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30. November 2008, 12:10 Uhr

Anschlag auf Auto der deutschen Botschaft

Ein Selbstmordattentäter hat in Kabul einen Anschlag auf ein Fahrzeug der deutschen Botschaft verübt. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben. Bundeswehr und die afghanische Polizei riegelten de Tatort ab.

Ein Selbstmordattentäter hat sich am Sonntag in Kabul nahe des Autos des deutschen Militärattachés in Afghanistan in die Luft gesprengt. Der Attaché blieb unverletzt, wie der stellvertretende Polizeichef der afghanischen Hauptstadt, Alishah Ahmadzai, mitteilte. Allerdings seien zwei Zivilisten getötet und drei weitere verletzt worden. Den Angaben zufolge entstand an dem Fahrzeug Sachschaden. Der Polizeichef von Kabul teilte mit, der Täter habe sich dem Botschaftswagen zu Fuß genähert und eine Bombe gezündet. Der Anschlag ereignete sich in der Nähe einer von den USA errichteten Schule. Bundeswehrsoldaten und afghanische Polizisten riegelten den Tatort ab.

Ein Sprecher des Auswärtigem Amts in Berlin bestätigte einen Anschlag auf ein Fahrzeug der deutschen Botschaft in Kabul. Ein afghanischer Mitarbeiter im Auto sei unverletzt geblieben, hieß es. Über weitere Insassen lagen dem Sprecher keine Informationen vor.

Im August 2007 waren in Kabul drei Personenschützer des deutschen Botschafters bei einem Bombenanschlag außerhalb der deutschen Vertretung getötet worden. Wegen der erhöhten Anschlaggefahr in Kabul sollen bis Ende dieses Jahres alle deutschen Diplomaten auf das Gelände der Botschaft umziehen. Dafür hat das Auswärtige Amt neben der Botschaft ein neues mehrstöckiges Gebäude errichten lassen, das gegen Anschläge von außen geschützt ist.

DPA/AP
 
 
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