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Taliban übernehmen nach Isaf-Abzug die Kontrolle

Bald endet der Isaf-Einsatz in Afghanistan. Die Provinz Nuristan haben US-Truppen schon im vergangenen Jahr verlassen. Dort schlägt die Provinzregierung nun Alarm - wegen des Vormarschs der Taliban.

  Die afghanischen Sicherheitskräfte sollen bereits Ende 2014 die alleinige Verantwortung für ihr Land übernehmen

Die afghanischen Sicherheitskräfte sollen bereits Ende 2014 die alleinige Verantwortung für ihr Land übernehmen

Nach dem Abzug der US-Truppen aus Nuristan und dem Vormarsch der Taliban warnt die Regierung der ostafghanischen Provinz vor einer humanitären Katastrophe. Die Aufständischen kontrollierten inzwischen drei der sieben Distrikte in Nuristan, sagte der Sprecher der Provinzregierung, Mohammad Saher Bahand, am Mittwoch in Kabul. Seit Juli seien in diese Distrikte keine Lebensmittel mehr geliefert worden, weil die Taliban Straßen blockierten. Mehl koste dort inzwischen dreimal so viel wie in der Hauptstadt Kabul. Den Kliniken seien bereits die Medikamente ausgegangen.

Bahand sagte, die Polizei kämpfe ohne Unterstützung der Armee und weitgehend erfolglos gegen die Taliban. Wegen der Lage hat sich nach Angaben der Wahlkommission bislang kein einziger Kandidat für die Provinzratswahlen im April registrieren lassen. Bahand warb in Kabul um Hilfe für die bedrängte Provinzregierung. Die Internationale Schutztruppe Isaf war im vergangenen Jahr aus der Unruheprovinz an der pakistanischen Grenze abgezogen.

Isaf-Einsatz endet 2014

Die Bundeswehr will im kommenden Monat ihren Einsatz in der nordafghanischen Provinz Kundus beenden. Dort wurde nach Polizeiangaben bei einem Luftschlag in der Nacht zum Mittwoch der Schattengouverneur der Taliban für den Distrikt Char Darah getötet. Ein Sprecher des Einsatzführungskommandos sagte, die Isaf habe keinen Luftschlag veranlasst. Unabhängig von der Isaf operieren in der Provinz auch US-Spezialkräfte. Die Taliban hatten am Montag den Geheimdienst-Chef von Char Darah getötet.

Der Isaf-Kampfeinsatz in Afghanistan soll Ende kommenden Jahres auslaufen. Bis dahin sollen die afghanischen Sicherheitskräfte die Verantwortung im ganzen Land übernehmen.

vim/DPA/DPA
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