18. Februar 2009, 15:47 Uhr

Obama hilft Hausbesitzern

US-Präsident Barack Obama will mit einem 75 Milliarden Dollar schweren Programm Zwangsversteigerungen verhindern und Millionen Amerikaner davor bewahren, ihre Eigenheime zu verlieren. Obama will das Programm am Mittwoch in Phoenix vorstellen. Insgesamt neun Millionen Familien soll so geholfen werden.

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Greift zahlungsunfähigen Hausbesitzern unter die Arme: US-Präsident Barack Obama©

Die USA haben Millionen verschuldeten Hausbesitzern Hilfe bei ihren Hypotheken in Aussicht gestellt. Präsident Barack Obama will mit 75 Milliarden Dollar (rund 60 Milliarden Euro) den von Zwangsversteigerungen Bedrohten helfen. Zwischen sieben und neun Millionen Amerikanern soll damit ermöglicht werden, ihre Häuser trotz finanzieller Nöte zu behalten, sagte Obama am Mittwoch auf einer Bürgerversammlung in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona, wo es besonders viele Zwangsversteigerungen gegeben hat. Das Finanzministerium plant nach Angaben des Weißen Hauses zudem verstärkte Hilfen für die Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac.

Die Gelder aus dem Finanzrettungsplan der Regierung sollen vor allem US-Bürgern zu Gute kommen, die ihren Hypothekenzahlungen - etwa wegen Arbeitslosigkeit - kaum noch nachkommen können oder aber angesichts sinkender Hauspreise und einer hohen Hypothek völlig überschuldet sind. Zudem sollen auch Kommunen Gelder erhalten, um die Qualität von Wohngebieten und damit die Attraktivität der Wohnhäuser heben zu können.

"Letztendlich zahlen wir alle einen Preis für die Immobilienkrise und wir alle werden noch einen weit höheren Preis zahlen, wenn wir es zulassen, dass sich die Krise ausweitet", warnte Obama. Bereits am Dienstag hatte der Präsident erklärt: "Wir müssen das Ausbreiten der Zwangsversteigerungen und die fallenden Hauspreise für alle Amerikaner eindämmen und alles tun, um es verantwortungsbewussten Hausbesitzern zu ermöglichen, in ihren Häusern bleiben zu können." Allein 2008 mussten in den USA über drei Millionen Häuser zwangsversteigert werden.

Das Hilfspaket muss vom Kongress verabschiedet werden. Die Veröffentlichung des Entwurfs gab den Aktien in Europa und den USA Auftrieb. Der Plan, mit dem der US-Immobilienmarkt stabilisiert werden soll, ist umfangreicher als bislang bekanntgegeben. Zunächst war von 50 Milliarden Dollar gesprochen worden.

Nach einer Schätzung von Credit Suisse könnten 8,1 Millionen US-Haushalte bis 2012 vor der Zwangsvollstreckung stehen. Das wären 16 Prozent der Haushalte mit Hypotheken. Die Probleme auf dem US-Hypothekenmarkt waren mit der Auslöser für die weltweite Finanzkrise.

AP/DPA
 
 
KOMMENTARE (6 von 6)
 
utospatz (19.02.2009, 00:46 Uhr)
Selbst ein in der Uckermark
geborene christliches Ferkel, hat so viel für deine Kinder im Bezug Umwelt so viel getan wie ein Umweltferkekl! Hat Sie nun, oder hat Sie nicht ihre Pensionsergebnisse erreicht?
Corazito3333 (18.02.2009, 22:19 Uhr)
und was kriegen die Familien die kein Haus haben???
nix...selber schuld, die hätten sich auch verschulden müssen - dann würden sie jetzt was kriegen.
Corazito3333 (18.02.2009, 22:16 Uhr)
war mal ein Lied...
wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld.......ich weiß, der Steuerzahler!!
Das geht in die Hose!
Serst (18.02.2009, 19:25 Uhr)
Willkommen
in Monopoli...
benni65 (18.02.2009, 16:58 Uhr)
Das letzte Aufgebot
Aus solchen Maßnahmen lässt sich auf nackte Verzweiflung und einen unmittelbar bevorstehenden Staatsbankrott schließen. Es ist zumindest fair gedacht, da im Falle einer sich weiter steigernden Inflation auch die Kreditzinsen rasend erhöhen.
Das sind "letzte Aufgebote", die den großen Knall sicherlich nicht mehr aufhalten können. Für ernsthafte Maßnahmen reicht in Anbetracht der bereits eingetretenen Staatsverschuldung das Geld nicht mehr.
einsatzreicht (18.02.2009, 16:42 Uhr)
Erstaunlich
wieviel Geld zur Zeit für Hilfsmaßnahmen an allen Fronten zur Verfügung steht
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