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Mursi-Anhänger rufen für Dienstag zu landesweiten Protesten auf

Ägypten ist dem Bürgerkrieg nahe. Mindestens 51 Menschen starben am Montag, als Soldaten in eine Menge schossen, es gab Hunderte Verletzte. Für Dienstag sind neue Proteste geplant.

  In einer provisorischen Krankenstation säubert ein Mann den Fußboden vom Blut der Verletzten, die hier behandelt wurden.

In einer provisorischen Krankenstation säubert ein Mann den Fußboden vom Blut der Verletzten, die hier behandelt wurden.

Nach den bislang blutigsten Zusammenstößen in Kairo seit dem Sturz von Präsident Mohammed Mursi haben dessen Anhänger weitere Proteste angekündigt. Alle Ägypter im ganzen Land seien aufgerufen, am Dienstag auf die Straße zu ziehen und gegen den Militärputsch und das jüngste Massaker vor dem Hauptquartier der Republikanischen Garde zu protestieren, sagte der Sprecher eines von den Muslimbrüdern angeführten Bündnisses am Montagabend.

Die ägyptische Armee hatte am Montag vor dem Hauptquartier der Republikanischen Garden in Kairo auf Anhänger Mursis geschossen. Diese hatten sich in großer Zahl vor der Kaserne versammelt, in der der Ex-Präsident festgesetzt ist. Nach Angaben der Rettungsdienste starben mindestens 51 Menschen, weit mehr als 400 wurden verletzt.

USA fordern ägyptens Armee zur Zurückhaltung auf

Die Umstände blieben zunächst unklar: Die Armee und Interimspräsident Adli Mansur sprachen vom Versuch der Mursi-Anhänger, das Gebäude zu stürmen. Die dem Ex-Präsidenten nahestehenden Muslimbrüder sagten indes, das Militär habe auf friedlich betende Demonstranten gefeuert.

Die Europäische Union und die USA äußerten sich besorgt. Das Außenministerium in Washington forderte vom ägyptischen Militär "maximale Zurückhaltung" im Umgang mit Demonstranten. Ein Sprecher von Präsident Barack Obama sagte, die US-Regierung prüfe derzeit noch, ob Mursis Entmachtung durch das Militär als Putsch einzustufen sei. In diesem Fall müssten die USA ihre umfangreichen Rüstungshilfen an Ägypten stoppen.

Washington ist wichtiger Geldgeber

Die USA unterstützen das ägyptische Militär mit jährlich 1,3 Milliarden Dollar (etwa eine Milliarde Euro). Außerdem überweist Washington dem arabischen Land Wirtschaftshilfen in Millionenhöhe. Nach der Entmachtung Mursis durch die Armee ringt Obama mit der Gesetzeslage, die bei einem Militärputsch das Einfrieren von US-Finanzhilfen vorsieht. Wegen des Friedensvertrags mit Israel und der Kontrolle über den Suez-Kanal ist Ägypten für die USA von großer Bedeutung.

anb/DPA/AFP/DPA

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