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Ägypter protestieren gegen Ex-Präsidenten

Hunderte Menschen demonstrieren in Ägypten gegen die Einstellung des Prozesses gegen Ex-Präsident Husni Mubarak. Sicherheitskräfte sind mit Gewalt gegen die Proteste vorgegangen.

  Anti-Mubarak-Proteste in Kairo

Anti-Mubarak-Proteste in Kairo

Nach der Einstellung des Prozesses gegen den ehemaligen Präsidenten Husni Mubarak sind ägyptische Sicherheitskräfte in Kairo mit Gewalt gegen Proteste von Gegnern des früheren Staatschefs vorgegangen. Dabei hätten sie in der Nähe des Tahrir-Platzes Tränengas gegen die Demonstranten eingesetzt, berichtete die ägyptische Internetseite Al-Masry al-Youm am Samstagabend. Dutzende seien festgenommen worden. Sicherheitskräfte hätten die Mubarak-Gegner gejagt, hieß es weiter.

Zahlreiche Menschen versammelten sich an einem Zugang zum Tahrir-Platz im Stadtzentrum. In Sprechchören riefen sie: "Der Mörder freigesprochen, das Blut unserer Brüder nicht umsonst geflossen" und "Das Volk fordert den Sturz des Regimes".

Der Tahrir-Platz selbst war zuvor abgeriegelt worden. Er war im Frühjahr 2011 das Zentrum von Massenprotesten, die zum Rücktritt Mubaraks führten. Ein Strafgericht in Kairo hatte am Samstagmorgen die Anklage gegen den 86-Jährigen wegen des Todes von mehr als 800 Demonstranten während des Aufstands gegen ihn fallengelassen. Ex-Innenminister Habib al-Adli und Mubaraks Söhne wurden freigesprochen.

kup/DPA/AFP/DPA
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