Mehr als 300.000 Menschen protestieren in Kairo gegen Präsident Mursis wachsende Macht - die größten Demonstrationen seit Mubaraks Sturz. Auch am Mittwoch geht der Protest weiter.
Demonstranten in der Industriestadt Al-Mahalla, 120 Kilometer nördlich von Kairo, flüchten am späten Dienstagabend vor dem Tränengas, das die Polizei gegen sie einsetzt. Wie in Alexandria kam es in der Stadt zu Schlägereien zwischen Demonstranten und Islamisten. Dutzende Menschen wurden verletzt. Auch am Mittwoch demonstrieren die Mursi-Gegner weiter.
Bei den Protesten gegen den ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi gab es am Dienstag ein drittes Todesopfer. Ein 56-jähriger Gegner des Staatschefs sei in Kairo an Tränengas erstickt, berichteten übereinstimmend Protestierende und Ärzte. Der Mann habe sich in einem von der linken Volksallianz aufgestellten Zelt in der Nähe der US-Botschaft aufgehalten. Dort kam es zu Auseinandersetzungen zwischen jugendlichen Mursi-Gegnern und der Polizei, in deren Verlauf die Beamten Tränengas einsetzten.