.2009, 21:05 Uhr)
Vor der rechten Szene in Russland braucht keiner Angst zu haben,
Meiner Meinung nach ist das einfach enttäuschend für die Russen (die übrigens noch nie eine Atombombe oder Flächenbombardmos eingesetz haben), dass die einseitige Berichterstattung im August 2008 vor Augen geführt hat wie weit der Graben ist und von bestimmten Kräften weiter ausgeweitet wird. Da denken sich die Russen - warum müssen wir uns an die Regeln halten und andere, die sich seit 20 Jahren als "Vorbild" für uns AUFZWINGEN nicht.
Und die Russen fordern nun, dass der Sakaschwili wie der Miloschewich auf die Anklagebank kommt, aber in Russland. Wenn der Eindruck entsteht, dass die europäischen und amerikanischen Gerichte und Politik keine Objektivität bewahren und das auch noch so billig...
- amerikanisch Uniformen der Georgier
- amerikanische Waffen
- Sakaschwili in den USA studiert.
dann werden in Russland eigene Behörden entstehen und eurpäisches Recht(sempfinden) wird nicht mehr als leitend angesehen.
Und wenn die rechte Szene an die Macht kommt, dann wird auch bis zum Tiflis durchmarschiert. Dann werden auch die Talibans unterstützt, dann wird dem Teheran geholfen und das alles mit Hilfe eines verblendeten Elektorats, dass sich als die bessere Rasse versteht und über Atomwaffen verfügt.
Das wird aber kein kalter Krieg mehr sein weil,
- keine Idiologie des Internationalismus mehr, wie in der UdSSR und kein Ringen um die Herzen des einfachen Mannes, sondern nur noch Hass und Gewalt.
.... übrigens ich war gestern im Jugendzentrum und dort war alles mit Hackenkreuzen vollgeschmiert... in Westdeutschland.
.....übrigens der Islamfaschismus ist auch schon in Deutschland auf dem Vormarsch.
Strikte Einhaltung und Gleichbehandlung der Staaten durch INTERNATIONALES RECHT könnte diesen meinen Beitrag unnötig machen. Aber ein internationales Recht und Gleichbehandlung ist nicht im Interesse der USA.
O.Bi (08.08.2009, 20:42 Uhr)
Ein Tipp: Baumarkt wird ohne Punkt geschrieben.
Wer sich Robbespierre mit doppel-„B“ nennt, kann natürlich gut mit diskutieren. Aber ein bisschen langsamer.
Noch ein Mal.
Nach dem Zerfall von UdSSR hat Georgien die Eigenständigkeit gewählt. Hat auch bekommen. Abkhazien und Süd-Ossetien, die schon früher Schwierigkeiten hatten, weil Georgien denen keine richtige Autonomie gegeben hat, haben auch Eigenständigkeit gewählt. Haben aber nicht bekommen. Nicht Mal nach dem 10.000 Bürgerkriegsopfer gegeben haben. Irgendwie schwer zu verstehen - selbst Eigenständig wollen und werden, aber nicht wollen, dass die Anderen eigenständig werden wollen und werden.
Wenn Sie schon Serbien erwähnen.
Die sog. „Weltgemeinschaft“ hat beim Kosovo Freiheit, Selbstbestimmung und Unabhängigkeit gepredigt. Osseten und Abkhasier sind aber für die - abtrünnige Separatisten.
Irgendwie kommt mir da das Wort „Nabucco“ in den Sinn. Für das Gelingen und Absicherung der Energieversorgung ist doch ein oder auch mehrere Menschenleben unwichtig.
Nicht vergessen, es gibt da noch Southstream-Konsortium, mit dem könnte Georgien nicht mehr für die Öl und Gas hungrige „Weltgemeinschaft“ so interessant bleiben.
Für die Menschen in der Region wäre das nur gut. Sie haben genug mit sich selbst zu tun.
Robbespierre (08.08.2009, 19:56 Uhr)
@O.Bi
Wer sich nach einem Baumarkt benennt hat nicht immer unbedingt das geistige Rüstzeug um hier mit diskutieren zu können, leider. Aber klar, wer Tschteschenien, den Georgienkrieg und Serbien nicht aus russischer Sicht begutheisst ist in Ihren Augen "Russenphob". Vermutlich gehen Sie auch davon aus, daß Putin ein "Lupenreiner Demokrat" ist. Oder Sie glauben ganz einfach an den Faschismus...
O.Bi (08.08.2009, 19:45 Uhr)
Wow, @Robbe,
wo haben Sie den Stoff her?
Oder Sind Sie einfach ein Russophob und können nicht kapieren, dass Ihresgleichen (wenn Sie so etwas Faschos nennen, von mir aus) für jedes Land im Inneren und für die anderen, besonders Nachbar- Länder gefährlich sind?
SSaakashvili ist ein leuchtendes Beispiel dafür.
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