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19. März 2007, 11:04 Uhr

"Tornados sind psychologische Garantie"

Bei einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Afghanistans Präsident Hamid Karsai das Vorhaben begrüßt, deutsche Tornados an den Hindukusch zu senden. Die Aufklärungsflugzeuge seien eine "bedeutsame psychologische Garantie" für die Bevölkerung.

Nach einem Gespräch mit Angela Merkel begrüßte der afghanische Staatspräsident Hamid Karsai die Entsendung deutscher Tornados© Michael Sohn/AP

Der afghanische Staatspräsident Hamid Karsai hat die Entsendung deutscher Tornado-Aufklärungsflugzeuge in sein Land begrüßt und sich dafür bedankt. Nach einem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte Karsai in Berlin, wichtiger als ihre militärischen Einsatzmöglichkeiten sei die "bedeutsame psychologische Garantie", die für die Bevölkerung von den Maschinen ausgehe. Es sei diese Garantie der Staatengemeinschaft, die der Bevölkerung das Gefühl einer sicheren Umgebung verschafften. Karsai erhob keine Forderung nach weiterer militärischer Unterstützung von außen.

Entsendungsentscheidungen im Hinblick auf die Bundeswehr lägen alleine bei Deutschland. Merkel hob hervor, sie fühle sich von den Berichten Karsais in der Auffassung bestärkt, dass erfolgreiche Wiederaufbauhilfe eine Mischung aus militärischen und zivilen Komponenten sein müsse. Verstärkt werden müsse allerdings die Versorgung mit Elektrizität, die Versorgung insgesamt müsse stabilisiert werden. Auch Karsai hob die deutschen Regionalen Wiederaufbauteams (PRT) lobend hervor. Ohne die Hilfe der Staatengemeinschaft wäre Afghanistan nicht dort, wo es heute stehe, sagte das Staatsoberhaupt.

Der afghanische Außenminister Rangin Spanta sagte im ARD-Morgenmagazin, ein Abzug der Bundeswehr wäre eine Katastrophe für die Sicherheit und den demokratischen Prozess in seinem Land. Er wünsche sich, dass die im Irak festgehaltenen deutschen Geiseln freikommen aber auch, dass das deutsche Engagement für Frieden und Stabilität in Afghanistan weitergehe. Deutschland ist nach Angaben von Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul der viertgrößte Geldgeber für Afghanistan. Der Wiederaufbau sei eine Gemeinschaftsaufgabe vieler Staaten.

AP
 
 
KOMMENTARE (1 von 1)
 
Rosenengel (20.03.2007, 13:36 Uhr)
Wer Wo Wann Wieso Weshalb kein Geld
Steigende Staatsverschuldung, Steuererhöhungen und Leistungskürzungen, Hartz IV, Gesundheitsreform, jetzt Erhöhung der Pflegeversicherungsbeiträge, überall in den Kassen fehlt Geld, auch für die Bundeswehr. Aber: Deutsche Politiker, die in einem Monat so viel "verdienen" wie ein gutverdienender Steuerzahler, von denen diese Politiker leben und deren Geld sie auf der ganzen Welt verschenken, in einem Jahr, geben sich mit U - Boot und Waffengeschenken an Israel nicht mehr zufrieden. Nein Geld und Menschenleben für den Aufbau eines Landes und Tornados, Geld und Menschenleben für die Zerstörung des selben Landes. Wie Prächtig glänzen doch die Politiker auf internationaler Ebene. Wenigstens da, wo sie doch im eigenen Land keine Lorbeeren ernte können.
Und wenn die Amerikaner dann die Afghanen so richtig, ob ihres unmöglichen Benehmens dort, wild gemacht haben und sich dann wegen zu hoher Verluste aus Afghanistan zurückziehen, dann können die deutschen Politiker erst so Richtig loslegen, vielmehr loslegen lassen. Und zwar die Bundeswehrsoldaten und Aufbauhelfer. Selber ihre Haut zu Markte tragen, das mögen die Politiker nun gar nicht. Es macht ihnen, den selbsternannten Pazifisten, mehr Spass andere dahin zu kommandieren und selber sich in einem zweifelhaften Ruhme zu aalen.
Und das Lied "Am deutschen Wesen soll die Welt genesen" singend, befehlen sie eine Bundeswehr in einen Krieg, der notorisch Geld für eine auch nur annähernd ausreichend gute Ausrüstung fehlt und wo Soldaten, die dann wenn es Ernst wird verweigern, wegen Dienstverweigerung als Helden gefeiert werden. Dieselben Politiker fallen immer als erste der Bundeswehr bei jeder Gelegenheit in den Rücken (siehe Knochenskandal) und würden am liebsten alles militärische aus der Bundeswehr tilgen.
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