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16. Dezember 2009, 09:39 Uhr

Oberst Klein behinderte Ermittlungen

Kundus, Oberst Klein, Guttenberg, Afghanistan, Tanklaster, McChrystal

Behinderte nach stern-Informationen die Ermittlungen zum Luftschlag von Kundus: Oberst Georg Klein© Anja Niedringhaus/AP

Guttenberg hält weiter zu Klein

Der ebenfalls in die Kritik geratene Verteidigungsminister Guttenberg hatte den Angriff am 6. November als militärisch angemessen bewertet und diese Haltung am 3. Dezember korrigiert. Allerdings hatte er dabei betont: "Ich darf in aller Klarheit sagen, dass Oberst Klein mein volles Verständnis dafür hat, dass er angesichts kriegsähnlicher Zustände um Kundus (...) subjektiv von der militärischen Angemessenheit seines Handelns ausgegangen ist. Dafür hat er mein Verständnis. Und ich zweifele nicht im Geringsten daran, dass er gehandelt hat, um seine Soldaten zu schützen (...)."

Nach Informationen des stern stellte sich Guttenberg am vergangenen Freitag in Kundus erneut hinter Oberst Klein. Vor deutschen Soldaten sagte er: "Ich bleibe dabei: Ich lasse Oberst Klein nicht fallen." Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe ermittelt jedoch, ob Klein gegen das Völkerrecht verstoßen und damit ein Kriegsverbrechen begangen hat.

joe/DPA/AP
Seite 1: Oberst Klein behinderte Ermittlungen
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KOMMENTARE (10 von 27)
 
Franzos (17.12.2009, 10:51 Uhr)
Zivilisten?
Preisfrage:Woran unterscheidet man in Afghanistan Zivilisten und Taliban? Antwort:Gar nicht, nimm die Kalaschnikov weg und er ist ein Zivilist. So Kommt man dann auf beliebig viele tote Zivilisten.
Die Heuchelei besonders bei den Linken wird allmählich unerträglich, wahrscheinlich haben sie vergessen, was ihre Mutterorganisation in Ungarn und Tschechoslovakei getrieben haben, und die SPD hat vergessen, dass sie selbst an der Regiereung beteiligt waren, als in Kundus der Angriff initiiert wurde.
Im übrigen stelle ich mir das Geschrei derselben Schlaumeier vor, wenn die Tanker im Lager der Bundeswehr hochgegangen wären.
Luis_Figo (16.12.2009, 21:48 Uhr)
Nicht ein Bericht
über den schwer verwundeten Soldaten heute. Ist es eh nicht wert darüber zu schreiben, oder!?
teresila (16.12.2009, 17:17 Uhr)
wetten,dass
die Kanzlerin in eigenem Interesse Herrn zu Guttenberg fallen lässt? Wäre doch eine gute Voraussetzung für eine dritter Amtszeit !
knilch_59 (16.12.2009, 16:37 Uhr)
@rebegtar, @Ideenschmied
Sie lassen sich zu einer, für meine Begriffe, verblendete Sicht der Dinge ein. Nein, ich heiße den gewaltsamen Tod von Frauen und Kindern nicht gut, aber wer Soldaten in ein Land schickt, kann das niemals ausschließen. Die Entsendung mag ein Fehler gewesen sein, ich habe es auch seinerzeit abgelehnt, aber immer wieder dort ansetzen und nachkarten ist ermüdend und destruktiv.
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Unsere Jungs und Mädels sind nun mal da, also hat Oberst Klein die Pflicht gehabt sie auch zu schützen, fast um jeden Preis.
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Ich kenne mich im Mittleren und fernen Osten nicht aus, aber ich bin mir doch sicher, dass es auch dort etwas wie eine Nachtruhe gibt, und 03:30 Uhr ist auch dort eine Zeit, in der nicht Krethi und Plethi mal eben so auf der Sandbank 3 km vom Ort entfernt chillen. Gerade nach der dortigen Mentalität wäre es doch eine wichtige ?Männerarbeit?, die Familie mit Treibstoff und Brennstoff zu versorgen. Wer hat Frauen und Kinder dorthin geschickt? Wie kam die Kenntnis davon, dass sich 2 volle Tanklaster festgefahren haben, in die Ortschaft, so dass der Massenauflauf begann? Sie sollten in Ihre Überlegungen auch als These einfließen lassen, dass planmäßig Frauen und Kinder vorgeschickt wurden, um bei Leuten wie Ihnen den Krieg der Herzen zu entscheiden. Vorgeschickt von Leuten, denen Leben und Gesundheit dieser Menschen scheißegal sind. In einer patriarchalisch geführten Gesellschaft quasi aufs Schlachtfeld befohlen. In diesem Fall wäre Oberst Klein gleichzeitig Täter und Opfer.
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Nichts macht die Toten wieder lebendig, aber gerade Diskussionsbeiträge wie Ihre machen sie zur mächtigen Waffe im Propagandakrieg. Das nimmt ihnen den letzten Rest an Würde, sondern reduziert ihre Leichname auf militärischen Nutzen der Taliban.
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Deshalb gibt es jetzt nur noch 3 Sachen, die zu tun sind: Den betroffenen Familien helfen mit dem tragischen Verlust klarzukommen. Dafür sorgen, dass sich ein ähnlich tragischer Vorfall nicht wieder ereignet. Und klären, wie es bei uns zu Hause zu einer dermaßen organisierten Desinformation kommen konnte und die Schuldigen hieran gesellschaftlich zu ächten!
indycancer (16.12.2009, 15:46 Uhr)
KSK sollte bleiben
@ Ideenschmied: Ich denke nicht, dass wir die KSK nach Hause und verurteilen sollten. Genauso wenig wie die Fremdenlegion, die in der Regel die "Drecksarbeit" erledigt, bevor die "saubere" Nato mit Mandanten einrückt. Beiden Truppe sind in der Öffentlichkeit wenig beliebt und streitbar, im obamaschen "Kriegs-legitimierungs-Sinne" aus meiner Sicht notwendig.

Und: Wir haben sonst keinen, der deutschen im Ausland zu Hilfe kommt, da die GSG9 abgeschafft wurde...
dermartin (16.12.2009, 14:58 Uhr)
Tanklaster - Kundus
So traurig jedes ausgelöschte Leben auch ist, hier gehts doch längst nicht mehr um unschuldige Opfer. Ein neues Opfer muss her, ein Regierungpolitiker, der dummerweise in der Bevölkerung ziemlich beliebt ist. Und, der vielleicht auch in der Zukunft einer wäre, der es dieser kläglich gescheiterten Opposition ziemlich schwer macht.
Und noch ein Wort zu Oberst Klein - vielleicht ist das ein Mann dem das Leben und die Gesundheit seiner, ihm anvertrauten Soldaten auch schützt, wenn ihn das sein Ansehen und seine Karriere kostet!? So mancher Oppositionspolitiker oder Kommentarschreiber, der jetzt Rücktritte fordert, hätte selbst sicher weniger Rückgrat.
Ideenschmied (16.12.2009, 14:15 Uhr)
Plausible Erklärung für Kindermord
@ rebegtar (16.12.2009, 12:44 Uhr)
Zu der Erklärung, die sie user knilch_59 (16.12.2009, 12:12 Uhr) gegeben haben, wollte ich auch gerade ansetzen.
Die Kinder, Frauen und Frierenden ließen sich nicht davon abhalten Sprit in ihre mitgebrachten Behältnisse abzufüllen, obwohl Sie vor der Gefahr eines Bombardements gewarnt wurden !!

Man kann durchaus behaupten, dass Sie von der "Taliban" in den Tod geschickt wurden, jedoch nicht als Schutzschilde sondern zur Vermehrung von Hass unter der Bevölkerung gegen die "Besatzer" , um so einfacher rekrutiern zu können.

Schutzschilde wären die "Zivilisten" dann gewesen, wenn die Talibanführer mit "eliminiert" worden wären. Die waren aber gar nicht erst gekommen, bzw. schon längst wieder weg, weil sie frühzeitig "Lunte "gerochen haten !!

Man könte also behaupten:
Zu verantworten habe die Kinder- und Frauenmorde die Taliban und Oberst Klein, bzw. seine Mitstreiter, zu gleichen teilen.

Durchgeführt haben den Kinder- und Frauenmorde amerikanische Soldaten.
Der Befehl dazu wurde von Oberst Klein erteilt. Dass er dabei unter Druck gestanden haben soll, ist eine versuchte nachträgliche LEGENDENBILDUNG !!!

Dass Herr zu Gutenberg "seinen" Oberst verteidigen wollte ist verständlich aber falsch gewesen.
Dass Herr zu Guttenberg seinen General und Staatssekretär entlassen hat, ist nicht verständlich !!!
Er glaubte zwar so seinen Kopf noch aus der Schlinge zu bekommen, jetzt schmiegt sie sich allerdings um so enger um seine Kehle.
Ideenschmied (16.12.2009, 13:21 Uhr)
Soldaten und Beamte
@indycancer (16.12.2009, 11:20 Uhr)
Ihr Zitat:
"Wenn das wirklich ein KSK-Einsatz war, dann es seine verdammte Pflicht, die Informationen geheim zu halten! Sonst ...."
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Wenn es wirklich ein KSK-Einsatz war,
dann gab es dafür kein Mandat,
dann war es trotzdem eine fatale Fehlentscheidung,
dann wurde auch gegen Natovorschriften verstoßen,
dann ist unsere "Elitetruppe" damit auf einer Stufe zu sehen mit den Blackwater-Söldnern, die ähnlich Todesschwadronen in fremden Ländern für die heimische Regierung ungeliebte Gegner eliminieren.

Dann sollten wir sie sofort nach Hause zitieren, unsere "Mordskerle" und zunächst einmal dort mit allen juristischen Mitteln zur Verantwortung ziehen.
Wanderflke (16.12.2009, 12:48 Uhr)
Waren die Tanklaster lediglich Lockvögel?
Man muss diese Meldung gründlich lesen (falls man aus diesen Quellen überhaupt noch etwas glauben will). Die Bundeswehr hatte also Informationen über einen bevorstehenden Taliban-Angriff auf ihr Lager in Kundus, und das lange vor der Entführung der Tanklaster. Trotzdem wurden die beiden Fahrzeuge ohne militärischen Begleitschutz losgeschickt. Man sieht sich also von einem Gegner umzingelt, dem man die Stärke zum Angriff zutraut, lässt aber zwei afghanische LKW-Fahrer ahnungslos in eine Falle tappen. Die Tanklaster werden, wie bei der angenommenen Stärke des Gegners nicht anders zu erwarten, entführt, einer der beiden Fahrer dabei getötet. Und bieten jetzt ein leichtes Ziel, um die aus der Deckung gelockten Taliban zu treffen!
Ein solches Szenario würde allerdings einige offene Fragen und Widersprüche erklären. Allerdings nichts an der Verwerflichkeit des von der Bundesregierung zu verantwortenden Handelns der Bundeswehr ändern.
rebegtar (16.12.2009, 12:44 Uhr)
@knilch_59
"...solange mir keiner plausibel erklärt, was Dutzende Frauen und Kinder nachts um 03:30 Uhr 3 Kilometer außerhalb des Dorfes machen, wie sie dort hinkommen usw.,..."

Genau. Um die Uhrzeit fährt ja bei uns schliesslich auch kein Bus und die Kinder müssen ja alle morgens in die Schule und das Heizöl für den kalten Winter wurde doch schon längst bestellt.

Ihnen würde ich mal eine Reise nach Indien oder so empfehlen. Das ist dann nicht genau so wie in Afghanistan (wär ja im Moment auch zu gefährlich für Sie) und Sie müssten sich natürlich auch unter die Menschen dort trauen aber ich bin fest davon überzeugt dass Ihnen die Welt danach viel grösser und bunter vorkommen wird und dass Sie viele Verständnisprobleme nicht mehr haben werden.
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