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31. August 2008, 15:17 Uhr

Erneut Bundeswehr-Patrouille angegriffen

Vier Tage nach dem tödlichen Anschlag auf die Bundeswehr in Afghanistan ist erneut ein Konvoi der Bundeswehr angegriffen worden. Niemand wurde verletzt. Der Sprengsatz explodierte am Sonntagvormittag neben einer Patrouille bei Kundus.

Bundeswehrfahrzeuge fahren im Konvoi nahe Mazar-i-Scharif© Michael Kappeler/DDP

In Nordafghanistan ist erneut ein Anschlag auf Bundeswehr-Soldaten verübt worden. Niemand sei verletzt worden, sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos am Sonntag in Potsdam. Der Sprengsatz sei am Vormittag 45 Kilometer westlich von Kundus neben einer Patrouille explodiert. An den Fahrzeugen der Soldaten hätten Splitter leichten Sachschaden verursacht. Die Patrouille konnte ihre Fahrt auf der Verbindungsstraße nach Taloqan fortsetzen.

Hinweise auf Urheber des Anschlages gebe es nicht. Es habe sich um einen selbst gebauten Sprengsatz gehandelt. Noch sei unklar, ob dieser möglicherweise aus der Ferne per Funk gezündet wurde.

Erst am vergangenen Mittwoch war ein Soldat bei einem Anschlag auf eine Patrouille in dem gleichen Gebiet um den Stationierungsort Kundus getötet worden. Er war der 28. beim Afghanistan-Einsatz umgekommene deutsche Soldat. Seine Leiche wurde am Samstagabend nach Deutschland zurückgebracht. Auch seine drei verletzten Kameraden kehrten zurück.

DPA/Reuters

 
 
KOMMENTARE (7 von 7)
 
knilch_59 (31.08.2008, 18:52 Uhr)
So ist das in der Zwickmühle
Zunächst mal: Die Bösen in diesem Konflikt sind und bleiben die Taliban. Eine Machtclique, die den eigenen Kindern – insbesondere Frauen – Zugang zur Bildung verweigert, die vor Organisation des Drogenhandels nicht zurückschreckt, nur um sich selbst an der Macht zu halten, die die Religion nach belieben ausnutzt, um die eigenen (All)Machtsansprüche durchzusetzen, sollte auf diesem Planeten keine Existenzberechtigung haben!
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Aber – ist die Bundeswehr nach 5 Jahren dort noch die richtige Institution, um Frieden durchzusetzen? Haben wir wirklich alles Mögliche getan, um den Afghanen so schnell wie möglich wieder die Souveränität zurückzugeben? Wir geben Milliarden dafür aus, ein paar wenige Deutsche Soldaten dort auszustatten. Damit die es überhaupt dort aushalten, müssen wir denen einen Lebensstandard dort organisieren, von dem 99% der Afghanen nur träumen können. Integrieren ist nicht.
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Die Taliban nutzen das brutal aus. Denen sind Opfer in der Zivilbevölkerung scheißegal, nur um zu demonstrieren, dass das Land derzeit „besetzt“ ist. Und gleichzeitig kann man in .de die Debatte um den Sinn des Einsatzes mit einfachsten Mitteln anheizen.
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Steinmeier und Wieczorek-Zeul: Macht Euch mal Gedanken darüber, wie man die Bundeswehr-Mias für Afghanistan nicht besser für Ausbildung und Erziehung von Afghanen einsetzen kann. Das Montessori-Motto „hilf mir, es selbst zu tun“ sollte viel strikter angewendet werden. Sonst kommen wir nie aus der Zwickmühle raus, in die uns die Amis gesetzt haben!
Rooney (31.08.2008, 18:48 Uhr)
Unterstützung?
Schön das alle darauf rumreiten wie man das ganze beenden könnte und dergleichen aber sollte man nicht lieber mal anfangen Unterstützung für die Soldaten aufzubauen? Die Bundeswehr geniesst wirklich einen miserablen Stellenwert in Deutschland und das ist echt traurig wenn man sieht wie in anderen Ländern über das Militär gedacht wird...
Zwickau (31.08.2008, 17:43 Uhr)
Rechtfertigung
Ja wir mussten... Bis zum Vorfall der Zivilistentötung klang alles nach Friedenshelfer.
Gisella (31.08.2008, 17:14 Uhr)
Angriff
auf Bundeswehr-war ja eigentlich vorauszusehen.
flyingfree (31.08.2008, 17:12 Uhr)
Übrigends
ich habe die Bevölkerung bei meinem Beitrag nicht vergessen zu erwähnen. Leider interessiert das in Deutschland nur eine Handvoll Menschen.
Nebenbei:
www.afghanistandemo.de
am 20.09.2008
Wir sehen uns?
flyingfree (31.08.2008, 17:06 Uhr)
Frage ich mich auch
Ich hoffe, mighty Merkel zählt mit und macht Kerben in ihr Gewissen. Sie hätte das längst beenden müssen und hat es nicht getan. Im Gegenteil, derzeit reitet sie das Land in die nächste Sch... Wieder "für die Guten", also USA.
Ernst1 (31.08.2008, 16:15 Uhr)
Bin mal gespannt wieviele Soldaten sterben müssen
ehe unseren verbohrten Politiker wach werden und sich fragen, was wir da eigendlich in Afghanistan machen
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