Vor mehreren zehntausend Menschen in Charlotte, North Carolina, gedachte Obama auf einer seiner letzten Wahlkampfreden am Montag seiner tags zuvor verstorbenen Großmutter. "Sie ist heimgegangen", sagte er und versetzte die Menge mit einer emotionalen Ansprache in eine ungewohnte Stille. Seine Großmutter habe zu den zahllosen stillen Helden Amerikas gehört, die sich aufopferungsvoll für ihre Kinder und Enkel einsetzten. Obamas Großmutter Madelyn Payne Dunham war im Alter von 86 Jahren auf Hawaii an Krebs gestorben. Ihre Stimme hatte sie bereits vor ihrem Tod per Briefwahl abgegeben.
McCain kondolierte dem politischen Gegner. Zusammen mit seiner Frau Cindy veröffentlichte er eine Erklärung mit den Worten: "Unsere Gedanken und Gebete gehen hinaus zu ihnen." Obama dankte McCain für sein Mitgefühl.
Neben der Wahl des Präsidenten stehen auch Kongress- und Gouverneurswahlen sowie mehrere Volksabstimmungen an. Neu zu wählen sind alle 435 Abgeordneten des Repräsentantenhauses. Dort hoffen die Demokraten auf eine Ausweitung ihrer Mehrheit von bislang 235 zu 199 Mandaten bei einem vakanten Sitz.
Außerdem ist der Senat zu einem Drittel neu zu wählen. Von den 35 zur Wahl stehenden Sitzen wurden bislang 23 von den Republikanern und 12 von den Demokraten gehalten. Insgesamt gibt es im Senat bisher 49 Republikaner, 49 Demokraten und zwei Unabhängige. Von den 50 Gouverneuren der Einzelstaaten sind elf neu zu bestimmen. Das Augenmerk richtet sich dabei besonders auf drei Staaten mit knappen Mehrheitsverhältnissen: Indiana, North Carolina und Washington.